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25.10.2021 | 05:08

Desert Gold, Barrick Gold, K+S – Jetzt oder nie?

  • Gold
  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Bei einer Inflation von über 4% in Deutschland und dem fortgesetzt massiven Gelddrucken der Notenbanken, sollte sich jeder Anleger Gedanken machen, wie er sich gegen den Kaufkraftverlust schützen kann. Dies nur als temporäres Phänomen abzustempeln, wäre ein Fehler. Eine gute Strategie in Zeiten hoher Inflation ist die Investition in Sachwerte wie Aktien, Immobilien und Rohstoffe.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084 , K+S AG NA O.N. | DE000KSAG888

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Inhaltsverzeichnis:


    DESERT GOLD VENTURES INC – Vielversprechende Bohrergebnisse

    Die Aktie von Desert Gold Ventures ist ein spannendes Investment. Die Gesellschaft konzentriert sich auf Goldvorkommen in Westafrika, insbesondere auf Mali. Der Staat ist der viertgrößte Goldproduzent des Kontinents. Wichtigstes Asset ist das SMSZ-Projekt, welches nach der Shearzone zwischen Senegal und Mali (Senegal-Mali Shear-Zone) benannt wurde. Mit einer riesigen Fläche von 410 qkm ist die Liegenschaft das größte, zusammenhängende nicht-produzierende Landpaket der Region. Nicht nur gute Bohrergebnisse verleihen den Anteilsscheinen Phantasie, sondern auch der Fakt, dass das SMSZ-Projekt sich in geographischer Nähe zu mehreren produzierenden Tier-1-Goldminen befindet. Auch segelt die in Kanada gelistete Gesellschaft mit einer Börsenkapitalisierung von lediglich 20 Mio. CAD unter dem Radar von Investoren.

    Zuletzt veröffentlichten die Kanadier erste Ergebnisse aus dem vor kurzem abgeschlossenen Bohrprogramm mit 257 Bohrlöchern über 18.161m. Damit ist der Großteil der auf 20.000m angelegten Kampagne abgeschlossen. Im Zuge der Exploration im SMSZ-Projekt wurden mehr als 22 Goldzonen ermittelt, wobei die Explorationsdaten aus dem Jahr 2021 darauf hindeuten, dass weitere entdeckt werden könnten. Vollständige Ergebnisse liegen nun zu den Bohrarbeiten in den Gebieten Manakoto und Barani East / Barani Gap vor.

    Auf beiden Zonen bestätigten die Daten mehrere oberflächennahe Goldmineralisierungen mit großer Mächtigkeit aber auch vereinzelt hochgradige Zonen mit geringer Mächtigkeit. "Erste Explorationsergebnisse aus Manakato zeigen mehrere mächtige Zonen von Goldanreicherung, die auf das Potenzial eines großen Goldvorkommens mit Hilfe weiterer Arbeiten hinweisen. Die Goldmineralisierung in der Barani East-Zone ist über mehr als 2,5 km verfolgbar. Weitere Bohrarbeiten sind nötig, um das Explorationspotenzial dieser weitläufigen Gebiete wirklich zu verstehen", sagte President & CEO Jared Scharf zu den jüngsten Entwicklungen. Die Aktie reagierte kaum auf die News. Vielleicht schielen Anleger auch nur auf mehr Fakten. In den nächsten Monaten sollten die Kanadier eine NI 43-101 konforme Ressourcenschätzung veröffentlichten. Spätestens dann sollte das zu positiven Impulsen für die Aktie führen.

    BARRICK GOLD CORPORATION – Günstige Bewertung

    Der zweitgrößte Goldproduzent besitzt 6 Tier1-Minen mit einer langen Lebensdauer. Somit ist die fundamental günstig bewertete Aktie mit einer Nettoverschuldung von nahezu null eine gute Idee, um – wenn man zahlreichen Experten glaubt – von mittelfristig steigenden Goldpreisen zu profitieren. Spannend ist zudem, dass die Gesellschaft zusätzlich mehrere Kupferminen im Portfolio hat. Der Preis des Industriemetalls hat in den Monaten deutlich zugelegt. Der Nachfragetrend aus dem Bereich Elektromobilität sollte zu dauerhaft hohen Preisniveaus von Kupfer führen.

    Die letzten Quartalsdaten und der bestätigte Gewinnausblick machen die Anteilsscheine mit einem bereinigten EBITDA-Multiplikator von rund 5 und einem auf den bereinigten Konzerngewinn bezogene KGV von 10, zusammen mit der starken Finanzposition und den positiven Mittelfristperspektiven, interessant. Außerdem kann darauf spekuliert werden, dass Barrick mit der in Q2 gestarteten Zahlung von Sonderdividenden fortsetzen wird und somit eine jährliche Dividendenrendite von 4% für Aktionäre drin sein dürfte. Analysten halten den mit 43 Mrd. CAD bewerteten Titel für unterbewertet und raten in Summe zum Kauf mit einem Kurspotenzial von 47%.

    K+S – Muss der Konzern zurückrudern?

    Die Aktie von K+S ist ein gutes Beispiel dafür, wie gute Rahmenbedingungen in Form steigender Rohstoffpreise zusammen mit der richtigen strategischen Positionierung und einer deutlichen Entschuldung wirken können. Die Anteilsscheine haben sich in den letzten 12 Monaten fast verdreifacht. Nach Meinung der Analysten ist die Aktie nun aber ausgereizt. Vielleicht hat dies auch etwas mit den jüngsten Unternehmensmeldungen zu tun.

    Die geplante Gründung des Gemeinschaftsunternehmens Reks durch K+S und die Remondis-Tochter Remex haben die EU-Kartellwächter noch nicht durchgewunken, da dies möglicherweise zu einer zu großen Marktmacht bei der Entsorgung giftiger Flugasche führen könnte. Nun entscheidet das deutsche Bundeskartellamt über den Fall.

    "Wir gehen nach wir vor davon aus, dass eine Freigabe der Transaktion erteilt werden kann. Anderslautende Hinweise liegen uns nicht vor", sagte ein K+S-Sprecher zum Stand der Dinge. Der Konzern rechnet noch in diesem Jahr mit dem Vollzug der Transaktion. Sollte es aber länger dauern, dann hätte dies auch negative Auswirkungen auf die Zahlen des laufenden Geschäftsjahrs. Denn die Guidance mit einem EBITDA von 700 bis 800 Mio. EUR beinhaltet einen einmaligen Ertrag von rund 200 Mio. EUR aus der Reks-Gründung.


    Mit den Aktien von Barrick Gold und Desert Gold partizipieren Anleger von höheren Edelmetallpreisen bei einer günstigen Unternehmensbewertung. Projektfortschritte und eine Ressourcenschätzung sollten den Anteilsscheinen von Desert Gold positive Impulse verleihen. Bei K+S bieten Rücksetzer eine gute Einstiegsgelegenheit, denn das große Bild spricht für die Aktie.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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