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23.07.2019 | 08:03

Boeing, Lockheed Martin, Northrop Grumman - Welterfolg TOP GUN kommt zurück in die Kinos

  • Film
  • Militär
  • Kampfjets

Im Sommer 2020 wird TOP GUN wieder in den deutschen Kinos zu sehen sein. In dem neuen Film wird Tom Cruise alias Pete ‚Maverick‘ Mitchell in der Hauptrolle 34 Jahre nach dem Debüt des Klassikers im Jahr 1986 die Herzen des weiblichen Publikums wieder höherschlagen lassen. Als Held in Uniform spricht Maverick vor allem aber auch die männlichen Kinogäste an. Im ersten Teil war die F-14 Tomcat des US-Herstellers Northrop Grumman die Dienstmaschine des Protagonisten. Im zweiten Teil wird die F/A-18 des US-Flugzeugbauers Boeing zu sehen sein.

Lesezeit: ca. 1 Minuten. Autor: Mario Hose


 

Lukratives Investment

Als TOP GUN im Jahr 1986 in die Kinos kam, da war Deutschland noch in Ost und West geteilt und der Kalte Krieg dominierte die militärischen Aktivitäten der NATO und des Warschauer Paktes. Die Mittelfinger und Polaroid Schnappschuss aus der F-14 gegenüber dem Gegner in einer (fiktiven) MiG-28 war legendärer Moment in dem vom US-Verteidigungsministeriums unterstützten Film. Das offizielle Budget von TOP GUN lag damals bei 15 Mio. USD und brachte über 350 Mio. USD in die Kinokassen.

Welche Rolle spielt die Politik?

Der Film-Dreh mit Kampflugzeugen ist ohne politische Unterstützung nicht möglich. Patriotismus ist in den USA als Einwanderungsland ein elementarer gemeinsamer Nenner. Egal welches Geschlecht, welche Herkunft oder Hautfarbe, die Flagge Sternenbanner vereint sie. Das US-Militärbudget ist mit mehr als 686 Mrd. USD für 2019 gigantisch. Zum Vergleich: China, Saudi-Arabien, Indien, Frankreich, Russland, das Vereinigte Königreich und Deutschland werden zusammen im selben Zeitraum voraussichtlich 608 Mrd. USD für Rüstungsgüter ausgeben.

Die Kassen von Boeing, Lockheed Martin und Northrop Grumman werden klingeln und der Film TOP GUN wird mit eindrucksvollen Szenen die Besonderheiten demonstrieren.

Klimawandel und Freitagsdemos

Ob TOP GUN in der heutigen Zeit und dem politischen Umfeld in Deutschland auch ein Kassenschlager sein wird, bleibt die spannende Frage. Hierzulande machen Ausdrücke wie Flugscham die Runde und Inlandsflüge sind mittlerweile verpönt. Auch die Jugend von heute ist eine andere und wird wahrscheinlich auf den Abgasstrahl eines Kampfjets mit Stirnrunzeln oder gar Protesten reagieren? Wir werden sehen. Das Gefühl der Sicherheit ist zu einer normalen Selbstverständlichkeit geworden. Im Zeitalter des (natürlichen) Klimawandels ist alles möglich.


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