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20.09.2021 | 05:08

wallstreet:online, Commerzbank, Morphosys – Darum geht es jetzt wieder aufwärts!

  • Online Brokerage
  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Das Börsenumfeld bleibt positiv. Die hohe Inflation gepaart mit niedrigen Zinsen machen Aktien zum richtigen Anlagevehikel. Wer Titel sucht, die merklich hinter den Verlaufshochs der letzten 12 Monate liegen, sollte sich die nachfolgenden ziemlich verschiedenen Gesellschaften näher anschauen. Wer liegt am Ende des Jahres vorn?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: WALLSTREET:ONLINE INH ON | DE000A2GS609 , COMMERZBANK AG | DE000CBK1001 , MORPHOSYS AG O.N. | DE0006632003

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Inhaltsverzeichnis:


    WALLSTREET:ONLINE AG – Führungsteam erneut erweitert

    Zur Unterstützung des dynamischen Wachstums und zur Erreichung der gesteckten Ziele hat jüngst der Smartbroker das Führungsteam mit drei Branchenexperten verstärkt. Gemeinsam mit den Vorständen werden Stefan Fischer, Dietmar Gabor und Christian Wendrock-Prechtl die Transformation zu einem digitalen Finanzdienstleister forcieren. Bereits im Juli wurde ein Antrag auf Erweiterung der bestehenden KWG-Lizenz gestellt.

    Hohe Priorität besitzt ebenso die Verzahnung der von der wallstreet:online AG betriebenen reichweitenstarken Börsenportale mit den Finanzangeboten des Smartbroker, um dadurch das Wachstum zu beschleunigen und Synergien zu heben. So soll das Handels-Frontend komplett neu überarbeitet und eine Smartbroker-App entwickelt werden. Seit dem Launch 2019 hat der Neobroker eine Erfolgsgeschichte geschrieben. Die Gruppe verfügt zum Ende des Halbjahres über mehr als 187.000 Depots, davon über 142.000 Kunden beim Smartbroker, mit einem verwalteten Vermögen von 6,8 Mrd. EUR.

    Der Smartbroker differenziert in Bezug auf das breite Feld der Neobroker, die Anlegern u.a. einen kostenlosen Aktienhandel anbieten, indem er niedrige Konditionen und zusätzlich ein breites Produktspektrum anbietet. Die Betreibergesellschaft von Smartbroker ist wallstreet:online capital AG, deren Anteile größtenteils bei der Muttergesellschaft wallstreet:online AG, liegen.

    Nach vorläufigen, ungeprüften Zahlen hat der Konzern im ersten Halbjahr den Umsatz um gut die Hälfte auf 23,8 Mio. EUR gesteigert. Das operative Ergebnis (EBITDA) vor Neukundengewinnungskosten des Smartbrokers verdoppelte sich nahezu auf 9,0 Mio. EUR. Die Jahresziele wurden mit einem Gruppenumsatz von 45 bis 50 Mio. EUR und einem EBITDA vor Kosten der Smartbroker-Kundenakquise von 12,5 Mio. EUR, zwischen 16,5 und 18,5 Mio. EUR, bestätigt. Analysten stufen den Titel durchgängig als Kauf ein. Die Analysten von Warburg formulieren ein Kursziel von 34 EUR. Die Experten des Analysehauses GBC billigen den Berlinern sogar ein Aufwärtspotenzial bis 37,70 EUR zu.

    COMMERZBANK AG - Gerüchteküche

    Gerüchte bewegen Kurse. So auch zuletzt bei der Commerzbank-Aktie. Spekulationen über eine Verschiebung beim Anteilsbesitz der Großaktionäre beflügelten den Titel. Nach Medienberichten hat der Finanzinvestor Cerberus, der aktuell rund 5% am Grundkapital hält, Interesse den 15,6%-Anteil der Bundesregierung zu übernehmen. Weder Cerberus noch das Bundesfinanzministerium wollten sich zu den Gerüchten äußern.

    Unserer Meinung nach würde solch ein Deal wenig Sinn machen. Der Bund würde mit Verlust verkaufen und Cerberus sich einen zu großen Klotz mit dem Finanzinstitut ans Bein binden. Die Commerzbank durchläuft immer noch eine tiefgreifende Restrukturierung, die noch länger andauern wird und wodurch zunächst hohe Kosten entstehen werden. Dennoch – die Aktie ist moderat bewertet und notiert zu rund einem Viertel des Buchwerts sowie mit einem 2022er KGV von 10.

    In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres hatte das Finanzinstitut einen Verlust in Höhe von 394 Mio. EUR, fast viermal so viel wie im Vorjahreszeitraum, ausgewiesen. Hierin waren jedoch geplante Restrukturierungsaufwendungen von fast 1 Mrd. EUR enthalten. Damit ist es zunehmend fraglich, ob die geplanten gut 2 Mrd. EUR zur Umsetzung der „Strategie 2024“ für die Restrukturierung ausreichen werden. Momentan gehen Analysten von einer Wiederaufnahme der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2022 mit 0,07 EUR aus. Sollten aber höher als geplante Kosten entstehen, lauert an diesem Punkt die nächste Enttäuschung. Analysten bewerten den Titel im Durchschnitt mit „Halten“ und billigen der Aktie des Finanzinstituts lediglich ein Aufwärtspotenzial von 13% zu.

    MORPHOSYS AG – Ist das der Befreiungsschlag?

    In den letzten 12 Monaten hat die Aktie des biopharmazeutischen Unternehmens rund 2/3 verloren, womit die Marktkapitalisierung auf 1,4 Mrd. EUR zusammengeschmolzen ist. Die Übernahme von Constellation Pharma und die schleppende Einführung eines neuen Krebsmedikamentes hatten viele Shortseller angezogen. Viele Analysten senkten in den letzten Wochen ihre Kursziele und Ratings.

    Ein bullisher Vertreter bleibt Morgan Stanley, die zuletzt das Votum „Buy“ mit einem Kursziel von 75 EUR bestätigen. Goldman Sachs, Barclays und Deutsche Bank sind in das „Halten“-Lager gewechselt mit Zielpreisen von 42 EUR, 47 EUR bzw. 46 EUR. In den letzten Handelstagen erholte sich der Titel wieder leicht über die 40 EUR-Marke. Ob dies nur ein Hoffnungsschimmer oder die Einleitung einer Gegenbewegung ist, wird sich in Kürze zeigen. Nächste Woche präsentiert das Unternehmen auf der 10. Baader Investment Conference. Am 10. November werden die Q3-Zahlen veröffentlicht.


    Alle drei beschriebenen Unternehmen verfügen über Chancen, wobei sich die Risikoseite jedoch ziemlich unterschiedlich gestaltet. Charakteristisch für ein biopharmazeutisches Unternehmen operiert Morphosys noch im Verlustbereich, aber ein positiveres Sentiment deutet sich an. Unabhängig von den momentan herrschenden Gerüchten sind die Anteilsscheine der Commerzbank mit einem mittelfristigen Anlagehorizont aussichtsreich. wallstreet:online hat für uns die attraktivste Wachstumsstory. Glaubt man den Analysten, besitzt der Titel ein Upside von bis zu rund 60%.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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