12.01.2026 | 05:00
Boom & Bust 2026 - wo jetzt noch positionieren? BYD, BMW, DroneShield und Power Metallic Mines
Täglich neue Höchststände, es ist schon mit einem Wunder zu vergleichen. Die internationalen Krisenherde um Ukraine, Gaza und Venezuela scheinen mit Syrien sowie Iran noch etwas Zuwachs zu bekommen. Meint für die Rüstungsmaschinerie der nächste Gang. Gerade die untermilitarisierten NATO-Staaten werden weiter aufs Gas drücken, denn die Patronatserklärung der USA gegenüber den westlichen Staaten wird als nicht mehr tragfähig erachtet. Wer sich heute nicht mehr selbst verteidigen kann, droht von schießwütigen Diktatoren überrollt zu werden. Interessant wird es daher für DroneShield und Power Metallic. Auch die Automobil-Industrie muss zeigen, wie sie den Konsumenten wieder an den Tresen zwingt. Die Kapitalmärkte bleiben dabei hoch bewertet und höchstspannend, die ewige Einbahnstraße Hightech scheint aber dennoch viele Schlaglöcher vorzuhalten. Welche Aktien können rechts überholen?
Lesezeit: ca. 5 Min.
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Autor:
André Will-Laudien
ISIN:
POWER METALLIC MINES INC. | CA73929R1055 , BAY.MOTOREN WERKE AG ST | DE0005190003 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2 , BAY.MOTOREN WERKE VZO | DE0005190037
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Inhaltsverzeichnis:
"[...] China hat sich zur Produktionshauptstadt der Welt entwickelt, und aufgrund seiner Infrastruktur, Expertise und Fähigkeiten hat sich Silkroad Nickel strategisch positioniert, um mit chinesischen Unternehmen aus der Edelstahl- und Elektrofahrzeugindustrie zusammenzuarbeiten [...]" Jerre Foo, Corporate Development Executive, Silkroad Nickel
Der Autor
André Will-Laudien
Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.
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BYD versus BMW – Zwei Automobilgiganten geben Vollgas
Das Automobiljahr 2025 brachte keine großen Fortschritte zu 2024, warteten doch viele E-Konsumenten auf die neue Förderung in 2026. Nun kehren die Steueranreize in deutlich veränderter Form zurück, Förderfokus sind Privatpersonen mit kleinen und mittleren Einkommen sowie elektrisch betriebene Dienstwagen. Geplant ist eine neue Prämie von rund 3.000 EUR für den Kauf von Elektroautos und Plug-in-Hybriden, vorbehaltlich einer EU-Genehmigung und neuer Förderrichtlinie. Der chinesische Hersteller BYD führte den Markt für E-Fahrzeuge in 2025 deutlich an und setzte mit 4,2 Mio. Einheiten eine neue Rekordmarke. Der US-Branchenprimus Tesla erzielte nur 1,64 Mio. Stück, lag dabei aber immer noch deutlich vor dem deutschen Premium-Hersteller BMW mit rund 442.000 Einheiten.
Der Markt ist für EU-Unternehmen schwierig. Denn aktuell wirken die von der EU verhängten Importzölle gegen China nur wenig, denn BYD kann Rabatte von über 25 % anbieten. Sie liegen damit deutlich über den verhängten Sonderzöllen von 17,4%. Im Jahr 2026 wendet sich das Blatt abermals. Denn BYD möchte sein Händlernetz verdoppeln und eröffnet schon bald sein Werk in Ungarn. Damit dürften die Segel auf Sturm stehen, denn dann fallen die EU-Sonderzölle weg. BMW steigerte die Auslieferungen in 2025 trotz China-Problemen und schwachem Q4 um 0,5 % auf insgesamt 2,46 Mio. Einheiten. Europa und USA konnten das China-Geschäft aber kompensieren, besonders gefragt waren die E-Versionen des Mini. Das Management erwartet mit den neuen Modellen in 2026 einen Elektro-Boost, besonders in China. Auf der Plattform LSEG erwarten 14 von 26 Analysten bei BMW-Kursziele von etwa 90 EUR, die Aktie stand am Freitag schon etwas höher. Die um 45 % konsolidierte BYD-Aktie wird hingegen wieder freudig empfohlen. Hier bemisst sich das Potenzial auf ganze 36 %. Es dürfte spannend sein, wie sich die beiden Hersteller an den Kapitalmärkten schlagen. Immerhin zahlt BMW eine Dividende von nahe 5,5 % und ist insgesamt nur halb soviel Wert wie der Mitstreiter.
Power Metallic Mines – Teil der nordamerikanischen Lieferkette für kritische Metalle
Ohne kritische Metalle keinen Automobilbau oder Stillstand in der Rüstung, denn strategische Rohstoffe sind längst zur stillen Machtbasis moderner Industrien geworden. Im Spannungsfeld zwischen den USA und China entscheidet der Zugang zu Rohstoffen über technologische Souveränität. Nordamerika rückt dabei zunehmend in den Fokus als verlässlicher Gegenpol zu instabilen Lieferketten. Unternehmen mit Zugriff auf kritische Metalle gewinnen so eine Bedeutung weit über den Bergbausektor hinaus. Dreh- und Angelpunkt bleibt auch die Energieversorgung. Denn der weltweite Ausbau von Künstlicher Intelligenz und Cloud-Infrastrukturen treiben den Strombedarf in bislang unbekannte Dimensionen und legen die Schwächen heutiger Netze offen. Langfristige Energieszenarien zeigen, dass Netze mit hohem Anteil erneuerbarer Energien Speicher im TWh-Bereich benötigen, was massive Investitionen und enorme Mengen an leitfähigen Metallen voraussetzt. Vor diesem Hintergrund gewinnen Rohstoffe wie Kupfer und Nickel eine Schlüsselrolle für Energie, Mobilität und Digitalisierung. Parallel sorgen geopolitische Verwerfungen und der Vertrauensverlust in internationale Finanz- und Rechtsstrukturen für steigende Preise bei Edel- und Industriemetallen. Der Druck im Kessel steigt!
In genau diesem Umfeld positioniert sich Power Metallic mit Projekten in Québec, einer Region, die für politische Stabilität, verlässliche Genehmigungsverfahren und starke Infrastruktur bekannt ist. Das Unternehmen hat seine Landposition rund um das Nisk-Gebiet in kurzer Zeit massiv ausgeweitet und damit die Basis für ein zusammenhängendes polymetallisches System geschaffen. Makroökonomisch verschärft sich die Lage zusätzlich, da Prognosen ab dem Jahr 2027 auf strukturelle Engpässe bei Nickel und historisch niedrige Kupferlagerbestände hindeuten. Power Metallic aber profitiert von wiederholt hochgradigen Bohrergebnissen, die Kupfer, Nickel sowie Edelmetalle in wirtschaftlich relevanten Konzentrationen vereinen.
Ein groß angelegtes Bohrprogramm für 2026 stellt sicher, dass der Nachrichtenfluss anhält und das geologische Modell kontinuierlich verfeinert wird. Nach einigen Finanzierungen ist das Unternehmen bestens ausgestattet, um moderne Explorationstechnologien einzusetzen und mehrere Zielgebiete parallel voranzutreiben. In den letzten Tagen gab es eine Wertsteigerung von über 80 %, als Reaktion auf vermutete Short-Attacken im Dezember. Mit 300 Mio. CAD Marktwert steht Power Metallic bestens aufgestellt als nächster Partner auf der Liste von Industrieunternehmen, die ihre Zukunft auf solide Beine stellen wollen. Aktuell zeigt das Unternehmen eine beeindruckende Schlagzahl, der Kurs könnte daher newsgetrieben jederzeit davoneilen.
CEO Terry Lynch gab im Rahmen des letzten International Investment Forum (www.ii-forum.com) im Dezember einen Überblick zum aktuellen Stand der Explorationsarbeiten in Québec.
https://www.youtube.com/watch?v=em24LhGO1H4
DroneShield – Europäischer Folgeauftrag über 50 Mio. USD beflügelt
Der australische Drohnenabwehr-Spezialist meldet sich zurück. Nach erstaunlichen Kursverwerfungen seit Oktober, schaffte es der Publikumswert, sich von Tiefstkursen bei 0,80 EUR bis Freitag wieder auf 2,30 EUR hochzuschwingen. Wer hätte das gedacht? Auslöser waren Meldungen zu einem europäischen NATO-Folgeauftrag über knapp 50 Mio. USD. Der Kunde soll eine nicht näher benannte Militäreinheit sein, die den Vertrag über einen europäischen Wiederverkäufer abwickelte. Der Auftrag umfasst handgeführte Drohnenabwehrsysteme, zugehöriges Zubehör und Software-Updates. DroneShield hat einen Großteil dieser Produkte auf Lager und geht davon aus, dass alle Lieferungen in Q1 2026 abgeschlossen sein werden. Verkauft wurde das Produkt „DroneGun Mk4“, eine ultraportable, tragbare Lösung für den schnellen Einsatz gegen unbemannte Luftfahrtsysteme. Sie wurde für die schnelle Einsatzbereitschaft bei der Drohnenabwehr entwickelt und funktioniert in jeder Einsatzumgebung. Nach geschätzten Umsätzen von etwa 250 Mio. AUD in 2025 läuft das neue Jahr für die Australier wohl gut an. Ob es für neue Rekordkurse reichen wird, ist fraglich. Denn schon bei Erreichen der 300 Mio. AUD-Erlösmarke erhalten Mitarbeiter wieder umfangreiche Zuteilungen von Bonusaktien und Optionen. Diese Tatsache hatte in Q4-2025 zu einem Kursrückgang von über 80 % geführt. Vorsicht!

Die Börse hat zurzeit sehr viele Einflüsse zu verarbeiten. Während die Automobilhersteller die teils schwierigen Lieferketten nun allmählich beherrschen, stehen Power Metallic und DroneShield genau wegen dieser Verwerfungen im Mittelpunkt. Der australische Drohnen-Abwehrspezialist schafft eine kurzfristige Kurswende, während Power Metallic nach einer Konsolidierung wohl deutlich höhere Gefilde im Auge hat.
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