Menü schließen




26.03.2026 | 05:00

Rüstungsindustrie im Stresstest: Engpässe bei Rheinmetall und Lockheed – Profiteur Almonty Industries

  • Wolfram
  • Rüstung
  • Konflikte
  • Lieferketten
Bildquelle: KI

Der Krieg im Nahen Osten offenbart die Verwundbarkeit der globalen Sicherheitsarchitektur. Während die militärischen Operationen der US-geführten Koalition unter dem Namen Operation Epic Fury gegen den Iran andauern, sorgt die erratische Kommunikation von US-Präsident Donald Trump für extreme Verunsicherung bei militärischen Planern. In rascher Abfolge oszillieren die Meldungen aus dem Weißen Haus zwischen triumphalen Siegeserklärungen, der Ankündigung von amerikanischen Bodentruppen und kurz darauf der Aussicht auf Friedensverhandlungen. Diese Unberechenbarkeit trifft auf eine alarmierende Realität: Die Waffenlager selbst der größten Militärmacht der Welt leeren sich in einem rasanten Tempo. Der massive Einsatz von Präzisionswaffen zeigt schonungslos, dass die globale Rüstungsindustrie für intensive Abnutzungskriege oder eine weitere Eskalation der globalen Spannungen nach dem Zusammenbruch der bisherigen Weltordnung schlichtweg nicht gerüstet ist. Das wahre Nadelöhr der Rüstungsindustrie sind dabei nicht fehlende staatliche Budgets, sondern die kritischen Rohstoffe am Anfang der Lieferkette. Der Markt für Wolfram und der Produzent Almonty Industries rücken dadurch in den Fokus von Investoren. Es winkt eine einzigartige Chance.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 | TSX: AII , NASDAQ: ALM , ASX: AII , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , LOCKHEED MARTIN DL 1 | US5398301094

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Lockheed Martin und das Produktionsdilemma

    Der US-Rüstungsgigant Lockheed Martin steht exemplarisch für die aktuelle Skalierungskrise der Industrie. Obwohl die Auftragsbücher durch die stark gestiegene Nachfrage prall gefüllt sind, lässt sich die Produktion von hochkomplexen Waffensystemen nicht beliebig beschleunigen. Die US-Streitkräfte haben in den ersten Wochen des Iran-Konflikts hunderte Lenkwaffen vom Typ Tomahawk und JASSM abgefeuert, um feindliche Stellungen tief im Landesinneren zu neutralisieren. Die Nachproduktion dieser Systeme hinkt dem enormen Verbrauch jedoch hinterher. Die jährliche Produktionsrate für komplexe Tomahawk-Marschflugkörper liegt bei lediglich knapp über 100 Stück, während von der JASSM-Rakete jährlich rund 500 Einheiten gefertigt werden. Selbst bei einer sofortigen Umstellung auf den absoluten Krisenmodus und hohen staatlichen Investitionen in die Fertigungsanlagen dauert es Jahre, um den Ausstoß merklich zu erhöhen. Trump selbst musste nach anfänglichen Behauptungen über unerschöpfliche amerikanische Arsenale einräumen, dass die Bestände derartiger High-End-Systeme gefährlich gering sind.

    Rheinmetall stößt an Grenzen

    In Europa sieht sich Rheinmetall mit identischen Herausforderungen konfrontiert. Der deutsche Rüstungskonzern profitiert zwar finanziell enorm von der militärischen Zeitenwende und den historisch hohen Verteidigungsbudgets der europäischen NATO-Staaten, stößt jedoch operativ an die harten Limits der Lieferketten. Besonders bei der Produktion von standardisierter 155-Millimeter-Artilleriemunition, die auf den modernen Gefechtsfeldern in riesigen Mengen verbraucht wird, ist Rheinmetall auf einen stetigen Zufluss spezieller Metalle und chemischer Vorprodukte angewiesen. Die großangelegten Kapazitätserweiterungen in den europäischen Werken können nur dann die gewünschten Stückzahlen liefern, wenn die Versorgungssicherheit auf der Rohstoffseite lückenlos garantiert ist. Genau hier zeigt sich die Schwachstelle des gesamten westlichen Verteidigungsbündnisses: Die jahrzehntelange Abhängigkeit von Lieferanten aus asiatischen Regionen macht die europäische Rüstungsindustrie bei geopolitischen Verwerfungen extrem verwundbar. Ohne eine sichere Basis an Rohstoffen drohen die Produktionslinien bei Rheinmetall ins Stocken zu geraten.

    Wolfram als das unersetzliche Nadelöhr

    Im absoluten Zentrum dieser Rohstoffkrise steht das Übergangsmetall Wolfram, das sich durch den höchsten Schmelzpunkt aller reinen Metalle und eine hohe physische Dichte auszeichnet. Wolfram ist für die moderne Kriegsführung vollkommen essenziell, da es in panzerbrechender Munition, hochtemperaturbeständigen Raketentriebwerken, Turbinenschaufeln und der Elektronik von Lenkwaffen zum Einsatz kommt und oft nicht zu ersetzen ist. Das strategische Problem der westlichen Welt liegt in der massiven Marktkonzentration: China kontrolliert aktuell über 80 % der globalen Wolfram-Förderung und dominiert gleichzeitig die nachgelagerte Verarbeitungskette. Die Vereinigten Staaten selbst verfügen seit Jahren über keinerlei eigene kommerzielle Wolfram-Produktion mehr. Da die Regierung in Peking den Export kritischer Mineralien zunehmend als geopolitisches Druckmittel instrumentalisiert und Ausfuhrkontrollen für Dual-Use-Güter deutlich verschärft, steht die westliche Rüstungsindustrie vor einem gewaltigen Beschaffungsproblem. Ein verhängter Lieferstopp für Wolfram würde die Fertigung bei Konzernen wie Lockheed Martin und Rheinmetall in kürzester Zeit einschränken und letztlich zum Erliegen bringen.

    Kursdelle nach Super-Rally: Bei Almonty stimmt fundamental weiter alles.

    Almonty Industries sichert die westliche Versorgung

    In diesem geopolitisch hochbrisanten Umfeld positioniert sich Almonty Industries als nahezu einziger unabhängiger Anbieter von westlichem Wolfram. Das Unternehmen reaktiviert aktuell die historische Sangdong-Mine in Südkorea, die nach Abschluss der ersten Bauphase nun den Übergang in die kommerzielle Produktion erreicht hat. Sangdong gilt geologisch als eine der größten und hochwertigsten Wolfram-Lagerstätten der Welt. Mit dem Erreichen der vollen Förderkapazität wird Almonty Industries künftig schätzungsweise 40 % des gesamten nicht-chinesischen Wolfram-Bedarfs decken können. Diese strategische Ausnahmestellung hat das Management des Unternehmens klug genutzt, um sich langfristige Abnahmeverträge mit etablierten industriellen Branchengrößen zu sichern, was die zukünftigen Cashflows über Jahre hinaus exzellent planbar macht.

    Am Kapitalmarkt erlebte die Aktie von Almonty im Zuge der hohen Marktvolatilität zuletzt einen Kursrücksetzer, was strategisch orientierten Investoren nun ein überaus attraktives Einstiegsfenster eröffnet. Die Analysten von B. Riley Financial haben das Kursziel für den Wert jüngst auf 23,00 USD angehoben. Anleger finden in Almonty eine einzigartige Möglichkeit, gezielt in das Nadelöhr der Rüstungsindustrie zu investieren und von der zwangsläufigen Neuausrichtung der globalen Sicherheitsarchitektur überproportional zu profitieren.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) derzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen hält bzw. halten und auf deren Kursentwicklungen spekulieren. Sie beabsichtigen insofern Aktien oder andere Finanzinstrumente der Unternehmen zu veräußern bzw. zu erwerben (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.
    Es besteht insofern ein konkreter Interessenkonflikt bei der Berichterstattung zu den Unternehmen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.
    Es besteht auch aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.
    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Armin Schulz vom 23.06.2026 | 05:20

    Nicht in überhitzte Rüstungswerte investieren! DroneShield, Antimony Resources und MP Materials zeigen den klügeren Weg

    • DroneShield
    • Antimony Resources
    • MP Materials
    • Rüstung
    • Rüstungsindustrie
    • Drohnenabwehr
    • Antimon
    • kritische Rohstoffe
    • Seltene Erden
    • Pentagon

    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources Corp.

    Die Rally bei europäischen Rüstungswerten gerät ins Stocken. Nach Monaten beeindruckender Kursgewinne verunsichern Friedenshoffnungen und hohe Bewertungen die Anleger. Während Rheinmetall & Co. unter Volatilität leiden verschiebt sich der Fokus auf eine weniger beachtete Marktnische. Der strukturelle Aufwärtstrend der Verteidigungsausgaben bleibt intakt, doch die Gewinner von morgen könnten jene sein, die ohne eigene Waffenproduktion vom Sicherheitsboom profitieren. Genau hier eröffnen sich Chancen bei Unternehmen, die mit Drohnenabwehr, kritischen Rohstoffen und Hightech-Komponenten die Rüstungskette von morgen bedienen. DroneShield, Antimony Resources und MP Materials stehen exemplarisch für diese strategische Neuausrichtung.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 23.06.2026 | 04:00

    Gigawatt Power für KI und die E-Mobilität! BMW, BYD, Rock Tech Lithium und VW im Brennpunkt

    • E-Mobilität
    • Rohstoffe
    • Batteriemetalle
    • Energiespeicher
    • Lieferketten

    Für Deutschland nennt eine aktuelle McKinsey-Analyse für 2035 einen Strombedarf von rund 780 TWh, was gegenüber 2022 einem Plus von etwa 56 % entspricht. Das Fraunhofer-Institut schätzt den Strombedarf der Elektromobilität allein auf etwa 260 TWh im Jahr 2035. Als Daumenwert heißt das: Wenn mehr als 50 % des nach oben skalierten PKW-Bestands elektrisch fahren, braucht die reine Mobilität bis 2035 grob zusätzliche 200 bis 260 TWh Strom pro Jahr, also in der Größenordnung von rund einem Drittel des heutigen deutschen Gesamtstromverbrauchs. Zum Vergleich zeigt der KI-Boom eine andere, aber ebenfalls massive Last: Rechenzentren verbrauchten 2024 weltweit etwa 415 TWh, und bis 2030 könnten es laut IEA rund 945 TWh sein. BMW, VW und BYD stehen auf unterschiedlichen Positionen derselben Wertschöpfungskette: Sie verkaufen Fahrzeuge, die künftig nicht nur Batterien, sondern auch eine deutlich größere und flexiblere Strominfrastruktur voraussetzen. Lithium bleibt der Schlüsselrohstoff, weil jede Batterie – ob LFP, NMC oder Festkörperkonzept – ohne das weiße Metall nicht auskommt. Damit wird Europa laut Branchenquellen bis 2035 bis zu 20-mal so viel Lithium benötigen wie heute. Rock Tech Lithium will in Kanada und Deutschland angreifen und ein wichtiger Baustein der nordatlantischen Versorgungskette werden. Wir rechnen nach!

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 19.06.2026 | 05:30

    Wie Rheinmetall, First Hydrogen und Siemens KI-Drohnen und Wasserstoff-Roboter zum neuen Rüstungs-Megatrend 2026 machen

    • Rheinmetall
    • First Hydrogen
    • Siemens
    • Rüstung
    • Drohnen
    • unbemannte Systeme
    • Robotik
    • SMRs
    • Wasserstoff
    • Automatisierung

    Die Ukraine hat die Zukunft der Kriegsführung sichtbar gemacht. Unbemannte Systeme dominieren das Schlachtfeld. Mit dem 16 Mrd. EUR "Aktionsplan Drohnen" und der NATO-Roboterlinie an der Ostflanke wird diese Erkenntnis nun zur industriellen Pflichtaufgabe für Europa. Der eigentliche Wendepunkt aber liegt in der Energie. Wasserstoff-Brennstoffzellen heben die Reichweitenbeschränkung von Batterien auf und machen autonome Systeme operativ überlegen. Damit entsteht ein neuer industrieller Komplex, in dem sich Rheinmetall, First Hydrogen und Siemens positionieren, um vom Megatrend der nächsten Dekade zu profitieren.

    Zum Kommentar