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29.07.2022 | 06:20

Erin Ventures, Uniper, BASF - wie außerhalb Deutschlands das Geschäft weiter wächst

  • Landwirtschaft
  • Bor
  • Gas
  • Exploration
Bildquelle: pixabay.com

Alte Hasen im Markt, wie eine BASF, befinden sich in einem starken Transformationsprozess. Durch den Angriffskrieg Russlands in der Ukraine steht die Energieversorgung durch Gas auf der Kippe. Doch Global Player wie die Ludwigshafener haben schon einen Plan B, zur Freude der Aktionäre. Ganz anders bei der Uniper AG: Die große Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen und die teuren Weltmarktverträge, die das Unternehmen abschließen musste, brachten Deutschlands größten Gasversorger in den vergangenen Wochen an den Rand der Pleite. 15 Mrd. EUR setzt die Bundesregierung zum Erhalt des Unternehmens ein. Auf Kosten der Steuerzahler. Wo es sich jetzt wirklich lohnt, zu investieren, zeigt Erin Ventures mit dem Element Bor.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Juliane Zielonka
ISIN: ERIN VENTURES INC | CA29570H2000 , UNIPER SE NA O.N. | DE000UNSE018 , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111

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Inhaltsverzeichnis:


    Tim Daniels, CEO, Erin Ventures
    "[...] Bor ist eines der vielseitigsten Elemente auf der ganzen Welt! Jeder, der diesen Text liest, nutzt regelmäßig hunderte Produkte, die von Bor abhängen. [...]" Tim Daniels, CEO, Erin Ventures

    Zum Interview

     

    Erin Ventures - mit Bor auf der Erfolgswelle

    Bor ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol B und der Ordnungszahl 5. Das dreiwertige, seltene Halbmetall kommt in abbauwürdigen Lagerstätten vor und wird dort angereichert. Borverbindungen finden einen großen Einsatz in Industrien, denen in den kommenden Jahren die Zukunft gehört. So wird elementares Bor verwendet für Steuerstäbe in Nuklear-Reaktoren, in Strahlenschutzbekleidung und im Einsatz zum Strahlenschutz an Wänden. In der Rüstungsindustrie findet es Verwendung in Panzerungen und kugelsicheren Westen. Auch in der Automobilindustrie kommt Bor zum Einsatz für Brems- und Kupplungsbeläge. Und in der Landwirtschaft ist Bor ein wichtiger Bestandteil für Pflanzenschutzmittel.

    Diese industrielle Vielfalt bestärkt das kanadische Unternehmen Erin Ventures, das sich als Junior Explorer auf Bor spezialisiert hat. Der Bor-Markt wird auf 4 Mrd. USD pro Jahr geschätzt, denn Bor ist selten und kommt weltweit nur in sieben Ländern vor. Mitten in Serbien arbeitet sich das Unternehmen in die dortigen Bor-Einlagerungen. Die Borlagerstätte mit dem Namen “Piskanja” gehört zu 100% Erin Ventures, mit einer gemessenen Mineralressource von 1,39 Mio. t (ca. 35,59% B2O3), einer angezeigten Mineralressource von 5,48 Mio. t (ca. 34,05% B2O3) und einer abgeleiteten Mineralressource von 284,7 t (ca. 39,59% B2O3).

    Für die geplante Produktion rechnet Erin Ventures mit mindestes 200.000 t/Jahr. Damit besitzen sie eine Marktdurchdringung von knapp unter 5%. Absatzschwerpunkte sind der europäische und der asiatische Markt, die über 50% der weltweiten Nachfrage ausmachen.

    Uniper - am Ende zahlt der Steuerzahler für den angeschlagenen Konzern

    Uniper steht seit dem 16. Juni unter Druck, da der russische Konzern Gazprom nur noch 40% der vertraglich zugesicherten Gasmengen liefert. Seit ein paar Tagen sind es nur noch 20%. Um die Kunden weiterhin mit den versprochenen Mengen beliefern zu können, muss Uniper Ersatz am Markt beschaffen - diese sind jedoch aufgrund der aktuellen Lage sehr teuer. Nun springt also die Bundesregierung ein und sichert dem angeschlagenen Unternehmen finanzielle Unterstützung. Bundeskanzler Scholz sichert dem Gaslieferanten 15 Mrd. EUR Unterstützung zu. Doch sollten Investoren eins nicht vergessen: der Preis für das teure Gas wird direkt an die Konsumenten weitergegeben. Damit zahlt am Ende der deutsche Steuerzahler die PR-mäßig hoch aufgehängte Rettungsaktion.

    Machen wir uns nichts vor: Die Abhängigkeit vom russischen Gas gefährdet den Wirtschaftsstandort Deutschland immens. Wer genau hinschaut, sieht ebenfalls Europa in der Klemme. Darum ist eine Umschichtung der Investitionen auf außereuropäische Werte oder Rohstoffe am Beginn der Produktionskette durchaus sinnvoll, in diesen Krisen geschüttelten Zeiten. Zu Recht rutscht die Uniper Aktie diese Woche in den Keller.

    BASF - China-Geschäft wird Erfolgsfaktor

    BASF ist Weltmarktführer für borhaltige Pflanzenschutzmittel. Diese Pflanzenschutzmittel bieten Mikronährstoffe, die von Pflanzen in kleinen Mengen verwendet werden. Zu den Mikronährstoffen gehören Zink, Bor, Kupfer, Mangan und Eisen. Der Verbrauch von Mikronährstoffen in der Landwirtschaft steigt rasant, da der Mikronährstoffmangel im Boden zunimmt und gleichzeitig der Bedarf an Nahrungsmitteln zur Deckung des Bedarfs der wachsenden Bevölkerung steigt.

    Der globale Markt für landwirtschaftliche Mikronährstoffe wird von 5.8 Mio. USD im Jahr 2018 auf 11 Mio. USD im Jahr 2030 ansteigen, bei einer CAGR von 7,12% im gesamten Prognosezeitraum, d.h. 2019-30. Die EU-Kommission hingegen möchte mehr Renaturierung und präsentiert Gesetzesentwurf zur Pflanzenschutzmittelreduktion um 50%.

    BASF setzt daher stark auf Expansion in China, um weiter auf Erfolgskurs zu bleiben. Die BASF AG ist mit ihren Zahlen für das erste Halbjahr gut gelaufen. Umsatz und Gewinn sind im Vergleich zum Vorjahr um 17% beziehungsweise 11% gestiegen. Aufgrund dieser positiven Entwicklung hat der Konzern seine Jahresziele für 2022 erhöht. Statt bisher 74 bis 77 Mrd. EUR sollen nun zwischen 86 und 89 Mrd. EUR umgesetzt werden. Auch die Gewinnprognose (EBIT) wurde auf 6,8 bis 7,2 Mrd. EUR angehoben.


    Sobald eine Regierung Rettungspakete schnürt, zahlt der Steuerzahler drauf. Uniper wird die Preise an die Verbraucher weitergeben, um sein Überleben zu sichern. Durch die Drosselung der Gazprom-Lieferungen an Gas auf 20 statt 40% muss es anderweitig an die begehrte Energie bekommen - zu den entsprechenden Marktkursen. Da ist ein Unternehmen, wie der Junior Explorer Erin Ventures, schon besser aufgestellt. Weltweit gibt es nur in sieben Ländern Bor-Vorkommen, und das kanadische Unternehmen hat sich in Serbien ein großes Areal zur Produktion gesichert. Bor ist ein begehrtes Element, ob für den Einsatz im Bau alternativer Energien wie Kernkraftwerke oder in der Landwirtschaft zum Pflanzenschutz. Zahlreiche Industrien benötigen Bor, um ihre Produkte zum Laufen zu bringen. Auch die BASF AG ist ein potenzieller Bor-Abnehmer. Mit ihrer Agrar-Sparte sind sie Produzent von Pflanzenschutzmitteln. Dank ihrer globalen Standorte kann der Konzern seinen Investoren ein Wachstum durch das Geschäft in China verkünden.


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    Der Autor

    Juliane Zielonka

    Die gebürtige Bielefelderin studierte Germanistik, Anglistik und Psychologie. Das aufkommende Internet in den frühen 90ern führte sie von der Uni zu Ausbildungen in Grafik-Design und Marketingkommunikation. Nach Jahren der Agenturarbeit im Corporate Branding wechselte sie ins Publishing und lernte ihr redaktionelles Handwerk bei der Hubert Burda Media.

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