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04.05.2026 | 04:00

Blackout im Depot? Nicht mit diesen Energie-Boostern für dynamische Investoren: 200 % mit Nel ASA, A.H.T. Syngas und ITM Power

  • Alternative Energien
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  • Öl und Gas
Bildquelle: Pixabay

Der Petersberger Klimadialog zeigt klar: Die aktuelle Energiekrise ist vor allem eine fossile Krise. Genau darin liegt eine Chance für den Klimaschutz. Steigende Risiken und Preise bei Öl und Gas zwingen Staaten, den Ausbau erneuerbarer Energien, Energieeffizienz und Elektrifizierung deutlich schneller voranzutreiben als bisher gedacht. Was zählt ist Geschwindigkeit und Konsequenz – davon hat Brüssel bislang wenig gezeigt! Konkret bedeutet das: Abhängigkeiten reduzieren, in saubere Technologien investieren und vor allem Verkehr und Wärme auf grünen Strom umstellen. Gleichzeitig wird deutlich, dass internationale Kooperationen entscheidend sind, auch wenn der Ausstieg aus fossilen Energien global äußerst umstritten bleibt. Unter dem Strich gilt: Wer die Energiekrise strategisch nutzt, kann Versorgungssicherheit stärken und die Energiewende gleichzeitig beschleunigen. Für Investoren bieten sich heute verschiedenste Eintrittspunkte in diese Szenarien, aber wo jetzt noch aufspringen?

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: A.H.T. SYNGAS TECH. EO 1 | NL0010872388 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235 , PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020 , ITM POWER PLC LS-_05 | GB00B0130H42

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Inhaltsverzeichnis:


    Wasserstoff kehrt zurück: Plug Power und ITM Power profitieren vom KI-Stromhunger

    Der Energie-Sektor ist wieder in Bewegung und produziert gewaltige Kurssprünge bei den zugehörigen Börsentiteln. Die Aktien des US-amerikanischen Wasserstoffkonzerns Plug Power zeigen nach einem blitzsauberen Turnaround bei 1,75 USD nun bei über 3 USD den ersten spürbaren Rücksetzer. Das muss nicht verwundern, denn die Rally der letzten Wochen war ziemlich heftig. Plug Power arbeitet sich derzeit unter dem neuen CEO Jose Luis Crespo aus einer langen Vertrauenskrise heraus, unterstützt von einem verbesserten Margenprofil und einem klar kommunizierten Pfad Richtung Profitabilität. Besonders spannend ist die Entwicklung rund um KI-Rechenzentren, denn dort steigt der Bedarf an zuverlässiger, netzunabhängiger Energieversorgung rasant. Hier kann Plug Power mit leistungsfähigen Wasserstoff-Brennstoffzellen als mögliche Ergänzung für kritische Stromlasten gute Dienste leisten. Hinzu kommt ein großer Elektrolyseauftrag in Kanada, der nicht nur Umsatzperspektiven liefert, sondern auch die industrielle Relevanz des Konzerns unterstreicht. Zusammen mit den angekündigten Kostensenkungen stärkt das die Hoffnung, dass die operative Wende diesmal belastbarer sein könnte.

    Die britische ITM Power profitiert mit einer Kursvervierfachung in 12 Monaten ebenfalls von einem klareren Wachstumsbild, auch wenn der Weg zur Profitabilität noch länger ist. Die angehobene Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 hat Analysten aber auf dem falschen Fuß erwischt, denn sie signalisiert solide Projektarbeit und eine deutlich bessere Auslastung im Kerngeschäft mit Elektrolyseuren. Zusätzlichen Schub brachte die deutliche Neubewertung durch Morgan Stanley, die nun einen früheren Breakeven wie noch zuletzt erwartet. Auch bei ITM wirkt der KI-Trend als Fantasietreiber, weil der Markt derzeit nach Anbietern sucht, die Strom dort liefern können, wo Netze an ihre Grenzen stoßen.

    Fundamental bleiben Plug Power und ITM Power hochriskant, da sie noch nicht auf einer breiten Gewinnbasis stehen und ihre Bewertungen stark von künftiger Auftragseingangsdynamik abhängen. Wer hier einsteigt, kauft keinen defensiven Wert, sondern eine Wette auf zukünftige operative Disziplin, Marktakzeptanz und die neue Nachfragewelle rund um KI-Strombedarf.

    Klein, aber explosiv: A.H.T. Syngas Technology und die nächste Welle der Energiewende

    Im aktuellen Umfeld macht auch ein GreenTech-Anbieter aus Deutschland von sich reden. Die A.H.T. Syngas Technology (kurz: AHT) positioniert sich mit ihrer Vergasungstechnologie als Anbieter dezentraler Energiesysteme, welche biogene Reststoffe in Strom, Wärme und Synthesegas umwandeln und damit fossiles Erdgas substituieren können. Aufbauend auf diesem Modell richtet sich der Fokus laut CEO Gero Ferges nun klar auf beschleunigtes Wachstum und eine strategische Weiterentwicklung hin zu einem integrierten Energieanbieter. Auf dem Impact Investment Day der Small- und MidCap-Investmentbank in Bonn betonte Ferges, dass man künftig verstärkt eigene Anlagen betreiben wolle, um wiederkehrende Erlöse zu generieren und die Abhängigkeit vom reinen Anlagenverkauf zu reduzieren. Gleichzeitig verwies er auf die wirtschaftliche Attraktivität der Projekte, die neben Energie auch Emissionszertifikate erzeugen und damit zusätzliche Erlösquellen eröffnen.

    Die Investitionskosten pro Anlage liegen zwischen rund 1,6 und 8 Mio. EUR, mit diesem eher niedrigen Erstellungspreis sieht das Management die Grundlage für skalierbares Wachstum über langfristige Vertragsmodelle. Operativ will das Unternehmen den Umsatz von 2,25 Mio. EUR im Jahr 2025 auf über 9 Mio. EUR im Jahr 2026 knapp vervierfachen und bis 2028 sogar auf rund 23 Mio. EUR steigern. Parallel dazu soll der Turnaround auf EBITDA-Basis gelingen, denn nach einem negativen Ergebnis von -1,7 Mio. EUR in 2025 wird jetzt die Gewinnschwelle angepeilt, bevor ab 2027 nachhaltig positive Ergebnisse erwartet werden.
    Ferges hob zudem hervor, dass die technologische Basis perspektivisch auch die Produktion von Wasserstoff aus Biomasse ermöglicht, womit man sich zusätzliche Wachstumsfelder erschließt. Trotz dieser ambitionierten Planung sieht das Management die aktuelle Marktbewertung als deutlich zu niedrig an, insbesondere im Vergleich zu den mittelfristigen Umsatz- und Ergebniszielen. Insgesamt zeichnet sich in seiner Präsentation aber ein klarer Transformationspfad ab, bei dem AHT von einem Projektanbieter zu einem skalierenden Energieproduzenten mit wiederkehrenden Cashflows werden will. Dem zuletzt abgebröckelten Kurs sollten diese Aussagen wieder auf die Beine helfen, denn eine Marktkapitalisierung von knapp 8 Mio. EUR ist für den geplanten Geschäftsumfang äußerst gering.

    CEO Gero Ferges wird im Rahmen des 19. International Investment Forum seine Strategie genau erläutern. Hier geht´s zur Anmeldung.

    Ist die fulminante Raketenbewegung für Nel ASA nun die Wende?

    Die Aktie von Nel ASA erlebte in der letzten Woche einen explosiven Kursschub von rund 40 %, ein klassischer Momentum-Run, der sich in der Peergroup schon lang andeutete. Allerdings geht die Bewegung deutlich über die nüchterne Fundamentallage hinaus. Zwar verfügt das Unternehmen laut Q1-Bericht mit rund 1,7 Mrd. NOK über eine solide Liquiditätsbasis zur Finanzierung des erwarteten Umsatzes, doch die operativen Verluste steigen weiter und Skaleneffekte lassen noch auf sich warten. Genau dieser Kontrast aus verhaltener Analystensicht und spekulativer Fantasie befeuert aber derzeit die Rally, denn der Markt spielt eine Neuauflage der internationalen Wasserstoff-Story. Dennoch: Verzögerte Großprojekte und eine bislang schwache Monetarisierung werden nur kurzfristig ausgeblendet werden können. So entsteht ein spannungsgeladenes Setup aus Skepsis im Fundament und Euphorie im Kurs. Eine Mischung, die kurzfristig weiter gut gehen kann, aber ebenso schnell zu kippen droht.

    Seit Jahresanfang hat sich im Sektor „Alternative Energien“ einiges bewegt. Mit 149 % kann Spitzenreiter ITM Power den Ausreißer Plug Power mit 61 % Zuwachs noch deutlich überbieten. Mit gutem zweistelligen Plus von 24 bzw. 32 % Anstieg finden wir A.H.T. Syngas und Nel ASA. Die gerade gestartete Rally könnte bei allen Titeln noch dynamisch weiterlaufen, denn das Momentum stimmt. Quelle: LSEG Refinitiv vom 03.05.2026

    Alternative Energien sind der Schlüssel, um Europas Energiekrise strukturell zu lösen, da sie die Versorgungssicherheit erhöhen, Preisabhängigkeiten reduzieren und gleichzeitig Klimaziele erreichbar machen. Unternehmen wie Plug Power, ITM Power und Nel ASA treiben mit ihren Elektrolyse- und Wasserstofflösungen die Dekarbonisierung von Industrie und Mobilität voran und profitieren von steigenden Investitionen. Ergänzend positioniert sich A.H.T. Syngas mit Technologien zur Umwandlung von Abfällen in Synthesegas als Brücke zwischen Kreislaufwirtschaft und Energieerzeugung. Wer sein Portfolio mit diesen Werten ergänzt, erhält ein dynamisches Ökosystem, in dem innovative Energieplayer nicht nur Teil der Lösung sind, sondern auch erhebliches Wachstumspotenzial für Anleger bieten.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Die „grüne“ Transformation der europäischen Chemieindustrie droht zu scheitern. Zwar genehmigte die Bundesnetzagentur das deutsche Wasserstoff-Kernnetz, welches zwischen 2025 und 2032 schrittweise auf 9.040 km Wasserstoffleitungen anwachsen soll, doch der tatsächliche Hochlauf der wichtigen Wasserstoff-Trasse gelingt nicht wie geplant. Ohne den schnellen Ausbau zentraler Pipelines ist die Transformation der Industrie jedoch kaum möglich. Während die Infrastruktur auf sich warten lässt, verschärft sich der regulatorische Druck durch die europäische RED-III-Richtlinie. Da es bei den großen Pipelines nicht vorangeht, sind energieintensive Industriekonzerne gezwungen, sich anderweitig aufzustellen. Dezentrale Lösungen bieten sich an. Das innovative Unternehmen A.H.T. Syngas könnte für Industrie und Investoren gleichermaßen interessant werden.

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    • Öl- und Gas
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    Die Börse ist heute alles andere als eine Einbahnstraße. Während sich die Probleme im Nahen Osten quasi direkt auf die Lieferketten der Chipindustrie ausgewirkt haben, blieben andere Segmente links liegen. Für Investoren wird die Selektion zur schwierigen Aufgabe, denn mittelfristig werden die Märkte das erhöhte Inflations- und Zinsniveau entsprechend bewerten müssen. Fast unbemerkt hat sich in den letzten Tagen ein alternatives Energie-Segment auf den Weg gemacht: Der Wasserstoff. Weg von Öl und hin zu anderen Themen, bringt auch hier endlich Liquidität an den Start. Ein großer Profiteur dieser Gemengelage ist Zefiro Methane. Hier ergeben sich die Gewinnpotenziale aus den jahrzehntelangen Verfehlungen der Ölexploration und Produktion. Der Clou an der aktuellen Auswahl: Alle Titel konnten in den letzten Wochen extrem zulegen. Der Rendite-Sieger heißt aber klar: Zefiro Methane. Und die Story steht erst am Anfang!

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    Der weltweite Energiebedarf explodiert. Vor allem KI-Rechenzentren, Elektromobilität und die fortschreitende Digitalisierung treiben den Stromhunger auf immer neue Rekordniveaus. Gleichzeitig geraten bestehende Versorgungssysteme zunehmend unter Druck. Dadurch entstehen derzeit enorme Chancen in mehreren Zukunftsbranchen gleichzeitig. Während Uran und nukleare Brennstoffversorgung von der Renaissance der Kernenergie profitieren könnten, rücken auch moderne Speichertechnologien, Solar-Infrastruktur und alternative Energieträger wieder verstärkt in den Fokus der Investoren. Staatliche Förderprogramme, geopolitische Spannungen und milliardenschwere Infrastrukturinvestitionen könnten dabei langfristig neue Favoriten hervorbringen.

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