Menü schließen




19.03.2021 | 05:20

BP, Deutsche Rohstoff AG, Lynas – Achtung: hier läuft ein langer Boom!

  • Energie
Bildquelle: pixabay.com

Extreme Knappheit durch die enorme Nachfrage nach Rohstoffen der geplanten Energiewende. Dazu ein Streit, der zwischen China und den USA weiterschwellt und auch nach Donald Trump jederzeit eskalieren könnte. Eine neue Energiekrise durch Ressourcen-Mangel droht. Die Preise von Kupfer, Lithium und den seltenen Erdmetallen steigen rapide. Der Nachfrageüberhang dürfte sich in den nächsten Jahren noch beschleunigen. Deutlich steigende Preise werden auch beim Ölpreis erwartet.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: DE000A0XYG76 , GB0007980591 , US5510733075

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Erfahren und flexibel durch die Krise

    Krisen hin oder her. Durch die langjährige Erfahrung des Managements und Flexibilität in den Entscheidungen besteht die Möglichkeit, auch aus den Tiefen Profit zu schlagen. Wie es nicht geht, sehen wir in Deutschland aktuell bei der Eindämmung des Corona-Virus durch die Politik. Besser machte es im vergangenen Jahr die Deutsche Rohstoff AG. Durch Weitsicht wurde die Ölförderung bei den Beteiligungen um ein Minimum reduziert und aktives Hedging betrieben. Zudem gingen die Mannheimer auf Schnäppchentour und kauften sich mehrere Ölfelder zu Ausverkaufspreisen.

    Außerhalb des Ölgeschäfts wurde die Chance ergriffen, ein Aktien- und Anleiheportfolio aufzubauen, dass aktuell Früchte trägt. So stieg man bei der NASDAQ-notierten Oasis Petroleum nun komplett aus, nachdem der Einstieg im zweiten und dritten Quartal des vergangenen Jahres erfolgte. Enorme 7,5 Mio. EUR Gewinn wurden dadurch realisiert, der durchschnittliche Verkaufskurs bedeutet mehr als eine Verdreifachung gegenüber dem Einstandskurs. Außerdem schlummern weitere 3,8 Mio. EUR unrealisierte Gewinne im Depot.

    Pumpen laufen auf Hochtouren

    Bei einem Ölpreis von zirka 65 USD je Barrel laufen auch die Pumpen wieder auf Hochtouren. Von einem deutlichen Mengenwachstum ist demnach in diesem Jahr auszugehen. Ende 2021 sollen dann durch die umfangreichen Knight-Bohrungen erste Einnahmen generiert werden. 60 Mio. USD investierte das Unternehmen in dieses Projekt, welches ab 2022 zu weiter steigenden Fördermengen beitragen soll. Mit der prallgefüllten Kasse von 35,3 Mio. EUR plus den realisierten Aktienkursgewinnen wären auch weitere Akquisitionsziele möglich. Einen enormen Hebel bietet außerdem ein weiteres Investment außerhalb des Ölsegments, welches noch zu barem Gold für die Deutsche Rohstoff AG werden kann.

    So ist das Unternehmen mit 12,8% an Almonty Industries beteiligt. Diese befinden sich auf der Zielgeraden, die größte Wolframmine der Welt zu errichten. Spätestens in fünf Jahren soll die Mine in Sangdong in Südkorea bei voller Inbetriebnahme 30% des nichtchinesischen und 7-10% des weltweiten Angebots produzieren. Charttechnisch steht der weiteren Entwicklung der Widerstand bei 12,75 EUR im Weg. Sollte dieser gebrochen werden, wäre das nächste Kursziel bei 14,00 EUR. Durch den von uns weiter stark erwarteten Ölpreis und aufgrund der Erfahrung des Managements sehen wir langfristig gute Chancen, den Höchstkurs bei 27,10 EUR erneut anzugreifen.

    Knappheit führt zur Explosion

    Kupfer, Lithium und seltene Erdmetalle, der Bedarf an diesen Rohstoffen steigt drastisch an. Schuld ist die extreme Nachfrage bei den neuen Technologien. Seltene Erdmetalle benötigt man zum Beispiel für Permanentmagnete, die Elektromotoren antreiben. Durch die Tatsache, dass China mit 80% der Produktion ein Quasi-Monopol besitzt, wird die Situation noch dramatischer. So wird händeringend versucht, die Produktion in Nordamerika zu erhöhen. Die wenigen Produzenten, die in Nordamerika nach seltenen Erdmetallen suchen, sind gefragt wie nie und sollen durch die aktuelle Regierung finanziell stark subventioniert werden. Der größte seltene Erdmetall-Produzent Lynas Rare Earth profitiert gewaltig von der Entwicklung dieser Boom-Branche. So konnte sich der Aktienkurs seit dem Tief im vergangenen Jahr verzehnfachen.

    Chance aus der zweiten Reihe

    Mit Defense Metals, einem kanadischen Explorationsunternehmen für seltene Erdmetalle, steht ein weiterer Player mit seinem Wicheeda-Projekt vor dem Durchbruch. Anfang März wurden äußerst positive Ergebnisse bei hydrometallurgischen Tests mit Flotationskonzentrat im Vorfeld der Pilotstudie mit einer hohe Ausscheidungsrate von Verunreinigungen bei minimalem Verlust an Seltenen Erden vermeldet. Als nächstes steht die Fertigstellung der hydrometallurgischen Pilotanlage auf dem Plan, bevor im dritten Quartal ein Bohrprogramm zur weiteren Aufwertung und Vergrößerung der Lagerstätte starten soll.

    Anhand der überaus positiven Ergebnisse und der guten Infrastruktur des Projekts sollte Defense Metals als einer der wichtigsten Player Nordamerikas avancieren. Der Politik ist Defense Metals bereits ein Begriff. So wurde das Unternehmen in dieser Woche von der US-Botschaft geladen, am Select USA Investment Summit teilzunehmen. Beim Summit werden die Kanadier die Möglichkeit haben, global tätige Investoren zu treffen und mit US-Wirtschaftsentwicklern und Dienstleistern Kontakt aufzunehmen, die Beratungen hinsichtlich einer möglichen Wachstumsstrategie in den USA anbieten können. Der Börsenwert von Defense Metals liegt aktuell bei unter 20 Mio. EUR. Der Branchennachbar US Rare Earth soll mit einer Bewertung von einer Mrd. USD an der Börse gelistet werden.

    BP wird blau

    Nachdem BP das Ende des Ölzeitalters voraussieht, sucht der Konzern nach Alternative. Beim „Power Day“ wurde mit Volkswagen die europaweite Ausweitung des öffentlichen Verkaufsnetzes für elektrische Fahrzeuge besprochen. Das Ziel ist zudem, bis zum Jahre 2025 18.000 neue Schnellladepunkte an attraktiven Orten zu installieren. Nun plant der einstige Ölmulti das größte Wasserstoffprojekt Großbritanniens zu bauen. So gab BP bekannt, dass es Pläne für die größte blaue Wasserstoffproduktionsanlage Großbritanniens entwickelt, die bis 2030 eine Wasserstoffproduktion von 1 GW anstrebt. Das Projekt würde bis zu zwei Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) pro Jahr abfangen und zur Speicherung weiterleiten, was den Emissionen der Heizung von einer Million britischer Haushalte entspricht.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 10.08.2022 | 04:44

    Öl wird auch in 100 Jahren noch gebraucht! Mit diesen Aktien volltanken: Shell, BP, Saturn Oil + Gas, BASF

    • Öl und Gas
    • Energie
    • Chemie

    Mit Blick auf die künftige Energieversorgung bleiben gerade in Europa große Fragezeichen zurück. Denn die Abhängigkeit zu Russland ist historisch und die künftige Beziehung zum größten Rohstoffbesitzer in unseren Breiten wird aus europäischer Sicht wohl eher frostig. Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen präsentierte unlängst einen Plan, um sich von fossilen Brennstoffen aus Russland zu lösen und gleichzeitig die Energiewende zu beschleunigen. Um gänzlich autark zu werden, müsste die Europäische Union aber bis zum Jahr 2030 nahezu 300 Mrd. EUR in Infrastruktur und Energie-Lieferbeziehungen investieren. Unterdessen gibt es heimliche Gewinner dieser Zwickmühle, die sich im aktuellen Umfeld gerade eine goldene Nase verdienen.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Juliane Zielonka vom 14.07.2022 | 05:33

    KLEOS Space, BYD und Alibaba: Staaten schützen oder vorm Staat schützen?

    • Weltraum
    • Energie
    • China
    • Versorgungssicherheit

    US-Dollar und Euro haben Parität erlangt. Welche Branchen und Länder bieten jetzt noch Wachstumschancen? Ein Blick ins Industrie-Boomland China zeigt, dass dortige Investments nach wie vor mit erhöhtem Risiko einhergehen. Lohnen sich BYD und Alibaba nach wie vor? Ein bekannter US-Amerikaner hat es geschafft, durch ein bloßes Gerücht den Wert des Elektromobil-Unternehmens nach unten rauschen zu lassen. Und im All treibt sich nicht nur Elon Musk herum, auch von dort hat Sicherheit oberste Priorität, wie KLEOS Space beweist. Ein neuer CFO ist mit an Bord.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 22.06.2022 | 05:08

    Nordex, Saturn Oil + Gas, Shell – Realität vs. Idealismus: Long bei Öl-Aktien!

    • Versorgungssicherheit
    • Energie
    • Erdöl
    • Öl
    • Öl und Gas
    • Erneuerbare Energien
    • Kohle
    • Investments

    Die Vorstellung, dass der ganze Energiebedarf der Welt aus Erneuerbaren Energien gespeist werden wird ist schön und erstrebenswert, auf kurze Sicht aber unrealistisch. Wie weit entfernt die Zielbilder „grün“ bzw. „nachhaltig“ und Versorgungssicherheit sein können, erleben wir aktuell in der politischen Diskussion in Deutschland. Vorbildlich - und das ist mit einem Augenzwinkern gemeint - schaltet die größte Volkswirtschaft Europas ihre Kernkraftwerke ab und stellt nun plötzlich fest, dass durch die große Abhängigkeit von Russlands Gaslieferungen ein Versorgungsrisiko entsteht. Jetzt soll ein Hochfahren der Kohlekraftwerke es richten. Für logisch und vorausschauende Anleger lohnt sich der Blick auf Ölwerte.

    Zum Kommentar