Menü schließen




18.03.2021 | 04:50

SunMirror, Barrick Gold, NIO, Volkswagen: Mega-Trend nachhaltige Batteriemetalle

  • Batteriemetalle
Bildquelle: pixabay.com

Dass die Mobilität der Zukunft elektrisch ist, daran besteht kein Zweifel – zumindest wenn man Volkswagen glaubt. Der Weltkonzern hat vor wenigen Tagen im Rahmen seines Battery Days eine Strategie für die eigene Batterieproduktion vorgestellt. Doch Batterien benötigen Rohstoffe. Diese Rohstoffe sind in den vergangenen Jahren immer knapper geworden. Nachdem es beispielsweise um Lithium im Jahr 2016 bereits einen Boom gab, beruhigten sich die Preise wieder – manch ein kleiner Anbieter ging vom Markt. Das rächt sich jetzt. In einer Phase, in der Volkswagen die Zahl seiner verkauften Elektroautos verdoppeln will, sind Rohstoffe knapp. Wie Anleger die Situation für sich nutzen können? Lesen Sie weiter!

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: CA0679011084 , US62914V1061 , DE0007664005

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Terry Lynch, CEO, Power Nickel
    "[...] Nickel profitiert also gleich doppelt: Erstens von der wachsenden Bedeutung innerhalb von Batterien und zweitens von der allgemein wachsenden Nachfrage nach derartigen Speichern. [...]" Terry Lynch, CEO, Power Nickel

    Zum Interview

     

    SunMirror: Modernes Rohstoffunternehmen dreht das „grüne" Rad

    Um Batterien überhaupt in Elektroautos verbauen zu können, müssen diese Batterien hergestellt werden. Dazu sind verschiedene Metalle nötig. Das Schweizer Unternehmen SunMirror fokussiert sich auf die Beteiligung an Projekten rund um kritische Metalle. Dazu gehören Lithium, Magnetit, Nickel und auch Gold. Unter anderem arbeitet SunMirror an drei Projekten in Westaustralien. Um gegenüber größeren Unternehmen aus dem Bergbau, wie etwa BHP Group oder andere, konkurrenzfähig zu sein, setzen die Schweizer von Anfang an auf schlanke Prozesse. Das bringt den Vorteil, auf aktuelle Entwicklungen des Marktes reagieren zu können. Eine solche Entwicklung ist beispielsweise die politische Krise in Myanmar und die damit verbundene steigende Nachfrage nach Batteriemetallen, die nicht aus China kommen. SunMirror weist darauf hin, dass seine beiden Projekte Mt. Keith und Moolyella in Westaustralien in der Lage sind, die Nachfrage nach solchen kritischen Metallen im erwarteten Superzyklus zu bedienen. Das mögliche Angebot der Schweizer umfasst neben Lithium auch Nickel, Kobalt, Gold, Seltene Erden, Eisenerz und sogar Zinn.

    Letzteres Industriemetall kletterte allein während der vergangenen Wochen rasant und erreichte kürzlich einen Preis, wie ihn der Rohstoffmarkt seit 2011 nicht gesehen hat. Bei SunMirror ist man sich einig, dass die Nachfrage nach Batteriemetallen eine Rohstoff-Hausse auslösen wird. Auch die Chipindustrie fragt beständig Metalle nach. Das Internet der Dinge sowie die Zunahme mobiler Anwendungen dürften in diesem Zusammenhang ein weiterer Treiber sein. Simon Moores vom Analysehaus Benchmark Minerals bezeichnete die Entwicklung rund um Lithium und andere Batteriemetalle bereits als „Goldrausch auf Steroiden". SunMirror könnte mit seiner jüngsten Entscheidung, die Entwicklung von Projekten rund um aktuell gefragte Metalle zu beschleunigen, am Markt einen Nerv treffen. Die Aktie ist aktuell lediglich in Düsseldorf und Wien gelistet. Ein bevorstehendes Listing in Frankfurt und ein weiteres Listing an der London Stock Exchange (LSE) sollen jedoch im Frühsommer folgen. Das Unternehmen dürfte dann bei noch mehr Investoren auf den Zetteln stehen.

    Barrick Gold: Hier mangelt es an Diversität

    Während innovative und junge Unternehmen, wie SunMirror, flexibel genug sind, ihre Ausrichtung den Vorgaben des Marktes anzupassen, leidet Gold-Gigant Barrick Gold seit Monaten unter dem darbenden Goldpreis. Auf Sicht von einem Jahr brachte die Aktie lediglich eine Rendite von 15% ein. Die Gewinne nach dem Kurseinbruch vor genau einem Jahr hat die Aktie teils wieder eingebüßt. Zuletzt ging es für die Barrick-Aktie etwas nach oben, weil dem Unternehmen ein Interesse an Gold Fields nachgesagt wurde. Diese Elefantenhochzeit könnte für Barrick Sinn machen. Gold Fields ist vor allem in Südamerika, Afrika und Australien stark und würde Barrick Großprojekte mit entsprechend langen Restlaufzeiten bieten.

    Doch die interessantesten Großprojekte von Gold Fields liegen ausgerechnet in Südafrika. Dort kommt es immer wieder zu Streiks, da die Gewerkschaften traditionell einen großen Einfluss haben. Oftmals fällt die Produktion auf diese Weise für mehrere Monate flach. Ob sich Barrick Gold dieses Risiko antun will? Die Spekulationen zeigen allerdings, dass der Druck, sich zusammenzuschließen, innerhalb der Branche wächst. Der Kurs von Barrick kam trotz des Befreiungsschlages bei Gold nach Ausbruch der Pandemie nicht so richtig in die Gänge. Die Aktie ist aktuell wenig interessant, da sie zudem außer Gold nur ein sehr kleines Kupfer-Geschäft zu bieten hat. Die Nachfrage steigt aktuell aber eher bei anderen Metallen.

    NIO: Wie sexy können chinesische Hersteller in Zukunft noch sein?

    Einer der Nachfragetreiber ist beispielsweise das chinesische Unternehmen NIO. Der Hersteller von Elektroautos galt lange als Geheimtipp und glänzte um den Jahreswechsel mit der Vorstellung einer Limousine, die eine Reichweite von 1.000 Kilometern hat. Als chinesisches Unternehmen dürfte NIO zwar von den zahlreichen Quellen für kritische Metalle profitieren, die Peking in den vergangenen Jahren erschlossen hat, doch bewegt sich der Markt aktuell in eine andere Richtung.

    Mit der Ankündigung von Volkswagen, die Elektrifizierung der Mobilität forcieren zu wollen und selbst Lieferketten rund um Batterien zu etablieren, steigt das Bewusstsein für nachhaltig geförderte Rohstoffe. Für Autobauer wie Volkswagen könnte die Nachhaltigkeit der gesamten Lieferkette das Verkaufsargument schlechthin sein – profitieren könnten auch moderne Bergbauunternehmen, wie etwa SunMirror, die außerhalb Chinas Rohstoffprojekte mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit vorantreiben.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.

    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 31.01.2023 | 04:44

    E-Mobilität 2023: Die Tesla-Jäger kommen! BYD, Lucid, Tocvan Ventures. Fliegt jetzt auch die Varta-Aktie?

    • e-Mobilität
    • GreenTech
    • Batteriemetalle
    • Rohstoffe
    • Gold

    Das ist doch kaum zu fassen! Die Tesla-Aktie macht wieder von sich reden. Mit verhaltener Erwartung waren die Analysten in die Präsentation der Jahreszahlen gegangen, denn viele negative Gerüchte rankten sich um Elon Musks Elektroschmiede: Weniger Umsatz? Autos auf Halde? Es kam, wie wieder niemand erwartet hatte. Elen Musk lieferte und verhöhnte gleichzeitig alle Shorties, die seine Aktie noch zum Jahreswechsel unter 100 USD drücken wollten. Dieser Zock ging gehörig daneben, denn Tesla konnte sogar bessere Zahlen als erwartet liefern und für die Aktie gab es kein halten mehr. Mit plus 70% in nur 4 Wochen gehört die Tesla-Aktie mittlerweile zu den Shooting-Stars seit Jahreswechsel – den Leerverkäufern dürfte die Lust gehörig vergangen sein. Doch die Vielfalt an interessanten Aktien ist groß, wo lauern die Chancen für E-Anleger?

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 25.01.2023 | 04:44

    In Deckung gehen - Tesla bringt heute Zahlen! BYD, Nio, Power Nickel, BASF: Hier geht´s zur E-Mobilität!

    • E-Mobilität
    • Batteriemetalle
    • Rohstoffe
    • GreenTech

    Die Spannung steigt und steigt. Wie werden die Jahreszahlen des Branchenprimus der E-Mobilität Tesla nun wirklich ausfallen? Zum Jahresende 2022 gab es einen 70%-Einbruch der Aktie zu verschmerzen, Elon Musk der Gründer, hatte binnen 8 Wochen 100 Mrd. USD weniger auf dem Konto. Schuld war er selbst, denn zur Finanzierung der Twitter-Übernahme, musste er sich von Tesla-Aktien trennen. Für das Jahr 2023 interessieren nun die Erwartungen, die an die E-Mobilität gestellt werden. Fakt ist: Viele Staaten, darunter auch Deutschland, nehmen die Subventionierungen nun schrittweise zurück. Die neue Mobilität muss nun also selbst Laufen lernen. Wo liegen die Chancen für Anleger?

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 12.12.2022 | 04:44

    100 Prozent sind möglich: BYD, Varta, Power Nickel, BASF: Aktien der E-Mobilität für 2023!

    • Batteriemetalle
    • E-Mobilität
    • Nickel

    Angesichts fortgeschrittener Korrekturen an den Börsen, anziehender Inflation und gestörter Lieferketten fragen sich viele Marktteilnehmer, ob der 100-Prozenter auch in 2023 möglich ist? Ist er! Denn derzeit gibt es viele Herausforderungen zur Lösung der Klima- und Energiekrise. Gefragt sind mehr denn je revolutionäre Ideen mit Weitblick. Der Innovations-Druck könnte im Bereich der Batterien für die E-Mobilität nicht höher sein, denn die Themen Reichweite, Lebensdauer und Recycling sind für den Konsumenten noch nicht zufriedenstellend gelöst. Einige Vertreter der Branche haben die Zeichen der Zeit bereits erkannt.

    Zum Kommentar