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19.10.2021 | 05:10

Steinhoff International, Osino Resources, Nordex – beste Voraussetzungen

  • Märkte
  • Gold
Bildquelle: pixabay.com

Trotz der Sorgen um einen möglichen Immobiliencrash in China sowie einer weiter hohen Inflation und Angst der Anleger vor einer Geldentwertung schoben sich die weltweiten Indizes in der vergangenen Woche wieder nach oben und bereiten sich für den erneuten Sturm auf neue All-Zeit-Hochs vor. Zudem stützten starke Geschäftszahlen zum dritten Quartal aus den USA die Börsenbarometer. Auch der DAX startete mit guten Vorgaben des Softwareriesen SAP optimal in die Berichtssaison.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: OSINO RESOURCES CORP. ON | CA68828L1004 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554 , STEINHOFF INT.HLDG.EO-_50 | NL0011375019

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Inhaltsverzeichnis:


    Starkes drittes Quartal

    Herausragend waren auch die Auftragseingänge des Hamburger Unternehmens Nordex. Der Windanlagenbauer konnte im dritten Quartal insgesamt 389 Aufträge mit einer Leistung von insgesamt 1,829 MW ergattern, im Vorjahreszeitraum belief sich der Bestand auf 271 Bestellungen mit einer Leistung von 1.229 MW.

    Rückblickend auf die ersten drei Quartale erzielte der Konzern einen Auftragseingang von 4.610 MW, vornehmlich wurde dabei mit rund 80% die Delta4000-Baureihe bestellt. Hervorzuheben ist das Windpark-Projekt MacIntyre, das für den größten Einzelauftrag sorgte. Nach Australien sollen 162 Turbinen der N163/5.X Klasse mit einer Nennleistung von 923 MW geliefert werden.

    Durch die guten Neuigkeiten konnte sich der Kurs zunächst wieder über die Marke von 15 EUR schieben. Der nächste Widerstand liegt bereits bei 15,50 EUR.

    Auf dem richtigen Weg

    Beim International Investment Forum konnte man Sicherheit und Erfahrung von Osino Resources-CEO, Heye Daun, förmlich spüren. Der Unternehmenslenker lobte einmal mehr die Infrastruktur rund um das Twin-Hills-Projekt in Namibia. Für Entwickler als auch Investoren seien die Rahmenbedingungen perfekt, um das Flagschiff-Projekt von Osino Resources zum Erfolg zu bringen.

    Im zweiten Quartal des nächsten Jahres erwartet Daun neue Ergebnisse um das Projekt, die klare Hinweise auf die vielversprechende Perspektive von Osino Resources bieten werden. Der Mann weiß, um was es geht und konnte dies in der Vergangenheit bereits beweisen. Die benachbarte Ojikoto-Mine konnte das Management damals für 180 Mio. CAD an B2 Gold verkaufen. Dabei weisen die hochgradige Mine und Twin Hills deutliche geologische Parallelen auf.

    Insgesamt verfügt Osino Resources über eine Fläche von rund 6.700 qkm in Namibias aussichtsreichem Damara-Sedimentmineralgürtel entlang des Streichens der produzierenden Goldminen Navachab und Otjikoto. Insgesamt erhofft sich Osino Resources, die erste Schätzung aus dem zweiten Quartal dieses Jahres über 430.000 Unzen mit 1,00 g/t Gold (angezeigt) bzw. 1,47 Mio. Unzen mit 1,08 g/t Gold (abgeleitet) noch deutlich ausbauen zu können. Die Analysten von Sprott Equity Research sind sich in ihrer Studie sicher, dass das aktuell geplante Bohrprogramm über 75.000m weitere hochgradige Ausläufer an die Oberfläche bringen sollte und vergaben ein Kursziel von 2,55 CAD mit dem Urteil „buy“.

    Aufgrund einer hohen Investorennachfrage wurde die aktuell laufende Privatplatzierung auf insgesamt bis zu 9.454.455 Einheiten zu einem Preis von 1,10 CAD erhöht, was bei bei Vollplatzierung insgesamt 10,5 Mio. CAD Bruttoerlöse in die Kassen von Osino Resources spülen wird. Verwenden wird das Management die Mittel zur Exploration und Erschließung des unternehmenseigenen Goldprojekts Twin Hills, was Bohrungen, Untersuchungen, technische Studien, den Erwerb von Oberflächenrechten sowie Betriebskapital und allgemeine Unternehmenszwecke umfasst. Zudem werden weiterhin neue Gebiete geprüft, um das Portfolio in Namibia stetig zu erweitern.

    Steinhoff mit hoher Volatilität

    Nach dem Abverkauf der vergangenen Woche ging es für den Deutsch-Südafrikanischen Handelskonzern Steinhoff wieder steil nach oben. Nach Tiefstständen am Ende der vergangenen Woche bei 0,12 EUR explodierte der Kurs auf 0,152 EUR.

    Der Grund für den steilen Anstieg ist hier nicht ganz nachzuvollziehen. Lediglich die Freigabe der liquiden Zahlungsmittel erfolgte durch die südafrikanische Zentralbank. Diese benötigt Steinhoff, falls der Vergleich erfolgreich abgeschlossen werden sollte. Wahrscheinlich interpretierten einige Spekulanten, dass dies bereits der Fall sei.

    Tatsächlich geht die unendliche Geschichte erst mit den Highcourt Anhörungen in Südafrika weiter, die für Ende Januar angesetzt sind. Die Aktie ist und bleibt ein Zockerpapier. Selbst ein erfolgreich durchgeführter Vergleich bedeutet bei weitem noch nicht die Rettung für Steinhoff.


    Die Aktienmärkte schieben sich nach der letzten Korrektur wieder Richtung Norden. Eine weiter erfolgreiche Zahlensaison könnte neue Höchststände in den Indizes zur Folge haben. Aus dem Edelmetallsektor sticht die Aktie von Osino Resources hervor. Steinhoff bleibt ein Glücksspiel.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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