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05.11.2020 | 09:55

NanoRepro, Osino Resources, Alibaba – Reich mit Sondersituationen!

  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Die Entscheidung über die Wahl das alten oder neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika wird vertagt. Dieses Hin und Her sorgte gestern für ein erstes Abtauchen der Weltbörsen, bis Sie dann zurück in den grünen Bereich wanderten. Dabei hatte sich an der Gesamtsituation, ob Trump oder Biden, nichts geändert. Ähnliche Verläufe sieht man im Augenblick auch bei Einzelaktien. Nach Verschiebungen oder Verzögerungen fallen die Titel zuerst wie Steine. Dies bietet für Anleger die Chance auf überproportionale Kursgewinne.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: CA68828L1004 , DE0006577109 , US01609W1027

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Inhaltsverzeichnis:


    Lieber spät als nie!

    Jahrelang dümpelte die Aktie des in Marburg an der Lahn ansässigen Schnelldiagnostik- Herstellers Nanorepro vor sich hin. Das Unternehmen gehört zu den Innovationsführern im Bereich Selbstdiagnostika und hat im Augenblick 25 Schnelltests im Portfolio - unter anderem einen HIV-Test, zwei Schwangerschaftstest sowie fünf weitere rein für den medizinischen Fachgebrauch. Dann kam Corona!

    Größe als Vorteil

    Durch die schlanke Unternehmensstruktur konnte das Unternehmen rasch reagieren und brachte bereits Ende September einen ersten Corona-Antigentest an den Markt, der mit einem kleinen sechsstelligen Betrag zum Umsatz beitrug. Der Startschuss fiel jedoch knapp vier Wochen später. Hier erhielt der Test vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die Anerkennung als Antigentest zum direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2.

    Umsatzexplosion sorgt für Neubewertung

    2019 erzielten die Marburger einen Jahresumsatz von 1.218.300 EUR. Im Vergleich dazu kam in den letzten beiden Oktoberwochen durch den Antigentest ein Volumen von 6 Mio. EUR ins Haus geflogen. Um die Nachfrage zu befriedigen hat Nanorepro inzwischen bereits drei Antigentests von verschiedenen Anbietern im Angebot, wovon zwei vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) anerkannt und nach §1 Satz 1 der Coronavirus-Testverordnung zugelassen sind. Die Anerkennung des dritten soll alsbald folgen. Wir gehen davon aus, dass die Pandemie nicht von Heute auf morgen verschwinden wird. Die starke Nachfrage an Corona-Tests dürfte noch länger bestehen. Ein Coup für NanoRepro!

    Herausragende Projekte

    Einen Coup konnte der in Namibia tätige Goldexplorer Osino Resources mit seinem Vorzeigeprojekt Twin Hills Central bereits landen. Das Areal, welches südwestlich von Otjikoto liegt, wurde bisher mit einer Länge von 1,3 km definiert. Anfang 2021 soll hier eine erste Resourcenschätzung erfolgen.

    Entdeckung deutlich über Erwartungen

    Die Entdeckungsbohrung bei Twin Hills mit einer Tiefe von 65 Metern und einem Goldgehalt von 1,37 Gramm pro Tonne war jedoch derart vielversprechend, dass die Streifenlänge um das Gebiet um das 10-fache erweitert wurde. Zudem wurden mehrere neue Ziele entlang des nun 11 Kilometer langen Goldsystems definiert.

    Analysten gehen auf Kauf

    Bullisch stehen die Analysten des Vermögensverwalters Echelon Capital Markets dem Unternehmen gegenüber. Für die Kandier ist die Aktie von Osino Resources ein „Top Pick“ für das vierte Quartal 2020 und damit ein spekulativer Kauf. Der faire Wert des Unternehmens liegt laut den Finanzexperten zwischen 2,30 CAD und 2,45 CAD. Bei einem aktuellen Kurs von 1,23 CAD eine Chance auf eine Kursverdopplung.

    Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

    Es sollte der größte Börsengang aller Zeiten werden. Das Fintech-Schwergewicht Ant Group wollte mit der geplanten Notierung 35 Mrd. USD bei einer Bewertung von 200 mrd. USD einnehmen, aber die Shanghai Stock Exchange sagte: „no“. Der aus dem Bezahldienst Alipay entsprungene Konzern, an dem Alibaba noch mit rund einem Drittel beteiligt ist, würde laut der Börsenaufsicht wegen veränderter Regularien die Offenlegungspflichten verfehlen.

    Verzögerung löst Kurssturz aus

    Bereits am Dienstag wurde Jack Ma, der CEO des Mutterunternehmens Alibaba, vorgeladen, um Ihn über das vorläufige Aus zu informieren. Die Papiere von Alibaba fielen nach dieser Meldung vom Hoch bei umgerechnet 270 EUR um über 15% auf 240 EUR. Endgültig ist diese Entscheidung natürlich nicht, und es wäre nicht Jack Ma, wenn es nicht für jedes Problem eine Lösung gäbe. Das Ziel ist mit Sicherheit, das über 30 prozentige Aktienpaket an der Ant Group zu versilbern.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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