Menü

Aktuelle Interviews

Steve Cope, President, CEO und Director, Silver Viper

Steve Cope
President, CEO und Director | Silver Viper
1055 W Hastings St Suite 1130, V6E 2E9 Vancouver (CAN)

info@silverviperminerals.com

+1-604-687-8566

Interview mit Silver Viper: Von künftigen Kurstreibern und Übernahmefantasie


Karim Nanji, CEO, Marble Financial

Karim Nanji
CEO | Marble Financial
1200-1166 Alberni Street, V6E 3Z3 Vancouver (CAN)

info@marblefinancial.ca

+1-604-336-0185

Interview mit Marble Financial: Fintech-Innovator plant Expansion in die USA


Andy Bowyer, CEO, Kleos Space S.A.

Andy Bowyer
CEO | Kleos Space S.A.
26 Rue des Gaulois, 1618 Luxembourg (LU)

office@kleosglobal.com

Interview mit Kleos Space: Daten aus dem All – Rendite auf der Erde


05.03.2021 | 04:50

Steinhoff, Upco International, ProSiebenSat.1 – Vor der Trendwende?

  • Telekommunikation
Bildquelle: pixabay.com

Sind die Aktienindizes am Wendepunkt? Zwar wurden im DAX diese Woche noch einmal neue Allzeithochs erreicht, jedoch fehlte es an Dynamik diese zu bestätigen. Bei den Tech- Werten ist bereits eine Korrektur im Gange. In Bewegung ist auch der Markt für das Bezahlen per Smartphone. Durch die Corona-Pandemie wurde das Abrücken vom Bargeld zu kontaktlosen Zahlungsmitteln noch verstärkt. Gewinner sind Unternehmen, die mehrere Geschäftsfelder miteinander verknüpfen.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Feulner

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren


 

Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

Mehr zum Autor


Upco - Am Puls der Zeit

Absolut im Trend ist das Cloud-basierten Mobilfunkunternehmens Upco International. Die Kanadier, die Anfang des vergangenen Jahres durch einen Management- und Strategiewechsel den Turnaround anschossen hatten, setzen dabei strikt auf zwei separate Geschäftssegmente. Das Segment Wholesale ist mit dem klassischen Telekommunikations-Großhandel gleichzusetzen. Durch das Pooling kleinerer Kunden können bessere Vertragsbedingungen mit den internationalen Telekommunikationsanbietern beim grenzüberschreitenden Telefonverkehr erzielt werden. Der Bereich Wholesale Telecom wird von Upco International koordiniert, aber operativ von zweckbestimmten Firmen verwaltet, die im Laufe der Zeit in die Upco-Unternehmensgruppe integriert werden sollen. Hier will man anorganisch durch neue Akquisitionen wachsen. Bereits zwei Einkäufe wurden im vergangenen Jahr getätigt.

Skalierung durch Verknüpfung

Der Bereich Wholesale ist natürlich zusätzlich dazu gedacht Neukunden zu akquirieren, die dann alle Apps der Upco-Gruppe benutzen können. So sollen User zu zahlenden Kunden gewandelt werden. Bezahlte Dienste bietet man im zweiten Bereich, Digital Services, an: Voice- und Daten-Services sowie digitale Zahlungen und Geldtransfers. Die Voice- und Daten-Services wie Voice-over-IP und Chats werden über UpcoNet abgewickelt, während digitale Zahlungen über UpcoPay laufen sollen.

Transaktion über Blockchain

UpcoPay, das auf einer Blockchain basierenden Direktzahlungsmethode zwischen Personen oder Personen und Händler läuft, ist modular aufgebaut und wird noch in 2021 hoch aufgestockt. So wird es möglich sein, Geld aufzuladen, Zahlungen abzuwickeln oder auch Devisen zu transferieren, ohne dass man ein Konto einrichten oder sensible Bankdaten eingeben muss. Im Laufe des Jahres 2021 sollen dann Upco-Benutzer in Europa UpcoPay nutzen können, um Geld einfach, sicher und ohne die Verwendung einer Kredit- oder Debitkarte zu senden und zu empfangen, viel günstiger als bei Konkurrenten wie Western Union oder Paypal. Der Start von UpcoPay in ganz Europa soll mit dem finnischen Partner Enfuce erfolgen. Nachdem die Aktie bereits im vergangenen Jahr sehr gut performte, wurde das bisherige Hoch bei 0,30 EUR Anfang Februar erreicht. Seitdem korrigiert der Wert und sucht seinen Boden bei 0,20 EUR. Langfristig ist die Strategie des Unternehmens aussichtsreich, aber auch mit Risiken behaftet.

Steinhoff - Weitere Schritte

Seit 2017 geht es beim Handelsgiganten Steinhoff um die Auswirkungen des Bilanzskandals. So wurden sowohl Umsätze falsch verbucht, wodurch erhebliche Sonderabschreibungen von Nöten waren. Zudem mussten unrichtige Bilanzen rückwirkend korrigiert werden. Geht es nach der Staatsanwaltschaft, sollen sich nun drei Top-Manager aufgrund eben des Verdachts milliardenschwerer Bilanzmanipulation vor einem deutschen Gericht verteidigen. Insgesamt geht es laut Anklage um Bilanzmanipulationen durch Scheingeschäfte von mehr als 1,5 Mrd. EUR. Zudem sollen Immobilien 820 Mio. EUR zu hoch bewertet in den Büchern gestanden haben. So wurde von der Staatsanwaltschaft Oldenburg Anklage wegen unrichtiger Darstellung in Bilanzen erhoben. Insgesamt fehlen in der Bilanz mehr als 6 Mrd. EUR, die früheren Manager sollen dafür verantwortlich sein, dass die Buchgewinne aus den Scheingeschäften in die Bilanzen gekommen sind. Aktuell versucht die neue Führung alles, um den damals mehr als 20 Mrd. EUR schweren Konzern zu strukturieren. Um dies zu erreichen wurden Perlen wie „Poco“- Billigmöbelmärkte oder das österreichische „Kika“-Möbelhaus veräußert. Ein Investment in die Steinhoff-Aktie bietet sich nur für hartgesottene Zocker. Alle anderen: Finger weg!

ProSiebenSat.1 - Deutliche Umsatzdelle

Im Gegensatz zum ersten Quartal soll es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich nach unten gehen. So rechnet das Management mit einem Rückgang der Umsätze im mittleren einstelligen Prozentbereich. Außerdem sollen die Werbeerlöse im niedrigen zweistelligen Prozentbereich schrumpfen. Für das Gesamtjahr soll dagegen ein Umsatzwachstum von 2 bis 7% erreicht werden. Die Werbeeinnahmen sollen zwischen minus 2 und 4% liegen. Der enttäuschende Ausblick sorgte für Verstimmung bei den Anlegern, die Aktie sackte zwischenzeitlich um mehr als 5% ab. Uneins waren sich dagegen die Analysten. Während Barclays den Ausblick als schwach bezeichnete, zeigte sich Goldman Sachs zufrieden. Insgesamt lagen die Ziele unter den Erwartungen der Analysten.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

Mehr zum Autor



Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Blockchain – Die Blockchain ist eine Datenbank-Technologie und basiert auf einem kryptographischen Verfahren.

Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die Apaton Finance GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


Weitere Kommentare zum Thema:

Kommentar von Carsten Mainitz vom 19.03.2021 | 05:50

Deutsche Telekom, Upco International, Vantage Towers– Nicht verpassen: wichtige Lektionen für eine erfolgreiche Geldanlage!

  • Telekommunikation
  • IPO
  • Payment
  • Timing

Übernahmen, Abspaltungen, Transformation der Geschäftsmodelle – diese drei Schlagwörter stehen für Veränderungen in vielen Wirtschaftszweigen. Dies gilt auch für die Telekommunikationsbranche. Und auch wenn ein Anleger auf das richtige Thema setzt, heißt es noch lange nicht, dass er eine Aktie günstig gekauft hat. Wir stellen Ihnen nachfolgend drei ganz unterschiedliche Titel aus der Telekommunikationsbranche vor und geben Ihnen Anregungen wie man die Spreu vom Weizen trennt.

Zum Kommentar

Kommentar von André Will-Laudien vom 06.01.2021 | 05:20

UPCO International, Netflix, Tencent: Ungebremster Mobile & Internet Boom!

  • Telekommunikation

Die Lockdown-Zeiten werden in Europa noch einmal verlängert, man möchte dem Virus keine Chance lassen, den Wirt zu wechseln. Damit leeren sich auch wieder die Straßen der Innenstädte und die vordersten Plätze am heimischen Streaming-Gerät oder das Leben in der Online-Welt sind wieder gefragter denn je. Wohl den Unternehmen, die ihren Geschäftsmodell schon vor einigen Jahren vollständig digitalisiert haben und eine große Präsenz im Internet vorhalten können. Hier steigen die Umsätze von selbst, die in den Managementbriefen sooft genannte Skalierung findet jetzt tatsächlich statt. Bei Kommunikationsdienstleistern, Zahlungsanbietern und mobilen Plattformen geht es seit Monaten hoch her, wir schauen mal genauer auf ein paar Branchenvertreter.

Zum Kommentar

Kommentar von Nico Popp vom 07.12.2020 | 05:50

Telekom Austria, Upco International, PayPal: Pioniergeist zahlt sich langfristig aus

  • Telekommunikation

Branchen verändern sich. Dieser Wandel kann für Anleger äußerst lukrativ sein. Man denke an die eigentlich langweilige Automobilindustrie und den Erfolg von Tesla und Co. Auch digitale Zahlungsdienstleister, wie etwa PayPal stehen heute deutlich besser da, als klassische Banken. Eine Branche, der eine ähnliche Transformation durch neue Player ins Haus stehen könnte, ist die Telekommunikation. Viele kleine Service Provider oder Telefongesellschaften haben trotz der immer weiter um sich greifenden Vernetzung ein Skalen-Problem. Der Grund: Das klassische Geschäft mit Telefonie oder SMS erodiert und verlagert sich ins Netz. Um allerdings ein vollwertiger Anbieter zu sein, müssen Telefongesellschaften klassische Lösungen auch weiterhin anbieten. Das sorgt für Probleme - selbst bei den Großen der Branche.

Zum Kommentar