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25.11.2022 | 06:02

TubeSolar, Nordex, Siemens Energy Aktie - Energietreiber für’s Depot

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Bildquelle: unsplash.com

German Engineering ist ein Qualitäts-Siegel auch im Ausland. Was manchmal etwas länger in der Entwicklung dauert, zahlt sich langfristig aus. So kann sich der Solaranlagen-Hersteller TubeSolar aus Augsburg über eine TÜV-Zertifizierung für seine patentierten Produkte freuen. In Deutschland stieg der Anteil an Photovoltaik im Stromnetz zuletzt um 11,2%, weltweit ist das CAGR an PV-Installationen um 32% gestiegen. Maßgeblich daran beteiligt ist auch JinkoSolar, ein führender chinesischer Hersteller von Solarmodulen. Doch China-Aktien bergen Risiken. Ganz ohne Risiko geht es momentan auch nicht bei Siemens Energy. Im internen Übernahme-Poker des spanischen Windenergie-Unternehmens Gamesa wechseln die Führungsköpfe...

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Juliane Zielonka
ISIN: TubeSolar AG | DE000A2PXQD4 , SIEMENS ENERGY AG NA O.N. | DE000ENER6Y0 , JINKOSOLAR ADR/4 DL-00002 | US47759T1007

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Inhaltsverzeichnis:


    TubeSolar AG - Solaranlagen Module nun TÜV zertifiziert

    Der Markt für Photovoltaik-Anlagen befindet sich im Aufwind. In Deutschland stieg aufgrund der sonnigen Sommermonate die Strom-Einspeisung aus Photovoltaik um 20,1% auf einen Anteil von 11,2% (zum Vergleich: im 1. Halbjahr 2021: 9,4%). Weltweit ist laut Fraunhofer Research die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) der kumulativen PV-Installationen zwischen 2010 und 2021 um 32% gestiegen.

    Ganz Europa rüstet sich für die Energiewende. So wird es in Frankreich bald Pflicht, Autoparkplätze mit Solar aufzurüsten. Im Artikel 11 des “Gesetzes zur Beschleunigung der Erneuerbaren Energien” soll die Hälfte der Fläche, die mit Konstruktionen ausgestattet wird, Photovoltaik-Module tragen. Die Regelung soll ab Juli 2023 in Kraft treten. Frankreich erzeugt aktuell nur 25% seines Stroms aus Erneuerbaren Energien - deutlich weniger als die meisten anderen europäischen Länder. Emmanuel Macron, der französische Präsident, hat vor, die Solarenergie in Frankreich auf über 100 Gw zu verzehnfachen.

    Die deutsche Firma TubeSolar AG ist spezialisiert auf die Konstruktion von Solar-Anlagen mit Doppelfunktion. Statt der gesamten Nutzung einer Fläche nur für PV-Anlagen hat das Engineering-Team von TubeSolar von Anfang an weiter gedacht: Ihre patentierte Photovoltaik-Röhren-Konstruktion ermöglicht die Nutzung des herkömmlichen Areals, wie z.B. von landwirtschaftlichen Nutzflächen und Anlagen auf sonstigen Flächen.

    Das Unternehmen ist ein Spin-Off aus dem Hause Osram. Momentan fokussiert man sich auf die Doppel-Nutzung von Agrarflächen. Erst jüngst wurde die Zertifizierung vom TÜV Rheinland erhalten, was die Qualität der Produkte und den universellen Einsatz unterstreicht.

    TubeSolar plant die Inbetriebnahme der ersten hochautomatisierten Fertigungslinie (20 MW) noch im laufenden Jahr. Bis Ende 2025 will TubeSolar die Produktionskapazität auf 250 MW erhöhen.Ein aktualisiertes DCF-Modell, das nach der Zertifizierung gesunkene Risiko über eine niedrigere WACC-Schätzung (10,9% versus 12,1%) berücksichtigt, ergibt laut den Analysten von First Berlin ein neues Kursziel von 7,80 EUR (bisher: 7,50 EUR) für die Aktie.

    Auch in Deutschland ist ein Anstieg an Solarstrom-Einspeisung zu verzeichnen. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis) 2022

    JinkoSolar - Wachstum durch Auslandsgeschäfte

    Im Jahr 2021 betrug der Anteil Europas an den gesamten kumulierten PV-Installationen fast 22%. Doch allein in China sind es 37% (im Vergleich zu 33% im Jahr 2020). Investoren kommen an Platzhirschen, wie dem chinesischen Unternehmen JinkoSolar nicht vorbei. Das Unternehmen stellt eine breite Palette von Solar- und Speicherprodukten für Solarprojekte aller Größenordnungen her und bedient sowohl Industrie- als auch Privatkunden.

    Doch Investments in chinesische Firmen bleiben mit Risiken verbunden. Chinas Regierung hat in diesem Jahr versucht, die übermäßige Kreditaufnahme von Bauträgern zu begrenzen. Dieses harte Durchgreifen hat zu einem Rückgang der Immobilienverkäufe und -preise, dem Ausfall von Anleihen und der Aussetzung des Wohnungsbaus geführt. Hausbesitzer fühlen sich dadurch verärgert und drohen mit der Einstellung ihrer Hypothekenzahlungen.

    Das dritte Quartal lief gut für JinkoSolar. Die Gesamteinnahmen beliefen sich auf 19,52 Mrd. RMB (2,74 Mrd. USD), ein Anstieg um 3,6% gegenüber dem Vorquartal und um 127,8% gegenüber dem Vorjahr. Die Zuwächse gegenüber dem Vorquartal und dem Vorjahr waren vor allem auf einen Anstieg der Lieferungen von Solarmodulen zurückzuführen. Der Nettogewinn im dritten Quartal betrug 77,3 Mio. USD. Das Geschäft passiert demnach größtenteils außerhalb Chinas. Allerdings verfolgt die chinesische Regierung nach wie vor eine Null-Covid Strategie. Das führt unter anderem bei der Fußball-WM-Übertragung aus Katar zu einer Verpixelung des Stadionpublikums, damit chinesische Bürger nicht verstört werden angesichts der maskenlosen Zuschauer.

    Doch Xiande Li, Vorstandsvorsitzender und Chief Executive Officer von JinkoSolar, gibt sich optimistisch: "Wir freuen uns, dass wir in diesem Quartal bessere Ergebnisse als erwartet erzielen konnten, obwohl die Rohstoffpreise weiter gestiegen sind, unsere Produktionsstätten Stromrationierungen unterworfen waren und ein Erdbeben in der Provinz Sichuan, wo sich eine unserer Produktionsstätten befindet, stattfand. Die gesamten Solarlieferungen im dritten Quartal beliefen sich auf 10,9 GW und verdoppelten sich damit im Vergleich zum Vorjahr. Die Gesamteinnahmen beliefen sich auf 2,74 Mrd. USD, ein Anstieg von 127,8% im Vergleich zum Vorjahr.”

    Siemens Energy - Bruch folgt auf Lopez im Übernahme-Poker von Gamesa

    Siemens Energy ist weltweit entlang nahezu der gesamten Energie-Wertschöpfungskette tätig. Zu den Produkten gehören Gasturbinen, Dampfturbinen, Generatoren, Transformatoren und Verdichter. Mit der 67%-prozentigen Beteiligung an Siemens Gamesa Renewable Energy wird Siemens Energy zum Weltmarktführer im Bereich der Erneuerbaren Energien.

    Der Windturbinenhersteller Siemens Gamesa hat gestern inmitten eines umstrittenen Übernahmeangebots seines Hauptaktionärs den Vorstandsvorsitzenden von Siemens Energy, Christian Bruch, zu seinem neuen Vorsitzenden ernannt. Bruch wird Nachfolger von Miguel Ángel López, der sich entschieden hat, das Unternehmen zu verlassen und neue Herausforderungen zu suchen. Er kam im Dezember 2017 als Chief Financial Officer zu Siemens Gamesa und wurde 2018 zum Non-Executive Chairman ernannt. Siemens Gamesa sagte, der Wechsel des Vorstandsvorsitzenden sei der "logische nächste Schritt" bei der möglichen Fusion und Integration innerhalb von Siemens Energy, die von den Gewerkschaften wegen des geplanten Stellenabbaus abgelehnt wird.

    Der 1970 in Düsseldorf geborene Bruch ist promovierter Ingenieur der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), Schweiz. Er studierte Maschinenbau an der Leibniz Universität Hannover, Deutschland und an der University of Strathclyde, Glasgow, UK.
    Seine langjährige berufliche Laufbahn umfasst den Maschinenbau und die Energiebranche. Bevor er im Jahr 2020 Vorstandsvorsitzender der Siemens Energy AG wurde, war er in leitenden Positionen bei Unternehmen wie Linde AG oder RWE AG tätig.

    Zuvor hatte Siemens Gamesa mitgeteilt, dass der Vorstand eine positive Stellungnahme zu dem Angebot von Siemens Energy in Höhe von 18,05 EUR (18,65 USD) pro Aktie in bar für das verbleibende Drittel, das das Unternehmen noch nicht an dem spanischen Unternehmen hält, abgegeben hat. Vier unabhängige Verwaltungsratsmitglieder stimmten einstimmig dafür, die Übernahme zu empfehlen, und die übrigen Verwaltungsratsmitglieder hielten sich an ihre Entscheidung, heißt es weiter.

    In der vergangenen Woche hatte Siemens Energy nach der Genehmigung durch die spanische Börsenaufsicht CNMV das Angebot in Höhe von 4,05 Mrd. EUR formell auf den Weg gebracht. Die Gewerkschaften lehnen die Übernahme ab und versuchen, den geplanten Abbau von 2.900 Arbeitsplätzen im Rahmen des Strategieprogramms "Mistral" des Unternehmens zu verhindern.


    Geballte Engineering-Power aus Augsburg kann für Auftrieb im Depot etwa mit TubeSolar sorgen.TubeSolar erwartet für das Jahr 2022 ohne Berücksichtigung der Eigenleistungen und Investitionszuschüsse zwar ein negatives EBIT sowie einen negativen operativen Cashflow im unteren zweistelligen Mio. EUR-Bereich. Die Aussichten sehen jedoch deutlich besser aus. JinkoSolar fährt Wachstum ein, hauptsächlich durch das USA-Geschäft, da im eigenen Land noch immer Null-Covid-Politik herrscht. Siemens Energy hingegen kämpft gegen Gewerkschaften, die sich um den Erhalt von rund 3.000 Arbeitsplätzen sorgen, die im Rahmen der Mistral Strategie für mehr Profitabilität auf der Kippe stehen.


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    Der Autor

    Juliane Zielonka

    Die gebürtige Bielefelderin studierte Germanistik, Anglistik und Psychologie. Das aufkommende Internet in den frühen 90ern führte sie von der Uni zu Ausbildungen in Grafik-Design und Marketingkommunikation. Nach Jahren der Agenturarbeit im Corporate Branding wechselte sie ins Publishing und lernte ihr redaktionelles Handwerk bei der Hubert Burda Media.

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    Versorgungssicherheit und Preise – das sind mehr als nur Schlagwörter. Für Wirtschaft und Konsumenten bedeuten geopolitische Spannungen, Kriege und Handelsrestriktionen unter dem Strich eine neue Realität. Knappheitspreise sind das Regulativ. Das gilt derzeit insbesondere für die Branchen Rohstoffe und Energie. Anbieter stehen auf der Sonnenseite, Nachfrager vor großen Herausforderungen. BP reitet aktuell die Welle aus hohen Öl- und Gaspreisen. Siemens Energy profitiert vom großen Stromhunger der KI-Rechenzentren. Vom Markt bislang übersehen ist A.H.T. Syngas Technology. Die Gesellschaft bedient gleich mehrere Wachstumstrends. Als Anbieter von Syngas-Lösungen verbindet A.H.T. Klimaschutz und Versorgungssicherheit. Die Anteilsscheine haben in diesem Jahr den breiten Markt und die Branche deutlich ausperformt. Analysten bescheinigen den Anteilsscheinen weiterhin deutliches Aufwärtspotenzial.

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    Jeden Tag die gleiche Leier: Das Öl geht aus! Die Straße von Hormus wird geschlossen! Das ist Panikmache der Öl-Lobby, denn sie leiden seit nunmehr 2 Jahren unter günstigen Ölpreisen von 60 bis 80 USD. Also mal kurz Stress ins System bringen, ein paar brennende Ölanlagen in den Nachrichten platzieren und schon fangen die Preise wieder das Fliegen an. Mit hohem Momentum schon zweimal satt über 100 USD gepusht, aber Knappheit sieht anders aus! Der Mythos „Peak Oil“ wurde schon einige Male widerlegt. In Wahrheit ist mit allen erneuerbaren Alternativen zu fossilen Brennstoffen ein Höchststand in der Ölnachfrage erreicht worden, der laut Experten ziemlich genau bei 100 Mio. Barrel am Tag liegt. Und wie aktuelle Studien sagen, gibt es noch für weit mehr als 200 Jahre Öl auf der Erde. Also: Nutzen Sie ihre Short-Chancen auf den Ölpreis, wenn sich der Konflikt dem Ende neigt, reiten Sie Shell auf der aktuellen Ölwelle soweit es geht und blicken Sie auf kommende Energie-Favoriten wie American Atomics, RWE oder E.ON. Dann lacht das Portfolio, ohne in blanke Panik zu verfallen.

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    Kommentar von Carsten Mainitz vom 13.03.2026 | 05:00

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