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12.09.2022 | 06:00

Plug Power, Meta Materials, Palantir – Depot Booster durch Wachstumsaktien

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Bildquelle: pixabay.com

Das Börsenumfeld für Wachstums-Aktien hat sich deutlich eingetrübt. Steigende Inflation, wachsende Zinsen und Rezessionsängste sorgen für Unsicherheit bei den Anlegern. Gelingt es, wie viele Experten vermuten, die Inflation 2023 deutlich einzudämmen, dann dürfte der Gegenwind bei den Growth-Titeln nachlassen. Schon heute spekulieren erste Anleger darauf und nutzen die Gunst der Stunde um sich Wachstumstitel ins Depot zu legen, die in Zukunft dann wieder durchstarten werden. Als Investor sollte man sich fragen, ob man bereit ist eine Aktie mindestens zehn Jahre zu halten. Denn der Weg bis zum Börsenstar, der hohe Gewinne einfährt, ist oftmals weit. Wir sehen uns heute drei Unternehmen an, die das Zeug dazu haben ihren Aktionären in Zukunft Freude zu bereiten.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: Meta Materials Inc. | US59134N1046 , PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088 , PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020

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Inhaltsverzeichnis:


    Plug Power – Amazon Deal bringt neue Fantasie

    Plug Power will die komplette Wertschöpfungskette der Wasserstoffwirtschaft abbilden. Der Konzern nähert sich einem Milliardenumsatz, schreibt aber noch immer rote Zahlen. Rückenwind bekommt der gesamte Sektor durch die rapide steigenden Energiekosten, die seit Ausbruch des Ukraine Konflikts keine Grenzen mehr kennen. Vor allem in Europa zeigt sich, dass man in Zukunft breiter aufgestellt sein muss. Idealerweise unabhängig von den fossilen Brennstoffen. Die Erneuerbaren Energien stehen daher immer mehr im Mittelpunkt. Grüner Wasserstoff speichert die Energie, die die Erneuerbaren Energien produzieren. Noch ist das Problem der Wasserstoffbranche der verhältnismäßig hohe Preis, doch mit Ausbau der Erneuerbaren Energien wird dieser in Zukunft deutlich sinken.

    Die Zeichen der Zeit hat auch Amazon erkannt. Am 25. August konnte Plug Power verkünden, dass die Zusammenarbeit intensiviert wird. Ab 2025 wird Plug Power Amazon mit grünem Flüssigwasserstoff versorgen. Damit kommt das Unternehmen seinem Ziel, bis 2025 einen Umsatz von 3 Mrd. USD zu generieren, einen großen Schritt näher, genau wie Amazon, das 2040 emissionsfrei sein will. Zusätzlich kann Amazon 16 Mio. Aktien von Plug Power erwerben. Auch in Europa ist der Konzern vertreten und konnte am 8. September die Bestellung von Lhyfe über 10 Elektrolyseure mit einer Leistung von jeweils 5 Megawatt vermelden.

    Operativ läuft es gut und das milliardenschwere Klimapaket unterstützt den Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur. Die Produktion von grünem Wasserstoff soll mit bis zu 3 USD je Kilogramm gefördert werden. Das würde die Wirtschaftlichkeit deutlich verbessern. Die guten Nachrichten haben die Aktie von 12,70 USD Mitte Mai bis auf 31,56 USD am 25. August nach oben getrieben. Aktuell kostet eine Aktie 29,92 USD. Durch den derzeitigen Wasserstoffhype sollte man auf einen Rücksetzer warten bis man einsteigt.

    Meta Materials – Umsatz wächst um über 400%

    Meta Materials besitzt das Potential die Welt zu verändern. Das kanadische Unternehmen hat es geschafft Hochleistungs-Funktionsmaterialien und Nanokompositen (Metamaterialien), die so in der Natur nicht vorkommen, zur Serienproduktion zu bringen. Die Innovationskraft zeigt sich in 450 eingereichten Patenten in 103 Produktfamilien. Schon jetzt gibt es 288 erteilte Patente, die letzten zwei US Patente über Batterieseparatoren der nächsten Generation wurden im Juli erteilt. Die gefertigten Materialien liefern mehr, benötigen aber weniger Ressourcen, was es für eine Reihe von Anwendungen und Branchen interessant macht. So können die Produkte in viele Megatrends ihren Einsatz finden, wie beispielsweise 5G, Elektrofahrzeuge, Medizin, Internet-of-Things, Energie oder Luft- und Raumfahrt.

    In der Elektromobilität kommt es auf Reichweite an, Ladegeschwindigkeit und Sicherheit. Meta Materials hat mit der Marke NPORE nanoporöse keramische Separatoren in der Entwicklung, die die Batteriesicherheit deutlich erhöhen. Auch im Bereich der Lithium-Ionen-Batterie gibt es die Möglichkeit Kupferfolie zu ersetzen durch Metamaterialien, was das Gewicht um etwa 80% reduzieren würde. Hier wird die Entwicklung in den nächsten Monaten interessant. Die letzten Quartalszahlen zeigen, dass die Kommerzialisierung langsam Fahrt aufnimmt. Es wurden rund 3,3 Mio. USD eingenommen, was einem Plus von 432% im Vorjahresvergleich entspricht. Gegenüber dem ersten Quartal stand ein Plus von 12%. Aktuell versucht das Unternehmen die Bahnbreite und Geschwindigkeit der Produktion zu erhöhen, um die Kosten pro qm weiter zu senken.

    Am 26. Juli wurde Manos Spanos als Chief Business Officer eingestellt. Er soll die Geschäftsentwicklung vorantreiben, Partnerschaften schließen und vor allem das Umsatzwachstum beschleunigen. Im Verwaltungsrat wird mit Jack Harding ein alter Hase der Chipindustrie den Vorsitz übernehmen. Sein Vorgänger Ram Ramkumar zieht sich zurück, wird das Unternehmen aber in den kommenden zwei Jahren strategisch beraten. Die Aktie kam durch die letzte Kapitalmaßnahme bei 1,35 USD noch einmal ordentlich unter Druck. Insgesamt konnte das Unternehmen damit 50 Mio. USD einnehmen. Aktuell notiert die Aktie bei 0,839 USD. Das setzt das Management unter Zugzwang, denn die Aktie ist an der NASDAQ gelistet und dort sind Notierungen von unter 1,00 USD auf Dauer nicht erlaubt. Als interessierter Anleger sollte man sich die Unternehmenspräsentation auf dem International Investment Forum am 27. September nicht entgehen lassen.

    Palantir – schon an der Gewinnschwelle

    Palantir Technologies reitet die Big-Data Welle. CEO Alex Karp sagte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos: „Die Kernaufgabe unseres Unternehmens ist es, den Westen, besonders Amerika, zur stärksten Macht der Welt zu machen, um Frieden und Wohlstand zu sichern“. Das versucht der Konzern, indem große Mengen von Daten aus unterschiedlichsten Quellen aufbereitet werden, um sie im Anschluss an Behörden, Geheimdienste oder gewerbliche Kunden zu geben. Die Kontakte zu den Geheimdiensten verleihen dem Unternehmen einen geheimnisvollen Touch.

    In Corona Zeiten wurde den Behörden die Software Plattform Foundry kostenlos zur Verfügung gestellt. So konnte man neue Kunden gewinnen. Doch nicht nur bei den Behörden kommen die Software Plattformen gut an, sondern auch immer mehr gewerbliche Kunden setzen auf die Software von Palantir. Das konnte man gut an den letzten Quartalszahlen sehen, aus denen erkennbar ist, dass die Kundenbasis von 169 auf 304 gestiegen ist. Allerdings schrieb das Unternehmen leicht rote Zahlen. Während viele andere Tech-Unternehmen Mitarbeiter entlassen stellt Palantir weiter Mitarbeiter ein.

    Das kostet natürlich Geld, aber wenn man langfristig wachsen will, muss man investieren. Zudem hat die US-Regierung einen großen Auftrag nach hinten verschoben, so dass die fehlenden Umsätze nur aufgeschoben sind, nicht aufgehoben. Informationen werden in Zukunft immer wichtiger, und so steht der Konzern trotz der Schwäche in der Aktie vor einer großen Zukunft. Anfang August kostete eine Aktie noch 11,62 USD, momentan bekommt man sie für 7,79 USD. Das Unternehmen bringt demnach eine Marktkapitalisierung von rund 16 Mrd. USD auf die Waage.


    Wachstumsaktien sind extrem volatil. Bei guten Nachrichten springen die Aktien schnell an, bei schlechten Ergebnissen brechen sie aber auch schon einmal ein. Als Investor muss man sich dessen bewusst sein. Plug Power reitet gerade auf der Green-Tech Welle, hat sich aber schon weltweit einen Namen gemacht. Meta Materials hat sehr viel Potential. Das muss jetzt auf die Straße gebracht werden. Palantir steht bereits an der Gewinnschwelle und weitet seinen Kundenstamm erfolgreich aus. Bei allen drei Unternehmen kann langfristig etwas Großes entstehen.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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    Kommentar von Armin Schulz vom 06.08.2026 | 05:20

    Palantir, Miivo AI und IBM: Der Milliarden-Markt Mittelstand – wie Sie die ungenutzte KI-Integration jetzt für ihr Depot nutzen

    • Palantir
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    • KI-Integration
    • KI-Plattform
    • Quantencomputing

    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Miivo AI Inc.

    Die öffentliche Debatte bezüglich künstlicher Intelligenz wird häufig über die neuesten KI-Modelle und AI-Agenten und Co. geführt. Große Konzerne nutzen die KI bereits, doch es geht nicht um die wenigen großen Konzerne. Nimmt man beispielsweise den deutschen Mittelstand, der rund 780.000 Unternehmen umfasst, benutzen mittlerweile laut einer Bitkom-Erhebung 41 % KI aktiv in ihren Geschäftsprozessen. Das führt allerdings zu Problemen, denn etwa 80 % der Unternehmen können den wirtschaftlichen Nutzen der KI-Investitionen kaum quantifizieren. Die Kluft zwischen Potenzial und der operativen Integration öffnet einen Markt, der für Unternehmen, die diese Lücke schließen können, extrem lukrativ sein kann. Wir sehen uns heute Palantir, Miivo AI und IBM an, die Unternehmen dabei unterstützen, KI in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren.

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    Künstliche Intelligenz hat Einzug gehalten in die Wirtschaft und ist dort auch langfristig nicht mehr wegzudenken. Während sich die Öffentlichkeit auf Themen wie KI-Agenten, die neuesten Modelle von ChatGPT etc. fokussiert, gibt es einen ganz anderen Engpass: die Energie. Es entstehen aktuell riesige Rechenzentren, um diese KI anzutreiben und sie brauchen extrem viel Strom, der zuverlässig ist. Also muss auch die Energie grundlastfähig sein. Wir sehen uns daher heute mit SAP ein etabliertes Softwareunternehmen an, das mit seinem Cloud-Service und der KI wiederkehrende Erlöse erzielt. Mit Standard Uranium analysieren wir einen möglichen kommenden Uranproduzenten, der sich um die Lieferkette kümmert. Zuletzt werfen wir einen Blick auf Amazon, das die physische Infrastruktur baut und auch selbst plant, mittels SMRs seine Energie selbst herzustellen.

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    Kommentar von André Will-Laudien vom 04.08.2026 | 04:00

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    Die digitale Transformation erreicht durch Künstliche Intelligenz und gigantische Datenströme eine neue Entwicklungsstufe, die visionären Investoren historische Renditechancen eröffnet. Während etablierte Tech-Giganten wie Oracle aktuell gefährlich straucheln und den Anschluss an die nächste Innovationswelle zu verpassen drohen, formiert sich an der Spitze eine neue Riege von Highflyern. Der europäische Software-Riese SAP demonstriert eindrucksvoll, wie die nahtlose KI-Integration in globale Unternehmensprozesse zu guten Margen und wiedererlangtem Kurswachstum führt. Erwähnt sei auch der Fernwartungs- und Softwarespezialist TeamViewer, der mit hochentwickelten Big-Data-Analysen versucht, die industrielle Effizienz auf ein neues Rekordniveau zu heben. Als absoluter Geheimfavorit fasziniert zudem die Rohstoff-Plattform Aspermont, die ihre historisch gewachsenen Datenschätze mittels KI monetarisiert und damit vor einer spürbaren Neubewertung steht. Wer jetzt die richtigen Weichen stellt und auf datengetriebene Vorreiter setzt, sichert sich einen niedrigen Einstieg zu interessanten Turnaround-Kandidaten. Der Schlüssel liegt im richtigen Timing.

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