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23.12.2021 | 06:15

+900% mit Nvidia noch nicht genug? Valneva und Brainchip vor dem Durchbruch?

  • Technologie
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  • Chips
  • Corona
Bildquelle: pixabay.com

2021 war insgesamt kein gutes Jahr für Technologie- und Wachstumsaktien. Insbesondere Unternehmen mit einem noch nicht profitablen Geschäftsmodell hatten es schwer. Zu ihnen gehörten beispielsweise Peloton oder Zoom. Zu den Top-Performern im NASDAQ 100 gehörte die Aktie von Nvidia. Der Chipgigant profitiert gleich von mehreren Trends wie Künstlicher Intelligenz und Metaverse. Geht es nach der UBS, dann sind 900% Kursgewinn in den vergangenen drei Jahren noch nicht genug. Für die Analysten der Schweizer Bank ist die Chip-Aktie der „Top-Pick 2022“. Vom Chip-Olymp ist Brainchip noch ein gutes Stück entfernt, doch könnte dem Unternehmen im kommenden Jahr der Durchbruch gelingen. Gleiches gilt für Valneva, denn viele warten auf den Totimpfstoff und die Aktie ist noch relativ niedrig bewertet.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: BRAINCHIP HOLDINGS LTD | AU000000BRN8 , VALNEVA SE EO -_15 | FR0004056851 , NVIDIA CORP. DL-_001 | US67066G1040 , BIONTECH SE SPON. ADRS 1 | US09075V1026

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Inhaltsverzeichnis:


    Nvidia: Verzehnfachung in drei Jahren für die UBS noch nicht genug

    Die Entwicklung der Nvidia-Aktie in den vergangenen Jahren ist atemberaubend. Mit einem Plus von über 100% im laufenden Jahr gehört sie erneut zu den Top-Performern im NASDAQ 100. In den vergangenen drei Jahren hat sich die Chip-Aktie verzehnfacht. Wie kaum ein anderes Unternehmen ist Nvidia bei zahlreichen Megatrends mit an Bord. Künstliche Intelligenz (KI), autonomes Fahren, Metaverse, Krypto-Mining sind nur einige Beispiele. Dazu passend hat Forrester Research gerade erst Nvidia die führende Position im Bereich KI bescheinigt. Die Nvidia GPUs seinen „ein Synonym für Künstliche Intelligenz“. Die Nvidia DNA sei in jeder anderen KI-Lösung zu finden. Damit stehen dem US-Konzern Multi-Milliarden-Märkte – von Pharma, Finanz bis Handel – offen. Da verwundert es nicht, dass Nvidia für die UBS der Top-Pick 2022 ist – auch wenn die Marktkapitalisierung bereits bei stolzen 640 Mrd. EUR liegt. Nvidia habe einen breiten „Burggraben“ um sein Geschäftsmodell gezogen. So könne man stabile Einnahmeströme rund um das GPU- und Softwaresegment aufbauen.

    Brainchip mit starkem Partner zum Durchbruch?

    Das KI-Feld ist riesig und neben Nvidia ist sicher noch Platz für andere. Vielleicht für die
    Brainchip Holdings? Die Aktie konnte im laufenden Jahr zumindest rund 50% an Wert
    gewinnen. Der Akida-Chip des australischen Unternehmens ist hochleistungsfähig, klein,
    mit ultra-niedrigem Stromverbrauch und ermöglicht eine breite Palette von Edge-Funktionen wie On-Chip-Training, Lernen und Schlussfolgern. Dabei lernt Akida selbstständig mittels Künstlicher Intelligenz, die Arbeit wird direkt auf dem Chip und nicht im Rechenzentrum erledigt. Die Einsatzgebiete sieht das Führungsteam beim autonomen Fahren, IoT-Geräten, in der Robotik, der medizinischen Diagnostik oder der Sicherheitstechnik. Das Unternehmen geht mit breiter Brust in das Jahr 2022. Man sei auf dem Weg zur „effizientesten KI-Lösung, die jemals produziert wurde“, CFO Ken Scarince. Eine erste Generation der innovativen Chips wurde bereits produziert.

    Innerhalb einer Kooperation mit der MegaChips Cooperation soll nun die nächste Generation der KI-gestützten Chips entwickelt werden. Damit hat Brainchip einen starken Partner an der Seite. Der japanische Technologiekonzern ist auf Wachstumsbereiche der Automobil- und Industrieausstattung, unter anderem 5G-Kommunikationsinfrastruktur und Fabrikautomatisierung, fokussiert und hat im vergangenen Jahr immerhin 640 Mio. EUR umgesetzt. Das Management von Brainchip sieht in der Kooperation die Möglichkeit, „noch nie dagewesene Produkte anzubieten“. Auch Analysten sehen viel Potenzial. So empfiehlt Pitt Street Research die Brainchip-Aktie mit einem Kursziel von 0,94 EUR zum Kauf (aktueller Kurs: 0,43 EUR).

    Valneva: Warten auf die Zulassung des Impfstoffs

    Bei Aktien mit Potenzial in 2022 darf natürlich auch ein Corona-Gewinner nicht fehlen. In diesem Fall Valneva. Der Impfstoff des Unternehmens befindet sich derzeit in der Zulassungsprüfung. Nach den positiven Studienergebnissen wird die Zulassung im ersten Quartal 2022 erwartet. Ein positives Signal dazu gab es gestern. So hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach mitgeteilt, dass Deutschland bereits elf Mio. Dosen des Valneva-Impfstoffes bestellt hat. Auf den neuen Impfstoffen von Novavax – dieser wurde vor wenigen Tagen zugelassen – und eben Valneva ruhen große Hoffnungen. Beide beruhen auf anderen Technologien als die mRNA-Impstoffe von BioNTech und Moderna und sollen Impfskeptiker überzeugen. Für einen Kauf der Valneva-Aktie könnte die Marktkapitalisierung in Indiz liefern. Diese liegt mit rund 2,7 Mrd. EUR deutlich unter den 14 Mrd. EUR des zweiten Newcomers Novavax. Neben dem Totimpfstoff gegen COVID-19 hat Valneva auch andere Wirkstoffe in der Pipeline. Beispielsweise wurden gerade erst positive Studienergebnisse des Chikungunya-Impfstoffkandidaten VLA1553 veröffentlicht. Doch für die Kursentwicklung im Jahr 2022 dürfte allein die Zulassung und anschließende Umsatzsatzentwicklung des COVID-19-Wirkstoffs entscheidend sein.


    Das Börsenjahr 2022 dürfte wieder spannend werden. Die Entwicklung der Corona-Pandemie, der Inflation und der Zinsen werden die Richtung für den Gesamtmarkt vorgeben. Doch am Ende zählen positive Unternehmensentwicklungen. Bei Nvidia, Brainchip und Valneva gibt es gute Gründe für steigende Kurse.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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