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22.06.2020 | 06:30

BMW, Daimler, Volkswagen - Studie belegt GAU für E-Autos: die große Fehlkalkulation

  • Elektroauto

Das renommierte Institut für Weltwirtschaft (IfW) aus Kiel hat eine Studie veröffentlicht, die es in sich hat. „Elektroautos fahren heutzutage de facto mit 100% Kohlestrom“, sagt IfW-Forscher Prof. Dr. Dr. Ulrich Schmidt, Leiter für den Bereich Sozial- und verhaltensökonomische Ansätze zur Lösung globaler Probleme. „Denn der Anteil erneuerbarer Energie an ihrem Stromverbrauch steht nicht zur Verfügung, um fossile Energieträger an anderer Stelle zu verdrängen, und der erhöhte Strombedarf erfordert die zusätzliche Nutzung fossiler Energieträger.“ Elektroautos, die mit 100% Kohlestrom fahren und Emissionen von ca. 300 Gramm CO2 pro Kilometer verursachen, wohingegen moderne Diesel-Fahrzeuge einer ADAC-Studie zufolge nur ca. 173 CO2 emittieren, schaden die Umwelt erheblich durch den zusätzlichen Ausstoß von Treibhausgasen.

Lesezeit: ca. 1 Minuten. Autor: Mario Hose

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Elektroautos schädigen das Klima

Die Autobauer BMW, Daimler und Volkswagen und die Bundesregierung stehen vor dem Scherbenhaufen ihrer Zusammenarbeit oder ihres fehlenden Verständnisses. Vor dem Hintergrund, dass die Stromversorgung in Deutschland derzeit aus einem Energiemix besteht und der Anteil von erneuerbaren Energien nur schleppend vorankommt, wird jede weitere Kilowattstunde aus der Verstromung von fossilen Brennstoffen kommen müssen.

Elektroautos führen laut Studie zu höheren Treibhausgasemissionen, die zu 73% über moderne Diesel-PKW liegen. Es ist klimaschonender, mit erneuerbaren Energien den Anteil fossiler Energieträger - insbesondere von Kohle - im Strommix zu reduzieren, als damit Elektroautos zu betanken. Warum hat darüber bislang noch niemand nachgedacht? Gute Frage.

Dieselmotor vor Renaissance

„Erst wenn die Energiewende weit fortgeschritten ist und der Strom nahezu ausschließlich aus erneuerbaren Energien besteht, ist das Elektroauto klimafreundlicher als moderne Diesel-Fahrzeuge,“ so Schmidt. Logisch und absurd zugleich ist eine weitere Aussage: „Selbst, wenn das Auto mit ‚eigenem‘ Solarstrom betankt wird, (…), wäre es klimafreundlicher, diesen ins Stromnetz einzuspeisen und dadurch den Anteil an Kohlestrom zu reduzieren“, schreibt der Experte.

Schätzungen der EU-Kommission gehen auch im Jahr 2050 noch von einem Anteil fossiler Energieträger von rund 40% aus. Das Elektroauto als Klimafreund bleibt also auf absehbare Zeit eine Illusion und der Dieselmotor steht möglicherweise vor einer Renaissance.

Wasserstoff macht Diesel grüner

Der Ausstieg aus der CO2-neutralen Atomenergie ist für die Einführung des Elektroautos aus der Sicht des Klimaschutzes kontraproduktiv. Es bleibt spannend, wie in den kommenden Tagen in der Politik und Wirtschaft mit dieser Studie umgegangen wird. Erst kürzlich hat die Bundesregierung weitere Subventionen für Elektroautos verabschiedet, die offensichtlich das Klima mehr schädigen, als Diesel-Fahrzeuge es täten. Das Thema Nachhaltigkeit in der Energiebilanz hat also noch viel Potenzial.

Das kanadische Unternehmen dynaCERT macht Diesel mit einer innovativen Wasserstoff-Technologie grün. Eine Lösung, die in Zukunft wahrscheinlich zunehmend in den Fokus rücken wird, da die Geräte zur Nachrüstung zu einem Rückgang des Treibstoffverbrauches und einer Verringerung der Emission von Schadstoffen führen. Eine Lösung für jetzt und heute, die Wasserstoff als Katalysator verwendet und nach Bedarf an Bord selbst erzeugt.

Weiterführende Links:
dynacert.com
ifw-kiel.de/de/publikationen


Lexikon:

  1. Wasserstoff – Technologie zur Nachrüstung von Diesel-Motoren für saubere Verbrennung und Senkung von Abgasemissionen

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