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29.04.2020 | 05:50

Ballard Power, dynaCERT, NEL ASA - wer hat die lukrativste Wasserstoff Technologie?

  • Wasserstoff
Bildquelle: pixabay.com

Die Wirtschaft rund um den Globus befindet sich in der Wartestellung. Sobald die Verbreitung des Corona Virus keine allgemeine Gefahr mehr darstellt oder das gesellschaftliche Verständnis für Einschränkungen schwindet, beginnt das wirtschaftliche Wettrennen um Kunden und Marktanteile. In den vergangenen Wochen haben die Unternehmen die Gelegenheit gehabt, sich zu besinnen und zu orientieren. Sobald die Restriktionen für den allgemeinen Markt schwinden, wird sich zeigen, wer seine Hausaufgaben gemacht hat und welcher Wirtschaftsraum sich noch Subventionen leisten kann.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Mario Hose

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Sebastian-Justus Schmidt, Vorstand und Gründer, Enapter AG
"[...] Warum soll denn ein modularer Elektrolyser mehr kosten als ein Motorrad? [...]" Sebastian-Justus Schmidt, Vorstand und Gründer, Enapter AG

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Der Autor

Mario Hose

In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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Wasserstoff-Technologie zur Nachrüstung

dynaCERT ist der Newcomer der Wasserstoff Szene, mit einer Technologie, die mittlerweile mehrfach mit Preisen gekrönt wurde. Seit 2019 arbeitet das Unternehmen an der Produkteinführung seiner Innovation. Die Technologie trägt den Namen HydraGEN und kann in verschiedenen Größen den Kunden angeboten werden. Die Größe der HydraGEN Einheit ist abhängig von der Verwendung, je größer der Verbrennungsmotor, desto größter die Einheit von dynaCERT zur Nachrüstung.

HydraGEN macht Diesel grün

Der Vorteil von HydraGEN ist, dass die Einheit Wasserstoff aus destilliertem Wasser auf Bedarf erzeugt und dem Dieselmotor während des Verbrennungsvorgangs als Katalysator hinzugibt. Der Wirkungsgrad des Motors wird dadurch erhöht und der Treibstoffverbrauch geht um bis zu 20% zurück. Darüber hinaus wird der Ausstoß von Schadstoffen deutlich reduziert. Messungen zufolge, konnte ein Rückgang beim NOx-Wert von bis zu 88% verzeichnet werden. Die Emission von Feinstaub geht um bis zu 55% und CO2 um bis zu 10% zurück.

Prominente Investoren an Bord

Mit der Innovation von dynaCERT müssen vorhandene Fahrzeuge nicht ersetzt werden und der Markt ist mit rund einer Mrd. Dieselmotoren entsprechend groß. Das hat auch einer der größten europäischen Automobil-Logistiker verstanden. Die Mosolf Group arbeitet seit vergangenem Jahr eng mit dynaCERT zusammen und mit dem Einstieg von Eric Sprott, der im Rahmen einer Finanzierungsrunde 14 Mio. CAD investierte, kam ein weiterer prominenter Marktteilnehmer an Bord.

CEO Jim Payne hat gestern im Rahmen der 29. MKK Konferenz von der GBC AG das Unternehmen vorgestellt und die Präsentation ist über den folgenden Link verfügbar: webcasts.eqs.com/mkk2020dynacert/de

Investitionsbedarf belastet Ausbau

Das kanadische Unternehmen Ballard Power entwickelt seit mehr als drei Jahrzehnten Brennstoffzellen, um Wasserstoff als Energieträger ohne CO2-Ausstoss zu nutzen. Die Lösungen von Ballard Power kommen mittlerweile in vielen Bereichen der Logistik und Energieversorgung zum Einsatz. Ähnlich wie beim Anlagenbauer NEL ASA muss eine Investitionsbereitschaft des Kunden oder Staates bestehen, um den Aufbau einer Wasserstoff Infrastruktur zu realisieren.

In Deutschland gibt es bereits ein Tankstellennetz für Benzin und Diesel, dass aus über 14.000 Niederlassungen besteht. Der Aufbau eines vergleichbaren Netzes mit Wasserstoff würde voraussichtlich deutlich über 20 Mrd. EUR kosten. Mit einem modernen Netz allein ist es allerdings nicht getan, dann die Kunden brauchen auch wettbewerbsfähige Fahrzeuge mit Brennstoffzellen.

Aufholpotenzial für den Newcomer

Vor dem Hintergrund, dass die Bekämpfung der Corona Pandemie die Haushaltslage der öffentlichen Hand massiv belastet hat, ist davon auszugehen, dass die Lösung von dynaCERT, bestehend auf vorhandene Fahrzeuge und dem Tankstellennetz auf absehbare Zeit einen Wettbewerbsvorteil hat. Unterm Strich ist jedoch jede Lösung gut und wichtig, die zum Umweltschutz beiträgt. Im Vergleich fallen die Börsenbewertungen jedoch noch unterschiedlich aus, denn Ballard Power ist mit 2,3 Mrd. EUR, dynaCERT mit 150 Mio. EUR und NEL ASA mit 1,5 Mrd. EUR bewertet. Ein mögliches Aufholpotenzial ist offensichtlich.

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Mario Hose

In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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Lexikon:

  1. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.
  2. Wasserstoff – Technologie zur Nachrüstung von Diesel-Motoren für saubere Verbrennung und Senkung von Abgasemissionen

Interessenskonflikt & Risikohinweis

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Kommentar von André Will-Laudien vom 08.04.2021 | 04:48

NEL, dynaCERT, Fuelcell Energy – Wasserstoff die zweite Welle!

  • Wasserstoff

Der Wasserstoff-Hype geht in die zweite Welle. Grund ist sicherlich die aktuelle Beschlussvorlage des Joe Biden-Pakets zugunsten der weltweiten Klimaziele. Diese beinhaltet eine Investitionssumme von mehreren hundert Milliarden US-Dollar zur Senkung der klimaschädlichen Emissionen. Ob hierbei stärker die Batterie- oder die Wasserstofftechnologie zum Zuge kommt, wird der Markt entscheiden, wichtig ist nur die schnelle Freigabe der Mittel für den Start der Forschungsprojekte. Die Zeit drängt, denn die Pandemie hat viele Branchen ins Abseits bugsiert, gerade die Transportbranche lebt vom Warenumsatz und der soll in Zukunft ohne negative Umwelteinflüsse von statten gehen.

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Kommentar von Carsten Mainitz vom 25.03.2021 | 05:10

Linde, Royal Helium, Air Liquide – Zwei Wasserstoff, ein Helium. Alles da für eine explosive Mischung!

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Kernfusion ist das Stichwort der Zukunft. Technisch werden dabei zwei Wasserstoffatome zu einem Heliumkern verschmolzen. Was auf der Sonne im großen Maßstab problemlos möglich ist (tatsächlich werden dort jede Sekunde 564 Millionen Tonnen Wasserstoff zu Helium fusioniert), bleibt bei uns leider noch Zukunftsmusik. Das bedeutet: 1. Leider können wir noch keinen Strom aus Kernfusion erzeugen, darum müssen wir die Energiewende weiterhin mit etablierten nachhaltigen Technologien wie Wind-, Solar- und Wasserkraft schaffen. Dabei wird Wasserstoff als Energiespeicher und Übertragungsmedium eine herausragende Rolle spielen. Und 2. Helium wird auch auf absehbare Zeit nicht anders als durch klassische Förderung im industriellen Maßstab zu erzeugen sein. Folgende drei Unternehmen sollten kräftig von der Energiewende profitieren.

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Kommentar von Carsten Mainitz vom 24.03.2021 | 04:50

Siemens Energy, Enapter, ThyssenKrupp – Wasserstoff oder Batterie? Egal! Warum diese Unternehmen in jedem Fall profitieren werden!

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Die starken Kursschwankungen bei Wasserstoffaktien zeugen von einem aktuellen Glaubenskrieg rund um das häufigste Element auf unserem Planeten, das auch gleichzeitig das am einfachsten aufgebaute ist: ein Proton, ein Elektron. So schön simpel kann Perfektion sein. Und doch steckt darin das Potential unsere Gesellschaft von Grund auf zu ändern – die Sonne macht es vor. Zugegeben, aktuell stehen wir noch am Anfang dieser Entwicklung. Im kurzfristigen Fokus des Kapitalmarktes stehen eher die praktischen Anwendungsmöglichkeiten des Elements. Dabei blicken viele Investoren auf das Thema Mobilität. Was wird sich durchsetzen? Batterien? Oder doch Wasserstoff? Eine mögliche Antwort gab jüngst die VW-Nutzfahrzeug-Holding Traton SE: ein salomonisches „beides“. Batterien für den Langstreckenverkehr, Wasserstoff bspw. für Busse, die nicht lange zwischendurch nachladen können. Doch Wasserstoff kommt noch für viele weitere Anwendungsbereiche eine große Bedeutung zu. Darum wird die weltweite Nachfrage nach Wasserstoff als Energieträger in den nächsten Jahren in jedem Fall massiv zunehmen. So sieht Aurora Energy Research bis 2050 eine Verachtfachung der Wasserstoffnachfrage auf 2.500 TWh pro Jahr. Dies entspricht einem Jahresumsatz von mehr als 120 Mrd. Euro. Folgende Unternehmen dürften von dem Boom ganz unabhängig von der Entwicklung der Elektromobilität profitieren.

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