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06.09.2021 | 04:49

Tencent, Alibaba, Kainantu Resources, Aixtron – Asien auf dem Vormarsch!

  • Technologie
  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Die internationale Vormachtstellung der USA ist eng mit dem Status des US-Dollars als Weltleitwährung verbunden. Allerdings haben die Vereinigten Staaten das Schuldenrad zu weit gedreht und sich durch unkluge Politik selbst geschwächt. Überholte Machtinteressen und Abschottung behindern die wirtschaftliche Dynamik. Sie untergraben durchdachte Handelsstrategien. Asien setzt seit Jahrzehnten auf eine moderne Infrastruktur - und dies nicht nur im eigenen Land. Die öffentliche Infrastruktur in den USA ist marode sowie auf dem Stand des letzten Jahrtausends. Die neue Seidenstraße sowie die Übernahme von internationalen See- und Flughäfen haben China zuletzt glasklar nach vorne gebracht. Deshalb endet die Seidenstraße auch nicht in New York, sondern in Europa.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: Kainantu Resources Ltd. | CA48301H1073 , ALIBABA GR.HLDG SP.ADR 8 | US01609W1027 , TENCENT HLDGS HD-_00002 | KYG875721634 , AIXTRON SE NA O.N. | DE000A0WMPJ6

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Inhaltsverzeichnis:


    Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG
    "[...] Die Dominanz Chinas ist unter anderem ein Grund dafür, weswegen wir uns so stark auf dem Wolfram-Markt engagieren. Hier sind rund 85% der Produktion in chinesischer Hand. [...]" Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG

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    Tencent und Alibaba – Technologieriesen lassen das Volk partizipieren

    In China werden die großen Tech-Konzerne nervös: Immer neue Maßnahmen der Zentralregierung sorgen für Spannungen und der Grad der Überwachung steigt ständig. Nun haben die Tech-Konzerne einen Weg gefunden, die Regulatoren auf ihre Seite zu ziehen. Denn die sozialistische Zentralregierung wünscht sich in erster Linie eine gleichmäßigere Verteilung des Vermögens. Plötzlich haben Chinas Milliarden-Konzerne es eilig, ihre Gewinne unters Volk zu bringen. Lei Jun, Gründer des Smartphone-Herstellers Xiaomi, übertrug Aktien im Wert von umgerechnet 1,8 Mrd. EUR in eine Stiftung für wohltätige Zwecke und die Internet-Giganten Tencent und Alibaba machen sogar umgerechnet 6,5 und 13 Mrd. EUR an Spenden locker.

    Die Konzerne versichern, dass sie voll und ganz hinter der neusten Kampagne von Staats- und Parteichef Xi Jinping stehen, der einen wie auch immer definierten "allgemeinen Wohlstand" erreichen will. Die Pekinger Führung hat genug von der irrationalen Kapitalexpansion und dem ungleichmäßigen Wachstum in der Vermögensverteilung. Über Jahre profitierten die Unternehmen davon, dass die Regierung in Peking sie kaum regulierte. So wuchsen Konzerne nach und nach heran, die ihren US-Vorbildern wie Amazon, Facebook oder Google wenig nachstehen. Doch während die US-Konkurrenten an der Börse weiter neue Höchststände erklimmen, haben Investoren chinesischer Tech-Aktien bisher ein desaströses Jahr erlebt. Mehr als drei Billionen US-Dollar wurden nach Schätzung der Investmentbank Goldman Sachs an den Märkten ausgelöscht.

    Da aber das Wachstum über Jahre weiter anhalten sollte, sind Tencent mit 52 und Alibaba mit 143 EUR klare langfristige Kaufkandidaten. Ein kleines Restrisiko steckt in einem oft diskutierten US-Delisting.

    Kainantu Resources – Rohstoffe aus Papua-Neuguinea

    Für die Bewältigung von Pandemien, Umwelt-Katastrophen und die Befriedung ausländischer Krisenherde werden in den westlichen Industrieländern sehr viel Staatsmittel eingesetzt. Die Notenbanken stellen diese Mittel über historisch niedrige Zinsen nach wie vor zu günstigsten Konditionen bereit. Das Geld erreicht aber nicht nur die adressierten Investitionsfelder, sondern erhöht über den Wirtschaftskreislauf die seit Jahren explodierenden Geldmengen.

    Gold ist in Zeiten dieser Hyperverschuldung ein mögliches Mittel zur Abfederung von Geldentwertung und aufkommender Inflation. So hat sich das Edelmetall von 1998 bis 2021 im Preis von 200 USD auf rund 2.000 USD verzehnfacht. Damit konnte das Metall eine 3%ige-Inflation über 23 Jahre komplett ausgleichen. Wer diesen Schutz sucht, muss nicht unbedingt auf das physische Kaufen setzen, denn auch Minen und noch unerschlossene Goldvorkommen im Boden haben ihren Preis. Ein interessantes Projekt stellt hier die Kainantu-Liegenschaft im fernen Papua-Neuguinea (PNG) dar. Es liegt in unmittelbarer Nähe zu den großen Produzenten Barrick, Lihir und K92 Mining.

    Kainantu berichtet in seinem aktuellen Zwischenbericht von anhaltend guten Explorationsergebnissen bei den Projekten KRL South und North. Dies betrifft die Schneckenproben im Tirokave-Gebiet, die zur Definition der drei Goldvorkommen East Avaninofi, Yaoro Ridge und Kerefa herangezogen werden. Im südlichen Abschnitt wurden Gesteinsproben mit hochgradigem Gold (bis zu 40,13 g/t) gefunden. Im Nordabschnitt hat man mit umfassenden Kartierungsarbeiten begonnen, um auf historischen Nachweisen für porphyrische Alteration und Mineralisierung aufzubauen. Zusätzlich unterzeichnete Kainantu im Kupfer-Gold-Projekt May River zwei endgültige Vereinbarungen zum Erwerb von Mineralkonzessionen in einem äußerst aussichtsreichen Gebiet.

    Angesichts der vielen Fortschritte ist ein Nettoverlust i.H.v. 940.000 CAD einschließlich Kosten für die Börsennotierung verkraftbar, denn nach der Kapitalaufnahme von 2,94 Mio. CAD befinden sich immer noch 1,64 Mio. CAD für die Exploration in der Kasse. Mit einer Marktkapitalisierung von 9,9 Mio. CAD bleibt Kainantu Resources ein Schnäppchen an der Börse.

    Aixtron – In der Hochtechnologie zu Hause

    Ein deutscher Hochtechnologiekonzern mit guter asiatischer Anbindung ist die Aixtron SE. Das Unternehmen ist ein führender Anbieter von Anlagen für die Halbleiterindustrie. Das Unternehmen wurde 1983 gegründet und hat seinen Sitz in Herzogenrath.

    Die Produkte der Gesellschaft werden weltweit von einem breiten Kundenkreis zur Herstellung von leistungsstarken Bauelementen für opto-elektronische Anwendungen auf Basis von Verbindungs- oder organischen Halbleitermaterialien genutzt. Dazu gehören beispielsweise LED- und Displaytechnologie, Datenübertragung, Energiemanagement und -umwandlung, Kommunikation, Signal- und Lichttechnik sowie viele weitere anspruchsvolle High-Tech-Anwendungen. Von seiner Zentrale in Aachen agiert Aixtron in allen Märkten weltweit und unterhält Forschungs- und Vertriebskooperationen in den USA, UK, China, Japan und Korea.

    Aixtron profitiert von der internationalen Knappheit an Technologie-Produkten außerordentlich. Auf Jahressicht konnte die Aktie bereits über 150% zulegen. Mit einem Umsatzwachstum von gut 15% pro Jahr bezahlt die Börse einen Umsatz-Multiple von 5 sowie ein KGV von ca. 30 für die deutsche Technologieperle. Das ist im Vergleich zu vielen NASDAQ-Notierungen noch im Rahmen, die Chancen für eine Trendfortsetzung stehen somit recht gut. Bleiben sie mit engem Stop von 22 EUR investiert.


    Asien ist nach einem kurzen Pandemie-Dämpfer wieder auf Wachstum getrimmt. Das Störfeuer der chinesischen Regulatoren wird zwar irgendwann erlöschen, bis dahin bleibt die Investition in Chinas Technologie-Riesen aber spekulativ. Kainantu Resources ist eine asiatische Rohstoffwette mit Charme, denn sie bietet eine erstklassige geographische Alternative zu anderen Bergbau-Projekten.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.

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    Die globale Konjunkturerholung nach der Pandemie und die steigenden Investitionen in eine klimafreundlichere Energie-Infrastruktur sorgen bei gleichzeitigen Lieferkettenunterbrechungen für höhere Preise bei den Rohstoffen. Die Knappheit bei Industriemetallen, die dringend für die Klimawende gebraucht werden, dürfte sich in den nächsten Jahren weiter materialisieren. Durch den schwellenden Handelskonflikt zwischen den USA und China wird diese noch einmal deutlich verschärft. Es drohen massive Engpässe bei der Produktion und stark steigende Preise bei den jeweiligen Materialien.

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