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08.02.2023 | 05:30

BioNTech, Pfizer, Cardiol Therapeutics, Bayer – Biotech Werte vor einem Revival?

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Bildquelle: pixabay.com

Der Verband Bio Deutschland vertritt die deutsche Biotechnologie-Branche. Laut einer Mitteilung vom 18. Januar sind die Finanzierungen von Biotech-Firmen 2022 um 2/3 eingebrochen. Insgesamt konnte die Branche nur 920 Mio. EUR Eigenkapital einwerben. Während der Corona Pandemie sind viele Biotech-Aktien gut gelaufen. Im Anschluss kam es zu Gewinnmitnahmen und die steigenden Zinsen sorgten für zusätzlichen Druck auf die Aktien. Das könnte sich 2023 ändern. Mittlerweile sind einige Unternehmen niedrig bewertet und so erscheinen diese Firmen auf dem Radar von Investoren aus den USA. Laut dem Handelsblatt hat Water Street, eine Beteiligungsgesellschaft mit Fokus auf Pharma und Biotech, vor allem in Deutschland bereits 1 Mrd. EUR investiert. Insgesamt sollen 6 Mrd. EUR angelegt werden.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026 , PFIZER INC. DL-_05 | US7170811035 , CARDIOL THERAPEUTICS | CA14161Y2006 , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017

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Inhaltsverzeichnis:


    BioNTech – Pfizer mit Absatzproblemen im 4. Quartal

    Während die Weltgesundheitsorganisation Covid-19 weiterhin als eine gesundheitliche Notlage ansieht verkündete die Biden-Regierung das Auslaufen des öffentlichen Gesundheitsnotstands am 11. Mai. Damit sind die Verträge nicht mehr wirksam und die Preise für Corona-Vakzine dürften deutlich steigen. Auf der anderen Seite wird die Nachfrage nach den Impfstoffen auch deutlich zurückgehen. Keine guten Nachrichten für den Marktführer BioNTech, dessen Aktie seit Mitte Dezember über 45 EUR an Wert verlor.

    BioNTechs Partner Pfizer hat bereits seine Zahlen für das 4. Quartal vorgelegt. Schon dort zeigt sich ein Rückgang beim Umsatz mit dem Comirnaty Impfstoff. Im Jahresvergleich sank der Umsatz um 9 % auf rund 11,3 Mrd. USD. Im Gesamtjahr steht ein leichtes Plus von 3% bei einem Umsatz von 37,8 Mrd. USD. Deutlich schlechter schätzt Pfizer das laufende Jahr ein. In den Prognosen geht man von einem Jahresumsatz von 13,5 Mrd. USD aus. Das ist ein Minus von über 60%. BioNTech wird seine Zahlen voraussichtlich erst am 20. Februar vorlegen. Man kann davon ausgehen, dass die Zahlen ähnlich wie bei Pfizer aussehen werden.

    Damit schrumpfen die Gewinne, allerdings haben die Mainzer in den vergangenen Jahren so viel Geld eingenommen, dass die Forschung und Entwicklung auf Jahre hinweg gedeckt ist. Die Produktpipeline hat ihren Schwerpunkt auf den Onkologie-Bereich. Zur schnelleren Forschung will das Unternehmen Teile der Forschung nach Großbritannien verlegen. Erst mit einem neuen Blockbuster dürften die alten Höchststände erreichbar sein. Bis dahin muss man sich als Anleger in Geduld üben. Die Aktie handelt aktuell bei 131,10 EUR und ist damit wieder in den Bereich von September / Oktober 2022 zurückgefallen.

    Cardiol Therapeutics – erster Patient in Phase-II Studie

    Die Zahl der Herz-Kreislauf-Erkrankungen wächst seit Jahren und dieser Trend wird sich aufgrund der höheren Lebenserwartung fortsetzen. Cardiol Therapeutics ist ein Biotechunternehmen im klinischen Stadium, das sich auf diesen Wachstumsmarkt mit der Entwicklung entzündungshemmender und anti-fibrotischer Therapien für Herzkrankheiten konzentriert. Sein führender Produktkandidat, CardiolRx, ist eine pharmazeutisch hergestellte orale Lösung, die Cannabidiol für die Behandlung von Herzkrankheiten enthält. Das Unternehmen hat von der FDA die Genehmigung zur Durchführung klinischer Phase-II Studien für die Behandlung von akuter Myokarditis und wiederkehrender Perikarditis erhalten. Parallel zu den Studien entwickelt das Unternehmen auch eine subkutan verabreichte Arzneimittelformulierung auf Cannabidiol Basis zur Behandlung von Herzversagen.

    Am 17. Januar konnte Cardiol bekannt geben, dass der erste Patient in die offene Phase-II-Pilotstudie zur Bewertung der Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit von CardiolRx bei der Behandlung von rezidivierender Perikarditis aufgenommen wurde. Im Rahmen der Studie wird auch die Verbesserung objektiver Krankheitsmaße untersucht und die Durchführbarkeit des Absetzens der Hintergrundtherapie einschließlich Kortikosteroiden während der Einnahme von CardiolRx geprüft. Ungefähr 25 Patienten werden in spezialisierten Zentren in den USA in die Studie aufgenommen. Der Kardiologe Dr. Paul C. Cremer von der Cleveland Clinic sagte: „Wir freuen uns, das erste klinische Zentrum zu sein, das dieses Prüfpräparat bei einem Patienten mit rezidivierender Perikarditis einsetzt, einer schwächenden entzündlichen Herzerkrankung, die mit Symptomen einhergeht, die die Lebensqualität und die körperliche Aktivität beeinträchtigen“.

    In den kommenden 12-24 Monaten sollen die Phase-II Studien abgeschlossen werden. Am 30. September 2022 waren noch 65,5 Mio. CAD in der Kasse, womit das Unternehmen bis 2026 durchfinanziert sein sollte. Wer mehr Informationen zum Unternehmen sucht sollte sich die Studie auf researchanalyst.com ansehen. Alternativ präsentiert der CEO David Elsley das Unternehmen am 15. Februar auf dem International Investment Forum, auf dem man auch Fragen stellen kann. Nachdem die Aktie Anfang des Jahres noch von 0,51 USD an der NASDAQ bis auf fast 0,81 USD nach oben schnellte konsolidiert der Titel momentan. Aktuell zahlt man 0,6644 USD für einen Anteilsschein.

    Bayer – Pharmabereich entwickelt sich prima

    Nach wie vor lastet die Monsanto Übernahme auf dem Konzern. Der Unternehmensbereich Crop-Science, der von der aktuellen Situation rund um den Ukraine Konflikt profitiert, sieht sich immer wieder neuen Klagen ausgesetzt. Dagegen läuft es im Pharmabereich rund. Stefan Oelrich, Leiter der Division Pharmaceuticals, hat auf der JPMorgan Healthcare Konferenz höhere Umsätze bei einem Herzmedikament und einem Prostatakrebsmittel in Aussicht gestellt. Weitere Blockbuster-Medikamente befinden sich in der Pipeline. Beispielsweise befindet sich Asundexian, ein Mittel gegen Schlaganfälle und Herzinfarkte, bereits in der Phase-III Studie. Das Potential wird auf etwa 5 Mrd. EUR geschätzt.

    Zuletzt beantragten die Leverkusener eine Zulassung für eine höhere Dosierung des Blockbusters Eylea bei der Europäischen Arzneimittelagentur. Studien haben gezeigt, dass man mit einer höheren Dosierung bei gleichzeitiger Ausdehnung der Injektionsintervalle die Sehkraft von Patienten verbessern kann. All diese Meldungen gehen aber aktuell unter, denn der Investor Bluebell sorgt für allerhand Wirbel, zunächst forderte er die Aufspaltung des Konzerns. Kurz darauf stieg Jeff Ubben ebenfalls ein und verlangte seinerseits die Ersetzung von Bayer Chef Werner Baumann durch eine externe Person und den Aufsichtsrat neu zubesetzen. Diese Forderungen hat Bluebell nun übernommen. Dabei gilt der Abgang von Baumann 2024 als sicher.

    Viele Aktien scheint Bluebell allerdings nicht zu halten, ansonsten hätte das gemeldet werden müssen. Ungeachtet der Störfeuer seitens Investoren läuft es für die Aktie von Bayer hervorragend in diesem Jahr. Seit Jahresbeginn ging es über 20% nach oben. Momentan notiert die Aktie bei 58,21 EUR. Rein fundamental ist die Aktie noch immer günstig bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 7. Andere Pharmafirmen haben deutlich höhere Multipel. Der Abschlag ist den Monsanto Problemen geschuldet. Gehen die Klagen zu Ende kann die Aktie weiter steigen.


    Der Biotech- und Pharmabereich bietet viel Potential, denn die Bevölkerung wird immer älter und damit steigen die Zahl der Krankheiten. Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen sind auf dem Vormarsch. Diese Märkte bieten großen Chancen. BioNTech zielt vor allem auf die Bekämpfung von Krebs ab. Cardiol Therapeutics fokussiert sich auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bayer ist im Pharmabereich breit aufgestellt und deckt mit Consumer Health den wachsenden Trend zur Selbstmedikation mit ab.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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