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30.09.2025 | 06:10

Antimony Resources, Rheinmetall, Novo Nordisk – Da liegt was in der Luft

  • Rohstoff
  • Rüstung
  • Kritische Rohstoffe
  • Antimon
Bildquelle: pixabay.com

Ein ausreichender Zugang zu Rohstoffen ist für jede Wirtschaft von entscheidender Bedeutung. Die EU hat eine Liste mit insgesamt 34 kritischen Rohstoffen erstellt. Wie kritisch ein Rohstoff eingestuft wird, hängt von den beiden Parameter „Wirtschaftliche Bedeutung“ und „Versorgungsrisiko“ ab. In dieser Liste enthalten ist auch ein wenig bekanntes, dennoch sehr bedeutsames Metalloid - Antimon. Der Preis von Antimon ging Ende 2024 im Zuge des Exportverbots von China durch die Decke. Weiterhin gibt es in diesem Bereich spannende Investmentchancen.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: ANTIMONY RESOURCES CORP | CA0369271014 , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , NOVO NORDISK A/S | DK0062498333

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Inhaltsverzeichnis:


    Antimony Resources – Noch unter dem Radar der Investoren

    Antimon ist vielseitig einsetzbar und durch seine Eigenschaften begehrt: Einsatzgebiete als Flammschutzmittel, in der Photovoltaik- oder Rüstungsindustrie, in der Halbleiterfertigung oder bei Energiespeicherung unterstreichen das. Wie bei vielen anderen kritischen Metallen oder Seltenen Erden auch, steht China für das Gros des weltweiten Angebots. Ende des letzten Jahres verhängte die Volksrepublik ein globales Exportverbot. Damit rücken (zukünftige) Produzenten, so wie Antimony Resources, in den Fokus der Anleger.
    Die Kanadier besitzen die Option die Liegenschaft Bald Hill im Süden von New Brunswick, Kanada, zu erwerben. Frühere Bohrungen haben hier Antimon auf einer Länge von über 700 m und einer Tiefe von 400m mit einer durchschnittlichen Mächtigkeit von über 3m und einem Gehalt von 3 % bis 4 % Antimon (Sb) nachgewiesen. Das zeichnet Bald Hill als eine erstklassige und hochgradige Antimonlagerstätte aus.
    Das derzeitige Bohrprogramm, welches unserer Einschätzung nach der Aktie deutlichen Schub verleihen könnte, ist in mehrere Phasen unterteilt. Insgesamt sollen mindestens 6.000 m Bohrungen abgeschlossen werden. Die Phase 1 in Bald Hill lieferte bereits gute Ergebnisse. In über 75 % der Bohrlöcher wurden bedeutende hochgradige Antimonvorkommen durchschnitten. Die zuvor definierte Haupt-Mineralisierungszone konnte zudem merklich ausgeweitet werden.
    Nun gab die Gesellschaft bekannt die zweite Phase des Bohrprogramms zu starten und formulierte zwei Prioritäten. Erstens, die bekannte antimonhaltige Mineralisierung nach Norden und Süden erweitern und die Mineralisierung in der Tiefe auszubauen. Diese Tendenz konnte bereits in Phase 1 erfolgreich unter Beweis gestellt werden.
    Die zweite Priorität besteht darin, Bohrungen an Stellen durchzuführen, die eine Verbindung weit auseinanderliegender Mineralisierungen nachweisen. Dadurch soll festgestellt werden, ob die Mineralisierung ausreichend kontinuierlich ist und ob genügend Daten vorliegen.

    Rheinmetall – erstmals über der 2000er-Marke
    Antimon spielt wie gesagt in der Rüstungsindustrie eine wichtige Rolle. Das Halbmetall erhöht die Härte und Stabilität von Blei und ist deswegen bei der Herstellung von Munition und Panzerungen essenziell. Ebenso findet Antimon auch in Hightech-Waffen, Nachtsichtgeräten und Infrarotsensoren Anwendung.
    Die deutschen Rüstungsaktien setzten zu Wochenbeginn ihre Kursrallye fort und markierten neue Allzeithochs. Die Aktien von Rheinmetall kletterten erstmals leicht über die Marke von 2.000 Euro. Obwohl die Anteilsscheine sich seit dem Kriegsbeginn in der Ukraine bereits verzwanzigfacht haben, sehen die Analysten von UBS und mwb Research noch Luft bis 2.500 Euro.
    Die enorme Nachfrage nach Waffensystemen und Munition lassen die Auftragsbücher weiter anschwellen. Jüngst gab der Dax-Konzern bekannt, als Unterauftragnehmer einer von der US-Regierung beauftragten Gesellschaft, Munition nach Osteuropa zu liefern. Der Auftragswert liegt insgesamt im mittleren dreistelligen Millionenbereich.

    Novo Nordisk – Negative Analystenstimme belastet kurzzeitig

    Eine deutliche Herabstufung von Morgan Stanley auf „Underweight“ und ein auf 40 Euro gekapptes Kursziel haben den Titel kurzfristig belastet. Die Analysten gehen im nächsten Jahr von einem Miniwachstum bei Umsatz und Gewinn aus und weisen auf die unvorteilhafte Wettbewerbsposition der Dänen hin.
    Die Anteilsscheine notieren momentan bei rund 47 Euro und haben schon viel Negatives eingepreist. Im historischen Vergleich ist die Aktie auf den ersten Blick niedrig bewertet. Jedoch ist das Wachstum heute wesentlich gedämpfter. Anleger verpassen noch nichts und können sich die Entwicklungen von der Seitenlinie aus ansehen.

    Spannend
    Sollte das laufende Bohrprogramm von Antimony Resources gut ausfallen, und darauf deuten schon die ersten Daten hin, könnte dies den Kurs der Anteilsscheine stark beflügeln. Der Börsenwert beträgt lediglich 11 Mio. CAD. Rheinmetall profitiert von einer anhaltend hohen Nachfrage und hat trotz Allzeithoch noch weiter Luft nach oben. Bei Novo Nordisk ist schon viel Negatives im Kurs eingepreist.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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