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28.10.2019 | 05:50

Audi, BMW, Daimler - es kommt alles ganz anders

  • Wasserstoff

Über viele Jahrzehnte fokussierten sich die Entwickler und Ingenieure der namhaften deutschen Autobauer auf die Optimierung von Verbrennungsmotoren. Leistung, Zuverlässigkeit und Reichweite standen oben auf der Liste der Anforderungen, die der Markt als Voraussetzung für Kaufentscheidungen forderte. Daran hat sich eigentlich auch nicht viel geändert, es steht nun nur ein Punkt mehr auf der Liste - wenn es geht, dann soll der Antrieb sauberer sein. Geblendet von Elon Musk’s Batterieautos tüftelten auch hierzulande die Autobauer an reinen Stromern und die Politik tat ihr übrigens. Die Absatzzahlen deuten jedoch mittlerweile auf einen gigantischen Flop hin – aus vielen guten Gründen.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Mario Hose

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Batterieautos sind Ladenhüter

Die deutschen Autobauer haben seit 2015, als bekanntwurde, dass bei Diesel-Fahrzeugen auf dem Prüfstand Schummel-Software eingesetzt wurde, viel Geld in die Entwicklung von Fahrzeugen mit Elektromotor und Batterien gesteckt. Durch aufwendige Marketingkampagnen wurde der Versuch gestartet, den Kunden die reinen Stromer schmackhaft zu machen.

Trotz aller Anstrengungen wurden laut Veröffentlichung des deutschen Kraftfahrt-Bundesamtes in den ersten neun Monaten 2019 gerademal 47.903 Batterieautos verkauft, was gerademal einem Anteil von 1,7% von der Gesamtzahl in Höhe von 2.740.158 Pkw entspricht.

Politik setzt falsche Akzente

Die mehrheitlichen Lebensumstände von Familien und Berufstätigen können mit Batterieautos nicht bedient werden. Die Autos sind teuer, der Strom ist aus Ladesäulen aufgrund der kaum vorhandenen Infrastruktur nur eingeschränkt verfügbar, die Ladedauer ist zu lang und somit inakzeptabel, die Reichweite uninteressant und die Gewinnung von Kobalt und Lithium unter fragwürdigen Bedingungen nagt am Gewissen.

Die deutsche Bundespolitik fördert die Neuanschaffung eines Batterieautos mit Steuermitteln von bis zu 4.000,00 EUR und auch die Subventionierung einer Tesla-Batteriefabrik in Milliardenhöhe steht noch immer im Raum. Die Steuerzahler tragen die Kosten und die Umwelt in den ärmeren Ländern die Belastung dieser absurden Fehlentwicklung. „La strada dell'inferno è lastricata di buone intenzioni.“ Zu deutsch: Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.

Tankstellen brauchen Wasserstoff-Säulen

Warum die Wasserstoff-Technologie von führenden Politikern und Entscheidern noch stiefmütterlich behandelt wird, das ist ein Rätsel. Der Bau eines Tankstellennetzes für Wasserstoff-Fahrzeuge kann sich an bisherige Gewohnheiten und Lebensumstände der Kunden orientieren. Die Fahrzeugnutzer und Tankstellenbetreiber erwerben und vertreiben lediglich einen anderen Treibstoff. Die Art des Tankvorganges, die Dauer mit rund drei Minuten und die Reichweite von 500 bis 700 km sind vergleichbar mit den herkömmlichen Gewohnheiten.

In Deutschland werden momentan rund 14.100 Tankstellen betrieben. Die Ausstattung dieser bereits etablierten Infrastruktur mit Wasserstoff Tanksäulen ist sicherlich praktikabler, als Park- und Wohnhäuser, Straßen in Wohngebieten und Hotels mit leistungsstarken Ladesäulen neu zu verkabeln. In Deutschland sind mittlerweile 76 Wasserstoff-Tankstellen eröffnet und es werden immer mehr.

dynaCERT liefert Technologie zur Nachrüstung

Das kanadische Technologie-Unternehmen dynaCERT hat in diesem Jahr eine Wasserstoff-Lösung auf den Markt gebracht, mit der Dieselmotoren den Verbrauch von Treibstoff und die Emission von Schadstoffen deutlich reduzieren können. Bus- und Lkw-Flotten können mit diesen Geräten zur Nachrüstung etwas für die Umwelt tun und zugleich die Treibstoffkosten senken. Innerhalb von weniger als einem Jahr können die Nutzer die Anschaffungskosten amortisieren. Wettbewerbsintensive Branchen wissen diesen Kostenvorteil zu schätzen.

Deutscher Branchenexperte strebt Zusammenarbeit an

dynaCERT löst Probleme und schafft Begehrlichkeiten. Aus diesen Gründen ist es auch nicht überraschend, dass MOSOLF, einer der führenden Logistik-Dienstleister für die europäische Automobilindustrie, keine zwei Monate nach Ausstellung der Allgemeinen Betriebserlaubnis für die Wasserstoff-Technologie in Deutschland, an einer Vertriebsvereinbarung mit dynaCERT arbeitet.

Die kanadischen Wasserstoff-Experten sind in den kommenden Wochen auf den folgenden Investoren-Messen und präsentieren sich den Teilnehmern: Edelmetall- & Rohstoffmesse, München, Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt und die Münchener Kapitalmarktkonferenz (MKK).

Wann kommen Wasserstoff Autos?

Daimler hat in den vergangenen Tagen einen Polizeiwagen mit Wasserstoff betriebener Brennstoffzelle in Hamburg medienwirksam ausgeliefert. Es wird nur eine Frage der Zeit sein, wann auch Audi (h-tron) und BMW (Hydrogen NEXT) mit serienmäßigen Wasserstoff-Modellen auf den Markt kommen. Die Zukunft der Antriebsarten wird vielfältig sein und Wasserstoff weiter an Bedeutung gewinnen.


Lexikon:

  1. Markt – Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander.
  2. Wasserstoff – Technologie zur Nachrüstung von Diesel-Motoren für saubere Verbrennung und Senkung von Abgasemissionen
  3. Software – Oberbegriff für unterschiedliche Arten von Programmen, die für den Betrieb von Computern notwendig sind.

Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die Apaton Finance GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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Wasserstoff ist die bessere Batterie - Kein anderes Thema, wie das des Wasserstoffs lässt die Wogen an der Börse so stark schlagen wie zuletzt. Die Anhänger von sauberer Luft, CO2-Reduktion und andauernder Treibhausgas-Diskussionen sehen in der Batterie nur einen vorübergehenden Hype, den v.a. Tesla in Gang gesetzt hat. Längst weiß man in der Industrie, dass die Batterie immer „unsauber“ bleiben wird, denn allein deren Produktion und anschließende Entsorgung verbrauchen ein Vielfaches an Ressourcen im Vergleich zu längst verfügbaren Technologien wie z.B. die Wasser-Elektrolyse, also die Zerlegung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff. Betrachtet man den Treibstoff Diesel, mit einem Anteil im Transport von über 90%, so lässt sich durch den Einsatz dieser hochreaktiven Elemente ein wesentlich effizienterer und umweltschonender Verbrennungsprozess gestalten. Der energetische Wirkungsgrad der Elektrolyse von Wasser liegt bei über 70%. Dass also Unternehmen wie Tesla und Nikola sich aktiv um diese Erkenntnisse bemühen, ist angesichts weitläufiger Nachhaltigkeits-Diskussionen unabdinglich. Aber auch Daimler erklärte jüngst, dass man den verschlafenen Trend zur E-Mobilität nicht so einfach stehen lassen will und auf die Zukunftstechnologie Wasserstoff setzen wird.

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