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11.05.2021 | 04:50

BYD, Silkroad Nickel, Volkswagen – Spannende Entwicklung in der Elektroautobranche!

  • Elektromobilität
Bildquelle: pixabay.com

Die bisherige Entwicklung der Elektroautoindustrie lief störungsfrei, die Absatzzahlen der E-Autobauer schnellten in die Höhe und die Verdrängung der Verbrennungsmotoren schien nur eine Frage der Zeit. Doch aktuell kommen die ersten größeren Hindernisse auf die Produzenten zu. Die Chipknappheit führt zu Produktionsstopps und Kurzarbeit. Das Thema Knappheit dürfte in den nächsten Jahren das vorherrschende Thema dieses Industriezweiges werden. Die Rohstoffe für die Produktion wie Lithium, Nickel oder Kobalt sind begehrte Güter. Hauptprofiteure dieser Entwicklung sind Rohstoffproduzenten, die bereits die heutige Nachfrage kaum befriedigen können.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: SGXE31916740 , US05606L1008 , DE0007664039

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Inhaltsverzeichnis:


    Nickel ist knappes Gut

    Wenn es um Batterien für Elektroautomobile geht, spricht jeder vom Lithiummangel. Dabei nimmt nicht Lithium, sondern Nickel den Rang als Schlüsselmetall ein, zumal ein erhöhter Nickelanteil die Effizienz der Batterien deutlich steigert. Autobauer kämpfen aktuell um die höchste Reichweite, um dadurch ihre Marktanteile weiter steigern zu können. Bereits vor mehreren Jahren wandte sich der Tesla-Gründer Elon Musk an die Bergbauunternehmen und forderte sie auf, mehr Nickel abzubauen. Als Gegenleistung bot er Unternehmen „einen riesigen Vertrag über einen langen Zeitraum, wenn Sie Nickel effizient und umweltschonend abbauen".

    Im Herzen der Nickelindustrie: Das globale primäre Nickelangebot wird von Indonesien dominiert, das 27% des Weltmarktes beliefert. Silkroad Nickel ist das einzige Nickelunternehmen, das an der SGX notiert ist. Daneben ist der Titel auch in Frankfurt handelbar. Die Vision des Unternehmens ist, ein global agierender Nickelproduzent zu werden, der die Edelstahl- und Elektrofahrzeugindustrie auf der ganzen Welt beliefert. Bereits jetzt kooperiert Silkroad Nickel mit großen chinesischen Unternehmen, um in Indonesien Nickelprodukte mit höherer Wertschöpfung für die Exportmärkte herzustellen.** Der Großteil des zukünftigen Nickelangebots soll durch engere Kooperationen zwischen indonesischen und chinesischen Unternehmen entstehen. So sind chinesische Konzerne bereits weitgehend an indonesischen Bergbau-Unternehmen beteiligt oder besitzen langlaufende Abnahmeverträge.

    Mit dem chinesischen Stahl-Konglomerat Tsingshan, das im indonesischen Morowali Industrial Park die weltweit größte Anlage für Ferronickel und Edelstahl betreibt, besitzt die Tochter von Silkroad Nickel, die sich auf die Exploration, den Abbau, der Produktion und dem Verkauf von Nickelerz konzentriert, bereits einen laufenden Abnahmevertrag über 700.000t Nickel. Dieser wird geschätzte 90 Mio. USD an Einnahmen über einen Zeitraum von 2 Jahren generieren. Der Cashflow und der Wert der Gruppe wird dadurch enorm ansteigen, da die Nettomargen bei etwa 30-35% des Umsatzes liegen sollen.

    Zukunft Elektromobilität

    Den Haupttreiber der Nickelnachfrage sieht das Management in den nächsten Jahren in der Automobilindustrie. Durch die Nachfrage nach Batterien wird ein Wachstum von 23% bis 2030 prognostiziert. Auch hier hat Silkroad Nickel beste Voraussetzungen, ein Global Player zu werden. Aufgrund der bereits bestehenden Produktion von Laterit-Erz können die Indonesier nun NPI, einem Kernbestandteil der Edelstahlherstellung, kostengünstiger fördern. Dieses sind die Grundvoraussetzungen für den Einstieg in die EV-Batteriebranche, da das Erz aus Nickel und Kobalt besteht, zwei wichtige Metallkomponenten, die für die Herstellung von EV -Batterien benötigt werden.

    Ein Durchbruch für die perfekte Positionierung wäre der Einstieg von Ganfeng Lithium, dem weltweit größten Lithiumproduzenten und führend im Bereich der Fahrzeugbatterien, mit Schlüsselkunden wie Tesla und Volkswagen. Dieser will Silkroad Nickel über eine Wandelanleihe Kapital in Höhe von bis zu 30 Millionen US-Dollar zuführen. Ein Term Sheet wurde bereits unterzeichnet, aktuell läuft noch die Due Dilligence-Prüfung. Der Börsenwert von Silkroad Nickel liegt aktuell bei 60,08 Mio. EUR. Der Einstieg eines Global Players wie Ganfeng Lithium würde das Unternehmen in andere Dimensionen heben. Bei einem Investment sollten interessierte Anleger aufgrund der Marktenge unbedingt limitieren.

    Schwere Zeiten für BYD

    Nicht nur dass der Aktienkurs im Keller ist, auch operativ knirscht es aktuell im Gebälk des chinesischen Elektroautobauers BYD. So konnten die Auslieferungszahlen für den April gegenüber dem Vormonat zwar von 40.800 auf über 45.000 Einheiten gesteigert werden. Bei den NEVs, den reinen Elektroautos, gab es dagegen mit 16.114 Einheiten einen leichten Rückgang gegenüber dem Vormonat. Charttechnisch notierte der Kurs gestern bei 14,81 EUR. Bei 14,50 EUR befindet sich eine breite Unterstützungszone. Aufgrund der aktuellen Überverkauftheit der Aktie könnte sich bei erfolgreichem Test eine Trading-Chance mit einem ersten Kursziel bei 18 EUR ergeben.

    Volkswagen baut um

    Das Volkswagenwerk Emden wird zum E-Standort transformiert. Im ersten Halbjahr 2022 wird der ostfriesische Standort den Umbau abschließen und die Volumenproduktion von E-Fahrzeugen starten. Bis Emden zum reinen E-Werk wird, produziert der niedersächsische Standort die Modelle Passat sowie Arteon und Arteon Shooting Brake in einer mehrjährigen Übergangsphase weiter. Kern des Umbaus ist die neue Montagehalle für E-Fahrzeuge, zu der auch ein Batterielager gehört. Während in Emden die Zeichen auf Wachstum stehen, steckt der Kurs der VW-Aktie noch in der Konsolidierung fest. Aktuell notieren die Vorzüge bei 210 EUR. Technisch betrachtet sollte man den Test der markanten Unterstützungszone bei 200 EUR abwarten.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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