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03.09.2026 | 04:15

Nur fliegen ist schöner! Nach der Korrektur nun 150 % Chance mit Desert Gold, Lufthansa, Ryanair und EasyJet

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Bildquelle: Pixabay

Rumps - nach neuen Höchstständen wieder ordentlich runter! Lang hat es nicht gedauert, dass steigende Zinsen klassische Wachstumsaktien unter Druck setzen und Investoren zu einer strikten Neubewertung ihrer Portfolios zwingen. Selbst der sichere Hafen Gold blieb von dieser Entwicklung nicht verschont und durchläuft eine ausgiebige Korrektur. Diese charttechnische Bereinigung bei gewissen Aktien und beim Edelmetall schafft jedoch eine exzellente Einstiegsbasis bei fundamental unterbewerteten Minenwerten wie Desert Gold. Aber auch andere krisenbelastete Sektoren erscheinen auf dem Radar. Wegen der dauerhaft hohen Kerosinpreise richten vorausschauende Anleger ihren Blick bereits jetzt auf den globalen Luftfahrtsektor. Denn die Branche leidet derzeit noch spürbar unter den Belastungen anhaltender geopolitischer Konflikte. Sobald sich hier jedoch eine dauerhafte diplomatische Entspannung abzeichnet, steht den Airlines ein massives Comeback bevor. Ein Ende der Krisen würde die Treibstoffkosten drastisch senken und blockierte Flugrouten weltweit wieder freigeben. Zudem dürfte die aufgestaute Reiselust von Privat- und Geschäftskunden zu einem sprunghaften Anstieg der Buchungszahlen führen. Branchenführer wie die Lufthansa, Ryanair und EasyJet sind operativ hervorragend aufgestellt, um von diesem Nachfrageboom überproportional zu profitieren. Ein scharfer Blick ist vonnöten!

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 | TSXV: DAU , OTCQB: DAUGF , RYANAIR HLDGS PLC EO-_006 | IE00BYTBXV33 , EASYJET PLC LS-_27285714 | GB00B7KR2P84 , LUFTHANSA AG VNA O.N. | DE0008232125

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Inhaltsverzeichnis:


    Lufthansa – Militärdeal auf der Höhe der Zeit

    Wenn in unsicheren Zeiten das Reisegeschäft lahmt, sollten Airlines neue Geschäftsbereiche in ihr Portfolio integrieren. Die Deutsche Lufthansa war schon immer Partner der Bundeswehr und baut diese strategische Kooperation nun erfolgreich aus. Über die Konzerntochter Lufthansa Aviation Training (LAT) übernimmt der Kranich-Konzern die fliegerische Grundschulung des Pilotennachwuchses der Luftwaffe am Standort Rostock-Laage. Die angehenden Militärpiloten absolvieren dort ihre theoretische und praktische Anfängerausbildung auf Propeller-Maschinen. Durch diese Auslagerung spart der Bund eigene Ressourcen bei der Flugzeugbeschaffung und der kostenträchtigen Instandhaltung. Zudem kooperiert Lufthansa Technik eng mit den Streitkräften bei der Wartung von Regierungsfliegern und Missionsflugzeugen. Diese militärischen Aufträge sichern dem Konzern verlässliche, staatlich finanzierte Umsatzströme abseits des klassischen Passagiergeschäfts.

    Finanziell spiegelte sich die komplexe Lage des Luftfahrtsektors in den letzten Quartalszahlen der Lufthansa wider. Steigende Betriebskosten und Margendruck belasteten die Kernmarke, während die Töchter profitabel blieben. Zwar steigerte die Lufthansa Group ihren Konzernumsatz um 8 % auf einen Rekordwert von 11,1 Mrd. EUR, doch der Gewinn brach zeitgleich dramatisch ein. Das bereinigte EBIT kollabierte im Vorjahresvergleich um 56 % auf nur noch 383 Mio. EUR, während die Kernmarke Lufthansa Airlines mit minus 37 Mio. EUR sogar in die Verlustzone rutschte. Haupttreiber dieser massiven Margenschmelze war die Kerosinfalle infolge der Nahost-Konflikte, die dem Konzern allein in diesem Vierteljahr astronomische 750 Mio. EUR an Treibstoff-Mehrkosten einbrockte. Aufgrund dieses enormen Kostendrucks sowie vorheriger Streikfolgen musste der Vorstand die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr nach unten korrigieren und erwartet nun ein bereinigtes EBIT zwischen 1,7 und 2,2 Mrd. EUR. Im Ausblick setzt das Management auf ein striktes Effizienzprogramm, vor allem den Abbau von Bürokratie. Ein stabiler Trend bei den Buchungen für die kommenden Monate stützt die bereinigte Jahresprognose des Konzerns. Die Analysten auf der Plattform LSEG Refinitiv setzen das 12-Monats-Durchschnittsziel auf 9,81 EUR – also fast 30 % höher.

    Ryanair und EasyJet – Discount-Airlines spüren Kerosindruck und geopolitische Bremsklötze

    Im Segment der europäischen Low-Cost-Carrier ist in Bewegung geraten. Klar dominiert wird der Sektor von Ryanair und easyJet. Beide Fluggesellschaften profitieren von einer weiterhin robusten Freizeit-Reisenachfrage, kämpfen jedoch mit demselben makroökonomischen Gegenwind. Der größte Unterschied liegt im Geschäftsmodell: Während Ryanair auf radikales Kostensparen setzt und primär günstigere Sekundärflughäfen ansteuert, fokussiert sich easyJet auf teurere Primärflughäfen und baut margenstarke Pauschalreisen über EasyJet Holidays aus. Auch das Thema Konsolidierung betrifft beide Konzerne völlig unterschiedlich. Ryanair wächst organisch und managt Flottenengpässe akribisch, der Mitbewerber easyJet steht im Rampenlicht einer gigantischen Übernahme. Jüngst hat die Fluggesellschaft einem rund 6,6 Mrd. EUR schweren Kaufangebot der US-Finanzinvestoren Castlelake und Apollo zugestimmt. Diese Übernahme stockt derzeit allerdings wegen regulatorischer Hürden bezüglich der EU-Eigentumsregeln für Fluggesellschaften.

    Die jüngsten Quartalszahlen beider Airlines spiegeln den extremen Druck auf die Rentabilität wider. Ryanairs Überschuss brach im ersten Geschäftsquartal um dramatische 34 % auf 538 Mio. EUR ein, da die Ticketpreise marktbedingt unter Druck standen. EasyJet vermeldete für sein drittes Quartal einen noch heftigeren Einbruch des Vorsteuergewinns um rund 70 % auf 85 Mio. GBP. Der Hauptschuldige für diesen Margenkollaps sind die massiv gestiegenen Kerosinpreise infolge der Nahost-Konflikte. Da die Treibstoffkosten den größten Einzelposten der operativen Ausgaben darstellen, schlagen ungesicherte Preissteigerungen direkt in die Marge durch. Trotz umfangreicher Hedging-Programme verteuerte der ungesicherte Anteil des Treibstoffverbrauchs den Flugbetrieb drastisch und drückte EasyJets operative Marge um sieben Prozentpunkte nach unten. Die durchschnittlichen Kursziele der Analysten auf der Plattform LSEG Refinitiv betragen für Ryanair 29,14 EUR (+30 %), für EasyJet ist nach 40 % Aufwertung wohl das Ende der Fahnenstange erreicht.

    Desert Gold – Produktionsstart in Mali steht kurz bevor

    Wenn die Stabilität fehlt und geopolitische Konflikte dominieren, rücken Gold-Investments automatisch wieder in den Fokus der Investoren. Trotz der aktuellen Konsolidierung bei 4.300 USD versprühen die Investmentbanken weiterhin Optimismus und taxieren die Spotpreis-Entwicklung bis zum Jahresende im Korridor von 4.900 (Goldman Sachs) bis zu 6.300 USD (JP Morgan). Nach Höchstständen von 5.400 USD im Januar sind Anleger auf dem Sprung, ihr Engagement auf tieferem Niveau wieder zu erhöhen. Das kann noch ziemlich spannend werden!

    Das bullische Marktumfeld bietet exzellente Startbedingungen für die kanadische Minengesellschaft Desert Gold Ventures, die die Erschließung ihres Projekts Barani-East im Westen Malis vorantreibt. Die Installation der ersten Verarbeitungsanlage ist für den Sommer 2026 avisiert, der Fokus der aktuellen Arbeiten liegt auf der Errichtung der Infrastruktur und der zeitgleichen Fertigstellung der Schürfstätte. Einmal installiert, startet diese Anlage mit einem Durchsatz von 10 Tonnen Roherz pro Stunde und soll planmäßig auf 50 Tonnen ausgebaut werden. Eine Machbarkeitsstudie von Jahresanfang attestiert dem Areal bei einem angenommenen Goldpreis von 2.850 USD einen Nachsteuer-Barwert von rund 61 Mio. USD sowie eine interne Rendite von starken 57 %. Sollte der Goldkurs gemäß den Bankenprognosen weiter zulegen, springt der Projektwert laut Sensitivitätsanalyse sogar auf über 124 Mio. USD. Demgegenüber stehen moderate Gesamtproduktionskosten von lediglich 1.137 USD je Feinunze, was eine hohe Gewinnspanne verspricht. Für die kalkulierte Minenlaufzeit von zehn Jahren ist eine Förderung von insgesamt 113.100 Unzen Gold avisiert. Die initialen Erschließungskosten bleiben mit rund 20 Mio. USD vergleichsweise moderat und senken die Eintrittsbarriere erheblich.

    CEO Jared Scharf konkretisierte jene anstehenden Meilensteine in Westafrika unlängst im Rahmen des 18. International Investment Forum. Hier geht´s zur Präsentation.

    https://youtu.be/kzjtA0n9kiA

    Da Mali seine Position als zweitgrößter Goldproduzent Afrikas festigt, will Desert Gold zügig operative Cashflows generieren und die Erzgewinnung organisch vergrößern. Da die aktuellen Wirtschaftlichkeitsrechnungen bisher nur einen Bruchteil des gesamten Lizenzgebiets umfassen, verbleibt erhebliches geologisches Entdeckungspotenzial. Zusätzliche Stabilität bringt das Tiegba-Projekt in der Elfenbeinküste, wo die Regierung die landesweite Goldproduktion auf über 60 Tonnen ausweiten möchte. Dank einer massiv überzeichneten Kapitalerhöhung flossen dem Unternehmen kürzlich rund 7,18 Mio. CAD zu, wodurch die anstehenden Meilensteine bis zur Produktionsphase vollständig durchfinanziert sind. Die Aktie reagierte bereits mit einem Kurssprung auf 0,14 CAD und konsolidiert derzeit im Bereich 0,11 bis 0,13 CAD. Das Researchhaus GBC berechnet ein Kursziel auf Sicht von 12 bis 24 Monaten von 0,93 CAD. Gute Perspektiven für risikobewusste Investoren!

    Im 12-Monats-Chart können Desert Gold und EasyJet mit 38 bzw. 40 % Zuwachs ihre Peergroup klar hinter sich lassen. Desert Gold konsolidiert konform zum Edelmetallmarkt. Krisenbedingt noch im Hintertreffen befinden sich die Airlines Ryanair und Lufthansa. Quelle: LSEG vom 02.09.2026

    Die globalen Finanzmärkte verlangen aktuell ein Höchstmaß an Nervenstärke. Als Normalität erachten wir die gesunde Konsolidierung bei den Edelmetallen, das hat viele Charts technisch bereinigt und bietet nun eine attraktive Einstiegsbasis für antizyklische Anleger. Gleichzeitig fachen neuerliche Unruhen in der Straße von Hormuz die geopolitischen Risikoprämien wieder schlagartig an und belasten die internationalen Lieferketten sowie die Energiepreise. Wer diese Marktphase der Angst klug nutzt, positioniert sich jetzt in den unterbewerteten Titeln der Rohstoff- und Transportbranche. Eine ausgewogene Investitionsstrategie verhindert dabei etwaige Klumpenrisiken.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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