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13.09.2021 | 04:34

Gazprom, Barsele Minerals, Agnico Eagle, Nordex – Die Energien der Zukunft!

  • Energie
  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Der Wahlsonntag in Deutschland rückt näher. Egal wer Ende September das Rennen machen wird, die Ziele in der Klimapolitik sind von jeder Partei auf die Agenda genommen worden. Zukünftig kann an diesem Thema nicht vorbei regiert werden, denn vor allem die jungen Wähler bangen zurecht um die Lebensbedingungen für die nächsten Generationen. Entscheidend werden die Weichenstellungen in der Energiepolitik sein…

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: GAZPROM ADR SP./2 RL 5L 5 | US3682872078 , BARSELE MINERALS | CA0688921083 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , AGNICO EAGLE MINES LTD. | CA0084741085

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Inhaltsverzeichnis:


    Gazprom – Mit Nordstream 2 mitten nach Europa

    Wer an saubere Energie denkt, landet natürlich bei der Frage, ob fossile Energieerzeugung noch auf der Höhe der Zeit ist? Aktuell besteht der weltweite Energie-Mix noch zu über 50% aus fossilen Brennstoffen, denn in vielen Regionen der Erde gibt es weder ausreichend Wasser, Licht oder Wind. Gerade die abgelegenen, dezentralen Regionen sind oft nicht an öffentliche Netze angeschlossen. Hier kommt man um den direkten Energieeinsatz wie z.B. für Wärmen und Kochen nicht um den Einsatz von Gas herum. Auch in Europa gibt es Länder, die heute noch eine hohe Abhängigkeit zu Gas haben. Abgesehen von den Niederlanden, ist in der EU der Gasanteil beim Heizen vor allem in Großbritannien, Slowakei, Italien und Deutschland mit Anteilen von 45 bis 74% sehr hoch.

    Der größte Gasproduzent mit einem Weltmarktanteil von knapp 20% ist die russische Gazprom. Sie gehört aktuell zu den heißesten Titeln auf dem Kurszettel, denn es gibt eine Serie von guten Nachrichten. So konnte die Pipeline Nord Stream 2 mit einer Verspätung von mittlerweile eineinhalb Jahren fertiggestellt werden. Ursprünglich hieß es, das Projekt soll bis Ende des laufenden Jahres in Betrieb genommen werden. Nun gibt es aber Gerüchte, dass bereits im kommenden Monat Flüssiggas durch die Pipeline fließen soll. Der Zeitpunkt der tatsächlichen Einspeisung in das europäische Gasnetz wird aber noch von einer Entscheidung der deutschen Regulierungsbehörde abhängen.

    Kürzlich meldete Gazprom sehr gute Quartalszahlen und der Kurs konnte seinen Widerstand bei 7,40 EUR überwinden.
    Charttechnisch wäre der Weg nun Richtung 10 EUR geebnet. Fällt auch dieser Bereich, sind die alten Kursmarken aus dem Jahr 2008 bei rund 20 EUR kein Ding der Unmöglichkeit mehr. Gazprom gehört trotz fossiler Ausrichtung in ein ausgewogenes Energiedepot.

    Barsele Minerals – Eine Verlängerung mit Agnico-Eagle in Schweden

    Schweden ist bekannt für sein Engagement in klimafreundlichen Zukunftstechnologien. Bereits im März 2009 stellte die Regierung ihre ambitionierten Klimaziele für 2020 vor. Demnach wollte das Land bis 2020 komplett von fossilen Energieträgern unabhängig sein und seinen CO2-Ausstoß gegenüber dem Vergleichsjahr 1990 um 40% senken. Die Ziele wurden leider verfehlt, denn derzeit hat die Kohle im schwedischen Energiemix einen Anteil von immer noch rund 5%. Von einer „grünen Energielandschaft“ kann in Schweden noch nicht die Rede sein, denn 30% des Energieverbrauchs wird durch Öl bestritten und die Atomkraft deckt immerhin noch ca. 43% des Strombedarfs.

    Gegenüber der Bergbau-Industrie zeigt sich das skandinavische Land seit Jahren als freundliche Jurisdiktion. Diese ermöglicht auch kleineren Rohstoffunternehmen, wie der kanadischen Barsele Minerals, entsprechende Explorationsprojekte voranzutreiben. Das aktuelle Projekt des Unternehmens befindet sich in der Bergbauregion Västerbottens Län in Nordschweden, 600 km nördlich von Stockholm und umfasst 33.500 Hektar Fläche im Fennoskandischen Schild. Die interessante Zone befindet sich am westlichen Ende des proterozoischen "Skellefte-Trends", einem produktiven Gürtel mit vulkanogenen Massivsulfid-Lagerstätten, der sich mit der "Gold-Linie" in Nordschweden überschneidet. Sowohl polymetallische Lagerstätten als auch intrusiv beherbergte Goldabschnitte sind in dieser Region vorhanden.

    Zusammen mit dem Bergbau-Riesen Agnico-Eagle arbeitet man derzeit am Barsele-Goldprojekt. So will das Unternehmen in den nächsten 18 Monaten mindestens 30.000 Bohrmeter hinter sich bringen, um die bestehende Ressource zu erweitern. Geht man nach den Aussagen des Managements von Barsele Minerals, hat das Projekt ein Potenzial von über 5 Mio. Unzen Gold. Zusätzlich stößt man in der Lagerstätte auf förderfähige Metalle wie Silber, Blei, Zink oder Nickel. Aktuell liegen die Anteile zu 45% bei Barsele Minerals und zu 55% bei Agnico-Eagle. Nach einer vorliegenden Absichtserklärung soll die Lagerstätte nun bis zum 31. Oktober 2021 zu 100% an Barsele Minerals übergehen. Der Deal umfasst ein Volumen von 45 Mio. USD. Nach der Transaktion wird Agnico rund 14,9% plus 6 Mio. Warrants an Barsele halten, eine zusätzliche Fremdfinanzierung des Bohrprogramms ist geplant.

    Barsele wird von der Belcarra Group geführt. Das Management ist überzeugt vom ökonomischen Potenzial des Projekts und plant alle Schritte bis zur vorläufigen Machbarkeitsstufe. Der Börsenwert von rund 77 Mio. CAD spiegelt diese Erwartung wider. Wegen der Größe wird auch ein Weiterverkauf an einen größeren Produzenten nicht ausgeschlossen. Das Projekt dürfte mit den anstehenden Bohrungen noch einige Schlagzeilen machen.

    Nordex – Neue Aufträge, aber sinkender Kurs

    Der Kurs des Windkraftanlagenbauers Nordex nähert sich immer stärker dem Niveau der jüngsten Kapitalerhöhung bei 13,70 EUR, als ganze 585 Mio. EUR eingeworben wurden. Seit dieser Maßnahme ist der Kurs nicht mehr nach oben zu bewegen und konsolidiert zwischen 15 und 17 EUR.

    Vielleicht helfen einige vielversprechende Meldungen der letzten Tage, denn die Nordex Group kann einen erfolgreichen Auftragseingang für den deutschen Markt verbuchen. Insgesamt zwölf neue Projekte wurden im Juli und August 2021 mit zusammen über 123 MW in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen eingesammelt. Die Errichtung und Inbetriebnahme der Turbinen ist für 2022 geplant.

    Ein operativer Sprung wäre jetzt durchaus nötig, denn auch die Halbjahreszahlen konnten bislang nicht überzeugen. Die Mehrheit der Analysten sehen das Jahr 2021 als Konsolidierungsjahr mit wenig Nettogewinn, in 2022 sollen über 5 Mrd. EUR umgesetzt werden mit einer EBIT-Marge von 4 bis 5%. Sollte die charttechnische Linie bei 15 EUR fallen, stünden allerdings Kursziele von 12 EUR im Raum. Wir würden daher vor einem Neueinstieg in die angeschlagene Aktie definitiv auf herausragende Meldungen oder einen Ausbruch über 17,50 EUR warten.


    In der Energiewirtschaft gibt es viele ambitionierte Ziele. Vieles scheitert an der ökonomischen Machbarkeit oder der Verfügbarkeit an Ressourcen. Hierüber kann Gazprom mit den weltweit größten Gasreserven in Russland nur lächeln. Auch Barsele Minerals sitzt auf einem aussichtsreichen Projekt in Schweden. Dessen Realisierung dürfte in den nächsten Monaten für Schlagzeilen sorgen.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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