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08.06.2022 | 05:55

Aktien: Plug Power und BYD mit Ausrufezeichen! Bei Nevada Copper ist Geduld gefragt

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Bildquelle: pixabay.com

Wasserstoff und Batterie, was ist besser? Diese Frage wird häufig gestellt. Dabei ist die Antwort einfach: Beide Technologien werden in der Energie- und Mobilitätswende eine wichtige Rolle spielen. Während sich im PKW-Bereich die Batterie durchzusetzen scheint, gibt es bei Wasserstoff zahlreiche andere Einsatzmöglichkeiten wie beispielsweise Nutzfahrzeuge und Schiffe. Daher setzen Plug Power und BYD derzeit Ausrufezeichen beim Auftragseingang bzw. den Fahrzeugverkäufen. Am Anfang der Wertschöpfungskette stehen Rohstoffunternehmen wie Nevada Copper, die auf dem Weg zum Kupfer-Produzenten jetzt einen Rückschlag hinnehmen mussten. Der Kursrutsch könnte aber auch eine Chance für Anleger darstellen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: NEVADA COPPER CORP. | CA64128F7039 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296 , PLUG POWER INC. DL-_01 | US72919P2020

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Inhaltsverzeichnis:


    Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG
    "[...] Die Dominanz Chinas ist unter anderem ein Grund dafür, weswegen wir uns so stark auf dem Wolfram-Markt engagieren. Hier sind rund 85% der Produktion in chinesischer Hand. [...]" Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG

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    Nevada Copper macht Fortschritte, aber Verzögerungen belasten

    Zu den Rohstoffen der Elektromobilität gehört nicht nur Lithium, sondern auch Kupfer. Spannend in diesem Bereich ist Nevada Copper. Das Unternehmen ist Eigentümer des Kupferprojekts Pumpkin Hollow im US-Bundesstaat Nevada und macht derzeit den Schritt vom Explorer zum Produzenten. Seit Herbst 2021 ist ein neues Management an Board und zeigte sich bisher optimistisch. CEO Randy Buffington sagte im Rahmen des Q1 Berichts: „Ich bin mit den Fortschritten, die wir an mehreren Fronten in Pumpkin Hollow machen, sehr zufrieden. Wir haben vor Ort eine Reihe von wichtigen Projekten abgeschlossen, die darauf abzielen, die Produktivität, die Verfügbarkeit der Abbaustrecken und die Zuverlässigkeit der Ausrüstung der Untertagemine zu verbessern. Die Aktualisierung der Vormachbarkeitsstudie für das vollständig genehmigte Tagebauprojekt ist in vollem Gange und wird wichtige nachhaltige Initiativen wie das Solarprojekt beinhalten. Darüber hinaus ist der Beginn unseres Explorationsprogramms ein wichtiger Schritt in Richtung unserer längerfristigen Wachstumsstrategie."

    Gestern hat Nevada Copper allerdings Verzögerungen gemeldet. Im East South Gebiet der Untertagemine sind aufgrund von bisher nicht identifizierten Gesteinsstrukturen zusätzliche Bohrungen notwendig. Daher wird man dort mit der Förderung größerer Mengen erst im August beginnen können und will Kosten reduzieren. Im East North Gebiet kommt Nevada Copper dagegen planmäßig voran. Dies ist positiv, da dieses Gebiet deutlich höhere Kupfergehalte und bessere geotechnische Bedingungen aufweist. Das Management geht davon aus, dass man bis Ende Juni zu den größeren und hochgradigeren Vorkommen innerhalb der Zone East North vorgestoßen sein wird. Auch die Vormachbarkeitsstudie für den Tagebau sowie die Bohrungen gehen weiter voran. Aufgrund der Verzögerungen braucht Nevada Copper neue Finanzierungen. Großaktionär Pala Investment sei bereit, Fremdkapital in Höhe von bis zu 20 Mio. USD bereitzustellen. Auch über zusätzliche Mittel werde derzeit gesprochen. Die transparente Kommunikation des neuen Managements ist positiv und solche Verzögerungen bei einem Rohstoffexplorer nicht ungewöhnlich. Aufgrund der Meldung verlor die Aktie gestern deutlich und notiert inzwischen unter 0,30 EUR – in 2018 stand sie noch bei über 5 EUR. Dies könnte für Anleger mit Geduld und Mut eine Einstiegschance darstellen.

    Plug Power auch in Asien erfolgreich

    Mit zahlreichen neuen Aufträgen konnte Plug Power in den vergangenen Wochen Aktionäre beglücken. Die jüngste Erfolgsmeldung kommt aus Asien. In Südkorea hat die Plug Power Beteiligung SK Plug Hyverse ein staatliches Projekt an Land gezogen. Auftraggeber ist die Korea Gas Corporation. Für sie soll SK Plug Hyverse eine 1-Megawatt-PEM-Wasserelektrolyseanlage im Süden der Insel errichten. In Verbindung mit einer Windkraftanlage soll grüner Wasserstoff produziert und über Ladestationen verkauft werden. Dies sei ein erstes Pilotprojekt. Darüber hinaus baut SK Plug Hyverse im Westen des Landes ein Werk zur Herstellung von Brennstoffzellen und Wasserelektrolyseanlagen. Bei SK Plug Hyverse handelt es sich um ein Joint Venture von Plug Power und der dem südkoreanischen Mischkonzern SK Group. Damit scheint man gut aufgestellt zu sein, um von den Ausbauzielen Südkoreas zu profitieren. Denn Wasserstoff hat die südkoreanische Regierung bereits Ende 2021 als einen der Eckpfeiler ihrer künftigen Industriepolitik festgelegt. Bis 2040 soll in dem Land eine Wasserstoffwirtschaft im Volumen von 40 Mrd. USD entstehen. In Europa hatte Plug Power bereits im Mai einen Großauftrag an Land ziehen können. So wird Plug Power einen Elektrolyseur mit 1-GW zur Produktion von grünem Wasserstoff an H2 Energy Europe liefern. Die Anlage soll in Dänemark errichtet werden. Nach Angaben von Plug Power handelt es sich um den größte Elektrolyseur-Auftrag weltweit.

    BYD: Auslieferungen im Mai stark

    Der Fokus von BYD auf die Elektromobilität zahlt sich aus. Anfang des Jahres hatte der chinesische Fahrzeughersteller – angeboten wurden PKW und Nutzfahrzeuge wie beispielsweise Busse – angekündigt, sich vollständig auf Elektro- und Hybridmodelle zu konzentrieren. Die hohe Nachfrage gibt BYD recht: Im Mai kletterte die Auslieferungszahl im Vergleich zum Vorjahr um 148% auf 114,943 Fahrzeuge. Damit wurden die bereits starken Zahlen aus dem April mit 106.042 nochmals übertroffen. Zwischen Januar und Mai 2022 wurden insgesamt 512.363 Fahrzeuge verkauft. Dies ist eine Steigerung von rund 162% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Diese Zahlen sind umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass es in den vergangenen Monaten immer wieder Lockdowns in Städten wie Shanghai und gab und diese sogar intensiver waren, also im eigentlichen Corona-Jahr 2020. Dass BYD sich auf eine anhaltend hohe Nachfrage einstellt, zeigen Medienberichte. Demnach bereitet der Elektrofahrzeug-Spezialist den Kauf von sechs Lithium-Minen in Afrika vor. Denn anders als zahlreiche Wettbewerber, verfügt BYD über eine eigene Batterie-Produktion.


    Die Energie- und Mobilitätswende läuft auf Hochtouren. Dabei werden Wasserstoff und Elektromobilität wichtige Rollen spielen. BYD und Plug Power sind jeweils in ihrer Branche Top-Player. Nevada Copper muss einen Rückschlag verdauen. Doch erscheint die Kursreaktion überzogen, wenn es nur einige Monate sind und die Finanzierung gesichert werden kann. Denn Kupfer ist gefragt wie nie zuvor.


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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Wasserstoff – Technologie zur Nachrüstung von Diesel-Motoren für saubere Verbrennung und Senkung von Abgasemissionen

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    • Wasserstoff
    • Technologie
    • Klimaschutz
    • E-Mobilität

    Wer in Zukunft an Fortbewegung denkt, sollte die E-Mobilität und in zweiter Linie den Wasserstoff im Auge haben. Auf dem letzten EU-Gipfel im Juni wurde der Verbrenner-Ausstieg bis 2035 verankert, die Ausnahme bilden sogenannte E-Fuels. In der Herstellung von E-Fuels werden verschiedene Verfahren diskutiert, welche zu einem synthetischen Kraftstoff führen. Dieser verbrennt zwar nicht gänzlich schadstofffrei, aber immerhin wurde er 100% klimaneutral erzeugt. Beim sogenannten grünen Wasserstoff kommt die Industrie nun Schritt für Schritt weiter. Noch sind die Verfahren sehr teuer und nur bedingt konkurrenzfähig, wenn man die aktuellen Preise für fossile Energieträger heranzieht. Spannend wird es nun bei folgenden Aktien.

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    • Klimawende
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    Deutschland und Europa müssen sich für den kommenden Winter offenbar warm anziehen, denn eine stabile Energieversorgung scheint aus heutiger Sicht mehr als gefährdet. Private Haushalte sind dem Szenario wohl weitestgehend ausgeliefert, die großen Industriestandorte feilen hingegen schon seit einigen Monaten an alternativen Sicherungs-Konzepten. Für die lokale Energiespeicherung sollte auch die Batterie-Technologie weiter vorangetrieben werden. Ein wichtiger Stoff für die Akkumulatoren ist Bor, ähnlich notwendig wie Lithium, aber scheinbar wissen das nur Wenige. Wir beleuchten einige interessante Aspekte für Investoren.

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    Kommentar von Stefan Feulner vom 04.07.2022 | 05:10

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    • Elektromobilität
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    • Batterie

    Die Autoindustrie steht in den nächsten Jahren vor einem massiven Versorgungsproblem. Der Grund dafür liegt in der explodierenden Nachfrage nach Lithium, einem elementaren Rohstoff für die Elektromobilität. Lag der Markt für Lithium 2015 global bei 33.000t pro Jahr, stieg dieser bis 2022 auf 85.000t. Bis 2030, die Bundesregierung plant dann mit 15 Mio. Elektroautos auf deutschen Straßen, gehen Experten von einem jährlichen Bedarf von bis zu 400.000t aus. Bereits jetzt besteht eine deutliche Angebotsknappheit. Die Profiteure sind hierbei eindeutig die Lithiumproduzenten. Nach einer heftigen Korrektur in der Lithiumbranche bieten sich langfristig neue Chancen.

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