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18.06.2026 | 04:15

Gold und kritische Metalle im Kaufmodus: Mit Barrick, BYD, Volkswagen und North Arrow Minerals auf der Überholspur!

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Bildquelle: Pixabay

In Sachen Kritischer Metalle und Gold ist Afrika unter Investoren ein gefragter Kontinent. Gerade Westafrika hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu einer der bedeutendsten Goldregionen der Welt entwickelt, wobei insbesondere Barrick Mining mit seinen Minen in Mali maßgeblich zur Erschließung des enormen geologischen Potenzials beigetragen hat. Lagerstätten wie Loulo-Gounkoto zählen heute zu den produktivsten Goldminen des Konzerns und zeigen eindrucksvoll, welche Wertschöpfung entstehen kann, wenn aussichtsreiche Grünsteingürtel systematisch erkundet und entwickelt werden. Die Erfolgsgeschichte von Barrick verdeutlicht zugleich, dass viele der großen Goldentdeckungen der Gegenwart nicht mehr in klassischen Bergbauregionen, sondern in wenig explorierten Gegenden entstehen. Dieser Gedanke rückt das südafrikanische Botswana in den Fokus weltweiter Metallstrategen. Das politisch stabile Land verfügt nicht nur über bedeutende Vorkommen kritischer Metalle wie Kupfer, Nickel und seltene Batterierohstoffe, sondern beherbergt auch geologische Strukturen, die mit den produktiven Goldgürteln Westafrikas vergleichbar sind. Investoren horchen auf.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: NORTH ARROW MINERALS | CA6572805092 | TSXV: NAR , BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080 | NYSE: B , TSX: ABX , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039 , VOLKSWAGEN AG ST O.N. | DE0007664005 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296

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Inhaltsverzeichnis:


    North Arrow Minerals – Unerforschtes Gold in Botswana auf dem Tablett

    Makroökonomisch und politisch zählt Botswana seit Jahren zu den bemerkenswertesten Erfolgsgeschichten Afrikas. Das südafrikanische Land überzeugt durch politische Stabilität, Rechtssicherheit und eine vergleichsweise transparente Verwaltung. Denn während viele afrikanische Staaten weiterhin mit regulatorischen Unsicherheiten kämpfen, genießt Botswana in der Bergbauindustrie einen exzellenten Ruf und rangierte zuletzt sogar unter den weltweit attraktivsten Bergbauregionen. Besonders der Kraaipan Greenstone Belt gilt als eine der letzten großflächig unterexplorierten Goldregionen im südlichen Afrika, deren Potenzial bislang durch die Kalahari-Sanddecke verborgen blieb. Moderne Explorationsmethoden ermöglichen es inzwischen jedoch, auch unter dieser natürlichen Abdeckung vielversprechende Ziele zu identifizieren und systematisch zu testen. Damit könnte Botswana in den kommenden Jahren sowohl für die Versorgung mit kritischen Metallen als auch für neue Goldentdeckungen eine deutlich wichtigere Rolle einnehmen und sich zu einem der spannendsten Rohstoffstandorte Afrikas entwickeln.

    Kanadische Rohstoffexplorer gelten als dynamische Goldsucher, so auch North Arrow Minerals. Das Unternehmen sieht sich als technologiegetriebener Explorer mit Fokus auf die Entdeckung neuer Goldvorkommen im Kraaipan Greenstone Belt Botswanas, einem rund drei Milliarden Jahre alten geologischen System an der Grenze zu Südafrika. Das Unternehmen konzentriert sich heute nahezu vollständig auf sein Kraaipan-Projekt, nachdem frühere Aktivitäten im Diamanten- und Lithiumbereich in den Hintergrund gerückt sind. Mit einer Projektfläche von 724 Quadratkilometern kontrolliert North Arrow praktisch die gesamte nördliche Fortsetzung des Kraaipan-Gürtels, der auf südafrikanischer Seite bereits die seit Jahrzehnten produzierende Kalgold-Mine beherbergt. Interessant ist dabei, dass mehr als 80 % des botswanischen Projektgebiets von Kalahari-Sanden überdeckt werden und deshalb historisch nur begrenzt erkundet wurden. Das Management sieht hier die Chance, bislang übersehene Goldsysteme mit modernen geophysikalischen Verfahren, Drohnenmagnetik und kosteneffizienten RC-Bohrungen aufzuspüren. Die jüngsten Bohrergebnisse liefern erste Hinweise darauf, dass dieser Ansatz Früchte tragen könnte: Auf dem Zielgebiet Target A wurde Goldmineralisierung über einen rund 700 Meter langen Trend bestätigt, wobei mehrere Abschnitte Gehalte von bis zu 1,99 g/t Gold über sieben Meter sowie 1,23 g/t Gold über neun Meter lieferten. Insgesamt lieferten zwölf von zwanzig Bohrungen wirtschaftlich relevante Goldanomalien, was die Existenz eines großflächigen mineralisierten Systems unterstreicht.

    Für Investoren bietet sich ein großes Landpaket mit niedrigen Explorationskosten. Mit einer gut finanzierten Wachstumsstrategie besteht die Möglichkeit, sich bis zu 80 % am Projekt zu sichern. Das ist im aktuellen Umfeld äußerst spannend. Sollte es North Arrow gelingen, die bislang identifizierten Goldzonen in zusammenhängende und größere mineralisierte Strukturen zu überführen, könnte sich der heute noch wenig beachtete Explorer zu einer der interessantesten Discovery-Storys im afrikanischen Goldsektor entwickeln. Das alles gibt es zu einer noch niedrigen Marktkapitalisierung von rund 11 Mio. CAD. Zugreifen!

    BYD – Der Aufstieg zum europäischen Technologieführer

    China tritt auf dem afrikanischen Kontinent seit Jahrzehnten als Investor in Erscheinung. Hier werden Infrastrukturleistungen erbracht, dafür gewähren die Regierungen Zugang zu kritischen Metallen, welche besonders im Bereich HighTech, Energie-Infrastruktur und E-Mobilität reißenden Absatz finden. Einer der expansivsten Konzerne der asiatischen Hemisphäre ist Build your Dreams (BYD). Der Fahrzeughersteller drängt mit Vehemenz auf den EU-Markt, in 2025 überschritt der Marktanteil bereits die 1,5 %-Marke. Dass man es in China ernst meint, zeigt der neuerliche Angriff in der Oberklasse. Unter der Marke Denza wird nun ein Sportwagen mit dem Namen „Shooting Brake Z9GT“ zu einem sechsstelligen Preis angeboten. Bis zum Ende des Jahres sollen sieben weitere Modelle auf den deutschen Markt kommen, darunter der Edel-Van D9. BYD setzt auf technische Innovation und Ausstattung, was hierzulande vor allem auf die treue Premium-Kundschaft von Mercedes, BMW, Porsche und Audi abzielt.

    Mit seinen neuen „Flash“-Loadern setzt BYD ebenfalls Zeichen. Eine Batterie-Ladung von 10 % auf 97 % dauert nur 9 Minuten. Auf eine solche Akku-Technologie haben Europäer lang gewartet. Intelligent wurden die Fahrzeuge speziell an europäische Fahrgewohnheiten und Designerfordernisse angepasst. Bis Mai 2026 sind in Deutschland bereits 20.000 BYD-Fahrzeuge zugelassen worden, der Marktanteil liegt bei Neufahrzeugen nun zwischen 2 und 3 %. Der Clou: Mit einer Produktionsstätte in Ungarn fallen die von der EU verhängten Importzölle unter den Tisch. Die Aktie von BYD konsolidiert nun schon seit Mitte 2025, dort gab es noch Höchstkurse um 17 EUR. Bei Kursen um 9,10 EUR berechnen Analysten auf Basis der für 2026 erwarteten Gewinne ein KGV von moderaten 11,2. Immerhin wächst der Konzernumsatz stetig um 7 bis 10 % im Jahr, damit ist BYD so günstig wie seit Jahren nicht.

    VW – Keine guten Töne aus der Management-Ebene

    Der Druck in Europa ist groß, das zeigen offenbar auch aktuelle Aussagen aus der Top-Ebene von VW. Laut einer Umfrage des Manager Magazins halten einige Volkswagen-Manager den Wolfburger Konzern für existenzgefährdet. „Kritisch“ so lautet das Gesamturteil der Führungsebene. Dass ausländische Hersteller wie BYD mit hohem Druck auf die Hauptabsatzmärkte von VW eindringen ist keine neue Information, dass es dem zweitgrößten Fahrzeughersteller der Welt aber scheinbar nicht gelingt, Paroli zu bieten, ist erschütternd. Hinsichtlich der künftigen Ausrichtung herrscht unter den Führungskräften dem Bericht zufolge, hohe Einigkeit über eine grundlegende Neuausrichtung. Das beinhaltet auch einen radikalen Strategiewechsel in Europa, China und Nordamerika.

    In der EU wütet ein Preiskampf, in China herrscht schwache Nachfrage und hoher Wettbewerbsdruck, in Nordamerika sind es die Importzölle der Trump-Administration. Belastend sind neben den hohen Standortkosten in Deutschland weiterhin komplexe Konzernstrukturen, andauernde Restrukturierungskosten sowie hohe Software- und Batterieinvestitionen. Im Verkauf sinken die Margen, in der internen Produktivität hinkt man der Konkurrenz hinterher. Das Problem: Alles kommt gleichzeitig auf den Tisch! Andauernde geopolitische Risiken, Kostensenkungsdruck und hohe Rohstoff- bzw. Energiepreise. In dieser Gemengelage muss VW wahrscheinlich auch die Stellschrauben Werke und Personal weiter überdenken, um die Wettbewerbsfähigkeit mittelfristig wieder herzustellen. Kein leichtes Unterfangen! Nach einer zwischenzeitlichen Erholung bis knapp über 100 EUR im Januar, befindet sich der Kurs trotz KGV 2026e von 4,5 mit 87,50 EUR nur knapp über seinem 5-Jahres-Tief. Weiterhin abwarten!

    Unter den Goldwerten ist Barrick Mining sehr gut gelaufen, aber auch North Arrow Minerals kann mit über 20 % Zuwachs brillieren. Während VW beständig an der Null-Linie kratzt, sind die Verluste bei BYD mittlerweile spürbar. Quelle: LSEG vom 17.06.2025

    Während BYD und VW derzeit aus unterschiedlichen Gründen keine Kursperformance zeigen können, geht es bei den Goldtiteln Barrick Mining und North Arrow Minerals munter zur Sache. Ein ausgewogener Mix aus mehreren Sektoren, Währungsräumen und Jurisdiktionen senkt das Portfoliorisiko deutlich.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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