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26.05.2021 | 05:10

BYD, Carnavale Resources, Nio – Jetzt rein in den Megatrend

  • Elektromobilität
Bildquelle: pixabay.com

Elektromobilität ist eine der Zukunftsthemen im Hinblick auf die Energiewende. Bereits jetzt wetteifern Autohersteller, wann der endgültige Umstieg vom Verbrennungsmotor zum reinen Elektroauto stattfinden soll. Allein in Deutschland sollen 2030 rund 12 Mio. E-Fahrzeuge über die Straßen rollen. Mit dem Wechsel zum strombetriebenen Fahrzeug, steigt auch die Nachfrage nach den benötigten Rohstoffen. Die hohe Nachfrage bietet enorme Chancen für Anleger, die an dem noch am Anfang stehenden Trend teilhaben wollen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: AU000000CAV5 , US05606L1008 , US62914V1061

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Inhaltsverzeichnis:


    Metalle gefragt wie nie

    Um eine Batterie für ein Elektroautomobil produzieren zu können, benötigt man Metalle wie Lithium, Nickel, Kobalt und seltene Erdmetalle. Dass diese durch eine steigende Nachfrage immer knapper werden, bemerkte Elon Musk schon vor Jahren und forderte Bergbauunternehmen auf, mehr Nickel zu produzieren. Als Gegenleistung winkte der Tesla-Gründer mit riesigen Verträgen über einen langen Zeitraum. Durch den Handelskrieg zwischen China und den USA, hat sich die Lage noch weiter dramatisiert. Die Produktion von Lithium findet zum Beispiel zu 80% in China statt. Durch die hohe Inlandsnachfrage und geplante Exportstopps in die USA durch das Reich der Mitte, könnte westlichen Autobauern zukünftig das Gleiche wie beim aktuellen Chipmangel blühen. Die Folge wären Produktionsstopps und das Schließen von Werken. Um die Versorgung zu gewährleisten, versuchen nun die USA, Japan, Australien und Indien, neue Projekte außerhalb Chinas zu errichten, was jedoch bei einem Zeitraum von 10 Jahren kaum zu bewerkstelligen ist.

    Ausgewogenes Portfolio

    Auf die wirtschaftlichen Veränderungen fokussiert sich das in Westaustralien ansässige Unternehmen von Carnavale Resources bereits seit Längerem. Das Mineralexplorations-Unternehmen konzentriert sich auf den Erwerb und die Erkundung von qualitativ hochwertigen und fortgeschrittenen Explorations- und Erschließungsprojekten mit Aussichten auf Gold, Nickel, Platin, Kupfer und strategische Mineralien im Zusammenhang mit dem Elektrobatteriesektor, einschließlich anderer neuer Technologien. Aktuell befinden sich vier Projekte im Portfolio von Carnavale, wobei der Fokus auf das Goldprojekt Kookynie und das Baracuda-Projekt mit Vorkommen von Platin, Nickel und Kupfer gerichtet ist.

    In der Region Kookynie wurden in der Vergangenheit mehr als 650.000 Unzen hochgradiges Gold aus Quarzgang-Lagerstätten gefördert, die bis ins späte 19. Jahrhundert zurückreichen. Kookynie liegt 60km südlich von Leonora und wurde bisher nur in begrenztem Umfang erkundet. Bei dem Projekt konnten in den ersten beiden Phasen der Luftkernbohrungen, die 256 Bohrungen über 12.506m beinhalteten, bereits mehrere Goldanomalien und strukturelle Merkmale identifiziert werden. Die dritte Phase der Bohrung zielt nun darauf ab, Gebiete mit bekannten Anomalien bei den Minen McTavish East, Champion South und McTavish North zu finden. Frühere Bohrungen in diesen Minen haben eine hochgradige, strukturell kontrollierte Goldmineralisierung identifiziert, bei der bis zu 16,25 g/t Gold durchteuft wurden. Ergebnisse der Bohrungen werden hier im Juni erwartet.

    Das zweite Flagschiff des Unternehmens ist das Projekt Barracuda, das durch historische Bohrungen die auffällige Platinmineralisierung 8,27 g/t PGE aufzeigte. Der Mineralexplorer Pancon besaß zwischen 1985 und 1990 Lizenzen für den größten Teil des Windimurra Igneous Complex. Dieses sehr aussichtsreiche Gebiet hat das Potenzial, beträchtliche Platin-, Palladium-, Nickel- und Kupfersulfid-Lagerstätten zu beherbergen, und hat seit den 1.811m langen Diamantbohrungen von Pancon im Jahr 1986 keine Aufmerksamkeit mehr erhalten. Erst 2016 wurden im Western Australia Geological Survey Platin-Sulfidminerale in den Gesteinen identifiziert.

    Carnavale Resources will hier die Feldarbeiten schnellstens mit neuester Technik starten, um das Potenzial des Projekts zu heben. Außerdem wollen die Australier weiterhin interessante Explorations- und Erschließungsprojekte evaluieren. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei 10,57 Mio. EUR. Neben der Heimatbörse Sydney wird die Aktie auch in Deutschland gehandelt.

    Nio plant Produktionsverdopplung

    Ambitioniert sind die Pläne des chinesischen Elektroautobauers Nio für die Zukunft. So wurde mit dem Produktionspartner Jianghuai Automobile ein bestehender Vertrag bis 2024 verlängert und eine Verdopplung der Kapazität auf 240.000 Einheiten pro Jahr vereinbart. Dies kommt zu einem überraschenden Zeitpunkt, da Nio erst vor kurzem seine Produktion aufgrund des aktuell akuten Chipmangels auf 7.500 Units gedrosselt hat. JAC wird weiterhin die Modelle ES8, ES6, EC6 und die angekündigte Limousine ET7 bauen. Eventuell wird die Palette noch um neue Modelle erweitert.

    Nio, das aufgrund von finanziellen Problemen noch im vergangenen Jahr vor dem Aus stand, erhielt eine Milliarden-Finanzierung von Finanzinstituten aus der Provinz Anhui, mit der Auflage, in Hefei, der Provinzhauptstadt, ein Werk aufzustellen. Charttechnisch konnte der Nio-Kurs den wichtigen Widerstandsbereich bei 30 USD erfolgreich verteidigen. Aktuell notiert das Papier bei 36,50 USD, nächste Hürde ist die 40 USD-Marke.

    Wieder aufwärts

    Nach den bitteren Kursverlusten in den vergangenen Wochen geht es beim chinesischen Marktführer fundamental bergauf. Nachdem in der vergangenen Woche die Schallmauer bei der Produktion von einer Mio. Plug-in-Pkws geknackt und der Beginn der Europa-Expansion nach Norwegen vermeldet wurde, kam gestern erneut eine positive Meldung im Hinblick auf die E-Bus-Sparte.

    So liefert das von Warren Buffett unterstützte Unternehmen 30 Elektrobusse an die städtische Transportgesellschaft von Madrid. Insgesamt beläuft sich die Ausschreibung auf 50 Busse. Das erklärte Ziel in der spanischen Hauptstadt ist die Abschaffung der dieselbetriebenen Flotte bis 2023, wobei 100% der Fahrzeuge sauber und im Rahmen der aktuellen Umwelt-Nachhaltigkeitsstrategie 'Madrid 360' betrieben werden sollen. Neben Madrid ist BYD auch bei der Beschaffung von Elektrobussen in den Städten Badajoz, Barcelona und Valencia aktiv.

    Vom Kurstief bei unter 14 EUR konnte sich die BYD-Aktie deutlich befreien und notierte nun mit 18,05 EUR. Bei 19 EUR wartet ein nächster stärkerer Widerstand. Langfristig sind wir vom „Build your dream“-Unternehmen überzeugt und sehen in BYD den aussichtsreichsten E-Autobauer aus dem Reich der Mitte.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.

    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Stefan Feulner vom 04.07.2022 | 05:10

    Extrem wachsender Bedarf bei Ganfeng und Edison Lithium, XPeng und Nio mit starken Absatzzahlen

    • Elektromobilität
    • lithium
    • Batterie

    Die Autoindustrie steht in den nächsten Jahren vor einem massiven Versorgungsproblem. Der Grund dafür liegt in der explodierenden Nachfrage nach Lithium, einem elementaren Rohstoff für die Elektromobilität. Lag der Markt für Lithium 2015 global bei 33.000t pro Jahr, stieg dieser bis 2022 auf 85.000t. Bis 2030, die Bundesregierung plant dann mit 15 Mio. Elektroautos auf deutschen Straßen, gehen Experten von einem jährlichen Bedarf von bis zu 400.000t aus. Bereits jetzt besteht eine deutliche Angebotsknappheit. Die Profiteure sind hierbei eindeutig die Lithiumproduzenten. Nach einer heftigen Korrektur in der Lithiumbranche bieten sich langfristig neue Chancen.

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    Kommentar von Stefan Feulner vom 30.06.2022 | 10:01

    Tocvan Ventures und BYD mit herausragenden News - TeamViewer rauscht ins Bodenlose

    • Gold
    • Märkte
    • Elektromobilität

    Hart getroffen hat es in der aktuellen Korrektur vor allem die zinssensitiven Wachstumswerte. So verlor die US-Technologiebörse NASDAQ seit Jahresanfang und dem Hoch bei 16.670 Punkten rund 34% ihres Wertes. Dabei machten Investoren auch nicht vor Aktien der Zukunftstechnologien wie der Elektromobilität halt. Doch im Gegensatz zu Platzhirsch Tesla – die Musk-Aktie halbierte sich innerhalb von sechs Monaten – eilt der chinesische Konkurrent BYD von Hoch zu Hoch. Starke News gibt es auch von einem aussichtsreichen Gold- und Silberexplorationsunternehmen. Ein von Experten langfristig positiv erwarteter Goldpreis könnte dem Unternehmen zu einer Outperformance verhelfen.

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    Kommentar von Fabian Lorenz vom 22.06.2022 | 05:55

    Goldene Zeiten für Nel und Varta? Bei First Hydrogen steigt die Spannung

    • Elektromobilität
    • Wasserstoff
    • Batterie
    • Technologie

    Die Preise für Öl, Gas & Co. bleiben auch in dieser Woche auf hohem Niveau. Nicht zuletzt auch, weil Russland die Gas-Lieferungen nach Europa reduziert hat. In Deutschland arbeitet Wirtschaftsminister Robert Habeck unter Hochdruck an Notfallplänen für den Winter und ruft zum Energiesparen auf. Langfristig wird kein Weg an Erneuerbaren Energien vorbeiführen. Analysten erwarten goldene Zeiten für Unternehmen wie Nel Asa und Varta. Aber auch kleinere innovative Unternehmen wie Wasserstoff-Pure-Play First Hydrogen sind interessant. Denn Analysten erwarten, dass die Nachfrage nach Wasserstoff das Angebot massiv übersteigen wird. Im Batterie-Sektor empfiehlt Goldman Sachs die Aktie von Varta zum Kauf. Der Umsatz des MDAX-Konzerns soll sich dank der Elektromobilität in den kommenden Jahren mehr als verdoppeln. Gestern fand die Hauptversammlung statt.

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