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29.04.2021 | 04:30

Newmont, Sibanye Stillwater, Troilus Gold, NEL – Selektiv in Qualität investieren!

  • Gold
  • e-Mobilität
  • Wasserstoff
  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Nach einer so ausgedehnten Hausse, wie wir sie in den letzten 3 Jahren erleben konnten, ist es für manchen Anleger schwer, die Spreu vom Weizen zu trennen. Grundsätzlich gibt es langfristige fundamentale Trends, sogenannte Megatrends wie z.B. die Digitalisierung oder die e-Mobilität sowie aktuell auch der Bergbau. Hier stimmen die mittelfristigen Parameter mit wichtigen Konjunkturtrends überein. Dann gibt es aber auch kurzfristige, sogenannte gehypte Trends über die sich trefflich streiten lässt, wie lang sie denn wirklich anhalten. Während Krypto weiteres Geld anzieht, ist der Wasserstoff-Hype bereits am abbrechen – und wiederum kommt ein wichtiges Kriterium zu Tage: Timing!

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
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Inhaltsverzeichnis:


    Newmont Corp – Spannung vor den Zahlen des ersten Quartals

    Der größte Goldschürfer der Welt Newmont Mining wird heute voraussichtlich vorbörslich seine Q1-Zahlen vorlegen. Es ist zu erwarten, dass trotz der COVID-Einschränkungen wieder ein Rekordergebnis vorgelegt werden kann. Die Goldmine konnte die Analystenschätzungen in zwei der letzten vier Quartale bereits übertreffen, im letzten Quartal verzeichnete Newmont eine Gewinnüberraschung von satten 11,6%.

    Es wird daher erwartet, dass die Ergebnisse des Unternehmens im ersten Quartal die Vorteile der höheren Goldpreise im Vergleich zum Vorjahr widerspiegeln werden. Gestern wurde die Ausschüttung bekannt gemacht: Der Goldproduzent wird eine Quartalsdividende von 55 US-Cents je Anteilsschein an seine Aktionäre bezahlen, damit beträgt die aktuelle Dividendenrendite ca. 3,4 Prozent.

    Wir sind gespannt, was Newmont berichten wird, da die Aktie zuletzt wieder stark angestiegen ist, obwohl sich die Branchenrivalen im Korrekturmodus befanden. Ende Februar wurde ein Tief von 45 EUR erreicht, gestern stand der Wert wieder bei 53 EUR, das Hoch datiert vom Mai 2020 bei 64,8 EUR.

    Sibanye Stillwater – Starke Zahlen, große Ambitionen

    Während das Jahr 2021 abgesehen von COVID wie ein solides Jahr für den Edelmetallförderer Sibanye-Stillwater aussieht, hat der Geschäftsführer und CEO Neal Froneman betont, dass das Unternehmen weiterhin auf der Suche nach wertsteigernden Fusions- und Akquisitionstransaktionen ist. Nach der langjährigen Umstrukturierung ist die Bilanz gut saniert, die Eigenkapitalquote wieder stark.

    Auf dem World Gold Forum gab Sibanye zuletzt bekannt, weiterhin an seiner Dividendenpolitik festzuhalten, mögliche Übernahmen konterkarieren diesen Punkt nicht. Die Ausschüttung erreichte in 2020 ganze 720 Mio. Rand, der freie Cashflow erhöhte sich parallel auf 1,2 Mrd. Rand. In diesem Jahr strebt Sibanye eine Rendite von 4% bis 5% an.

    Bei Sibanye gibt es nach den vielen Streiks in 2020 nun im Wesentlichen keine operativen Probleme mehr, das Unternehmen hat im Jahr 2020 deutlich an Wert gewonnen, man kann erwarten, dass sich die positive Story in 2021 fortsetzen wird. Der Goldpreis wird nach Meinung des Managements in den nächsten Jahren deutlich zulegen, auch die anderen Metalle aus Sibanyes Minen erfreuen sich großer Nachfrage. Der aktuelle Preis für den 4E-Korb (Platin, Palladium, Rhodium und Gold) liegt bei etwa 60.000 Rand, was einen Anstieg von 50 % gegenüber den Preisen in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 bedeutet. Ein weiterer Bereich, den Sibanye erkundet hat, ist der der Batteriemetalle, mit der jüngsten Investition des Bergbauunternehmens in das europäische Lithiumprojekt Keliber.

    Die Sibanye-Aktie konsolidiert derzeit auf hohem Niveau, Kurse unter 4 EUR locken zum Einstieg. Eine deutliche Neubewertung sollte bis 2025 anstehen.

    Troilus Gold – Beste Lage mitten in Quebec

    In der besten Lage von Quebec befindet sich ein weiteres sehr aussichtsreiches Edelmetall-Projekt, es gehört seit 2017 der kanadischen Troilus Gold Corp. Bislang wurden über 80.000 Meter gebohrt, die indizierte Goldmenge erreicht 4,96 Mio. Unzen Gold in 2020, weitere 3,15 Mio. Unzen können daraus abgeleitet werden. Die ehemalige Mine Troilus, die sich nordöstlich des Bezirks Val-d'Or in Quebec befindet, produzierte zwischen 1996 und 2010 ganze 2 Millionen Unzen Gold und fast 70.000 Tonnen Kupfer, sie liegt in einer der günstigsten Bergbau-Jurisdiktionen der Welt.

    Die Troilus-Liegenschaft wurde 2017 nach einer umfangreichen Due-Diligence-Prüfung erworben, seitdem sind die angezeigten Mineralressourcen um 142 % und die abgeleiteten Mineralressourcen gar um 350 % gestiegen. Der durchschnittliche Goldgehalt liegt bei 0,84 bis 0,87 Gramm pro Tonne. Da die Mine bereits im Open-Pit-Verfahren lange Jahre bewirtschaftet wurde, verfügt man über eine gut etablierte Infrastruktur, einschließlich eines ausgedehnten Straßennetzes, einer naheliegenden Umspannstation mit Zugang zu klimaneutraler Hydro-Energie, einer genehmigten Absetzanlage und einer in Betrieb befindlichen Wasseraufbereitungsanlage.

    Als historischer und zukünftiger Minenstandort weist das Troilus-Gelände einen einzigartigen Bestand an nachhaltigen Punkten in Richtung Umweltschutz vor. Mit moderner Technologie ist sich Troilus daher sicher, die negativen Auswirkungen eines Minenbetriebs auf die Umwelt zu minimieren. Dies umfasst den Wasserschutz als auch den Klimawandel sowie den Artenschutz in Flora & Fauna.

    Die Troilus-Aktie steht bei 1,08 CAD und damit einer Marktkapitalisierung von ca. 140 Mio. CAD. Die Kursziele bekannter Research-Häuser liegen im Schnitt bei 3,84 CAD. Der nächste Gold-Pickup wird die Aktie nicht auf diesem Stand belassen, denn das Projekt ist eines der besten in Kanada.

    Nel ASA – Das kann immer noch schief gehen

    Noch ein charttechnischer Blick auf die Nel ASA-Aktie. Nach Befreiung vom diesjährigen Abverkauf, der etwa bei 2,10 EUR stoppte, startete die Nel-Aktie einen neuen Hausseversuch Richtung 2,60 EUR. Wenn dieser Ausbruch nun klappen soll, muss es mit hohen Umsätzen durch die Zone 2,70-2,85 EUR gehen, ein Abreißen der jüngsten Dynamik würde hingegen einen erneuten Ausverkauf Richtung 2,10 EUR und tiefer induzieren. Immerhin hat die Aktie eine 3-jährige Super-Rallye von Plus 700% hinter sich gebracht. Fast jeder Anleger sollte auf üppigen Gewinnen sitzen.

    Wir hatten die Wasserstoffaktien sehr gut auf dem Schirm, als Mitte Januar die ersten Korrekturschübe über die Branche hereinbrachen. Dann kam das kollektive Votum der Automobil-Industrie, die Batterietechnologie zu favorisieren, ein Schlag ins Gesicht für die Wasserstoff-Anhänger. Da beide Technologien nicht zum Blockbuster werden können, sollte man mit Investments im H2-Bereich weiterhin sehr selektiv vorgehen. Setzen sie sich enge Stop-Loss-Limite zur Gewinnsicherung.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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