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02.09.2021 | 05:00

Nordex, Talkpool, HeidelbergCement: Bauen wird grün und digital – Anleger profitieren

  • Digitalisierung
Bildquelle: pixabay.com

Wissen Sie, was alle Elektrogeräte gemeinsam haben? Sie wurden über die Jahre immer kleiner. Die Fortschritte im Bereich der Elektrotechnik und die Digitalisierung haben dafür gesorgt, dass selbst komplexe Geräte immer kleiner und zugleich stromsparender und leistungsfähiger geworden sind. Das eröffnet zahlreiche Möglichkeiten – etwa im Bereich des Internets der Dinge. Das Zusammenspiel aus Sensoren und kleinen elektronischen Geräten bietet Nutzern nicht nur neue Möglichkeiten, sondern spart auch Geld und schont die Umwelt. Wir stellen drei Titel rund um die Themen Internet der Dinge und Umweltschutz vor.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , HEIDELBERGCEMENT AG O.N. | DE0006047004 , Talkpool AG | CH0322161768

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Inhaltsverzeichnis:


    Nordex: Sensoren helfen sparen

    Der Windkraftanlagenbauer Nordex ist auf dem Parkett ein altbekannter Name. Doch das Unternehmen und seine Produkte haben eine Evolution hinter sich. Noch vor Jahren war man sich rund um Windenergie nicht so wirklich sicher. Heute zählen die Lösungen von Nordex selbstverständlich zum Energiemix. Um komplexe Anlagen, die oftmals auf hoher See installiert sind, zu warten, kommt es auf smarte Lösungen an. Wenn Sensoren es überflüssig machen, dass Techniker den beschwerlichen und teuren Weg auf ein Windrad auf sich nehmen müssen, ist schon viel erreicht. Wenn Sensoren kontinuierlich Daten sammeln und „mitdenken", ist das für ein Unternehmen wie Nordex der Jackpot. Beispielsweise setzt Nordex auf Sensoren, die Vereisungen an Windrädern erkennen und melden können. Dann springen Heizelemente an, garantieren den Betrieb und verhindern Schlimmeres.

    Auch wenn es in einem späteren Schritt darum geht, Strom zu speichern oder ins Netz abzugeben, können Sensoren und die digitale Auswertung von Nutzungsdaten helfen. Nordex geriet während der vergangenen drei Monate an der Börse ein wenig unter die Räder. Dem Markt scheint die geringe Profitabilität nicht zu gefallen. Doch die Auftragsbücher sind voll und das Unternehmen in einer aussichtsreichen Branche gut positioniert. Anleger sollten dennoch besser eine Bodenbildung abwarten.

    Talkpool: Grüne Technologie lässt die Marge klettern

    Ein Unternehmen, das die Themen Internet der Dinge und Nachhaltigkeit erfolgreich zusammenführen will, ist die Schweizer Talkpool -Gruppe. Talkpool bietet verschiedene Lösungen rund um Klimaschutz und Energieeinsparung an und geht dabei durchweg smart vor: Sensoren überwachen etwa das Raumklima und helfen dabei Luftqualität zu verbessern und Wasser- sowie Energieverbrauch zu senken. Auch bietet Talkpool Lösungen an, um Wasserschäden an Gebäuden schon frühzeitig zu erkennen. So können in der Regel größere Schäden vermieden werden. Studien zeigen, dass digitales Planen und Bauen auf dem Vormarsch ist – wie eine Untersuchung von pwc zeigt, wollen 79% der Bauunternehmen diese innovativen Methoden einsetzen. Aber nur weniger als 20% haben bereits eine Strategie , wie sie diesen Schritt umsetzen wollen. Zwar bedeuten digitale Prozesse am Bau noch nicht den Einsatz von smarten Produkten, doch dürfte die damit verbundene Revolution, die Bereitschaft auch bei Sensoren und anderen Geräten neue Wege zu gehen, deutlich steigern. Nicht zuletzt liegt Klimaschutz im Trend und viele Bauherren wünschen sich ein Smart Home.

    Neben Lösungen am Bau setzt Talkpool auch darauf, Mobilfunkmasten klima- und umweltfreundlicher zu machen. Dazu setzt Talkpool auf eine neuartige Verankerung, die mit weniger Beton auskommt. Auch arbeitet man daran, die oft als optisch störend empfundenen Masten besser in die Umwelt zu integrieren. Rund um 5G dürfte der Bedarf an Funkmasten und deren nachhaltigem Einsatz steigen. Die Aktie von Talkpool ist erst seit einigen Monaten an einem deutschen Handelsplatz gelistet und handelt normalerweise in Schweden. Dort verlief der Kurs während der vergangenen Monate seitwärts, obwohl das Unternehmen seit einiger Zeit erfolgreich wächst. So kletterte der Umsatz im zweiten Quartal um 28% und auch die Marge legte von 3,7 auf 6,1% deutlich zu. Die Resonanz potenzieller Kunden auf die Lösungen von Talkpool soll zudem positiv sein. Anleger sollten die Aktie auf dem Schirm haben. Es ist gut möglich, dass auch der Kurs bald anspringt.

    HeidelbergCement: Warum eine App?

    Eine Aktie, die ebenfalls vom Bau-Boom profitieren kann, ist HeidelbergCement. Das Unternehmen fokussiert sich auf Baustoffe und hat auf den ersten Blick nur wenig mit digitalen Lösungen zu tun. Doch dieser Eindruck täuscht: Mit der App OnSite hat das Unternehmen eine Lösung vorgestellt , die Bauunternehmen und Architekten künftig besser vernetzen soll. Das Ziel: Effizientere Prozesse, weniger Fehler, mehr Zeit, geringere Kosten. Die Aktie ist von dieser Digital-Fantasie noch nicht angesteckt – auf Sicht von drei Monaten verlor der Wert 1,4%. Dass es jemals so weit kommt, ist auch eher unwahrscheinlich.** Zement und Beton spielen bei HeidelbergCement mit einem Umsatzanteil von mehr als 80%** noch immer die Hauptrolle.


    HeidelbergCement zeigt klar, wohin die Richtung am Bau geht: Bauen wird digitaler. Auch Anbieter regenerativer Lösungen, wie Nordex, setzen auf Sensoren und innovative Datenauswertung. Für Anleger könnten Titel wie Talkpool aber interessanter sein: Hier locken niedrige Bewertungen und ein Geschäft, das gerade so richtig anzulaufen scheint.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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    Lexikon:

    1. 5G – 5G ist ein Standard für Mobiltelefone und mobiles Internet.
    2. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    3. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.

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