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12.11.2020 | 05:10

Alibaba, Silver Viper, Saturn Oil & Gas, CureVac: Das müssen Sie wissen!

  • Investments
Bildquelle: pixabay.com

Hohe Schwankungsbreiten kann man im Augenblick am Markt feststellen. Durch die Umschichtung in zyklische Aktien fallen vor Allem Tech-Werte wie Amazon, Alibaba oder auch die stark von der Corona-Pandemie profitierenden Unternehmen wie Zoom oder TeamViewer. Hier bieten sich nach einem ersten Auspendeln gute Kaufgelegenheiten. Ebenfalls, zumindest auf die Watchlist, sollte man Gold- und Silberwerte nehmen. Die Unsicherheit ist auch nach dem vergangenen Tagen sicher nicht vorüber.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Stefan Feulner

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Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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Explosionsgefahr

Kurz vor dem Ausbruch steht der Chart des kanadischen Öl-Produzenten Saturn Oil & Gas. Und dieser wäre fundamental begründet. Zum einen profitiert das Unternehmen vom wiedererstarkten Ölpreis, zum anderen wird die Mannschaft um den erfahrenen CEO John Jeffrey kontinuierlich mit absoluten Hochkarätern verstärkt, die die ausgegebene aggressive Akquisitionsstrategie stemmen können. Als oberster Strategieberater wurde nun Jean-Pierre Colin ins Boot geholt, ein Manager, der nicht nur für hochrangige Politiker beratend tätig war, sondern in seinem 40-jährigen Arbeitsleben mehrere Milliardendeals abwickelte. So verkaufte er zum Beispiel sein Projekt Eleonor für mehr als eine Milliarde CAD an Goldcorp. Inc., heute bekannt unter Newmont Corporation.

Wann kommt der Kursschub?

Lange Zeit dümpelte der Aktienkurs des in Calgary ansässigen Unternehmens in einer Range zwischen 0,08 CAD und 0,10 CAD. Spätestens seit der Verpflichtung von Colin kommt nun deutlich Umsatz bei steigenden Kursen in die Aktie. Laut Marktbeobachtern sollten in naher Zukunft größere Akquisitionen anstehen. Sollten diese verkündet werden, dürften die Shortseller sehr kalte Füße bekommen. Eine wichtige Marke liegt im Augenblick bei 0,12 CAD.

Rücksetzer nutzen

Nach der Entscheidung bei den US-Wahlen sowie der Verkündung, dass es möglicherweise bald einen Impfstoff gegen das Corona-Virus geben wird, korrigierten die sicheren Häfen Gold und Silber stark. Allerdings dürften die Probleme der enormen Staatsverschuldungen und Unsicherheiten weiter bestehen bleiben. Für Anleger eine Chance, in günstige Minenaktien zu investieren. Voll erwischt hat es auch das kanadische Explorationsunternehmen Silver Viper Minerals Corp. Nach Höchstkursen um die 0,85 CAD gab es seit September eine größere Korrektur um sage und schreibe 50%.

Fundamental im Soll

Silver Viper Minerals Corp. ist ein Junior-Explorer mit Sitz in Kanada, dessen Schwerpunkt auf Edelmetalle in Sonora in Mexico liegt. Das Unternehmen betreibt derzeit sein Gold-Silber-Projekt La Virginia, das früher einmal der Pan American Silver Corp. gehörte. Die durchgeführten Bohrungen in La Virginia weisen eine Gold-Silbervene mit einer Mächtigkeit von bis zu 20m Durchmesser aus. Den unterirdischen Verlauf zu analysieren, gehört zum diesjährigen Bohrprogramm. Positiv waren vor Allem die Ausreißer-Ergebnisse bei Bohrungen mit 22,6 g/t Gold und 1.431 g/t Silber.

Volle Kasse bringt Spielraum

Im Zusammenhang mit einer Finanzierungsrunde aus 2019 konnte das Unternehmen nun einen weiteren Mittelzufluss von rund 2,8 Mio. CAD erzielen. Die Finanzierung beinhaltete ein vorzeitiges Wandlungsrecht der Warrants, sobald der Aktienkurs an zehn aufeinander folgenden Tagen im Durchschnitt bei mindesten 0,70 CAD handelt. Dieses wurde im September erreicht. CEO Steve Cope will mit dem frischen Geld neben den vorhandenen Projekten andere bohrbereite Anomalien erproben, die das Unternehmen im Rahmen des Probenahme-Programmes an der Oberfläche ermittelt hat. Zudem rechnet der CEO mit weiteren Impulsen, die den Unternehmenswert noch in diesem Jahr weiter steigern können.

Im Schatten von BioNTech

Etwas weniger wahrgenommen als der Konkurrent aus Mainz wird das Tübinger Unternehmen CureVac. So verharrt der Chart bei 51,40 EUR, in etwa dem gleichen Stand wie Mitte August. Dabei liegt das von Dietmar Hopp finanzierte Unternehmen im Zeitplan nur marginal hinter dem Konglomerat aus BioNTech und Pfizer. So soll noch im laufenden Jahr der Startschuss für die entscheidenden Phase-III-Tests fallen. Nach den Plänen will CureVac dann im ersten Quartal 2021 einen Antrag auf eine sogenannte rollierende Zulassung bei der European Medicines Agency (EMA) stellen. Sollte alles gut gehen, könnte der Impfstoff Mitte 2021 zur Verfügung stehen, hieß es. Angesichts dessen, dass es mehrere Anbieter von Impfstoffen geben wird, da die Nachfrage enorm ist, besteht bei der Bewertung von CureVac noch Nachholpotenzial gegenüber den anderen Playern.


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Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.

Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die Apaton Finance GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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Kommentar von Stefan Feulner vom 20.11.2020 | 05:10

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Jetzt geht es Schlag auf Schlag mit den Neuigkeiten im Wettlauf gegen die Corona-Pandemie. Die ersten Auslieferungen des Impfstoffes sollen laut BioNTech, als auch dem US- Konkurrenten Moderna bereits Ende diesen beziehungsweise Anfang nächsten Jahres erfolgen. Ein erster Schritt in die Normalität, auch wenn der BioNTech- Chef Ugur Sahin mit einem normalen, gesellschaftlichen Leben frühestens Ende 2021 rechnet. Dann dürften, sollte alles glatt verlaufen, arg gebeutelte Branchen eine nie dagewesene Renaissance erleben und deren Aktienkurse förmlich abheben.

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Erfolgreiche Unternehmen machen die Dinge oftmals anders, als die Konkurrenz. Manchmal dauert es eine Weile, bis ein Ansatz, der am Anfang noch belächelt wird, erst Zustimmung erhält und dann kopiert wird. Beispielsweise hat sich SIXT schon früh als Mobilitätsdienstleister verstanden. Der Autovermieter agiert in vielen Bereichen und bietet auch Leasing und Gebrauchtwagen an. Zwar ist das Geschäft an den Flughäfen weitgehend zum Erliegen gekommen, doch gilt SIXT zu Recht als flexibel genug, um neuen Anforderungen gerecht werden zu können. Beispielsweise hat das Unternehmen nach Ausbruch der Pandemie seinen Fuhrpark drastisch reduziert. Auch in Zukunft investiert SIXT in digitale Geschäftsmodelle, wie etwa ein monatlich kündbares Auto-Abo. Dieser Ansatz führt dazu, dass die Aktie nach einem Einbruch im März inzwischen wieder vergleichsweise gut dasteht. Das Unternehmen ist kein Krisengewinner, aber Zukunft hat es trotzdem.

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