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08.11.2021 | 05:08

Triumph Gold, Barrick Gold, Rheinmetall – Edelmetallaktien springen an!

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  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Trotz der anhaltend hohen Inflation denkt die US-Notenbank noch lange nicht an Zinserhöhungen. Doch zumindest bei den konjunkturfördernden Anleihekäufen treten die Notenbanker etwas auf die Bremse und reduzieren ab November das Volumen von aktuell 120 Mrd. USD monatlich um je 10 Mrd. USD. Damit wäre das Programm im Herbst 2022 komplett beendet. Im Nachgang der Entscheidung legten die Preise für Edelmetalle zu. Dabei stieg Gold über den wichtigen Widerstand von 1.800 USD.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: TRIUMPH GOLD CORP. | CA8968121043 , BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084 , RHEINMETALL AG | DE0007030009

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Inhaltsverzeichnis:


    Triumph Gold – Chance auf ermäßigtem Niveau

    Die Zeichen für eine weiter steigende und auch dauerhafte hohe Inflation sind deutlich zu erkennen. Die Inflationsrate ist im vergangenen Oktober weiter gestiegen. Trotzdem hält auch EZB-Präsidentin Christine Lagarde Zinsanhebungen für unwahrscheinlich, lediglich die Beendigung des billionenschweren Corona-Notprogramms PEPP wurde für März 2022 in Aussicht gestellt.

    In Verbindung mit den hohen Staatsverschuldungen sollten Anleger durch ein Investment in Aktien, Immobilien und Edelmetalle ihr Vermögen schützen. Gold hat derweil den Vorteil, dass im Gegensatz zu den Aktienmärkten noch keine Überbewertung vorliegt. Durch die Korrektur, die seit Monaten am Goldmarkt stattfindet, befinden sich Aktien von Goldproduzenten oder Explorationsunternehmen auf einem attraktiven Bewertungsniveau.

    Hohes Potenzial besitzt das Unternehmen Triumph Gold, welches sich auf die Fortentwicklung seines Vorzeigeprojekts Freegold Mountain in Yukons produktivem Kupfer-Gold-Gürtel Dawson Range konzentriert. Das Projekt beherbergt drei bedeutende Mineralvorkommen: die Nucleus Lagerstätte, die Silber-Gold- und Kupfervorkommen enthält, Revenue mit den Inhalten Gold, Silber, Kupfer, Molybdän und Wolfram, die polymetallische Aderlagerstätte Tinta Hill sowie zahlreiche weitere Gold- und Kupfervorkommen.

    Bereits im September schloss Triumph Gold ein 19 Löcher umfassendes Bohrprogramm mit insgesamt 6.615m ab. Die Ergebnisse sollten im Laufe des Novembers veröffentlicht werden. Mit der Ernennung des bisherigen Chef-Geologen Brian May zum neuen Präsidenten von Triumph Gold wurde eine wichtige Personalie geklärt. May war bisher maßgeblich an der Entwicklung des Freegold-Mountain-Projekts beteiligt und konnte seine Expertise in der Vergangenheit bei mehreren Goldprojekten im Yukon, in British Columbia, Kalifornien, Arizona und Nevada unter Beweis stellen. Triumph Gold hat vom Hoch des vergangenen Jahres stark korrigiert und ist auf dem jetzigen Niveau mit einem Börsenwert von rund 20 Mio. CAD attraktiv bewertet.

    Barrick Gold – Über den Prognosen

    Ebenfalls eine stärkere Korrektur hinter sich haben die Anteilsscheine des zweitgrößten Goldproduzenten der Welt, Barrick Gold. Die Geschäftsaktivitäten der Kanadier umfassen die Produktion und den Verkauf von Gold und Kupfer, sowie Explorationstätigkeiten und Minenerschließungen. Rund 90% der Umsätze entfallen auf das Edelmetall, der Rest auf das Industriemetall Kupfer. Barrick hält Anteile an 14 Goldminen.

    Im Gegensatz zum Branchenprimus Newmont Mining, der mit seinem Zahlenwerk zum dritten Quartal mit geringerer Produktion und höheren Kosten die Anleger verschreckte, übertrafen die Zahlen des in Toronto ansässigen Unternehmens sogar leicht die Schätzungen. Die veröffentlichten Ergebnisse für das dritte Quartal weisen eine zurechenbare Goldproduktion von 1,09 Mio. Unzen für das Quartal und 3,23 Mio. Unzen für das bisherige Jahr aus. Die zurechenbare Kupferproduktion betrug im Quartal 100 Mio. Pfund und im bisherigen Jahresverlauf 289 Mio. Pfund. Der bereinigte Nettogewinn je Aktie lag in Q3 mit 0,24 USD über dem Analystenkonsens von 0,23 USD.

    Auch die Jahresergebnisse sollen das obere Ende der Prognosen treffen. Zum einen überrascht die starke Produktion im 3. Quartal in den Regionen Afrika und Naher Osten (AME) und Lateinamerika, zum anderen konnte die Anlage auf Carlin (Nevada, USA) repariert werden und läuft wieder bei voller Auslastung.

    Rheinmetall AG – Volle Auftragsbücher

    Positiv überraschen konnte auch der Rüstungskonzern und Automobilzulieferer Rheinmetall bei der Vorlage seiner endgültigen Zahlen zum 3. Quartal. Dabei traf die Düsseldorfer jedoch die anhaltende Halbleiter-Krise und der Engpass bei diversen Rohstoffen, wodurch die Umsatzerwartung bereits vor Wochen nach unten revidiert wurde. Das Management stellt für das laufende Geschäftsjahr ein Erlös-Wachstum von 6% nach zuvor 7 bis 9% in Aussicht. Trotzdem konnte in Q3 die Marge durch Kosteneinsparungen gesteigert werden. Mittelfristig will Rheinmetall rund 10% des Umsatzes als operativen Gewinn realisieren.

    Derweil konnte ein weiterer Großauftrag vermeldet werden. Ein weltweit agierender Systempartner erteilte den Auftrag zur Lieferung eines elektrischen Klimakompressors im Gesamtwert von 80 Mio. EUR. „Unseren sehr hohen Auftragsbestand konnten wir mit wichtigen Auftragserfolgen auf jetzt über 14 Mrd. EUR ausbauen und erreichen damit für Rheinmetall ein völlig neues Niveau", sagte Vorstandschef Armin Papperger bei Vorlage der endgültigen Zahlen. Die Analysten von Kepler Chevreux sehen die Entwicklung der Düsseldorfer weiter positiv und wiederholen das Kaufurteil mit einem Kursziel von 115 EUR. Im Gesamtjahr winke eine deutliche Steigerung der Profitabilität.


    Die Inflation befindet sich weiterhin auf hohem Niveau und dürfte entgegen der Meinungen der Notenbanken länger bleiben. Gold hat sich stets als zuverlässiger Schutz gegen Geldentwertung erwiesen. Der Goldproduzent Barrick Gold als auch das Explorationsunternehmen Triumph Gold sind auf ermäßigtem Niveau attraktiv. Rheinmetall dürfte die Steigerung der Profitabilität fortsetzen.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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