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28.04.2022 | 06:09

Mercedes-Benz Aktie, Edison Lithium, K+S Aktie - starke Gewinne von Anfang an

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Bildquelle: pixabay.com

Die Mercedes-Benz AG punktet mit einer guten Rendite bei Cars und Vans im ersten Quartal dieses Jahres. Besonders Luxus und Elektro finden reißenden Absatz. Trotz Pandemie, Lieferschwierigkeiten und erloschenem Russlandgeschäft profitieren Aktionäre vom derzeitgen Kurs. Damit die Nachfrage nach Elektomobilität gedeckt werden kann, werden Areale mit Bodenschätzen wie Lithium udn Kobalt immer wertvoller. Diese Metalle werden in Batterien zum Elektromobilantrieb verbaut. Für Antrieb im Agrarbereich sorgt auch die Düngemittelfirma K+S. Mit ihrem Produkten erwirtschaften Landwirte fast doppelt soviel Ernteertrag. Damit wird jedoch ein empfindliches Gleichgewicht gestört, was das Bundesministerium für Forschung und Bildung auf den Plan ruft.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Juliane Zielonka
ISIN: MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000 , Edison Lithium Corp | CA28103Q1090 , K+S AG NA O.N. | DE000KSAG888

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Inhaltsverzeichnis:


    Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG
    "[...] Die Dominanz Chinas ist unter anderem ein Grund dafür, weswegen wir uns so stark auf dem Wolfram-Markt engagieren. Hier sind rund 85% der Produktion in chinesischer Hand. [...]" Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG

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    Mercedes-Benz Aktie - Gewinnanstieg im ersten Quartal

    Gute Aussichten für Mercedes-Benz (XETRA:MBG) Aktionäre. Das Unternehmen kann in Q1 eine bereinigte Umsatzrendite im Sektor Cars von 16,4% und bei den Vans von 12,6% verzeichnen. Dies ist zum einen auf die starken Preise zurückzuführen, die der Stuttgarter Autobauer durchgesetzt hat. Zum anderen auf die Mentalität der Schwaben, jenes sparsame und arbeitsame Volk, das sich mit „Schaffe, schaffe, Häusle baue“ eine bleibende Identität unter den Bevölkerungsgruppen Deutschlands erworben hat. Mercedes-Benz gibt an, explizit bei den Produktionskosten ein scharfes Auge zu haben.

    Dazu erläutert der Finanzvorstand Harald Wilhelm: „In diesem anspruchsvollen Umfeld sind Widerstandsfähigkeit und Preisdurchsetzung besonders wichtig. Unser verstärkter Fokus auf begehrenswerte Top-End- und Elektrofahrzeuge in Kombination mit anhaltender Kostendisziplin hat es uns ermöglicht, trotz heftigen Gegenwinds ein starkes Ergebnis zu erzielen. Auf dieser Basis setzen wir unsere Transformation erfolgreich fort, insbesondere den Ausbau des Luxussegments, den Hochlauf der Produktion unserer Elektrofahrzeuge sowie die Beschleunigung unseres Softwaregeschäfts.“

    Die Superreichen sind laut Forbes die Gewinner der Pandemie. So stieg die Zahl der Millionäre in weniger als einem Jahr von rund 2.000 auf mehr als 2.700. Ihr Nettovermögen kletterte um mehr als 60% und erreichte mehr als 4 Mrd EUR. Kein Wunder, dass Mercedes-Benz in der Luxusklasse satte Gewinne verbucht. Auch ist die Nachfrage von Elektrofahrzeugen nach wie ungebrochen.

    Edison Lithium - gewinnbringende Metalle im Portfolio

    Damit Autobauer dem Bedarf an Elektrofahrzeugen weiter nachkommen, braucht es Hochleistungsbatterien. In diesen werden zum großen Teil Lithium und Kobalt verbaut. Der Weltmarkt für das Alkalimetall Lithium wächst schnell. Die Jahresproduktion in den Hauptförderländern stieg zwischen 2008 und 2018 von 25.400 auf 85.000 Tonnen. Die wichtigsten Förderländer von Lithium sind derzeit Australien, Argentinien, Chile und China. Wer direkt von diesen wertvollen Metallen profitieren möchte, schaut auf Edison Lithium.

    Die Edison Lithium Corporation ist ein junges Bergbauexplorationsunternehmen mit Sitz in Kanada, das sich auf die Beschaffung, Exploration und Erschließung von Kobalt- und Lithium-Grundstücken konzentriert. Die Firma kauft Areale, in denen die Metalle vorkommen und die über ein hohes nachgewiesenes Potenzial verfügen. Edison erweitert zudem seinen Portfolio mit qualitativ hochwertigen Liegenschaften, um damit die Batterieindustrie mit den wichtigen Materialien zu versorgen.

    Der Vorteil für das junge Unternehmen liegt auf der Hand. Während Autobauer auf Bauteile warten, wie z.B. im Halbleitersegment, wird bei der Edison Lithium Corporation kontinuierlich weitergearbeitet. Vom laufenden Business profitieren die Aktionäre. Bei den jüngsten Bohrungen auf einem ihrer Areale in Argentinien zeigte sich ein hohes Vorkommen der begehrten Metalle.

    K+S Aktie - die Umwelt im Blick mit starkem Wachstumskurs

    In jeder Großindustrie wird Wasser eingesetzt. Sei es zur Kühlung von großen industriellen Maschinen oder im Minen- und Bergbau. Der börsennotierte Düngemittelhersteller K+S beteiligt sich an einem Gemeinschaftsprojekt, bei dem ein neues Verfahren erprobt werden soll, um salzhaltige Wässer aufzubereiten und gelöste Mineralien zurückzugewinnen. K+S produziert hauptsächlich Kali haltige Düngemittel für die Landwirtschaft. Ohne Mineraldünger wären die Getreideerträge bei den Bauern geringer, sodass Kali regelmäßig auf dem Feld zum Einsatz kommt. Doch wie jede Rohstoffproduktion ist auch Kalibergbau mit starken Eingriffen in die Natur verbunden. Am Beispiel salzhaltiger Wässer aus Rückstandshalden der Kali-Industrie soll untersucht werden, ob ein neues Verfahren gegenüber dem herkömmlichen im großtechnischen Maßstab Vorteile bei der Wasseraufbereitung bietet.Mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und weiteren Partnern macht sich K+S stark für die Umwelt. Bisher wurde in dem Zusammenhang am K+S-Werk Werra der Anfall von salzhaltigen Wässern seit dem Jahr 2000 bereits um 60% reduziert.

    In Anbetracht des Russland-Ukraine Konfliktes kommt es bereits zu Verschiebungen in der Getreideproduktion. Die Ukraine gilt als Kornkammer des Westens und insbesondere afrikanische Länder sind Hauptabnehmer der Ernte. Mit ihrem Ausfall wird eine robuste Landwirtschaft in anderen Ländern umso wichtiger. Denn Kalium steigert die natürliche Widerstandskraft der Pflanzen gegen Pilzerkrankungen, da der Nährstoff das Pflanzengewebe stärkt. Ähnlich wie Lithium bei Elektrobatterien ist Kali ein Mittel, um die Landwirtschaft auf Hochtouren zu bringen und das Maß der Ernte zu erhöhen.

    Die K+S AG ist Europas größter Anbieter von Kali zur Verwendung in Düngemitteln und nach dem Erwerb von Morton Salt der größte Salzproduzent der Welt. Das Unternehmen produziert und vertreibt auch andere Mineraldünger, z.B. aus Magnesium und Schwefel. Die Aktie notiert derzeit bei 30,35 EUR und erlebt seit dem russischen Angriffskrieg einen bullischen Höhenflug.


    Trotz Pandemie und rückläufigem Russlandgeschäft zeigt sich die Mercedes-Benz Group robust in ihren Umsatzgewinnen des ersten Quartals. Besonders im Luxussegment und bei den Elektroautomobilen kann der Stuttgarter Autobauer punkten. Wer direkt von Anfang an auf Metalle wie Lithium und Kobalt setzt, die in Elektroautobatterien verbaut werden, diversifiziert damit sein Portfolio und ist sprichwörtlich ganz vorne mit dabei am Anfang der Liefer- und Produktionsketten. Auch eine weitere Streuung im Bereich Düngemittel scheint von Vorteil angesichts der Verwerfungen auf den Weltmärkten durch die angespannte politische Lage in der Ukraine.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Juliane Zielonka

    Die gebürtige Bielefelderin studierte Germanistik, Anglistik und Psychologie. Das aufkommende Internet in den frühen 90ern führte sie von der Uni zu Ausbildungen in Grafik-Design und Marketingkommunikation. Nach Jahren der Agenturarbeit im Corporate Branding wechselte sie ins Publishing und lernte ihr redaktionelles Handwerk bei der Hubert Burda Media.

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    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Elektrofahrzeuge – Fahrzeuge, welche durch elektrische Energie angetrieben werden.
    3. XETRA – Das vollelektronische Wertpapierhandelssystem der Deutsche Börse AG trägt den Namen XETRA.

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    Tesla hat einen neuen Auslieferungsrekord gemeldet. Dies bestätigt die hohe Nachfrage nach E-Autos. Diese ist auch nötig, denn ohne den konsequenten Wechsel hin zur E-Mobilität wird die Energiewende kaum funktionieren. In Deutschland kommt noch die Reduzierung von Öl-Lieferungen aus Russland hinzu. Entsprechend hoch ist der Bedarf an Batterien und deren Komponenten – allen voran Lithium. So kennt der Preis je Tonne Lithiumcarbonat nur einen Weg: nach oben. Inzwischen werden schon mehr als 70.000 EUR pro Tonne für das „weiße Gold“ bezahlt. Davon können Anleger profitieren: Zu den Lieblingen in diesem Bereich zählt Standard Lithium. Nach einer Verschnaufpause gibt die Aktie wieder Gas. Auch die noch weitgehend unentdeckt Aktie von Edison Lithium hat Potenzial. Schwerer tut sich Batterie-Spezialist Varta. Die Zahlen waren in Ordnung, aber der Ausblick hat Analysten nicht überzeugt, doch es gibt Hoffnung.

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