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30.03.2023 | 05:45

Panik bei Vonovia und Plug Power Aktie: Barrick Gold und Tocvan Ventures glänzen

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Bildquelle: pixabay.com

Von wegen „Betongold“. Bei Immobilienaktien herrscht derzeit echte Panik. Die Aktie von Deutschlands Branchen-Primus Vonovia konnte sich zwar gestern etwas erholen, aber ein Ende der Talfahrt scheint nicht in Sicht. Auch Analysten sind skeptisch. Die Spanne der Kursziele ist breit und es wird bereits über eine (Not)-Kapitalerhöhung spekuliert. Also kaufen oder verkaufen? Käufe könnte auch die Aktie von Plug Power gebrauchen. Charttechnisch ist die Situation kritisch. Immerhin werden jetzt auch Brennstoffzellen für kleinere Gabelstapler angeboten. Anders bei Barrick Gold. Die Aktie des Konzern steht kurz vor dem Ausbruch nach oben. Kursziele für Gold von 3.000 USD sorgen für gute Stimmung. Davon sollte auch Tocvan Ventures profitieren. Der Gold- und Silberexplorer hat gestern News zu seinem Projekt in Mexiko veröffentlicht und die Aktie scheint aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwachen – weitere Luft nach oben scheint es zu geben.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: VONOVIA SE NA O.N. | DE000A1ML7J1 , BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084 , TOCVAN VENTURES C | CA88900N1050 , PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020

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Inhaltsverzeichnis:


    Tocvan Ventures: Positiver Newsflow setzt Aufwärtstrend fort

    Mit einem Kurssprung von zwischenzeitlich über 5% hat die Aktie von Tocvan Ventures gestern auf positive Nachrichten beim Gold-Silber-Projekt Pilar in Mexiko reagiert. Damit setzen sich positiver Newsflow und der Aufwärtstrend der Aktie fort. Die Kanadier verfügen über die beiden Gold- Silberprojekte Pilar und El Picacho im mexikanischen Bundesstaat Sonora und damit im Herzen der mexikanischen Goldregion. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen über hochgradige Mineralisierungen berichtet und sich Ende 2022 im Rahmen einer Kapitalerhöhung die finanziellen Mittel für weitere Bohrungen gesichert. Seitdem konnte sich die Aktie von ihren Tiefstständen und hat einen Aufwärtstrend ausgebildet.

    Gestern hat Tocvan Ventures über die Fortschritte der ersten Großprobe des Pilar-Projektes berichtet. Über 1.200 Tonnen Material wurden auf Halde geschüttet und die ersten Materialtransporte abgeschlossen. Die Zerkleinerung und das Sieben des Materials haben begonnen. Und auch die Installation des Fundaments und des Drainagesystems für das Laugungsbecken sei im Gange. Unabhängig von der Großprobe teilte Tocvan mit, dass die fünf Proben aus den diagnostischen Edelmetall-Laugungstests hochgradige Ergebnisse enthielten: 6,2 g/t Au, 7,6 g/t Au, 1,3 g/t Au, 11,1 g/t Au bzw. 7,6 g/t Au. Die diagnostischen Laugungstests seien im Gange und das Material dafür wurde aus vier Schürfgräben und einer ausgewählten Großprobe von Bohrkernen entnommen. Zudem wurden bei Pilar während des Aushubs der Schürfgräben im Zusammenhang mit der Großprobe mehrere verdeckte Stolleneingänge entlang von Quarzgangstrukturen freigelegt, was ein weiterer Indikator für das robuste mineralisierte System und ein nützliches Instrument zur Kartierung neuer hochgradigen Strukturen sei.

    "Wir sind äußerst zufrieden mit den bisherigen Fortschritten bei der Großprobenentnahme und damit, wie schnell wir mehr über das robuste mineralisierte System bei Pilar erfahren", sagte CEO Brodie Sutherland. "Während des Aushubs der Schürfgräben und der Grabungen für die Probe haben wir historische Grubenbaue freigelegt, die eindeutig auf eine hochgradige Mineralisierung zielten. Die neuen Aufschlüsse liefern uns auch hervorragende Strukturdaten, die unsere Modellierung verbessern. Wir sehen auch Freigold in der feineren Fraktion des Probenmaterials, das wir weiter auswerten werden. Darüber hinaus sind die ersten Ergebnisse, die den Goldgehalt (Head Grade) der für die diagnostische Laugung entnommenen Proben aufzeigen, sehr ermutigend."

    Neben der Unternehmensentwicklung passt derzeit auch die Entwicklung des Goldpreises.
    So hatte Investmentprofi Leigh Goehring erst kürzlich einen möglichen Anstieg des Goldpreises auf 3.000 USD je Unze noch in diesem Jahr in Aussicht gestellt. Er ist Geschäftsführer bei Goehring & Rozencwajg, verwaltet unter anderem einen Rohstofffonds. Er erwartet, dass die US-Notenbank die Zinsen nicht mehr erhöhen, sondern vielleicht sogar im laufenden Jahr senken wird. Nach dem Beginn der Bankenkrise in den vergangenen Wochen ist diese Wahrscheinlichkeit sogar gestiegen. "Dann werden wir ein weiteres großes Inflationsproblem bekommen", warnte er in einem Interview mit Kitco News. Sollte die Prognose eintreffen, sind Gold-Aktien mindestens eine attraktive Depotbeimischung. Neben den Branchenschwergewichten wie Barrick Gold und Newmont, können sich Explorer als Hebel auf den Goldpreis lohnen.

    Vonovia-Aktie: Kommt die Kapitalerhöhung?

    Von Gold zum Betongold. Dieses hat in den vergangenen Monaten erheblich an Glanz verloren. Die Branche leidet unter den gestiegenen Zinsen und der hohen Inflation, die die Erschwinglichkeit von Immobilien beeinträchtigen und die Finanzierungskosten in die Höhe treiben. Der jüngste Abverkauf der Immobilienaktien wurde durch Studie von Barclays und der Citigroup ausgelöst. Aus Sicht der Analysten der Citigroup drohen bei den europäischen Gewerbeimmobilienaktien weitere Kursverluste von 50%. Die Barclays Experten sehen im gesamten Sektor weitere Kursrisiken. Die deutschen Wohnimmobilienunternehmen müssten ihre Geschäftsmodelle und Bilanzen erst noch dem veränderten Umfeld hoher Zinsen anpassen. Dividendenkürzungen seien ein erster Schritt. Zudem seien Verkäufe grundsätzlich eine Option. Allerdings mache der ausgetrocknete Markt Verkäufe schwierig. Im rahmen der Studie wurde Vonovia von Barclays von "Equal Weight" auf "Underweight" abgestuft und das Kursziel von 28 auf 18 EUR reduziert. Ein Stück optimistischer ist RBC. Die Analysten der kanadischen Bank halten die Bewertung von Vonovia für attraktiv. Allerdings halten sie eine Kapitalerhöhung für möglich. Sie hatten am Freitag das Kursziel für die Vonovia-Aktie von 37 EUR auf 33 EUR zurückgenommen. Die Empfehlung lautet weiterhin "Outperform".

    Plug Power: Charttechnisch massiv angeschlagen

    Zu Plug Power haben sich Analysten schon länger nicht mehr positiv geäußert. Gemäß nasdaq.com liegt das Durchschnittliche Kursziel für die Aktie des Wasserstoff-Spezialisten bei 26 USD. Dabei gehen die Meinungen der Experten weit auseinander. Das niedrigste Kursziel liegt bei 13 USD und das höchste bei 78 USD. Derzeit notiert die Plug-Aktie bei 10,50 USD und befindet sich in einem klaren Abwärtstrend. Allein im laufenden Jahr hat sie bald 50% an Wert verloren. Der Grund ist wie bei so vielen Unternehmen aus der Branche: Trotz der hervorragenden Rahmenbedingungen für Wasserstoff gelingt es Plug Power, Nel ASA & Co. bisher leider nicht, profitable Geschäftsmodelle zu etablieren.

    Brennstoffzellen für kleinere Nutzfahrzeuge sind bisher das Kerngeschäft von Plug Power. Quelle: Plug Power

    Operativ gab es zuletzt wenig neues zu melden. Die Amerikaner haben angekündigt, ihr Produktangebot für kleinere Flotten von Gabelstablern zu erweitern. Gemäß Plug Power lohnte sich der Umstieg auf mit Wasserstoff betriebene Gabelstapler erst bei einer Flotte von über 100 Fahrzeugen. Kleineren Betreibern soll nun eine modulare H2-Speicherlösung angeboten werden. Jose Luis Crespo, General Manager of Fuel Cell Applications and Global Accounts: „Mit dem erweiterten GenKey-Angebot von Plug haben auch Kunden mit weniger als 100 Gabelstaplern pro Lager die Möglichkeit, auf Brennstoffzellen umzusteigen und einen viel erschwinglicheren, zuverlässigeren und nachhaltigeren Kraftstoff zu nutzen.“ Nach Angaben von Plug Power sind Gabelstapler mit Wasserstoff im Heimatmarkt USA inzwischen wettbewerbsfähig und hatten bei den Verkäufen einen Anteil von immerhin 25%.


    Gold glänzt wieder. Goldaktien haben von dem Aufschwung noch nicht vollständig profitiert und bieten Chancen. Dies gilt für Schwergewichte wie Barrick Gold und Newmont genauso wie für Newcomer wie Tocvan Ventures. Die Aktien von Vonovia und Plug Power sind beide reif für eine Gegenbewegung, aber die fundamentalen Probleme der Brachen wie steigende Zinsen (Immobilien) und defizitäre Geschäftsmodelle (Wasserstoff) bleiben.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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