Menü schließen




14.01.2026 | 06:00

Mit diesen datengetriebenen und skalierbaren Geschäftsmodellen stehen Anleger auf der Gewinnerseite: Aspermont, Palantir und SAP!

  • Daten
  • Medien
  • Rohstoffe
  • Skalierbarkeit
  • digitale Geschäftsmodelle
Bildquelle: pixabay.com

Daten sind ein elementarer Bestandteil von Wirtschaft und unserem alltäglichen Leben. Unternehmen, die Daten nicht nur sammeln, sondern systematisch veredeln, monetarisieren und skalieren können, schaffen Geschäftsmodelle mit enormer Hebelwirkung. Palantir formt aus fragmentierten Informationen entscheidungsrelevante Intelligenz für Konzerne und Regierungen. Die Software von SAP bildet Unternehmensdaten in Echtzeit ab und macht sie nutzbar. Der oft übersehene Spezialist Aspermont verwandelt Daten in den Bereichen Rohstoffe in hochmargige digitale Abomodelle. Alle drei Unternehmen vereint ein skalierbares Plattformdenken. Wo sind die größten Chancen?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: ASPERMONT LTD | AU000000ASP3 , PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088 , SAP SE O.N. | DE0007164600

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Aspermont – Große Chance auf Neubewertung im laufenden Jahr

    2025 markierte in vielerlei Hinsicht einen Wendepunkt beim australischen Medien- und Datenunternehmen Aspermont. Im vergangenen Frühjahr erreichte der Aktienkurs bei rund 0,003 AUD sein Allzeittief. Massive Abverkäufe der Erben des 2024 verstorbenen Hauptaktionärs hatten zu diesem massiven Kursverfall geführt. Mittlerweile haben sich die Anteilsscheine wieder deutlich erholt.
    Strategisch vollzog der spezialisierte Medienanbieter für die globale Rohstoffindustrie einen entscheidenden Wandel und besitzt nun die Chance auf eine nachhaltige Neubewertung. Die Weichen dafür wurden durch die kommerzielle Nutzung der umfangreichen Unternehmensdatenbank gestellt. Diese umfasst rund 190 Jahre an archivierten Inhalten, Bohranalysen und branchenspezifischen Informationen aus den Traditionsmarken „Mining Journal“ und „Mining Magazine“.
    Die richtungsweisende Plattform „Mining IQ“ brachte die Gesellschaft letzten Sommer als Betaversion auf den Markt. Die Such- und Analyseplattform auf Basis eines Large Language Modells (LLM) kombiniert Künstliche Intelligenz (KI) mit strukturierten Bergbaudaten. So können historische und aktuelle Informationen zu Projekten, Risiken, ESG-Kriterien und Kapitalmarkttrends in verwertbare und wertvolle Analyseprodukte für Entscheider in der Rohstoffindustrie generiert werden. Ritterschlag war die Gewinnung des Rohstoffriesen Rio Tinto als Kunde. Dieser schloss einen Datenvertrag im Volumen von 550.000 AUD ab und sicherte sich damit ein exklusives Zugriffsrecht für eine bestimmte Zeit.
    Die Datenbank wird in den kommenden Quartalen ausgebaut. Mit dem „Data-as-a-Service”-Geschäft können die Australier mit wiederkehrenden Umsätzen und hohen Margen aus dem Abomodell kalkulieren. Zudem hat die Gesellschaft im letzten Jahr ihre Präsenz in den Bereichen Marketingdienstleistungen und Veranstaltungen ausgebaut. Zwar steigert Aspermont seit vielen Jahren die Umsätze pro Quartal, jedoch wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr rote Zahlen geschrieben.
    Mit dem neuen skalierbaren Geschäftsmodell sind Gewinne lediglich eine Frage der Zeit. Aktuell ist die Gesellschaft bei Kursen von 0,006 AUD mit rund 20 Mio. AUD bewertet. Im letzten Geschäftsjahr erzielte Aspermont Umsatzerlöse von 15,4 Mio. AUD. Datengetriebene und skalierbare Geschäftsmodelle bewertet die Börse jedoch in der Regel mit dem x-fachen des jährlichen Umsatzes. Mit dem Roll-out der Plattform Mining IQ sollte der Markt die Aktie schrittweise neu bewerten.

    Palantir – Sehr sportliche Bewertung

    Der US-Softwareriese hat sich auf Datenintegration, -analyse und operative Entscheidungsunterstützung spezialisiert. Das Geschäftsmodell basiert darauf große, heterogene und oft unstrukturierte Datenmengen für Organisationen handlungsrelevant zu machen, insbesondere dort, wo Entscheidungen kritisch und komplex sind und schnell erfolgen müssen.
    Die Gesellschaft bietet drei zentrale Plattformen an, die auf unterschiedliche Kundengruppen und spezifische Bedürfnisse zugeschnitten sind. Ausgehend von der Nachfrage aus sicherheitsrelevanten Bereichen wie Regierungen, Militär, Geheimdienste und Strafverfolgung hat Palantir das Geschäftsmodell auf Industrie und Wirtschaft ausgeweitet.
    Die neueste Plattform Palantir AIP (Artificial Intelligence Platform) verbindet die bestehenden Plattformen mit generativer KI. Damit wandelt sich Palantir vom Datenanalyseanbieter zum zentralen KI-Betriebssystem für Organisationen, welche KI produktiv und sicher einsetzen wollen. AIP ist aktuell der wichtigste Wachstumstreiber des Konzerns.
    Die Monetarisierung findet hauptsächlich über Abomodelle statt. Aktuell ist Palantir bei Kursen von 180 USD mit 428 Mrd. USD bewertet. Die Kennzahlen sind bei einem für 2026 prognostizierten Umsatz von 6,3 Mrd. USD und einem Gewinn von 2 Mrd. USD mehr als sportlich. Analysten halten den Titel für ausgereizt.

    SAP – Analysten: 30 % Kurspotenzial

    SAP ist Europas größter Softwarekonzern und einer der weltweit führenden Anbieter von Unternehmenssoftware. Das Geschäftsmodell basiert darauf, Unternehmen eine integrierte digitale Steuerungsplattform für nahezu alle Geschäftsprozesse bereitzustellen. Mit der standardisierten, aber hochgradig anpassbaren Software können Unternehmen ihre Kernprozesse von Finanzen über Produktion, Logistik, Vertrieb oder Personal steuern.
    Analysten prognostizieren im laufenden Jahr einen Umsatz in Höhe von 41 Mrd. EUR und einen Gewinn von 8 Mrd. EUR für die deutsche Softwareschmiede. Bei Kursen von 215 EUR verfügt der Konzern über eine Marktkapitalisierung von 248 Mrd. EUR. Experten trauen den Anteilsscheinen weiteres Aufwärtspotenzial zu und formulieren im Durchschnitt ein Kursziel von 280 EUR – ein Upside von rund 30 %.

    Fazit

    Aspermont steht mit dem Roll-Out seiner datengetriebenen und skalierbaren Plattform Mining IQ vor einer Neubewertung. Der Kunde Rio Tinto verdeutlicht das Potenzial, welches sich bislang nicht in der Unternehmensbewertung von 20 Mio. AUD widerspiegelt. Palantir bietet wertvolle Produkte für eine Reihe von Kundengruppen an, jedoch ist die Bewertung sehr hoch. SAP verfügt im Bereich Unternehmenssoftware über eine starke Wettbewerbsposition. Analysten trauen der Aktie einen weiteren Lauf von 30 % zu.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Jens Castner vom 13.07.2026 | 04:45

    Heiße Luft und harte Fakten: Was SpaceX von Almonty und thyssenkrupp unterscheidet

    • Raumfahrt
    • Rohstoffe
    • Stahlindustrie
    • Lieferketten
    • Wolfram
    • Molybdän
    • SpaceX
    • Almonty Industries
    • Thyssenkrupp

    2.000 Mrd. USD für Mars-Fantasien? Während der Raketenkonzern SpaceX vor allem heiße Luft produziert, liefert Almonty Industries das Material, ohne das Raumschiffe gar nicht abheben könnten: Das Unternehmen fördert Wolfram – und bald auch Molybdän. Genau diesen Rohstoff braucht auch ein Traditionskonzern aus Essen, der sich gerade selbst neu erfindet: thyssenkrupp. Eine Analyse über eine abgehobene Bewertung ohne Boden und zwei Aktien, die im Zentrum realer irdischer Lieferketten stehen.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 13.07.2026 | 04:15

    Unverhofft kommt oft: Die Lithium-Rally 2.0! Mercedes, Porsche AG, Rock Tech Lithium und BASF im Brennpunkt

    • Automotive
    • E-Mobilität
    • Lithium
    • Rohstoffe
    • Infrastruktur
    • Batterietechnologie

    Nun ist es passiert! Die global drohende Stromknappheit entwickelt sich unerwartet zum massiven Katalysator für eine neue Sonderkonjunktur auf dem Rohstoffmarkt und treibt Lithium-Aktien erneut ins Rampenlicht. Das renommierte Fraunhofer-Institut kommt zu dem klaren Ergebnis, dass der europäische Bedarf an hochreinem Lithium-Hydroxid bis zum Jahr 2030 um das Sechsfache ansteigen wird. Die Analysten betonen dabei explizit, dass nur Unternehmen mit geschlossenen, regionalen Lieferketten in der Lage sind, die drohenden Produktionsengpässe durch Strom- und Rohstoffknappheit erfolgreich zu umgehen. Denn die westlichen Industriestaaten wollen ihre Asienabhängigkeit drastisch reduzieren und auf eigene Rohstoff-Vorkommen setzen. Für Investoren schlägt diese fundamentale Transformation eine hochattraktive Brücke zu den Profiteuren der nächsten Generation. Während Automobilkonzerne wie Mercedes und Porsche ihre Lieferketten durch Partnerschaften nun radikal absichern, rückt Rock Tech in der Zeitschiene perspektivisch in den Lieferantenstatus. Auch der Chemiekonzern BASF als unverzichtbarer Partner für Kathodenmaterialien ist mit von der Partie. Clevere Anleger nutzen die aktuelle Konsolidierungs-Phase, um sich frühzeitig bei den Gewinnern dieses Megatrends zu positionieren.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 10.07.2026 | 05:20

    Zinsen, Rohstoffe und Mieten: Mit Deutsche Bank, Globex Mining und Vonovia verdienen Sie in jeder Marktphase

    • Deutsche Bank
    • Globex Mining
    • Vonovia
    • Zinsen
    • EZB
    • Wealth-Management
    • Rohstoffe
    • Edelemetalle
    • Basismetalle
    • Spezialmetalle
    • Immobilien
    • Immobilienmarkt

    Die EZB hält den Zins-Poker aufrecht, geopolitische Risiken bleiben präsent und der deutsche Immobilienmarkt sucht nach Stabilität. Die entscheidende Frage ist nicht, welcher Sektor dominiert, sondern wie sich Banken, Rohstoffe und Wohnimmobilien kombinieren lassen, um Zinsrisiken und Marktschwankungen auszugleichen. Wer nur auf Gold oder eine Immobilienrallye setzt, übersieht die komplexe Realität: Zinspolitik, Rohstoffzyklen und Baukosten folgen eigenen Gesetzmäßigkeiten. Ein diversifizierter Ansatz gewinnt daher an Bedeutung. Die Deutsche Bank, Globex Mining mit seinem Rohstoffportfolio und der Immobilienkonzern Vonovia stehen exemplarisch für diese drei Säulen und lassen sich gezielt als Basis für ein ausgewogenes Portfolio nutzen.

    Zum Kommentar