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19.02.2024 | 05:10

Renk, Manuka Resources, Airbus mit explosiven News

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Bildquelle: pixabay.com

Der deutsche Leitindex DAX hat es in dieser Woche geschafft. Er konnte die Marke von 17.000 Punkten deutlich überspringen und ein neues Allzeithoch bei 17.198,50 Punkten erklimmen. Nach einem schwachen 2023er IPO-Jahr in Deutschland, in dem lediglich drei Unternehmen den Gang an die Börse wagten, setzte die Renk Group mit einem Raketenstart zudem ein Ausrufezeichen. Ob das hohe Niveau im DAX gehalten werden kann, hängt in der kommenden Woche auch von Allianz, Fresenius sowie Heidelberg Materials ab, die ihre Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr offenlegen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: RENK AG O.N. | DE0007850000 , Manuka Resources Limited | AU0000090292 , AIRBUS | NL0000235190

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Inhaltsverzeichnis:


    Renk mit explosivem Start

    Der zweite Schuss saß! Nachdem die Augsburger, die unter anderem Getriebe für Panzer und Fregatten produzieren, noch im Herbst ihr geplantes IPO verschoben, wurde der Gang an die Frankfurter Börse in der vergangenen Woche mit Bravour gemeistert. Mit rund 1,9 Mrd. EUR wurde der Zulieferer der Rüstungsindustrie beim Ausgabekurs von 15 EUR bewertet. Das aktuelle Umfeld mit zunehmenden Spannungen in der Weltpolitik und ausufernden Konflikten bescherte der Renk Group zwischenzeitlich einen Anstieg des Börsenkurses auf 28,74 EUR, bevor in den letzten beiden Handelstagen Gewinne in Sicherheit gebracht wurden. Der Wochenschlusskurs von 25,36 EUR bedeutete trotzdem eine Performance von rund 69 %.
    Die Geschäftsbereiche der Renk Group, die global führend in der Herstellung von einsatzkritischen Antriebstechniken in verschiedenen zivilen und militärischen Endmärkten ist, gehen dabei weit über die Rüstungsindustrie hinaus.

    So beliefern die Schwaben weltweit mehr als 70 Armeen im Bereich Fahrzeugmobilitätslösungen, einschließlich des Sicherheits- und Verteidigungsmarkts, mit Produkten wie Getrieben für Kettenfahrzeuge, Panzer, Motoren, Federungen, Prüfsystemen und sogenannten Powerpacks. Zusätzlich versorgt Renk die zivile Schifffahrt und Marine sowie die Industrie mit Getrieben, Kupplungen, Bremsen und Antriebssystemen. Ein weiteres wichtiges Segment sind Gleitlager für Elektromotoren, Förderbänder, Pumpen, Gebläse, Wasserturbinen und Generatoren. Hierbei ist Renk weltweit führend in der Bereitstellung von standardisierten E-Lagern für elektrische Maschinen und hydrodynamisch geölten Standardgleitlagern.

    Manuka Resources erhält Rückenwind

    Zu einem Milliardenunternehmen könnte in Zukunft auch Manuka Resources emporsteigen. Natürlich ist der Weg weit, der jüngste Goldproduzent Australiens wiegt gerade einmal 27,32 Mio. EUR an der Börse. Doch mit der Übernahme der Firma Trans-Tasman Resources Limited, dem Eigentümer des South-Taranaki-Bight-Projekts, einem Offshore Titan- und Vanadiumvorkommen, könnte Manuka Resources zu einem der bedeutenden globalen Versorger bei Batteriespeichern werden. Die an der Küste Neuseelands liegende Lagerstätte besitzt das Potenzial, mit einer Jahresproduktion von 10.000 t Vanadium zur Nummer drei der globalen Produzenten aufzusteigen. Im Vergleich dazu werden aktuell 40.000 t Vanadium in China sowie 10.000 t in Russland gefördert.

    Insgesamt werden auf der Liegenschaft rund 3,2 Mrd. t vermutet. Der Nettogegenwartswert abgezinst mit 10 % (NPV10) liegt bei 1,8 Mrd. USD und übersteigt somit die aktuelle Bewertung um ein Vielfaches.
    Einen deutlichen Schub erhielt Manuka Resources durch einen Regierungswechsel in Neuseeland. So ist das Projekt in den Koalitionsvereinbarungen der Regierung verankert, die am 24. November 2023 bekannt gegeben wurden. Dass die neue Führung die Arbeiten von Manuka Resources unterstützen wird, ist selbstredend nicht ohne Eigennutz. Bei voller Förderung sollen dem Inselstaat jährliche Lizenzgebühren in Höhe von 43 Mio. USD und zusätzlich 110 Mio. USD an Unternehmenssteuern pro Jahr sowie rund 600 Mio. Mio. USD an Deviseneinnahmen pro Jahr zufließen.

    Die Aktie von Manuka Resources verdoppelte sich nach Ankündigung der neuseeländischen Regierung auf 0,10 AUD und bildet aktuell einen Seitwärtstrend im Bereich von 0,07 AUD. In Anbetracht dessen, dass weitere positive Signale zu erwarten sind, könnte der Wert in Kürze ein neues Jahreshoch erzielen.

    Airbus - Profiteur der Boeing-Krise

    Beim US-Flugzeugbauer Boeing traten in den letzten Wochen vermehrt Qualitätsprobleme auf. Vor allem die 737 bereitet nach Beendigung des Groundings immer mehr Sorgen bei der Sicherheit, die von lockeren Schrauben im Rudersteuersystem über falsche Bohrlöcher bis hin zu Problemen mit den Rümpfen reichen.
    Davon profitierte der europäische Konkurrent Airbus, an dem sowohl der französische als auch der deutsche Staat mehr als 10 % beteiligt ist. Aufgrund von Rekordaufträgen und deutlich höheren Auslieferungen vermeldete der Flugzeughersteller nun die Ausschüttung einer Sonderdividende.

    Ein kleiner Wermutstropfen war lediglich eine weitere Belastung der kriselnden Raumfahrtsparte.
    Im abgelaufenen Geschäftsjahr berichtete der weltgrößte Hersteller von Verkehrsflugzeugen über einen Anstieg seines bereinigten operativen Gewinns um 4 % auf 5,8 Mrd. EUR, während der Umsatz um 11 % auf 65,4 Mrd. EUR kletterte. Für das Jahr 2024 erwartet Airbus einen Gewinn zwischen 6,5 und 7,0 Mrd. EUR. Airbus empfiehlt die Ausschüttung einer Dividende von 1,8 EUR pro Aktie sowie einer Sonderdividende von 1 EUR pro Aktie, nachdem die Nettoliquidität die Schwelle von 10 Mrd. EUR überschritten hat.

    Für das laufende Jahr rechnet Airbus mit etwa 800 Flugzeugauslieferungen. Es wurde jedoch eine weitere Verzögerung bei der Auslieferung des Single-Aisle-Jets A321XLR bekannt gegeben, die nun vom zweiten auf das dritte Quartal verschoben wird. Die Endmontage des ersten Kundenflugzeugs hat jedoch bereits im Dezember begonnen.

    In Folge der Zahlen korrigierte die Aktie auf 146,26 EUR, nachdem sie im Vorfeld ein neues Allzeithoch bei 152,82 EUR erklimmen konnte. Die kanadische Bank RBC wiederholte ihr Kursziel von 145 EUR mit dem Anlageurteil „Sector Perform“.


    Der Zulieferer Renk feierte ein fulminantes Börsendebüt. Airbus profitierte von Sicherheitsproblemen des US-Konkurrenten Boeing und kündigte durch die hohen Auftragseingänge eine Sonderdividende an. Manuka Resources besitzt enormes Potenzial und dürfte von weiteren Schritten der bergbaufreundlichen Regierung Neuseelands profitieren.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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