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22.06.2023 | 06:20

PayPal, Star Navigation Systems, Palantir – Voll auf Kurs

  • KI
  • Big Data
  • Datenanalyse
Bildquelle: pixabay.com

Spätestens seit dem Start der generativen KI um Chat GPT, Google Bard & Co. ist die künstliche Intelligenz im Mainstream angekommen. Profiteure des Hypes gibt es dabei viele, allen voran der Grafikkartenspezialist Nvidia. Das Unternehmen übertraf mit seiner aktuellen Umsatzprognose die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten um zirka 50 %. Grund für die weit über dem Konsens liegenden Zahlen waren die laut des Konzerns „unglaublichen Aufträge“ für die Hochrüstung von Rechenzentren. Neben Nvidia profitieren noch weitaus unbekanntere Unternehmen von der Revolution, die auf Informations- und Kommunikationstechnologie basiert.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: PAYPAL HDGS INC.DL-_0001 | US70450Y1038 , PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088 , STAR NAVIGATION SYS GRP | CA8551571034

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Inhaltsverzeichnis:


    Palantir – Deutlich aufgehelltes Chartbild

    Ohne Frage, die Prognosen des größten Entwicklers von Grafikprozessoren und Chipsätzen für Personal Computer, Server und Spielkonsolen hat eine positive Sogwirkung auf die ganze Branche. So konnte Palantir nach zwei eher mageren Börsenjahren ein Revival erleben. Die Aktie des Datenanalyseunternehmens konnte seit Anfang Mai eine Performance von über 130 % aufs Börsenparkett legen und notiert mit 15,79 USD nahe an einem markanten Widerstand, dem Jahrestief aus dem Jahr 2021, bei 17,06 USD. Bereits einmal testete der Kurs die Marke unter hohem Volumen. Sollte ein Durchbruch gelingen, wäre als nächste Hürde das Niveau im Bereich von 20,55 USD zu überwinden.

    Die eh schon prall gefüllten Auftragsbücher wurden nun mit drei Orders im Gesamtwert von 110,5 Mio. USD durch die US-Luftwaffe weiter befüllt. So schlosss die US-Air Force einen Vertrag über 58,5 Mio. USD für eine fortschrittliche Data-as-a-Service-Plattformlösung ab. Dieser Vertrag beinhaltet die automatische Integration von Daten aus verschiedenen Quellen im Luftwaffenministerium, einschließlich Personal-, Ausrüstungs-, Planungs-, Gesundheits- und anderen Bereitschaftsdatenquellen. Für den Weltraumbereich zur Unterstützung von Space Command and Control und Mission Partner wurde eine DaaS-Plattform für zwei getrennte Einsatzbereiche bestellt. Zudem lässt sich die North American Aerospace Defense Command/U.S. Northern Command eine von Palantir entwickelte Datenplattform 19,2 Mio. USD kosten.

    Star Navigation Systems – Unbemerkt im Milliardenmarkt

    Ein nahezu an der Börse noch kaum beachtetes KI-Unternehmen ist die in Deutschland und Kanada notierte Star Navigation Systems mit einem Börsenwert von 24,12 Mio. CAD, die sich auf die Bereitstellung von Lösungen für die Inflight-Analyse, Satellitenkommunikation und Datenverarbeitung für die Luft- und Raumfahrt, einschließlich Hardware und Software, fokussiert. Für das Produkt „The Star Digital Twin“ wurde in den USA sowie Kanada bereits ein Patent beantragt.

    Alleinstellungsmerkmal von Star Navigation Systems ist es, Edge Computing während des Fluges durchzuführen und die berechneten Daten mithilfe von künstlicher Intelligenz und fortschrittlichen Algorithmen zu analysieren. Diese Methode ermöglicht eine Echtzeitanalyse wichtiger Parameter wie Triebwerkseffizienz, Flugzeugstruktur oder Positionsdaten. Die analysierten Daten werden anschließend über Satellitenverbindungen unmittelbar an die Bodenbetreiber weitergeleitet. Somit kann ein Flugzeug auch außerhalb der Flugroute geortet werden.

    Mit Caverton Helicopters wurde kürzlich eine Absichtserklärung für den Erwerb des In-Flight Safety Monitoring System geschlossen, die dieses zukünftig als Komplettlösung für ihre Hubschrauber- und Flugzeugflotte einsetzen will. Insgesamt besitzt das Unternehmen eine kombinierte Flotte von 30 Hubschraubern und Flugzeugen.

    Ein deutliches Upside für das seit bereits 20 Jahre tätige Unternehmen könnte zudem in Afrika liegen. Neben der Luftfahrtindustrie können die Systeme ebenso bei der Verfolgung von Lastwagen, Zügen und Schiffen angewandt werden. Mit dem Unterzeichnen einer Absichtserklärung mit der Lapsset Corridor Development Authority wurde Star Navigation Systems Teil des größten Infrastrukturprojekt Ostafrikas und soll die Tracking- und Überwachungstechnologie für das Lapsset Corridor Program, dass ein Volumen von 30 Mrd. USD beinhaltet, liefern. Durch Anwendung eines Subscription-as-a-Service-Modell könnte dies laut dem Management zukünftig wiederkehrende Erlöse in Höhe von mehreren 100 Mio. USD bedeuten. Zudem würde der Absatz der Hardware enorm steigen.

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    PayPal – Game-Changer durch Verkauf des Schuldenpakets

    Die von den beiden Parteien bereits kommentierte Meldung könnte nach dem monatelangen Verfall der PayPal-Aktie eine Trendumkehr einläuten. So plant die Private-Equity-Firma KKR, bis zu 40 Mrd. EUR der "Buy Now, Pay Later"-Kredite des Zahlungsdienstleisters PayPal in Europa zu kaufen. Nach Abschluss der Transaktion erwartet PayPal, im Jahr 2023 etwa 1 Mrd. USD für zusätzliche Aktienrückkäufe bereitzustellen, was zu einem neuen Kontigent von insgesamt 5 Mrd. USD für Aktienrückkäufe in diesem Jahr beiträgt.

    In Summe soll PayPal für das Paket umgerechnet rund 3 Mrd. EUR erhalten, 1,8 Mrd. EUR sollen dabei sofort fließen. Neben dem Liquiditätsschub minimiert das US-Unternehmen zudem das Kreditausfallrisiko, das aufgrund der Rezession in Europa und der schwindenden Kaufkraft enorm gestiegen ist. Nach Veröffentlichung des Deals konnte die PayPal-Aktie ihre Aufwärtsbewegung fortsetzen und notiert mit 68,22 USD nahe am seit August 2022 etablierten Abwärtstrend bei 71,46 USD. Sollte der Trend gebrochen werden, wäre als nächstes eine Kurslücke bei 75,52 USD zu schließen.


    Die künstliche Intelligenz ist im Mainstream angekommen und dürfte in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Neben Nvidia sind Palantir und Star Navigation Systems einige der Hauptprofiteure. PayPal profitiert derweil vom Verkauf seines Europa-Schuldenpakets.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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