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03.02.2022 | 05:10

Allkem, Edison Lithium, Nio – Die Batterie der Zukunft

  • Elektromobilität
  • Lithium
Bildquelle: pixabay.com

Die Transformation von Fahrzeugen, die mit Diesel oder Benzin betankt werden zu mit Batterie betriebenen Stromern läuft. Der Markt wächst stark und die Autobauer fahren zunehmend eine Elektro-Strategie. Diese setzt jedoch das Vorhandensein der benötigten Rohstoffe wie Kobalt, Kupfer, Lithium und Nickel voraus. Eine erhöhte Nachfrage trifft auf ein mehr als knappes Angebot. Die Folge sind stark steigende Preise. Hauptprofiteure sind dabei die Produzenten, die in den nächsten Jahren wachsende Umsätze erwarten dürften.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: Allkem Ltd. | AU0000193666 , NIO INC.A S.ADR DL-_00025 | US62914V1061 , Edison Lithium Corp | CA28103Q1090

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Inhaltsverzeichnis:


    Lithium und die Elektromobilität

    Lithium ist neben Kobalt und Mangan einer der Rohstoffe der Mobilitätswende. Das silbrig weiß-graue Leichtmetall wird zur Herstellung wiederaufladbarer Akkumulatoren mit einer sehr hohen Energiedichte benötigt, wie sie in E-Automobilen verwendet werden. Dies ist verantwortlich dafür, dass die Nachfrage nach dem Element seit Jahren beständig ansteigt. Das Angebot und die Produktionskapazitäten hinken jedoch hinterher. Dadurch ist der Preis für batteriefähiges Lithiumkarbonat mit einem Plus von über 400% in den letzten anderthalb Jahren förmlich explodiert. Dies dürfte sich laut Experten in den nächsten Jahren deutlich verschärfen.

    Der Lithiummarkt ist aktuell hochkonzentriert, sowohl geographisch als auch bezüglich der Konzernstrukturen. So kommen 85% der weltweiten Lithiumproduktion aus Chile, Argentinien und Australien. Die stark steigenden Preise am Weltmarkt machen zuvor unwirtschaftlich erscheinende Projekte attraktiv und steigern die zu erwartenden Projektrenditen deutlich. Während das australische Lithium aus Spodumen-Erz extrahiert wird, das aus den Bergbauminen stammt, wird Lithium in Südamerika aus der Sole riesiger Salzseen gewonnen. Geschätzt wird, dass in den Salinas von Chile, Argentinien und Bolivien bis zu 60% der globalen Lithiumreserven lagern.

    Argentinien, das Lithium-Land

    Besonders Argentinien setzt stark auf die Lithium-Förderung. Prognosen zufolge wird Argentinien Chile bis 2030 bei der Lithiumproduktion überholen. Aufgrund der starken Nachfrage aus der Elektroauto-Industrie und der offenen Haltung der Regierung siedeln sich immer mehr etablierte Player an, es kommt aktuell förmlich zu einem Ansturm auf mehrere Anden-Provinzen. Seit langem explorieren bereits Livent und Allkem. Die Branchen-Giganten Posco, Ganfeng, Tianqi und schließlich die Zijin Mining Group folgten.

    Daneben gibt es kleinere Junior-Explorationsunternehmen wie Edison Lithium, die in den nächsten Jahren zum Produzenten emporsteigen wollen. Edison Lithium, bis zum Namenswechsel im November unter Edison Battery Metals bekannt, ist ein junges kanadisches Bergbauexplorationsunternehmen, das sich auf die Beschaffung, Exploration und Erschließung von Kobalt-, Lithium- und anderen Energiemetallgrundstücken konzentriert. Die Akquisitionsstrategie des Unternehmens konzentriert sich auf den Erwerb von Mineralgrundstücken in Gebieten mit nachgewiesenem geologischem Potenzial.

    Buy- and Build-Strategie als Schlüssel

    Im Juni des vergangenen Jahres wurde der endgültige Kauf- und Verkaufsvertrag zum Erwerb von Resource Ventures S.A., einem argentinischen Unternehmen, das die Rechte an über 148.000 Hektar aussichtsreicher Lithium-Sole-Claims in der Provinz Catamarca, Argentinien, besitzt oder kontrolliert, abgeschlossen. Die Claims befinden sich hauptsächlich in den beiden geologischen Becken, die als Antofalla Salar und Pipanaco Salar in Südamerikas berühmten „Lithium-Dreieck“ bekannt sind. Der Kaufpreis von Resources Ventures inklusive der 100%igen Beteiligung an dessen Grundstücken lag bei 1,85 Mio. USD, der durch die Ausgabe von zehn Mio. Stammaktien des Unternehmens zu einem angenommenen Preis von 0,185 USD pro Aktie bezahlt wurde.

    Neben Lithium besitzt das Unternehmen, das von einem erfahrenen Management geleitet wird, ein weiteres Kobalt-Projekt. Das Projekt befindet sich in der Nähe der Stadt Cobalt im Nordosten von Ontario, Kanada. Das Projekt beherbergt die historischen Minen Thomas Edison, Shakt-Davis und Cobalt-Kittson sowie zahlreiche historische Gruben. Historische Berichte aus der Mine Shakt-Davis weisen auf Werte von 1,5% Kobalt auf 1,37m und ausgewählte Schürfproben mit bis zu 4% Kobalt und 93,3 g/t Gold hin. In den Quarz-Karbonat-Adern kommen auch Nickel, Kupfer und in geringerem Ausmaß Blei, Zink und Wismut vor.

    Edison Lithium, das an der kanadischen TSXV, der US-Börse OTC und in Frankfurt gehandelt wird, hat aktuell einen Börsenwert von 10,08 Mio. EUR. Die Beteiligungen befinden sich in einer frühen Phase und versprechen durch die steigende Nachfrage langfristig Potenzial.

    Nio – Von Konkurrenz überholt

    Die Auslieferungszahlen beim Elektroautobauer Nio für den Monat Januar fielen enttäuschend aus. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum setzt das chinesische Unternehmen zwar 9.652 Fahrzeuge ab, was eine Steigerung von rund 34% gleichkommt. Jedoch schaffte es Nio nicht, die Schallmauer von 10.000 Automobilen zu durchbrechen. Im Januar stellte keines der drei Nio-Modelle einen neuen Verkaufsrekord auf, die Verkäufe des ES6 konnten sich jedoch im Vergleich zum Vorjahr auf 5.247 Einheiten fast verdoppeln. Dagegen enttäuschte der Absatz des EC6 Coupé mit einem Plus von 1% und dem ES8, der sogar ein Absatzminus von 8% verbuchte.

    Zudem wurde Nio sowohl von den Konkurrenten Li Auto mit 12.268 verkauften Modellen als auch XPeng mit 12.922 Elektroautos überholt. Charttechnisch ist der Titel weiter angeschlagen. Zwar konnte die Aktie den Widerstand bei 20 USD erst einmal verteidigen, weiteres Rückschlags-Potenzial ist jedoch nicht unwahrscheinlich.


    Für die Elektromobilität enorm wichtig ist der Rohstoff Lithium. Besonders in Argentinien ist bei der Lithium-Förderung ein enormer Aufschwung zu erkennen. Neben den Etablierten versucht Edison Lithium durch den Aufbau eines Portfolios am Lithium-Boom teilhaben zu können. Nio schwächelt bei den Absatzzahlen und ist aktuell ein Wert für die Watch-List.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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