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26.08.2025 | 05:00

Zwei-Klassen-Gesellschaft bei Rohstoffen: BHP Group, Power Metallic Mines, BYD

  • Batteriemetalle
  • Nickel
  • Platin
Bildquelle: pexels.com

Der Begriff „Commodity“ bezeichnet eine standardisierte, austauschbare Ware ohne besondere Alleinstellungsmerkmale. Doch dieser Grundsatz gerät ins Wanken. Einerseits kommt es bei Rohstoffen zunehmend auf Förderbedingungen an, andererseits sind Rohstoffe in Zeiten sich entgegenstehender Machtblöcke, Zöllen und anderen Handelshemmnissen alles andere als austauschbar. Auch eröffnet die Weiterverarbeitung von Rohstoffen Unternehmen aus der Branche die Chance, sich von der Konkurrenz abzuheben und Alleinstellungsmerkmale zu generieren. Commodity? War einmal! Wir erklären die aktuelle Entwicklung an den Beispielen von BHP Group, Power Metallic Mines und BYD und zeigen Investoren Chancen auf.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: POWER METALLIC MINES INC. | CA73929R1055 , BHP GROUP PLC DL -_50 | GB00BH0P3Z91 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296

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Inhaltsverzeichnis:


    BHP Group und BYD setzen weiter auf Nachhaltigkeit

    Wer sich heute ein E-Auto kauft, wünscht sich Komfort, Fahrspaß und einen positiven ökologischen Fußabdruck. Schon vor einigen Jahren zeigte das die EIB Climate Survey der Europäischen Investitionsbank. Damals wollten sich 67 % der Befragten beim nächsten Autokauf für einen Stromer oder Hybrid entscheiden. 78 % der Befragten waren der Ansicht, im Alltag „alles dafür zu tun, um den Klimawandel zu bekämpfen“. Auch wenn die Zahlen nach drei Jahren Rezession, Krieg und Zukunftsängsten heute sicher ein wenig anders aussehen, so bleiben die Motive für E-Auto-Käufer doch auch stark vom Klimaschutz geprägt. Saubere Quellen für Rohstoffe und entsprechende Lieferketten sind entscheidend. Bergbau-Unternehmen wie BHP Group investieren seit Jahren in nachhaltigere Abbaumethoden. Autobauer wie BYD setzen neben der Diversifikation ihrer Rohstoffquellen ebenfalls auf einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck ihrer Zulieferer. Im Zuge dessen brachte BHP bereits ein Zwei-Klassen-Preissystem für Rohstoffe ins Spiel – wer nachhaltig produziert, solle höhere Preise nehmen können.

    Die Elektrifizierung der Minen – Power Metallic Mines ist anschlussfähig

    In der Praxis hat sich ein derartiges System auf freien Märkten längst etabliert. Da Industrieunternehmen ihre Lieferketten auch hinsichtlich der CO2-Emissionen offenlegen müssen und das Thema der Versorgungssicherheit wegen Zöllen und anderer Handelshemmnisse immer akuter wird, können bestimmte Rohstoff-Unternehmen längst höhere Preise verlangen, als andere. Dass diese Entwicklung trotz der aktuell herausfordernden Marktphasen weitergeht, zeigt die jüngst vermeldete Kooperation zwischen BHP, BYD und CATL, um den Betrieb von Minen zu elektrifizieren und den Verbrauch von Diesel deutlich zu senken. Gemeinsam wollen die drei Unternehmen batteriebetriebene Motoren selbst für schwere Bergbaufahrzeuge und Lokomotiven vorantreiben.

    Die gemeinsame Strategie macht für BHP und BYD Sinn: Das Betätigungsfeld beider Unternehmen überschneidet sich zunehmend. Bergbaukonzerne setzen verstärkt auf die Produktion von Vorprodukten für die Industrie, da diese mehr Marge versprechen. Große Industrieunternehmen investieren zunehmend auch strategisch in den Bergbau. So sichern sie sich Rohstoffe und garantieren, dass ihre Werke nicht wegen Lieferschwierigkeiten stillstehen. In beide Richtungen anschlussfähig ist das kanadische Bergbau-Unternehmen Power Metallic Mines.

    Top-Geologie, Infrastruktur und Steuervorteile: NISK ist mehr als nur Nickel

    Das Kerngeschäft von Power Metallic Mines, das noch bis vor einigen Monaten Power Nickel hieß, ist die Suche nach Rohstoffen. Der Fokus liegt auf dem NISK-Projekt in Québec. Die Liegenschaft bietet hochgradige polymetallische Vorkommen aus Nickel, Kupfer, Kobalt, Platingruppenmetallen und Edelmetallen. Power Metallic will NISK zu Kanadas erstem CO2-neutralen Nickelbergwerk machen. Die Voraussetzungen dafür sind gut: Das Projekt bietet hohe Metallgehalte knapp unterhalb der Oberfläche, eine gute Infrastruktur wie Straßen, Schienen und sauberen Strom aus Wasserkraft. Die Lage in Québec, wo die Regierung bis zu 50 % der Explorationsausgaben steuerlich verrechnet und auch die sonstigen Rahmenbedingungen für Unternehmen aus dem Bergbau gut sind, spricht ebenfalls für NISK und Power Metallic Mines. Insgesamt also beste Voraussetzungen, um mit einem positiven ökologischen Fußabdruck bei potenziellen Partnern und letztlich auch am Markt zu punkten.

    Anfang 2025 nahm Power Metallic Mines 50 Mio. CAD auf, um das aktuell laufende, umfassende Explorationsprogramm zu finanzieren. Nachdem man im Sommer positive Ergebnisse geologischer Proben vermelden konnte, weitete man das NISK-Projekt durch die Übernahme einer weiteren Liegenschaft aus. Inzwischen häufen sich die Anzeichen, als könne Power Metallic Mines neben Nickel auch Palladium und Platin wirtschaftlich fördern – nach Ansicht des Unternehmens ein Alleinstellungsmerkmal. Die Nachfrage nach Nickel und Kupfer ist stark von der E-Mobilität getrieben, Platingruppenmetalle finden Anwendung in Brennstoffzellen, medizinischen Katalysatoren und moderner Elektronik.

    Aktie von Power Metallic Mines nach Verschnaufpause wieder interessant?

    Langfristig rechnen Analysten insbesondere mit einer weiter steigenden Nickel-Nachfrage: Laut McKinsey Metals Report könnte die Nachfrage nach hochreinem Nickel, wofür das NISK-Projekt steht, das Angebot bis 2030 jährlich um 15 % übertreffen. Nach einer Rally im ersten Quartal ist die Aktie von Power Metallic Mines zurückgekommen. Das laufende Bohrprogramm, die gute Perspektive des NISK-Projekts sowie der Trend hin zu nachhaltig geförderten Rohstoffen dürften auch weiter unterstützend auf den Aktienkurs wirken.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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