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14.08.2019 | 05:40

Commerzbank, Deutsche Bank, Wirecard – warum der Zugang zum Kunden zählt

  • Bank
  • Payment
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Bildquelle: pixabay.com

Die deutsche Wirecard AG hat es als relativ junges Unternehmen geschafft in den Deutschen Aktienindex (DAX) zu den renommierten Schwergewichten aufzusteigen – schon jetzt eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Mit einem Börsenwert von rund 17,5 Mrd. EUR wirft der Payment-Experte mittlerweile mehr als die einstiegen Finanzriesen Commerzbank mit 6,4 Mrd. EUR und Deutsche Bank 13,2 Mrd. EUR in die Waagschale. Während sich Wirecard um die globale Expansion kümmert, betreiben die beiden traditionellen Finanzhäuser den (an)geordneten Rückbau und sind nur noch der Schatten ihrer selbst.

Lesezeit: ca. 1 Min. | Autor: Mario Hose
ISIN: DE0007472060

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Inhaltsverzeichnis:


    Commerzbank verdient weniger

    Die Bank mit staatlicher Unterstützung erzielte in den ersten sechs Monaten 2019 ein Operatives Ergebnis von 542 Mio. EUR und somit weniger, als im ersten Halbjahr 2018 mit 659 Mio. EUR. Das Vorsteuerergebnis lag im ersten Halbjahr 2019 bei 542 Mio. EUR, ebenfalls rückläufig im Vergleich zum Vorjahr mit 689 Mio. EUR.

    Das Konzernergebnis lag bei 391 Mio. EUR gegenüber 533 Mio. EUR in ersten Halbjahr 2018. Der Gewinn je Aktie lag somit im ersten Halbjahr bei 0,31 EUR und entsprechend deutlich unter den 0,43 EUR des Vergleichszeitraumes. Wenig Raum für die Kursphantasie möglicher Investoren.

    Deutsche Bank mit hohen Belastungen

    Im ersten Halbjahr 2019 verzeichnete die Deutsche Bank einen Verlust vor Steuern von 654 Mio. EUR und einen Verlust nach Steuern von 2,9 Mrd. EUR. Dies ist in erster Linie auf die Belastungen im Zusammenhang mit dem Umbau im zweiten Quartal 2019 zurückzuführen. Ohne diese Belastungen hätte der Gewinn vor Steuern laut Mitteilung der Bank im ersten Halbjahr 733 Mio. EUR betragen.

    Nach Steuern wäre in diesem Fall ein Halbjahresgewinn von 432 Mio. EUR angefallen. Im ersten Halbjahr 2018 hatte die Bank im Vergleich einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 1,1 Mrd. EUR erzielt und der Gewinn nach Steuern lag bei 521 Mio. EUR. Also auch ohne die Sonderbelastungen schrumpften die Gewinne.

    Wirecard wächst ungebremst

    Während die deutschen Traditionsbanken austrocknen, legt Wirecard ungebremst zu. So konnte das über die Wirecard-Plattform abgewickelte Transaktionsvolumen im ersten Halbjahr 2019 um 37,5% auf 77,3 Mrd. EUR gegenüber 56,2 Mrd. EUR im Vorjahreszeitraum erhöht werden. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg im ersten Halbjahr um 35,8% auf 342 Mio. EUR gegenüber 252 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum.

    Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich im ersten Halbjahr um 50,7% von 158 Mio. EUR auf 238 Mio. EUR und das entspricht einem Ergebnis je Aktie in Höhe von 1,92 EUR gegenüber 1,27 EUR. Das Erfolgsrezept von Wirecard gegenüber den Banken besteht im Wesentlichen darin, dass das Payment Geschäft wesentlich leichter zu skalieren und zugleich risikoärmer ist. Letztlich ist der Zugang zum Kunden das A und O.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Mario Hose

    In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Bank – Das Kreditwesengesetz (KWG) regelt in Deutschland die erlaubten Geschäfte einer Bank.

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