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22.01.2020 | 05:50

Ballard Power, dynaCERT, NEL ASA - welche Wasserstoff-Technologie hat Potenzial?

  • Wasserstoff

Das Thema Wasserstoff in der Mobilität beschäftigt momentan die Wirtschaft, Politik und Investoren. An der Börse sind Unternehmen gefragt, die Lösungen mit dem Energieträger der Zukunft entwickeln, denn Wasserstoff kann alternativ zur Batterie als Energiespeicher in der Elektromobilität eingesetzt werden. Während einige Innovationen mangels Infrastruktur noch nicht großflächig marktreif sind, gibt es bereits eine Lösung die serienmäßig angeboten wird.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Mario Hose

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Brennstoffzellenproduzent im Höhenflug

Ballard Power ist ein Hersteller von Brennstoffzellen, die in sämtlichen Fahrzeugen an Land, zu Wasser und in der Luft zum Einsatz kommen können. Knackpunkt ist jedoch, dass der Wasserstoff mit erneuerbaren Energien hergestellt werden sollte, damit die CO2 Bilanz neutral ausfällt. Der skalierbare Einsatz von Wasserstoff und Brennstoffzellen ist also abhängig von einer Infrastruktur, die an erneuerbaren Energien gekoppelt ist. Ähnlich wie bei einer Batterie macht es also im Vergleich zu Verbrennungsmotoren keinen Sinn, dass die Abgase woanders entstehen.

Laut einer Präsentation im Zusammenhang mit den Zahlen der ersten neun Monate in 2019 konnte das Unternehmen einen Orderbestand mit Auslieferungstermin innerhalb eines Jahres in Höhe von 123,6 Mio. USD vorweisen, wobei der gesamte Auftragsbestand bei 199,6 Mio. USD lag. Die Umsätze in den ersten neun Monaten 2019 lagen jedoch bei 64,4 Mio. USD und es entstand ein Verlust in Höhe von 20,8 Mio. USD. Bei einem Aktienkurs von 10,00 EUR beträgt der Börsenwert derzeit circa 2,5 Mrd. EUR.

Skalierbare Wasserstoff-Technologie für heute

dynaCERT hat in 2019 eine Wasserstoff-Technologie abschließend zur Marktreife gebracht, die nun in 2020 global vertrieben werden soll. Die Besonderheit dieser Innovation ist, dass Wasserstoff als Katalysator auf Bedarf zur Erhöhung des Wirkungsgrades von Diesel-Motoren erzeugt wird. Das Gerät von dynaCERT wurde zur Nachrüstung entwickelt und die Anschaffungskosten amortisieren sich bei Lkw und Bussen mit durchschnittlicher Laufleistung innerhalb von weniger als einem Jahr, so der Hersteller.

Testergebnisse versprechen eine Reduktion von bis zu 19% des Diesel-Verbrauchs. Darüber hinaus kann der NOx-Ausstoß um bis zu 88% zurückgehen. Der Feinstaub-Ausstoß wird ebenfalls reduziert und zwar um bis zu 55%. Auch die CO2-Emissionen verringert sich um bis zu 9%. Damit vereint die Wasserstoff-Technologie von dynaCERT Umweltschutz mit einem wirtschaftlichen Vorteil.

Der CEO Jim Payne erwartet in 2020 einen monatlichen Absatz im Durchschnitt von 2.000 Geräten. Der Großhandelspreis von 6.000,00 CAD pro Gerät führt bei der in Aussicht gestellten Stückzahl zu einem Umsatzpotenzial in Höhe von 144 Mio. CAD. Bei einem Kurs von 0,66 EUR beträgt der Börsenwert von dynaCERT circa 223 Mio. EUR, im Vergleich entspricht dies weniger als 10% des Wertes von Ballard Power, bei möglicherweise ähnlichen Umsätzen in 2020.

Anlagenbauer mit Kapitalerhöhung

Bei einem Kurs von 1,02 EUR pro Aktie ist NEL ASA an der Börse mit 1,3 Mrd. EUR bewertet. Das Unternehmen entwickelt Anlagen und Geräte zur Herstellung von Wasserstoff. Der Aufbau eines Flächendeckenden Tankstellennetzes für Wasserstoff würde viel Geld in die Kassen von NEL ASA spülen. In den ersten neun Monaten 2019 hat das Unternehmen 39,4 Mio. EUR Umsatz erzielt und dabei einen Verlust von 17,4 Mio. EUR eingefahren.

In einer Mitteilung hat NEL ASA eine Kapitalerhöhung um 89 Mio. Aktien angekündigt. Das defizitäre Unternehmen benötigt demnach zusätzliche Liquidität. Der Orderbestand zum Ende des dritten Quartals 2019 lag bei 57,5 Mio. EUR.

Nur grüner Wasserstoff ist klimafreundlich

Abschließend bleibt festzustellen, dass klimafreundlicher Wasserstoff aus erneuerbarer Energie gewonnen werden muss. Die Gewinnung von Wasserstoff aus der Energie von Kohlkraftwerken oder Gas führt lediglich zur Verlagerung der CO2 Erzeugung. Vor dem Hintergrund, dass in der Bevölkerung der Widerstand gegenüber Windkraft- und Solaranlagen in den Landschaften zunimmt, bleibt der flächendeckende grüne Wasserstoff noch Zukunftsvision.

Die Wasserstoff-Technologie von dynaCERT ist hingegen schon heute ein praktikabler Fortschritt, denn dadurch wird der Treibstoff-Verbrauch um fast ein Fünftel reduziert. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Geräte zur Nachrüstung bei bereits vorhandenen Fahrzeugen, Lokomotiven und Schiffen eingesetzt werden können.

Laut Werbung von Smartbroker sind die Aktien von Ballard Power, dynaCERT und NEL ASA für 4,00 EUR pro Order und ohne Depotgebühr in Deutschland handelbar.


Lexikon:

  1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
  2. Kapitalerhöhung – Erhöhung des Eigenkapitals eines Unternehmens
  3. Wasserstoff – Technologie zur Nachrüstung von Diesel-Motoren für saubere Verbrennung und Senkung von Abgasemissionen

Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die Apaton Finance GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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Wasserstoff ist die bessere Batterie - Kein anderes Thema, wie das des Wasserstoffs lässt die Wogen an der Börse so stark schlagen wie zuletzt. Die Anhänger von sauberer Luft, CO2-Reduktion und andauernder Treibhausgas-Diskussionen sehen in der Batterie nur einen vorübergehenden Hype, den v.a. Tesla in Gang gesetzt hat. Längst weiß man in der Industrie, dass die Batterie immer „unsauber“ bleiben wird, denn allein deren Produktion und anschließende Entsorgung verbrauchen ein Vielfaches an Ressourcen im Vergleich zu längst verfügbaren Technologien wie z.B. die Wasser-Elektrolyse, also die Zerlegung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff. Betrachtet man den Treibstoff Diesel, mit einem Anteil im Transport von über 90%, so lässt sich durch den Einsatz dieser hochreaktiven Elemente ein wesentlich effizienterer und umweltschonender Verbrennungsprozess gestalten. Der energetische Wirkungsgrad der Elektrolyse von Wasser liegt bei über 70%. Dass also Unternehmen wie Tesla und Nikola sich aktiv um diese Erkenntnisse bemühen, ist angesichts weitläufiger Nachhaltigkeits-Diskussionen unabdinglich. Aber auch Daimler erklärte jüngst, dass man den verschlafenen Trend zur E-Mobilität nicht so einfach stehen lassen will und auf die Zukunftstechnologie Wasserstoff setzen wird.

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