14.01.2026 | 06:00
Mit diesen datengetriebenen und skalierbaren Geschäftsmodellen stehen Anleger auf der Gewinnerseite: Aspermont, Palantir und SAP!
Daten sind ein elementarer Bestandteil von Wirtschaft und unserem alltäglichen Leben. Unternehmen, die Daten nicht nur sammeln, sondern systematisch veredeln, monetarisieren und skalieren können, schaffen Geschäftsmodelle mit enormer Hebelwirkung. Palantir formt aus fragmentierten Informationen entscheidungsrelevante Intelligenz für Konzerne und Regierungen. Die Software von SAP bildet Unternehmensdaten in Echtzeit ab und macht sie nutzbar. Der oft übersehene Spezialist Aspermont verwandelt Daten in den Bereichen Rohstoffe in hochmargige digitale Abomodelle. Alle drei Unternehmen vereint ein skalierbares Plattformdenken. Wo sind die größten Chancen?
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
Carsten Mainitz
ISIN:
ASPERMONT LTD | AU000000ASP3 , PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088 , SAP SE O.N. | DE0007164600
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Inhaltsverzeichnis:
"[...] Die Umsätze in genau diesem Geschäft sind in den vergangenen 26 Quartalen stetig gewachsen: mit über 17% jährlich. [...]" Alex Kent, Managing Director, Aspermont Limited
Der Autor
Carsten Mainitz
Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.
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Aspermont – Große Chance auf Neubewertung im laufenden Jahr
2025 markierte in vielerlei Hinsicht einen Wendepunkt beim australischen Medien- und Datenunternehmen Aspermont. Im vergangenen Frühjahr erreichte der Aktienkurs bei rund 0,003 AUD sein Allzeittief. Massive Abverkäufe der Erben des 2024 verstorbenen Hauptaktionärs hatten zu diesem massiven Kursverfall geführt. Mittlerweile haben sich die Anteilsscheine wieder deutlich erholt.
Strategisch vollzog der spezialisierte Medienanbieter für die globale Rohstoffindustrie einen entscheidenden Wandel und besitzt nun die Chance auf eine nachhaltige Neubewertung. Die Weichen dafür wurden durch die kommerzielle Nutzung der umfangreichen Unternehmensdatenbank gestellt. Diese umfasst rund 190 Jahre an archivierten Inhalten, Bohranalysen und branchenspezifischen Informationen aus den Traditionsmarken „Mining Journal“ und „Mining Magazine“.
Die richtungsweisende Plattform „Mining IQ“ brachte die Gesellschaft letzten Sommer als Betaversion auf den Markt. Die Such- und Analyseplattform auf Basis eines Large Language Modells (LLM) kombiniert Künstliche Intelligenz (KI) mit strukturierten Bergbaudaten. So können historische und aktuelle Informationen zu Projekten, Risiken, ESG-Kriterien und Kapitalmarkttrends in verwertbare und wertvolle Analyseprodukte für Entscheider in der Rohstoffindustrie generiert werden. Ritterschlag war die Gewinnung des Rohstoffriesen Rio Tinto als Kunde. Dieser schloss einen Datenvertrag im Volumen von 550.000 AUD ab und sicherte sich damit ein exklusives Zugriffsrecht für eine bestimmte Zeit.
Die Datenbank wird in den kommenden Quartalen ausgebaut. Mit dem „Data-as-a-Service”-Geschäft können die Australier mit wiederkehrenden Umsätzen und hohen Margen aus dem Abomodell kalkulieren. Zudem hat die Gesellschaft im letzten Jahr ihre Präsenz in den Bereichen Marketingdienstleistungen und Veranstaltungen ausgebaut. Zwar steigert Aspermont seit vielen Jahren die Umsätze pro Quartal, jedoch wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr rote Zahlen geschrieben.
Mit dem neuen skalierbaren Geschäftsmodell sind Gewinne lediglich eine Frage der Zeit. Aktuell ist die Gesellschaft bei Kursen von 0,006 AUD mit rund 20 Mio. AUD bewertet. Im letzten Geschäftsjahr erzielte Aspermont Umsatzerlöse von 15,4 Mio. AUD. Datengetriebene und skalierbare Geschäftsmodelle bewertet die Börse jedoch in der Regel mit dem x-fachen des jährlichen Umsatzes. Mit dem Roll-out der Plattform Mining IQ sollte der Markt die Aktie schrittweise neu bewerten.
Palantir – Sehr sportliche Bewertung
Der US-Softwareriese hat sich auf Datenintegration, -analyse und operative Entscheidungsunterstützung spezialisiert. Das Geschäftsmodell basiert darauf große, heterogene und oft unstrukturierte Datenmengen für Organisationen handlungsrelevant zu machen, insbesondere dort, wo Entscheidungen kritisch und komplex sind und schnell erfolgen müssen.
Die Gesellschaft bietet drei zentrale Plattformen an, die auf unterschiedliche Kundengruppen und spezifische Bedürfnisse zugeschnitten sind. Ausgehend von der Nachfrage aus sicherheitsrelevanten Bereichen wie Regierungen, Militär, Geheimdienste und Strafverfolgung hat Palantir das Geschäftsmodell auf Industrie und Wirtschaft ausgeweitet.
Die neueste Plattform Palantir AIP (Artificial Intelligence Platform) verbindet die bestehenden Plattformen mit generativer KI. Damit wandelt sich Palantir vom Datenanalyseanbieter zum zentralen KI-Betriebssystem für Organisationen, welche KI produktiv und sicher einsetzen wollen. AIP ist aktuell der wichtigste Wachstumstreiber des Konzerns.
Die Monetarisierung findet hauptsächlich über Abomodelle statt. Aktuell ist Palantir bei Kursen von 180 USD mit 428 Mrd. USD bewertet. Die Kennzahlen sind bei einem für 2026 prognostizierten Umsatz von 6,3 Mrd. USD und einem Gewinn von 2 Mrd. USD mehr als sportlich. Analysten halten den Titel für ausgereizt.
SAP – Analysten: 30 % Kurspotenzial
SAP ist Europas größter Softwarekonzern und einer der weltweit führenden Anbieter von Unternehmenssoftware. Das Geschäftsmodell basiert darauf, Unternehmen eine integrierte digitale Steuerungsplattform für nahezu alle Geschäftsprozesse bereitzustellen. Mit der standardisierten, aber hochgradig anpassbaren Software können Unternehmen ihre Kernprozesse von Finanzen über Produktion, Logistik, Vertrieb oder Personal steuern.
Analysten prognostizieren im laufenden Jahr einen Umsatz in Höhe von 41 Mrd. EUR und einen Gewinn von 8 Mrd. EUR für die deutsche Softwareschmiede. Bei Kursen von 215 EUR verfügt der Konzern über eine Marktkapitalisierung von 248 Mrd. EUR. Experten trauen den Anteilsscheinen weiteres Aufwärtspotenzial zu und formulieren im Durchschnitt ein Kursziel von 280 EUR – ein Upside von rund 30 %.
Fazit
Aspermont steht mit dem Roll-Out seiner datengetriebenen und skalierbaren Plattform Mining IQ vor einer Neubewertung. Der Kunde Rio Tinto verdeutlicht das Potenzial, welches sich bislang nicht in der Unternehmensbewertung von 20 Mio. AUD widerspiegelt. Palantir bietet wertvolle Produkte für eine Reihe von Kundengruppen an, jedoch ist die Bewertung sehr hoch. SAP verfügt im Bereich Unternehmenssoftware über eine starke Wettbewerbsposition. Analysten trauen der Aktie einen weiteren Lauf von 30 % zu.
Interessenskonflikt
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