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08.09.2021 | 04:44

BYD, Teck Resources, GSP Resource, Varta – Rohstoff-Rallye Drei Punkt Null!

  • Kupfer
  • Rohstoffe
  • E-Mobilität
Bildquelle: pixabay.com

In der deutschen Wirtschaft wächst die Sorge, dass rasant steigende Rohstoffpreise zukünftig den Aufschwung gefährden. So warnt der Chef des Münchener Wirtschaftsforschungsinstitutes Ifo, Clemens Fuest: „Wenn die Rohstoffpreise in der Breite in den kommenden Jahren weiter deutlich steigen, kann das zum Problem werden.“ Er meint den Aufschwung, denn schon heute sind die Lieferketten durch die Pandemie empfindlich gestört, der temporäre Ausfall des Suez-Kanals hat sogar zu einer mehrmonatigen Verzögerung bei der Auslieferung von Hightech-Produkten geführt.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: GSP RESOURCE CORP. | CA36249G1090 , TECK RESOURCES LTD. A | CA8787423034 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , VARTA AG O.N. | DE000A0TGJ55

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Inhaltsverzeichnis:


    BYD – Der Bedarf an Kupfer ist riesig

    Richtig problematisch wird es, wenn ein knappes Angebot und protektionistische Maßnahmen weitere Preisanstiege auslösen. Die wirtschaftlichen Machtblöcke USA, China und Europa sind politisch gefordert, verlässliche Rahmenbedingungen für die Industrie zu schaffen. Insbesondere in China wird der Preisanstieg von Kupfer mit Argusaugen beobachtet, immerhin ist das Land der mit Abstand größte Importeur des Industriemetalls. In 2020 hat man einen Importrekord vermeldet, denn die Zeichen standen schneller auf Wirtschaftserholung als in anderen Teilen der Welt. Durch den Importsog aus dem Land der Mitte bleiben die Preise dauerhaft hoch.

    Ein großer Abnehmer für Kupfer und Hightech-Metalle ist das Technologie-Konglomerat BYD, das sowohl Elektrofahrzeuge als auch eigene Batterien produziert. BYD ist seit Pandemieausbruch ein Dauerbrenner an der Börse und konnte ganze 500% zulegen. Aktuell versucht sich der Kurs erneut an seinem Allzeithoch bei 30,65 EUR. Achten sie im Falle eines Rückgangs auf die charttechnische Unterstützungslinie bei rund 27 EUR.

    Teck Resources – Ein verlässlicher Lieferant des roten Metalls

    Ein bekannter Produzent von Hightech-Metallen ist auch die nordamerikanische Teck Resources. Das Unternehmen fördert Kupfer, Zink, Kohle sowie Energierohstoffe. Letztere sind im Zuge der weltweiten Klima-Diskussion ein wenig aus dem Fokus geraten, doch auch sie werden weiterhin für industrielle Zwecke benötigt. Denn der weltweite Energie-Mix besteht immer noch zu mehr als 50% aus fossilen Brennstoffen. Industriell stark gefragt sind vor allem Kupfer und Zink. Technik für die Erzeugung von erneuerbaren Energien, elektrische Komponenten und Stromspeichersysteme sind auf die Verfügbarkeit der Industriemetalle angewiesen. Die Teck-Aktie hat in den letzten vier Monaten um rund 25% konsolidiert, strebt nun aber wieder nach oben. Mit einem KGV von 9,5 und einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 1,5 ist die Aktie analytisch billig.

    GSP Resources – Ein aussichtsreicher Nachbar von Teck Resources

    GSP Resource Corp. ist mit dem Alwin Mine Project ein direkter Nachbar von Teck Resources. Der Explorer hat sich auf Liegenschaften im Südwesten von British Columbia spezialisiert. Das Unternehmen besitzt eine Option auf den kompletten Erwerb der Alwin-Rechte, einem Claim für den Abbau von Kupfer, Gold und Silber, der sich in der Kamloops Mining Division, 18 km westlich von Logan Lake befindet. GSP besitzt des weiteren 100 % am rund 600 km entfernten Olivine Mountain-Projekt, welches im Komplex Tulameen angesiedelt ist.

    Direkt neben GSP im Highland Valley befindet sich die aktive Mine von Teck Resources. Die historischen Erkundungen deuten darauf hin, dass sich die Vorkommen, die es in Tecks Mine gibt, auch auf das Gebiet von GSP Resource erstrecken. GSP bohrte 2020 hohe Gehalte von 0,31% Kupferäquivalent über eine Strecke von 61,7m, bei der Highland-Valley-Mine nebenan betrug der Erzgehalt in 2019 bei rund 0,28%. Diese Werte liegen auf einem industriell interessanten Level.

    Mit einer aktuellen Platzierung zu 0,35 CAD erlöste das Unternehmen rund 450.000 CAD. Damit sind die nächsten Bohrungen finanziert. Die immer noch geringe Kapitalisierung von nur 6 Mio. CAD dürfte bald größere Interessenten anlocken, die noch einen Ausbau ihrer Kupferressource suchen.

    Varta – Zweifel über den passenden Produktmix

    Wegen des stark gestiegenen Varta-Kurses fragen sich Anleger, wann die kürzlich gestartete Autobatterien-Produktion erste Ergebnisse liefert. Passt der aktuelle Produktmix von Varta noch zu der hohen Bewertung des Unternehmens?

    Eine neue Studie der Privatbank Metzler könnte Zweifel für den weiteren Fortlauf des starken Wachstums aufkommen lassen. Die Analyse setzt in ihrer Ersteinstufung ein Kursziel von lediglich 106 Euro für die Papiere des Batterieherstellers an und hält damit einen Rutsch von mehr als 20% für möglich. Metzler sieht bereits heute eine ausklingende Wachstumsstory, denn eine negative Preisentwicklung und ein ungünstiger Produktmix stehen einem weiteren Wachstum entgegen. Mit zunehmender Konkurrenz rechnet der Analyst mit sinkenden Durchschnittspreisen. Auch die starke Abhängigkeit von Großkunden wie Apple oder Samsung könnte belasten, denn 85% der 2020er-Umsätze wurden mit kleinen Lithium-Ionen-Batterien erzielt. Das Metzler-Votum lautet „Verkaufen“.

    Damit Varta den Sprung in die Neuzeit schafft, müssen die Umsätze mit Automobil-Batterien sehr schnell auf 30-40% der Konzernleistung hochschnellen – das dürfte aber erst ab dem Jahr 2024 der Fall sein. Die Aktie bleibt daher u.E. aktuell noch sehr anfällig für größere Abverkäufe.


    Der Bedarf an Hightech-Metallen treibt die Preise an den Spotmärkten und sorgt für Höchstförderung in den Minen. Hersteller müssen teilweise starke Aufschläge zahlen, um im Markt lieferfähig zu bleiben. Das wird Margendruck erzeugen, denn der Konsument macht nicht jede Preisanpassung mit. Minenbetreiber und Explorer wie Teck oder GSP Resources haben in diesem Umfeld gute Karten.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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