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26.05.2021 | 05:10

BYD, Carnavale Resources, Nio – Jetzt rein in den Megatrend

  • Elektromobilität
Bildquelle: pixabay.com

Elektromobilität ist eine der Zukunftsthemen im Hinblick auf die Energiewende. Bereits jetzt wetteifern Autohersteller, wann der endgültige Umstieg vom Verbrennungsmotor zum reinen Elektroauto stattfinden soll. Allein in Deutschland sollen 2030 rund 12 Mio. E-Fahrzeuge über die Straßen rollen. Mit dem Wechsel zum strombetriebenen Fahrzeug, steigt auch die Nachfrage nach den benötigten Rohstoffen. Die hohe Nachfrage bietet enorme Chancen für Anleger, die an dem noch am Anfang stehenden Trend teilhaben wollen.

Lesezeit: ca. 4 Minuten. | Autor: Stefan Feulner
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Jerre Foo, Corporate Development Executive, Silkroad Nickel
"[...] China hat sich zur Produktionshauptstadt der Welt entwickelt, und aufgrund seiner Infrastruktur, Expertise und Fähigkeiten hat sich Silkroad Nickel strategisch positioniert, um mit chinesischen Unternehmen aus der Edelstahl- und Elektrofahrzeugindustrie zusammenzuarbeiten [...]" Jerre Foo, Corporate Development Executive, Silkroad Nickel

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Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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Metalle gefragt wie nie

Um eine Batterie für ein Elektroautomobil produzieren zu können, benötigt man Metalle wie Lithium, Nickel, Kobalt und seltene Erdmetalle. Dass diese durch eine steigende Nachfrage immer knapper werden, bemerkte Elon Musk schon vor Jahren und forderte Bergbauunternehmen auf, mehr Nickel zu produzieren. Als Gegenleistung winkte der Tesla-Gründer mit riesigen Verträgen über einen langen Zeitraum. Durch den Handelskrieg zwischen China und den USA, hat sich die Lage noch weiter dramatisiert. Die Produktion von Lithium findet zum Beispiel zu 80% in China statt. Durch die hohe Inlandsnachfrage und geplante Exportstopps in die USA durch das Reich der Mitte, könnte westlichen Autobauern zukünftig das Gleiche wie beim aktuellen Chipmangel blühen. Die Folge wären Produktionsstopps und das Schließen von Werken. Um die Versorgung zu gewährleisten, versuchen nun die USA, Japan, Australien und Indien, neue Projekte außerhalb Chinas zu errichten, was jedoch bei einem Zeitraum von 10 Jahren kaum zu bewerkstelligen ist.

Ausgewogenes Portfolio

Auf die wirtschaftlichen Veränderungen fokussiert sich das in Westaustralien ansässige Unternehmen von Carnavale Resources bereits seit Längerem. Das Mineralexplorations-Unternehmen konzentriert sich auf den Erwerb und die Erkundung von qualitativ hochwertigen und fortgeschrittenen Explorations- und Erschließungsprojekten mit Aussichten auf Gold, Nickel, Platin, Kupfer und strategische Mineralien im Zusammenhang mit dem Elektrobatteriesektor, einschließlich anderer neuer Technologien. Aktuell befinden sich vier Projekte im Portfolio von Carnavale, wobei der Fokus auf das Goldprojekt Kookynie und das Baracuda-Projekt mit Vorkommen von Platin, Nickel und Kupfer gerichtet ist.

In der Region Kookynie wurden in der Vergangenheit mehr als 650.000 Unzen hochgradiges Gold aus Quarzgang-Lagerstätten gefördert, die bis ins späte 19. Jahrhundert zurückreichen. Kookynie liegt 60km südlich von Leonora und wurde bisher nur in begrenztem Umfang erkundet. Bei dem Projekt konnten in den ersten beiden Phasen der Luftkernbohrungen, die 256 Bohrungen über 12.506m beinhalteten, bereits mehrere Goldanomalien und strukturelle Merkmale identifiziert werden. Die dritte Phase der Bohrung zielt nun darauf ab, Gebiete mit bekannten Anomalien bei den Minen McTavish East, Champion South und McTavish North zu finden. Frühere Bohrungen in diesen Minen haben eine hochgradige, strukturell kontrollierte Goldmineralisierung identifiziert, bei der bis zu 16,25 g/t Gold durchteuft wurden. Ergebnisse der Bohrungen werden hier im Juni erwartet.

Das zweite Flagschiff des Unternehmens ist das Projekt Barracuda, das durch historische Bohrungen die auffällige Platinmineralisierung 8,27 g/t PGE aufzeigte. Der Mineralexplorer Pancon besaß zwischen 1985 und 1990 Lizenzen für den größten Teil des Windimurra Igneous Complex. Dieses sehr aussichtsreiche Gebiet hat das Potenzial, beträchtliche Platin-, Palladium-, Nickel- und Kupfersulfid-Lagerstätten zu beherbergen, und hat seit den 1.811m langen Diamantbohrungen von Pancon im Jahr 1986 keine Aufmerksamkeit mehr erhalten. Erst 2016 wurden im Western Australia Geological Survey Platin-Sulfidminerale in den Gesteinen identifiziert.

Carnavale Resources will hier die Feldarbeiten schnellstens mit neuester Technik starten, um das Potenzial des Projekts zu heben. Außerdem wollen die Australier weiterhin interessante Explorations- und Erschließungsprojekte evaluieren. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei 10,57 Mio. EUR. Neben der Heimatbörse Sydney wird die Aktie auch in Deutschland gehandelt.

Nio plant Produktionsverdopplung

Ambitioniert sind die Pläne des chinesischen Elektroautobauers Nio für die Zukunft. So wurde mit dem Produktionspartner Jianghuai Automobile ein bestehender Vertrag bis 2024 verlängert und eine Verdopplung der Kapazität auf 240.000 Einheiten pro Jahr vereinbart. Dies kommt zu einem überraschenden Zeitpunkt, da Nio erst vor kurzem seine Produktion aufgrund des aktuell akuten Chipmangels auf 7.500 Units gedrosselt hat. JAC wird weiterhin die Modelle ES8, ES6, EC6 und die angekündigte Limousine ET7 bauen. Eventuell wird die Palette noch um neue Modelle erweitert.

Nio, das aufgrund von finanziellen Problemen noch im vergangenen Jahr vor dem Aus stand, erhielt eine Milliarden-Finanzierung von Finanzinstituten aus der Provinz Anhui, mit der Auflage, in Hefei, der Provinzhauptstadt, ein Werk aufzustellen. Charttechnisch konnte der Nio-Kurs den wichtigen Widerstandsbereich bei 30 USD erfolgreich verteidigen. Aktuell notiert das Papier bei 36,50 USD, nächste Hürde ist die 40 USD-Marke.

Wieder aufwärts

Nach den bitteren Kursverlusten in den vergangenen Wochen geht es beim chinesischen Marktführer fundamental bergauf. Nachdem in der vergangenen Woche die Schallmauer bei der Produktion von einer Mio. Plug-in-Pkws geknackt und der Beginn der Europa-Expansion nach Norwegen vermeldet wurde, kam gestern erneut eine positive Meldung im Hinblick auf die E-Bus-Sparte.

So liefert das von Warren Buffett unterstützte Unternehmen 30 Elektrobusse an die städtische Transportgesellschaft von Madrid. Insgesamt beläuft sich die Ausschreibung auf 50 Busse. Das erklärte Ziel in der spanischen Hauptstadt ist die Abschaffung der dieselbetriebenen Flotte bis 2023, wobei 100% der Fahrzeuge sauber und im Rahmen der aktuellen Umwelt-Nachhaltigkeitsstrategie 'Madrid 360' betrieben werden sollen. Neben Madrid ist BYD auch bei der Beschaffung von Elektrobussen in den Städten Badajoz, Barcelona und Valencia aktiv.

Vom Kurstief bei unter 14 EUR konnte sich die BYD-Aktie deutlich befreien und notierte nun mit 18,05 EUR. Bei 19 EUR wartet ein nächster stärkerer Widerstand. Langfristig sind wir vom „Build your dream“-Unternehmen überzeugt und sehen in BYD den aussichtsreichsten E-Autobauer aus dem Reich der Mitte.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.

Interessenskonflikt & Risikohinweis

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