Menü schließen




10.11.2021 | 06:12

AMD, BrainChip, Nvidia – Profitieren durch Künstliche Intelligenz

  • Künstliche Intelligenz
  • KI
  • AI
  • Server
  • Hardware
  • Rechenzentren
  • AMD
  • BrainChip
  • Nvidia
Bildquelle: pixabay.com

Die Erforschung der Künstlichen Intelligenz (KI) begann zwar bereits in den 50er Jahren, doch es dauerte noch eine ganze Weile, bis echte Fortschritte zu erkennen waren. Das lag vor allem an den immer schnelleren Prozessoren, die auch größte Datenmengen viel schneller verarbeiten können als die alten Mainframes. Zu was Künstliche Intelligenz fähig ist, sehen wir an digitalen Assistenten wie Siri, Alexa oder Übersetzungsprogrammen wie dem von Google. In den kommenden Jahren wird die Künstliche Intelligenz in immer mehr Bereiche vordringen und viele Prozesse automatisieren, die bis vor kurzem noch undenkbar waren. Wir analysieren heute drei Unternehmen, die Hardware für den KI-Bereich herstellen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: ADVANCED MIC.DEV. DL-_01 | US0079031078 , BRAINCHIP HOLDINGS LTD | AU000000BRN8 , NVIDIA CORP. DL-_001 | US67066G1040

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    AMD – Deal mit Meta sorgt für Kursfeuerwerk

    AMD beliefert seine Kunden mit Hardware für die Rechenzentren, in denen die Künstliche Intelligenz die eingehenden Informationen verarbeitet. Dort benötigt man High-Performance-Computing Lösungen, um die Vielzahl der anfallenden Rechenaufgaben parallel durchführen zu können. Diese Rechenzentren bieten dann häufig Cloud-Dienstleistungen an, was für den Kunden den Vorteil hat, dass keine eigene Infrastruktur angeschafft und gewartet werden muss. Das Unternehmen besitzt mit dem AMD Epyc-Prozessor den aktuell wohl weltweit schnellsten.

    Das dürfte auch einer der Gründe dafür sein, dass sich Meta, ehemals Facebook, für AMD als Lieferanten für seine Server entschieden hat. Dort wird ein angepasster Epyc-Prozessor der dritten Generation zum Einsatz kommen. Wie gut es aktuell bei dem Unternehmen läuft, haben schon die Quartalszahlen letzte Woche gezeigt. Die Erwartungen von Analysten wurden übertroffen und der Umsatz konnte um 54% auf 4,31 Mrd. USD zulegen, während der Gewinn bei 0,73 USD je Aktie lag. Die Experten hatten mit 6 Cent weniger gerechnet.

    Durch den Deal mit Meta wird es für das Unternehmen in der Zukunft sicherlich leichter, Großkunden von sich zu überzeugen. Der neu angefachte Kryptohype wird die Verkaufszahlen bei den GPUs auch in Zukunft hoch halten. Die Aktie konnte seit Anfang Oktober von rund 100 USD auf aktuell 150,16 USD zulegen. Als interessierter Anleger sollte man auf einen Rücksetzer warten, bevor man einsteigt.

    BrainChip – Verkauf von Akida ist gestartet

    Das australische Unternehmen BrainChip verfolgt einen anderen Ansatz als die traditionelle KI. Beim sogenannten Edge-AI, sprich Künstlicher Intelligenz auf Internet-of-Things- oder Mobilgeräten, unterstützt man die Verarbeitung der Daten mittels KI auf dem Gerät selbst. Die Vorteile liegen auf der Hand. Es wird keine Internetverbindung benötigt. Die Daten müssen nicht erst zur Verarbeitung in die Cloud gesendet werden, dadurch kann die Technologie schneller rechnen. Außerdem reagiert es nur bei einem eintretenden Ereignis, was Strom spart. Zusätzlich ist die Datensicherheit deutlich höher.

    Das Unternehmen hat zu diesem Zweck den Akida Chip entwickelt, der neuromorphes Rechnen beherrscht und das menschliche Gehirn nachahmt, also lernt und Informationen verarbeitet. Der Chip benötigt keine CPU sondern arbeitet autark, benötigt wenig Strom, entwickelt kaum Wärme und ist aus datenschutzrechtlicher Sicht sicher, da keine Daten nach außen gegeben werden. Am 20. Oktober konnte das Unternehmen den Verkaufsstart für zwei Entwicklungskits bekannt geben. Es gibt sowohl ein x86-PC-Entwicklungskit, als auch ein ARM-basiertes Model auf dem Raspberry Pi.

    Die Einsatzgebiete für Akida reichen von autonomem Fahren über Sicherheitstechnik, medizinische Geräte, IoT-Technik bis hin zu Industrierobotern oder Sicherheitstechnik. BrainChip will einerseits Chips verkaufen, anderseits das geistige Eigentum in die Hände von Herstellern legen, die dann Lizenzgebühren an das Unternehmen zahlen müssen. Die Aktie wird seit dem 3. November auch an der OTCQX Best Market in den USA gehandelt. Das Wertpapier ist mit Meldung des Verkaufsstarts bereits angesprungen und notiert aktuell bei 0,51 Australischen Dollar (AUD). Sollten größere Aufträge oder Lizensierungen vermeldet werden, dürfte das Jahreshoch bei 0,77 AUD getestet werden.

    Nvidia – BEYOND Event zeigt Zukunftsvision

    Nvidia galt lange Zeit als Grafikkartenhersteller, doch auch wenn dieses Geschäft nach wie vor brummt, hat sich ein anderer Bereich immer mehr in den Vordergrund gearbeitet: die Künstliche Intelligenz. Das Unternehmen hat mit seinem Data-Center einen Unternehmensbereich geschaffen, der den Grafikkartenbereich als Umsatztreiber ablösen wird. Egal ob Deep Learning oder Künstliche Intelligenz, die Hardware von Nvidia bewältigt die Aufgaben. Mit der Übernahme von ARM wäre ein weiterer Schritt in Richtung Vorherschafft in Sachen KI getan. Noch ist der Deal aber nicht abschließend von den Behörden genehmigt.

    Auf dem virtuellen BEYOND Event am 9. November präsentierte Raymond Teh, Verkaufs- und Marketing Vizepräsident von Nvidia, seine Visionen für die Zukunft des Unternehmens. Im Bereich KI sieht er vor allem die Entwicklung des autonomen Fahrens, das in der Zukunft jedes Auto beherrschen soll. Das Unternehmen gab im Anschluss bekannt, dass man nun mit Hilfe des NeMo Megatron Frameworks persönliche Assistenten und Chatbots mittels KI entwickeln kann. Diese AI-Avatare bekommen mit Omniverse ein Gesicht und können Kunden virtuell rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Außerdem wurde ein neuer Superswitch vorgestellt, der nicht nur mehr Leistung hat, sondern auch weniger Strom verbraucht.

    In Zukunft will das Unternehmen noch Cloud-Gaming anbieten und so das wachsende Data-Center Geschäft weiter ankurbeln. Auch bei den Grafikkarten ist mit dem neuen Bitcoin-Hype weiter Wachstum möglich. Die Aktie ist seit Anfang Oktober gut 50% gestiegen und notiert aktuell bei 308,04 USD. Wie auch bei AMD, gilt es hier erstmal einen Rücksetzer abzuwarten.


    Langfristig wird die Künstliche Intelligenz unseren Alltag mehr und mehr beeinflussen. Daher gehören solche zukunftsträchtigen Aktien in jedes Depot. AMD profitiert aktuell von seinen schnellen CPUs und konnte mit Meta einen namhaften Partner gewinnen. BrainChip verfolgt einen anderen Ansatz, der sehr spannend ist. Auch wenn das Unternehmen noch verhältnismäßig klein ist, so scheint es einen Vorsprung vor den großen Playern zu haben, die alles in die Cloud ziehen wollen. Nvidia ist einer der größten KI-Player. Gelingt die Übernahme von ARM, wäre die komplette Wertschöpfungskette abgedeckt.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Künstliche Intelligenz – Die Automatisierung von intelligentem Verhalten und Maschinellen Lernen wird Künstliche Intelligenz (KI) bezeichnet.

    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Armin Schulz vom 08.08.2022 | 05:50

    Infineon, BrainChip, Nvidia – Chipmangel bleibt auch 2022 bestehen

    • Infineon
    • Nvidia
    • BrainChip
    • Halbleiter
    • Chips
    • Mikrochips
    • Chipindustrie
    • Grafikkarten
    • Künstliche Intelligenz

    Der Chipmangel ist nicht nur in der Automobilbranche allgegenwärtig. Zuletzt konnte die AOK ihren Versicherten keine elektronischen Gesundheitskarten mehr ausstellen, weil die Chips fehlten. Die Halbleiterbranche soll laut McKinsey bis 2030 jährlich um 6-8% wachsen. Der Besuch von Nancy Pelosi in Taiwan könnte die Chipkrise in Zukunft zusätzlich befeuern. Dazu muss man wissen, dass der Inselstaat etwa zwei Drittel aller weltweit benötigten Mikrochips produziert. Es besteht eine latente Gefahr, dass China Taiwan annektieren will. Die USA versuchen sich bereits von Asien unabhängiger zu machen. Dazu wurde ein Gesetzentwurf zur Förderung der Halbleiterfertigung über 369 Mrd. USD durch den Kongress verabschiedet. Wir sehen uns heute drei Unternehmen an, die von den Investitionen profitieren werden.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Stefan Feulner vom 02.08.2022 | 05:10

    Neue Chancen bei Aspermont, Palantir und Rheinmetall

    • KI
    • Daten

    Nach monatelangen Kursverlusten bei den Technologieaktien, zeichnet sich eine Erholung ab. Dabei sind die Chancen auf langfristige Sicht lukrativ. Nicht nur Marktführer verloren seit Jahresanfang aufgrund der Ängste vor weiteren Zinserhöhungen überproportional. Die Frage ist, wie weit die Währungshüter noch an der Zinsschraube drehen, um das Wachstum der Wirtschaft nicht komplett abzuwürgen. Sollte die Geldpolitik dagegen sogar wieder lockerer werden, wäre einer weiteren Technologiehausse Tür und Tor geöffnet.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Juliane Zielonka vom 22.07.2022 | 05:01

    Netflix, Amazon, BrainChip Aktien: KI treibt das Geschäft

    • AI
    • Smart Home
    • KI
    • Plattform

    Unsere Zukunft ist vernetzt und zunehmend interaktiver. Streaming Anbieter wie Netflix personalisieren Inhalte dank Machine Learning Systeme, doch dem Unternehmen laufen die Nutzer davon. Zum Laufen kommt indes Amazons Sprach-Assistent Alexa. Auf der Entwickler Konferenz vor zwei Tagen wird zum ersten Mal Ambience Intelligence verkündet: Alexa übernimmt in Zukunft digitale Assistenzen im smart vernetzten Zuhause. Damit eine Alexa überhaupt erst zur eigenständigen lernenden Entität wird, erschaffen Firmen wie Brainchip genau die passenden Mensch-Maschine-Schnittstellen-Technologien. Und Smart Home ist nur ein kleiner Teil des riesigen Ki Wachstumsmarktes mit intelligent neuromophen Chip-Technologien...

    Zum Kommentar