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22.03.2022 | 05:10

SAP, Aspermont, Palantir – KI-Aktien vor Neubewertung

  • Künstliche Intelligenz
  • Technologie
Bildquelle: pixabay.com

Nach einem Anstieg des deutschen Leitindex DAX von mehr als 2.000 Punkten seit dem Zwischentief bei 12.431 herrscht Unentschlossenheit, in welche Richtung es weitergehen soll. Spiegelbildlich dient die Lage in der Ukraine, wo eine Einigung in Bezug auf eine Waffenruhe noch in weiter Ferne liegt. Dagegen rückt die Entwicklung näher, dass künstliche Intelligenz im Zuge der Digitalisierung an vielen Stellen unseres Lebens immer wichtiger wird. Der Aspekt der KI-Sicherheit, sowohl im Sinne des Schutzes vor äußeren Angriffen als auch der Betriebssicherheit, gewinnt entsprechend an Relevanz. Die Unternehmen, die aktuell an der Börse gelistet sind, könnten in naher Zukunft vor einer Neubewertung stehen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: ASPERMONT LTD | AU000000ASP3 , SAP SE O.N. | DE0007164600 , PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088

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Inhaltsverzeichnis:


    Fehlendes Puzzleteil für die Sicherheit

    Gerade in der aktuellen Phase der geopolitischen Spannungen und möglichen Eskalationen könnte die Technologie des US-amerikanischen Datenspezialisten Palantir Technologies zum Zünglein an der Waage werden. Technologie auf Basis künstlicher Intelligenz für das europäische Militär soll bald zur Realität werden, zumindest wenn es nach dem CEO von Palantir, Alex Karp, geht. Palantir, das mehr als die Hälfte seines Umsatzes aus Aufträgen der US-Regierung, Geheimdiensten und Strafverfolgungsbehörden generiert, rät Europa zur KI-Dominanz im Militärbereich.

    In den USA ist man von der Zuverlässigkeit der Datenanalyse-Plattform bereits überzeugt. So erhielt das in Denver niedergelassene Unternehmen einen Beschaffungsauftrag mit einem Volumen von 34 Mio. USD von der US-Army, um die Weiterentwicklung der Army Intelligence Data Platform (AIDP), ein auf KI-gestütztes Gefechtsführungs-Analysesystem, zu unterstützen. Vom Landeskriminalamt aus Bayern bekam das Unternehmen aus Denver, Colorado zudem einen Auftrag für das „verfahrensübergreifende Recherche- und Analysesystem Vera“, teilte das BLKA am Montag mit. Vom bayerischen Innenministerium heißt es, kein anderes Unternehmen habe die strengen Ausschreibungskriterien erfüllt. „Vera“ soll bereits vorhandene Informationen aus verschiedenen Datenbanken verknüpfen, die der Polizei zur Verfügung stehen. Andere Bundesländer könnten sich anschließen, da Bayern laut dem BLKA federführend einen Rahmenvertrag geschlossen hat. Polizei von Bund und Ländern könnte somit ohne zusätzliche Vergabeverfahren einsteigen.

    Die Aktie von Palantir zeigt in den letzten Wochen relative Stärke zum Gesamtmarkt und konnte die Unterstützung bei 9,62 USD erfolgreich verteidigen. Aktuell kämpft der Titel um den seit Oktober ausgebildeten Abwärtstrend bei 13,17 USD. Sollte dieser gebrochen werden, stünde bereits der Widerstand bei 17,24 USD als nächstes Ziel bereit. Insgesamt könnte Palantir fundamental durch die geopolitischen Spannungen immer mehr an Bedeutung gewinnen, von Seiten der Technologie besitzt das Big Data- Unternehmen ein Alleinstellungsmerkmal.

    Aspermont vor Neubewertung

    Vor einer Neubewertung könnte in Kürze auch das Data-as-a-Service- Unternehmen Aspermont stehen. Nach einer monatelangen Bodenbildungsphase im Bereich von 0,013 EUR könnte der Start der seit langem erwarteten Plattform zur Kapitalbeschaffung für professionelle Investoren auf dem ASX-Markt die Kurse ähnlich wie im Frühjahr des vergangenen Jahres steigen lassen. Die Voraussetzung für den Launch einer Plattform für den Rohstoffsektor sind dabei bestens, befinden sich diese doch in einem Superzyklus und die Nachfrage nach einer Kapitalbeschaffung im Bergbausektor steigt sukzessive an. Aus strategischer Sicht dürfte die Plattform für den Bergbausektor als Proof-of-Concept genutzt werden, um diese dann auf andere Wirtschaftszweige übertragen zu können. Ebenfalls dürften die Plattform, die in diesem Jahr in Australien gestartet werden soll, auf andere Länder ausgeweitet werden. Die globalen Zielgruppen sowie die benötigten Medienkanäle sind dabei seit Jahren bestens ausgebaut.

    Wie wichtig die Plattformen von Aspermont sind, bestätigt die australische Regierung. So erhielt die Kondinin Group, ein Tochterunternehmen und der für landwirtschaftliche Medien zuständige Geschäftsbereich führende Informationsverteiler für Australiens Farmer, Regierungszuwendungen in Höhe von 2,3 Mio. AUD, umgerechnet 1,54 Mio. EUR. Alex Kent, Managing Director von Aspermont, fügt hinzu: "Diese Zuwendung in Höhe von 2,3 Mio. Dollar ist die Bestätigung dafür, dass die australische Bundesregierung Kondinin als Markenführer im australischen Agrarsektor anerkennt und unterstützt. Mit einer Marktkapitalisierung von 32,21 Mio. EUR ist das führende Medienunternehmen auf jeden Fall näher zu betrachten. Details sind in einem Report dargestellt.

    SAP- Eine Ära endet

    Paukenschlag im führenden europäischen Softwarehaus SAP. Der langjährige Finanzvorstand Luka Mucic kehrt dem deutschen Softwareriesen nach 27 Jahren vorzeitig den Rücken. Mucic werde das Unternehmen zum 31. März 2023 verlassen, kündigte der Walldorfer DAX-Konzern an. Darauf habe sich der Aufsichtsrat einvernehmlich mit ihm verständigt. Die plötzliche Entscheidung sorgte am Markt für Verunsicherung und einem Kursverfall in Höhe von 2,0% auf 101,65 EUR.

    Auch die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für SAP von 135 auf 128 EUR gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Analyst James Goodman werte den für 2023 angekündigten Abschied des Finanzchefs Luka Mucic ziemlich negativ.


    Künstliche Intelligenz wird in Zukunft immer wichtiger für alle Bereiche des Lebens. In Hinblick auf die Sicherheit könnte Palantir als einer der Hauptprofiteure hervorgehen, bei den B2B-Medien zählt Aspermont zu den Favoriten. SAP kam durch die Meldung einer wichtigen Personalie kurzfristig unter Druck, auf aktuellem Niveau könnte sich jedoch eine Trading-Chance ergeben.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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