Menü schließen




15.05.2024 | 06:00

Volkswagen, Desert Gold, RWE – hier steckt deutliches Aufwärtspotenzial

  • Volkswagen
  • Desert Gold
  • RWE
  • Elektromobilität
  • Auto
  • Transformation
  • Gold
  • Afrika
  • Mali
  • Goldproduktion
  • Erneuerbare Energien
  • Strom
  • Stromspeicher
Bildquelle: pixabay.com

Die Suche nach Aktien mit Aufwärtspotenzial gleicht einer Schatzsuche in den Tiefen der Finanzmärkte. Sie kombiniert Analyse und Intuition, um Firmen mit starken Grundlagen, Innovation und gutem Marktumfeld für Wachstum zu finden. Dabei müssen Investoren Weitblick beweisen und viele Faktoren erkennen, die eine Aktie besonders machen. Wir haben uns drei Kandidaten herausgesucht, die in den letzten Monaten nicht herausgestochen haben, aber noch deutliches Nachholpotenzial aufweisen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039 , DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , RWE AG INH O.N. | DE0007037129

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Volkswagen – nicht so schlecht wie es scheint

    Der Volkswagen Konzern befindet sich in einer Transformationsphase. Auch wenn derzeit die Elektroautos in China nicht so gut ankommen und die Marge noch ausbaufähig ist, so gibt es doch etliche Punkte, die für ein Investment sprechen. Fakt ist, dass die Zahlen zum 1. Quartal nicht zufriedenstellend sein können. Die Umsatzerlöse lagen mit 75,5 Mrd. EUR rund 700 Mio. EUR unter dem Vorjahr. Das operative Ergebnis sank um rund 20 % auf 4,6 Mrd. EUR. Der Auftragsbestand bleibt aber im Vergleich zum Jahresende 2023 stabil und auch das Management geht davon aus, dass der Konzern seine Prognosen für das Geschäftsjahr erfüllen kann.

    Einer der Eckpfeiler der finanziellen Stabilität von Volkswagen ist seine geringe Verschuldung und die hohen Barmittelbestände. Diese Position erlaubt es dem Unternehmen, eine gesunde Kapitalstruktur aufrechtzuerhalten und behält sich gleichzeitig den Spielraum für gezielte Investitionen vor, die für das Wachstum und die Weiterentwicklung des Unternehmens entscheidend sein können. Die Überlegungen von Volkswagen, Anteile seiner Traton-Sparte zu verkaufen, zeugen von der Bereitschaft, den Unternehmenswert aktiv zu managen und so seine finanzielle Position weiter zu verbessern.

    Ein Konzern, der trotz einigen Problemen profitabel ist, sollte man auf seiner Watchlist haben. Auch wenn es heißt, es gebe Probleme in China, so stieg der Absatz dort um 2 % im Vergleich zum Vorjahr. In Europa ging der Absatz um 5 % und in Nordamerika sogar um 10 % zurück. Hier könnten die Kunden aktuell abwarten, ob es nicht doch noch einmal Subventionszahlungen gibt. Die Analysten sind größtenteils positiv für die Aktie gestimmt. Seit dem 30. April gab es nur eine Verkaufsempfehlung, 2 Analysten rieten zum "Halten" und 5 empfahlen den "Kauf" mit Kurszielen zwischen 140 und 180 EUR. Aktuell ist die Aktie für 120,70 EUR zu haben. Am 29. Mai wird auf der Hauptversammlung über die Dividende entschieden.

    Desert Gold – neues Bohrprogramm gestartet

    Desert Gold ist ein vielversprechendes Explorationsunternehmen, das sich auf die Erforschung und Erschließung von Goldlagerstätten in Westafrika konzentriert. Mit einem Landpaket von 440 km² entlang der Senegal Mali Shear Zone hat das Unternehmen eine strategische Präsenz in einem Gebiet, das mit mehreren erfolgreichen Goldminen in Verbindung steht. Das sorgt für latente Übernahmefantasien. Nachdem der Goldpreis zuletzt deutlich zugelegt hat, konnte auch die Aktie kurzfristig profitieren, gab dann aber aufgrund des konsolidierenden Goldpreises und Gerüchten um die Regierung Malis, die nachteilig für die Bergbauunternehmen gewesen wären, wieder nach. Den Gerüchten trat zuletzt der CEO von B2Gold entschieden entgegen und bezeichnete die Meldungen rund um Mali als unverantwortlichen Journalismus.

    Desert Gold hat am 14. Mai den Beginn der zweiten Phase ihres umfangreichen Explorationsprogramms auf dem Projektgebiet SMSZ in Mali verkündet. Das Programm, das eine Bohrung von insgesamt 3.750 m umfasst, zielt darauf ab, die vorhandenen Goldvorkommen zu erweitern und gleichzeitig neue Explorationsziele zu erforschen. Laut CEO Jared Scharf beabsichtigt das Unternehmen, durch dieses detaillierte und strategisch geplante Programm die Ressourcenbasis signifikant zu vergrößern. Dies trägt zur kontinuierlichen Entwicklung des Projekts bei und könnte zur Definition neuer Oxidgoldressourcen bzw. neuer Goldzonen führen.

    Um die Explorationsaktivitäten zu finanzieren hat das Unternehmen am 23. April eine Privatplatzierung ohne Brokerbeteiligung angekündigt. Die neuen Aktien werden zu 0,07 CAD platziert und haben einen Warrant bei 0,08 CAD. Die Finanzierung, die über dem aktuellen Aktienkurs von 0,06 CAD liegt, wird vorrangig dazu verwendet, zusätzliche RC- und Luftkernbohrungen auf Schlüssellagerstätten sowie in vier benachbarten Explorationszielgebieten durchzuführen. Nachdem mit den Gerüchten um Mali aufgeräumt wurde, könnte man die Übertreibung nach unten nutzen, bevor das Unternehmen seine Goldproduktionspläne umsetzt. Eine Unze Gold wird bei der gegenwärtigen Marktkapitalisierung mit unter 11 CAD bewertet.

    RWE – vor den Quartalszahlen

    RWE, eines der führenden Energieunternehmen Europas, treibt die grüne Transformation mit Nachdruck voran. Im Rahmen des ambitionierten "Growing Green"-Programms investierte RWE allein im Jahr 2023 beachtliche 11,4 Mrd. EUR, was im Vergleich zum Vorjahr mehr als eine Verdoppelung darstellt. Diese Investitionen fließen in den Ausbau erneuerbarer Energien und die Reduzierung von CO2-Emissionen – ein Engagement, das bereits erste Früchte trägt. So konnte das Unternehmen den CO2-Ausstoß seines Kraftwerkparks erheblich reduzieren und gleichzeitig die Produktion grünen Stroms um 27 % steigern.

    Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der soliden finanziellen Performance wider: RWE übertraf im Jahr 2023 sowohl sein bereinigtes EBITDA als auch das bereinigte Nettoergebnis. Die Weichen für die Zukunft sind gestellt. RWE plant massive Investitionen von bis zu 55 Mrd. EUR bis 2030 in erneuerbare Energien, Speichertechnologien und Wasserstoffprojekte. Ziel ist es, das grüne Portfolio auf über 65 GW zu erweitern. Besonders hervorzuheben ist der strategische Einstieg in den US-Markt mit der erfolgreichen Emission einer grünen Anleihe im Volumen von 2 Mrd. USD. RWE unterstreicht damit nicht nur seine finanzielle Stärke, sondern auch seine Ambition, eine Schlüsselrolle in der globalen Energiewende zu spielen.

    RWE positioniert sich als attraktives Investment im Bereich der erneuerbaren Energien. Die Strategie "Growing Green" sichert das Langzeitwachstum und stellt die Weichen für eine nachhaltige Zukunft. Trotz der erwarteten Herausforderungen für 2024, wie beispielsweise die gesunkenen Strompreise, bleibt RWE bei seiner Prognose und plant eine Erhöhung der Dividende auf 1,10 € je Aktie. Am heutigen 15. Mai werden die Zahlen zum 1. Quartal vorgelegt. Als Investor können sich daraus Rückschlüsse auf die Zukunft ergeben. Die Aktie konnte sich zuletzt bereits von seinem Tief bei rund 30 EUR entfernen und handelt um 34,93 EUR.


    Alle drei Unternehmen notieren weit von ihren Höchstständen entfernt. Bei allen dreien könnte es Übertreibungen nach unten gegeben haben, die man nun zum Einstieg nutzen kann. Volkswagen hat mit seinen Quartalszahlen gezeigt, dass man trotz der Probleme noch gutes Geld verdient. Die Aktie von Desert Gold musste deutlich mehr vom letzten Höchststand abgeben, als der Goldpreis. Dies ist auf Gerüchte rund um die malische Regierung zurückzuführen. Mit dem Bohrprogramm stehen frische Nachrichten an. RWE präsentiert heute seine Quartalszahlen. Die Investitionen in die Zukunft werden sich langfristig auszahlen.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Armin Schulz vom 02.01.2026 | 05:30

    Chinas Batterie-Bremse: Warum sich Fortune 500 Konzerne aus den USA und Asien jetzt bei NEO Battery Materials eindecken

    • NEO Battery Materials
    • Hochleistungsbatterien
    • Pouch-Zellen
    • prismatische Zellen
    • zylindrische Zellen
    • Lieferketten
    • Exportbeschränkungen
    • China
    • KI
    • Robotik
    • Drohnen
    • Elektromobilität
    • Rechenzentren

    Die Landkarte der globalen Batterieproduktion bebt. Chinas jüngste Exportbeschränkungen für Hochleistungs-Lithium-Ionen-Batterien und Schlüsselmaterialien haben bei Technologiekonzernen und Regierungen weltweit eine kalte Dusche ausgelöst. Plötzlich ist die Suche nach verlässlichen, leistungsstarken Alternativen außerhalb Chinas kein Nice-to-have mehr, sondern eine strategische Notwendigkeit. In diese Bresche springt nun ein ungewöhnlicher Player. NEO Battery Materials, ein kanadisches Unternehmen, das sich genau zum richtigen Zeitpunkt eine produktionsbereite Fabrik in Südkorea geleast hat. Die ersten Kunden, zwei globale Fortune 500 Automobilriesen, geben bereits die Richtung vor.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 29.12.2025 | 06:30

    Rally in Sicht – Zink der heimliche Profiteur von Stahlboom und E-Autos! Potenziale bei Pasinex Resources, BYD und Salzgitter erkennen!

    • Zink
    • Rohstoffe
    • Industriemetalle
    • Stahl
    • Stahllegierung
    • Elektromobilität
    • Batterien

    Das Jahr 2025 stand im Zeichen stark anziehender Preise für Rohstoffe. Dazu zählten Edelmetalle, allen voran Silber, kritische Rohstoffe aber auch Industriemetalle wie Kupfer. Unter dem Strich ist die Rallye in diesem Jahr an Zink vorbeigegangen. Zu hohen Preisen im Januar gestartet, hat die Notierung des volatilen Industriemetalls im Jahresverlauf um rund 10 % nachgegeben. Zink findet Anwendung in einem breiten Spektrum in Industrie und Technologie: Als Korrosionsschutz bei Stahl, über Legierungen bis hin als Elektrodenmaterial für bestimmte Batterietypen. Da die langfristigen Wachstumstreiber intakt sind, bietet ein Investment in Zink gute Chancen. Gesellschaften, wie Pasinex Resources, die über hochgradige Vorkommen verfügen und dadurch weit überdurchschnittliche Margen erzielen können, sind zu favorisieren.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 29.12.2025 | 06:14

    Der Hunger nach KI, Chips und Batterien ist ungebrochen! Wer profitiert 2026 am stärksten: Graphano Energy, Infineon oder Aixtron?

    • Graphit
    • Kritische Rohstoffe
    • Elektromobilität
    • Batterien
    • Energiespeicher
    • KI
    • KI-Chips
    • Chips

    Künstliche Intelligenz war in diesem Jahr ein großer Taktgeber der Börsen. Der Boom bei Rechenzentren befeuerte die Nachfrage nach Chips und Energie. Ebenso gewann das Thema Elektromobilität an Fahrt. Batterien, Speichertechnologien und die dafür benötigten Materialien und Rohstoffe rückten ebenso in das Anlegerinteresse. Welche dieser Megatrends auch im kommenden Jahr die Kurse bewegen werden und wie Anleger sich mit Graphano Energy, Infineon und Aixtron richtig positionieren können, lesen Sie hier:

    Zum Kommentar