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13.09.2019 | 05:50

Nach 1&1 Drillisch Kurssprung: Philion durch Übernahme mit Aufholpotenzial

  • Mobilfunk

Die deutschen Mobilfunkaktien sind in Bewegung. Mitte August fand der Ausverkauf bei 1&1 Drillisch seinen Höhepunkt. Doch innerhalb weniger Wochen hat sich die Stimmung gedreht und die Aktie ist um über 40 Prozent gestiegen. Der Grund waren positive Aussagen von 1&1 Drillisch zur Finanzierung des 5G-Ausbaus und eine Vereinbarung mit dem Bund bezüglich 5G-Netzausbau. Vor einer ähnlich dynamischen Kursentwicklung könnte jetzt die Philion-Aktie stehen. Denn mit der aktuellen Übernahme von Handyflash.de steht das Unternehmen vor einer Wachstumsbeschleunigung. Zudem sollen Kostenvorteile durch eine enge Kooperation mit dem Schweizer mobilezone Konzern genutzt werden und die Analysten von Mainfirst werden die Coverage der Philion-Aktie beginnen.

Lesezeit: ca. 1 Minuten. Autor: Mario Hose

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Aufbauphase abgeschlossen

Hinter Philion steht René Schuster. Der ehemalige Vorstand von Vodafone und Telefonica Deutschland will den Wandel im deutschen Telekommunikationsmarkt nutzen und einen der drei führenden netzunabhängigen Mobilfunkdienstleister aufbauen. Anfang 2018 wurde dafür der Börsenmantel Philion übernommen und mit Fexcom der größte unabhängige Filialist im deutschen Mobilfunkmarkt eingebracht.

Denn die Gruppe setzt auf eine Omni-Channel Strategie. Mit der aktuellen Übernahme von Handyflash.de wurde jetzt die strategische Aufbauphase abgeschlossen und Umsatz- und Gewinnwachstum gewinnt an Geschwindigkeit. Zudem soll eine enge Partnerschaft mit dem Schweizer mobilezone Konzern Kostenvorteile bringen. Auch die M&A Aktivitäten sollen in den kommenden Monaten fortgesetzt werden.

Chef nennt klare Ziele

„Mit dem Erwerb von Handyflash.de und der noch engeren Partnerschaft mit mobilezone haben wir die Voraussetzungen geschaffen, um den Omni-Channel Ansatz jetzt sehr viel schneller umzusetzen. Darüber hinaus können wir Kostenvorteile entlang der gesamten Wertschöpfungskette realisieren“, sagt René Schuster, Verwaltungsratsvorsitzender der Philion.

„Philion trägt aktiv dazu bei, die veralteten Vertriebsstrukturen im deutschen Telekommunikationsmarkt aufzubrechen und wird Kunden einen deutlichen Mehrwert bieten. Es wird keine Rolle spielen, ob sie lieber online einkaufen oder in die Stores kommen. Alle Kunden können sich auf innovative Produkte, kompetente Beratung und attraktive Preise freuen.“

Größenvorteile auf der Kostenseite nutzen

Die Vereinbarung mit mobilezone sieht folgendes vor: Philion übernimmt die OBS GmbH mit der Online-Plattform Handyflash.de und 30 stationären Filialen vollständig. Handyflash.de ist der drittgrößte Online-Dienstleister im deutschen Mobilfunkmarkt, hat Verträge mit allen Netzbetreibern und schon heute eine vollständige Plattform für die Umsetzung eines umfassenden Omni-Channel Ansatzes.

Dafür gibt Philion den Ende 2018 erworbenen 30%igen Anteil an der Mister Mobile GmbH mit der Marke DEINHANDY wieder ab. Außerdem werden die beiden Partner intensiv beim Einkauf und im Relationship-Management gegenüber den Netzbetreibern zusammenarbeiten. Dadurch wird Philion auf der Kostenseite erhebliche Größenvorteile nutzen können.

Mainfirst arbeitet an Research

Im laufenden Jahr will Philion erstmals einen Gewinn erzielen. Neben Handyflash.de sind in den kommenden Monaten weitere Übernahmen geplant. Dadurch wird Philion zunehmend Größenvorteile nutzen können. Entsprechend sollten Umsatz und Gewinn in den kommenden Jahren kräftig steigen.

Konkrete Zahlen für die kommenden Jahre können Anleger bald einer Studie von Mainfirst entnehmen. Die Analysten des renommierten Research-Hauses werden noch in diesem Jahr die Coverage beginnen.


Lexikon:

  1. Vorstand – Das eigenverantwortliche und geschäftsführende Organ einer Aktiengesellschaft ist der Vorstand.

Interessenskonflikt & Risikohinweis

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Kommentar vom 11.07.2019 | 10:58

Auf den Spuren von 1&1 Drillisch und Freenet: Hot Stock Philion gibt Gas

  • Telekommunikation
  • 5G
  • Mobilfunk

René Schuster greift nochmal im deutschen Telekommunikationsmarkt an. Der ehemalige Vorstand von Vodafone und Telefonica Deutschland sieht große Chancen. Während die großen der Branche wie Telefonica (WKN: A1J5RX) oder United Internet (WKN: 508903) mit Milliarden-Kosten für 5G-Netze beschäftigt sind, rollt er den Markt auf – als Verwaltungsratsvorsitzender der Philion SE (ISIN DE000A1X3WF3) und mit Unterstützung eines Schweizer Konzerns. Sein Ziel: Aus der Philion SE soll in wenigen Jahren ein Mobilfunkdienstleister mit mehreren Hundert Millionen Euro Umsatz und einem operativen Gewinn von über die 15 Mio. Euro werden. Die aktuelle Marktkapitalisierung von Philion liegt derzeit bei rund 12 Mio. Euro und macht die Aktie zum Hot Stock mit Kurspotenzial.

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