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12.03.2021 | 04:50

CureVac, Pollux Properties, SAP – Setzen Sie auf die Nachzügler!

  • Immobilien
Bildquelle: pixabay.com

Im Augenblick findet an den globalen Aktienmärkten eine Umschichtung von Technologieaktien hin zu Value-Titeln statt. Unternehmen, die nach dem Tiefststand im März 2020 überproportional performten, verlieren in der aktuellen Marktphase überproportional an Wert. Dagegen setzen im Augenblick viele Anleger auf die vermeintlichen Re-Opening-Gewinner wie TUI, Lufthansa & Co. Hier gibt es noch eine Reihe von Aktien, die enormes Aufholpotenzial besitzen und ihrer Performance hinterherhinken.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: SG1I77884290 , DE0007164600 , NL0015436031

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Inhaltsverzeichnis:


    Corona-Delle überall

    Nicht nur Deutschland konnte die Wucht des wirtschaftlichen Abschwungs spüren. Auch Asien, welches die Pandemie zugegebenermaßen besser meistert, musste in gewissen Branchen federn lassen. In Singapur, dem Stadtstaat mit dem höchsten Lebensstandard im südostasiatischen Raum, lag das durchschnittliche Wirtschaftswachstum in den vergangenen Jahren bei 13% pro Jahr. Im Corona-Jahr 2020 hingegen schrumpfte die Wirtschaft Singapurs laut Schätzungen des Ministeriums für Handel und Industrie um 5,8%. Hart traf es zudem den Gewerbeimmobilienmarkt. Hier sank der Preisindex für Büroflächen um 10,73%. Private Immobilien verteuerten sich dagegen um 2,2%. Auch 2021 wird bei den Büromieten durch die Erweiterung von Home-Office-Plätzen und Sparmaßnahmen bei den Mieten ein Preisverfall um die 5% erwartet.

    Mit Rückenwind in die Zukunft

    Auch die Aktienrenditen Singapurs gehörten 2020 zu den Schwächsten Asiens. Mit dem Beginn der weltweiten Impfungen gegen COVID-19 gehen die Fondsmanager in Singapur jedoch für dieses Jahr wieder von stark steigenden Renditen und einer Fortsetzung des Wirtschaftswachstums vor Corona aus. Trotz des Krisenjahres ist Pollux Properties durch sein auf drei Beinen fußendes Portfolio gut aufgestellt. Das Unternehmen verwaltet in Singapur Immobilien im Gegenwert von rund 200 Mio. EUR mit einem umfangreichen Bestand an Wohnimmobilien wie auch Büro- und Einzelhandelsflächen. Zwar kam das Segment Immobilienentwicklung in 2020 zum Erliegen, mittels der Bestandsimmobilien und dem dritten Standbein, dem Fondsmanagement konnte das Unternehmen trotz Corona seinen Umsatz etwa auf Vorjahresniveau halten.

    Günstige Gelegenheit

    Für 2020 wurde auf die Zahlung einer Dividende verzichtet. Durch den erwarteten Aufschwung, der von Experten für die nächsten Jahre für Immobilienpreise in Singapur erwartet wird, gehen wir in den nächsten Jahren von fortlaufend steigenden Dividendenzahlungen aus. Per Ende Dezember 2020 verfügte das Unternehmen über einen Cash Bestand von 19,74 Mio. EUR. Der Bereich Bestandsimmobilien soll stark ausgebaut werden. Ebenso steht man beim Fondsmanagement noch am Anfang. Hier strebt man ein deutlich höheres Fondsvolumen an. Langfristig bietet sich bei Pollux Properties eine interessante Einstiegschance. Der Börsenwert liegt aktuell bei 66,6 Mio. EUR. Die Aktien werden neben dem Heimatmarkt in Singapur auch in Deutschland gehandelt.

    Vor der Zulassung

    Im Vergleich zu anderen Ländern kommt Deutschland mit seinem Impfprogramm nur in Schneckentempo voran. Aktuell sind lediglich 3% der Bevölkerung zweimal geimpft. Neben BioNTech, Moderna und dem kritisierten Impfstoff AstraZeneca kommt in dieser Woche voraussichtlich der Impfstoff von Johnson & Johnson hinzu, der den Impfprozess noch einmal beschleunigen sollte. Insgesamt 200 Mio. Einheiten hat die EU bei Johnson & Johnson bestellt, 55 Mio. sollen bis Ende Juni bereitstehen. Als Nächster sollte dann der zweite deutsche Hersteller, die CureVAc AG, an der Reihe sein. Das rollende Zulassungsverfahren wurde bereits vor drei Wochen beantragt. Die Einspeisung der Daten betrifft die präklinischen und auch die Phase-1-Daten, welche schon bei der Zulassungsbehörde EMA liegen.

    Laut der Unternehmensführung kommt man hierbei gut voran, was Sicherheit und die Verträglichkeit betreffen. Auch die Wirksamkeit gegen Mutationen sollte beim CureVac-Vakzin vorhanden sein. Die Aktie der Tübinger, die ihr Hoch im Dezember bei 125 EUR markierte, ging danach in eine Konsolidierungsphase über. Aktuell wurde der Ausbruchsbereich bei 70 EUR getestet, der bereits mehrmals hielt. Durch einen weiteren positiven News Flow strebt die Aktie nach dem Jahreshoch bei 110 EUR. Als Trading-Position ist das Papier aktuell interessant.

    Wann schließt die Lücke?

    Nach den enttäuschenden Zahlen zum dritten Quartal ist beim Softwareanbieter SAP charttechnisch immer noch die Kurslücke bei rund 125 EUR zu schließen. Aktuell notieren die Walldorfer bei 105 EUR, rund 5 EUR unter dem Ausbruchsniveau. Während SAP im vergangenen Jahr noch mit dem schwächelten Cloud-Geschäft haderten, kommt die Konkurrenz in diesem Geschäft äußerst erfolgreich voran. So meldete Oracle aufgrund des starken Cloud-Geschäfts mit IT-Anwendungen und Speicherplatz im Internet starke Quartalszahlen. Unterm Strich verdiente der Konzern in den drei Monaten bis Ende Februar mit 4,2 Mrd. EUR fast doppelt so viel wie vor einem Jahr.

    Stark waren auch die Zahlen der SAP-Tochter Qualtrics. So wurde der Verlust im vierten Quartal deutlich verringert. Die Abonnementeinnahmen stiegen im Quartal um ein Drittel auf 160,4 Mio. USD. Die an der Nasdaq gelistete Tochter schrieb im Schlussquartal einen Nettoverlust von 14,5 Mio. USD oder 0,03 USD je Aktie, verglichen mit einem Verlust von 147,3 Mio. USD oder 0,35 USD je Anteil im Vorjahreszeitraum. Analysten rechneten mit deutlich geringeren Einnahmen.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Dividende – Die Ausschüttung an Aktionäre einer Aktiengesellschaft wird Dividende genannt.

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    Nicht jede Information wird am Markt so empfangen, wie der Sender dies im Sinn hatte. Das generelle Sentiment und die Erklärungsbedürftigkeit von News oder Entwicklungen spielen zudem eine große, teilweise sogar die entscheidende Rolle. Davon können Management und Aktionäre der Adler Group und Verbio derzeit ein Lied singen. Teilweise ist es aber auch die zu kurz greifende Quartalsdenke, wie bei Brainchip, die die Kurse drückt. Vorausschauende Anleger können bei diesen Konstellationen profitieren.

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