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22.10.2025 | 04:15

Gold und Silber – Neue Rekordmarken und Korrektur! Jetzt auf Barrick, Agnico Eagle, Desert Gold und First Majestic achten!

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Bildquelle: pixabay.com

Die Silbernotierung eroberte Anfang der Woche erstmals die Marke von 53 USD und Gold versucht sich an der 4.300 USD-Marke. Edelmetall-Fans haben diese Moves lang erwartet, Händler an den Terminbörsen offensichtlich nicht. Die explodierenden Preise werden neben der extremen physischen Knappheit daher auch auf heftige Eindeckungskäufe (Short Squeeze) zurückgeführt. Der physische Silbermarkt steht unter großem Druck, da die Verfügbarkeit von realem Metall zur Absicherung der zahlreichen Termingeschäfte stark eingeschränkt ist. Dieses Ungleichgewicht sorgt für eratische Marktreaktionen und treibt den Spotpreis in eine fast exponentielle Ausverkaufsbewegung. Die aktuelle Rally in den Edelmetallen hängt mit geopolitischer Unsicherheit, industriellen Nachfragefaktoren und der Suche nach sicheren Wertanlagen zusammen. In Zeiten überbordender Staatsverschuldungen belastet nun auch noch die Schwäche des US-Dollars. Wo sollten Investoren jetzt hellhörig werden?

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080 , AGNICO EAGLE MINES LTD. | CA0084741085 , FIRST MAJESTIC SILVER | CA32076V1031

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Inhaltsverzeichnis:


    Barrick Mining und Agnico-Eagle – Unterschiedliche Perspektiven

    West-Afrika steht vor neuer Dynamik! Denn nach Monaten des Stillstands kehrt Bewegung in Barricks Schlüsselprojekt in Mali zurück. Der Goldriese vermeldet deutliche Fortschritte bei der Wiederaufnahme seiner Untertagemine Loulo, die nach vier Monaten unter gerichtlicher Aufsicht ab Mitte Oktober schrittweise wieder den regulären Betrieb aufnehmen soll. Bisher waren die Arbeiten auf bereits abgetragenes Erz begrenzt, nun werden erstmals wieder Explosivmittel erlaubt, um neue Vererzungen abzutragen. Hintergrund der Verzögerung waren teils haltlose Forderungen im Zusammenhang mit dem neuen malischen Bergbaugesetz, welches höhere Steuern und eine stärkere staatliche Beteiligung vorsieht. Barrick hält 80 % an der Loulo-Gounkoto-Mine und zählt damit zu den wichtigsten internationalen Partnern des Landes, eigentlich hätte das Unternehmen mehr Achtung verdient. Mit dem Neustart der Produktion dürfte der Ausstoß in den kommenden Wochen deutlich zulegen, auch wenn der Tagebau erst nach Begleichung offener Forderungen wieder anlaufen wird. Barrick Mining ist dank diversifizierter Minenstandorte weltweit gut aufgestellt und profitiert von den gestiegenen Goldpreisen. Die Aktie notiert aktuell bei 27,5 EUR, ein Plus von über 45 % seit Jahresbeginn, aber mit gestriger Korrektur nur noch mit KGV von 12,7. Neuigkeiten gibt es am 10. November, dann dürfte auch der Ausblick konkretisiert werden. Spannend wird es ab 2027, denn dann geht einer der größten neuen Gold-Kupfer-Minen „Reko Diq“ in Pakistan an den Start.

    Im Gegensatz zu Barrick ist Agnico-Eagle Mines sehr fokussiert auf die Goldförderung mit einem Schwerpunkt auf stabile, gut erschlossene Regionen wie Kanada, Finnland und Mexiko. Agnico-Eagle besitzt tendenziell kleinere, aber hochgradige Minen, die auf Nachhaltigkeit und Lebensdauer ausgelegt sind. Das Unternehmen hat sich einen Ruf für konservatives Management und eine starke Bilanz erarbeitet, mit einem Fokus auf eine langfristige Wertschaffung für die Aktionäre durch kontrollierte Expansion und finanzielle Stabilität. Das Management setzt mehr auf technologische Innovationen und umweltfreundliche Bergbauverfahren, um Effizienz und Nachhaltigkeit zu steigern. Agnico-Eagle produzierte in Q2 mit knapp 874.000 Unzen Gold zwar deutlich weniger als Barrick, überzeugt aber mit niedrigen Kosten von 903 USD pro Unze (AISC) und einer starken Margenentwicklung. Mit über 3 % Dividendenrendite und einem Netto-Cashbestand von über 1,1 Mrd. USD weist Agnico eine solide Bilanz und nachhaltiges Wachstum auf. Am 29. Oktober berichtet Agnico über das dritte Quartal. Langfristig sind beide Titel als Basis in einem diversifizierten Rohstoff-Depot gut aufgehoben.

    Desert Gold – Entspannung in Mali, vorwärts in der Elfenbeinküste

    Desert Gold Ventures hat Liegenschaften in Mali und profitiert dort von der neuen Verhandlungsbereitschaft der Militärregierung. Das SMSZ-Goldprojekt hat in den letzten Wochen einen bedeutenden Entwicklungsschritt erreicht. Denn die erste Wirtschaftlichkeitsanalyse deutet auf einen effizienten Tagebau hin, der ab 2026 jährlich rund 5.500 Unzen Gold fördern könnte. Basierend auf konservativen Annahmen werden Brutto-Cashflows von über 5 Mio. USD erwartet. Bei einem Goldpreis von 2.500 USD pro Unze ergibt sich laut Studie ein Nettobarwert von etwa 24 Mio. USD und eine interne Rendite von 34 %. Sollte sich in der Kalkulation ein Goldpreis von über 3.600 USD widerspiegeln, wäre sogar ein Wert von über 54 Mio. USD und eine Rendite jenseits von 65 % möglich. Die modulare Struktur des Projekts mit einer mobilen Aufbereitungsanlage erlaubt eine flexible Nutzung zwischen den beiden fokussierten Lagerstätten Barani und Gourbassi. Aktuell laufen die Gespräche zur Projektfinanzierung mit internationalen Investoren auf Hochtouren. Zudem hat Desert Gold seine Aktivitäten in Westafrika durch die Übernahme des Tiegba-Projekts in der Elfenbeinküste deutlich erweitert. Dieses 297 Quadratkilometer große Areal liegt in einem produktiven Goldgürtel mit Nachbarschaft zu großen Produzenten wie Barrick und Endeavour Mining. Erste Oberflächenproben mit bis zu 900 ppb Gold über mehrere Kilometer Länge deuten auf ein vielversprechendes Explorationspotenzial hin.

    CEO Jared Scharf betont, dass das Unternehmen großes Vertrauen in das Entdeckungspotenzial des Projekts hat. Die Tiegba-Liegenschaft liegt in einem Gebiet mit günstigen geologischen Strukturen, die Ähnlichkeiten zum bekannten Bonikro-Agbaou-Minenkomplex aufweisen. Nach Abschluss der ersten Explorationsphase soll ein Bohrprogramm mit Reverse-Circulation-Bohrungen folgen, um die vielversprechendsten Zonen in der Tiefe zu prüfen. Bei Erfolg könnte Desert Gold den Übergang vom Explorer zu einem produzierenden Unternehmen in Westafrika recht schnell umsetzen. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 20 Mio. CAD bietet die Aktie aus Sicht vieler Analysten erhebliches Aufwärtspotenzial. Die aktuelle Korrektur im Gold-Silber-Sektor könnte mit Kursen um 0,07 CAD Traum-Einstiegskurse in die aussichtsreichen Westafrika-Projekte liefern!

    Ein Update gibt es ganz frisch von GBC-Analysten Matthias Greiffenberger im Interview mit Lyndsay Malchuk: https://youtu.be/d_4b3IGKwf0

    First Majestic – Mit Plus 100 % an der Spitze

    Zuerst ist sie gebrochen, die 50 USD-Silber-Marke, bekannt aus der großen Hunt-Marktmanipulation der 1980er Jahre, gestern wurde sie mit 47,80 USD wieder deutlich unterschritten. Die Notierungen schnellten zuletzt in die Höhe, da Angebot und Nachfrage immer weiter auseinanderklaffen. Industriekunden, Privatanleger und ETFs buhlen um ein Metall, dessen physische Verfügbarkeit weltweit schrumpft. Wer vom anziehenden Silberpreis profitieren möchte, kommt an profitablen Produzenten kaum vorbei. First Majestic Silver hat mit der Übernahme von Gatos Silver im Januar 2025 einen strategisch wichtigen Expansionsschritt vollzogen und sich 70 % am margenstarken Cerro-Los-Gatos-Komplex gesichert. Damit erweitert der Konzern seine ohnehin robuste Produktionsbasis, die weiterhin von San Dimas, Santa Elena und La Encantada in Mexiko getragen wird.
    Für 2025 rechnet First Majestic mit einer Produktion zwischen 14,8 und 15,8 Mio. OZ Silber, womit ein weiteres Rekordjahr in Reichweite liegt. In Q2 2025 verzeichnete das Unternehmen bereits einen Produktionsanstieg von 48 % auf 7,9 Mio. OZ Silberäquivalent. Der Fokus liegt jetzt auf der Optimierung der Minenausbeute und Senkung der Kosten, die Spanne für den nachhaltigen Schürfpreis soll dank Produktivitätsgewinnen weiter sinken. Rund 170 Mio. USD fließen in diesem Jahr in Exploration, Anlagenmodernisierung und Entwicklung, um das Wachstum nachhaltig abzusichern. Die Aktie hat in den letzten 12 Monaten zwar schon über 100 % zugelegt, die Fundamentaldaten rechtfertigen aber weitere Positionierungen. Die Kurserwartung auf 12 Monate auf der Plattform LSEG liegt bei 21,11 CAD, zuletzt korrigierte das Papier auf 17,85 CAD. Chancenreich für Silber-Long-Anleger!

    Im 3-Monatschart liegen die Aktien des Silbergiganten First Majestic klar an der Spitze. Sehr gut entwickeln konnten sich auch Agnico-Eagle und Barrick Mining. Mit der Besserung in Mali und den neuen Perspektiven in der Elfenbeinküste sollte Desert Gold bald einen richtigen Schub machen. Quelle: LSEG vom 21.10.2025

    Wegen anhaltender Volatilität und geopolitischer Spannungen zeigen die Finanzmärkte ein wachsendes Interesse an Werten aus dem Rohstoff- und Edelmetallsektor. Große Produzenten wie Barrick Gold und Agnico Eagle Mines profitieren von ihrer stabilen Produktionsbasis, starken Bilanzen und einem klaren Fokus auf Kosteneffizienz. Auch First Majestic Silver gewinnt aufgrund seiner hohen Hebelwirkung auf den Silberpreis und der erfolgreichen Optimierung seiner Förderstätten zunehmend an Attraktivität. Vor diesem Hintergrund rückt der kanadische Explorer Desert Gold Ventures ins Blickfeld. Trotz einer geringen Marktkapitalisierung von nur 20 Mio. CAD verfügt das Unternehmen über vielversprechende Goldvorkommen in Westafrika, die Börse hat das bis jetzt wenig honoriert. Das könnte sich sprunghaft ändern!


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Anleger konnten die starke Korrektur von Rüstungswerten in den vergangenen Monaten nervös machen. Analysten strichen ihre Kursziele deutlich zusammen. Das Sentiment drehte ins Negative, die Fakten haben jedoch Bestand. Die geopolitischen Spannungen rund um den Globus nehmen zu, die Verteidigungsausgaben steigen auf Rekordniveaus und ein Ende der weltweiten Aufrüstung ist nicht in Sicht. Deshalb bietet die momentane Korrektur ein attraktives Einstiegsniveau. Dies gilt insbesondere für die Aktie von Almonty Industries. Jüngst sammelte der Wolfram-Produzent 800 Mio. USD frisches Kapital über eine Wandelanleihe ein. Damit können Anleger die wertsteigernde Akquisition von Assets und Unternehmen erwarten.

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