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13.10.2020 | 05:50

Bayer, Barrick, Desert Gold: In Gold we trust!

  • Gold
Bildquelle: pixabay.com

Weltkonjunktur mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten unterwegs. In den USA liegt der ISM Index für Dienstleistungen wieder leicht auf Expansionskurs. Auch in China deutet die Stimmung im Dienstleistungsgewerbe wieder auf eine veritable Erholung hin. In der Eurozone zeigt sich die vom Analyse-Haus Sentix untersuchte Konjunkturstimmung zwar weiterhin robust, aber ohne neue Hochs. Man erwartet insgesamt wohl einen Ausklang der Pandemie, auch wenn die Ansteckungszahlen wieder steigen. In Deutschland zeigen Wirtschaftsdaten wie Industrieaufträge, -produktion und Exporte im August eine leicht abflachende Erholungsdynamik. Die Börsen schwingen sich trotzdem täglich auf neue Höhen, weil durch die latente Bedrohung aus der Infektionsecke ein weiteres Liquiditätspaket der Regierungen notwendig wird. Das impliziert weiterhin sehr niedrige Zinssätze, einen schwächelnden US-Dollar und steigende Inflationserwartungen. Dies sollte die Nachfrage nach Edelmetallen zumindest auf hohem Niveau halten, wir bleiben deshalb auf der Lauer.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: CA25039N4084 , DE000BAY0017 , CA0679011084

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Inhaltsverzeichnis:


    BAYER – Tiefster Stand seit 2011

    Glyphosat ist alles andere als Gold. Erst die noch nicht abgeschlossenen zahllosen Rechtsstreitigkeiten, dann die trüben Geschäftsaussichten – bei den Investoren ist die Bayer-Aktie erst einmal tüchtig unten durch. Angesichts der aktuellen Lage ist es „eigentlich ein Unding“, dass der Vertrag mit dem Vorstandschef Werner Baumann erst kürzlich um 5 Jahre verlängert worden ist. Seit er im Mai 2016 die Konzernführung übernommen hat, hat sich der Kurs der Bayer-Aktie vom Allzeithoch nahezu gedrittelt.

    Bei Analysten kommt die Aktie auch schon lange nicht mehr gut weg und einige haben aufgrund der niedrigen Markterwartung die laufende Bewertung des taumelnden Pharma- und Chemieriesen erst einmal komplett ausgesetzt. Kein gutes Omen für die nächste Zeit, zum Glück gibt es im DAX noch andere attraktivere Schwergewichte.

    BARRICK GOLD CORPORATION - Goldpreis trifft auf steigende Nachfrage

    Barrick Gold, weltweit einer der größten Goldproduzenten, kann von einem aktuellen Goldpreis von über 1.922,00 USD pro Feinunze schön profitieren. Mitte 2020 notierte der Preis des Edelmetalls bereits kurz bei über der Marke von 2.070,00 USD je Feinunze. Barrick schürft eine Unze derzeit mit Gesamtkosten von knapp 1.030,00 USD, da bleibt bei rund 4,7 Mio. Unzen Produktion ein solider Gewinn in den Büchern. Vor dem Hintergrund, dass die Notenbanken in den vergangenen Monaten rund um den Globus die umlaufende Geldmenge deutlich erhöht haben, gibt es viele Beobachter, die davon ausgehen, dass der aktuelle Spotpreis von Gold nur eine kurze Pause macht.

    Investoren, die sich im Bereich Edelmetalle engagieren wollen, aber die Anschaffung von physischen Barren und Münzen scheuen, kaufen verstärkt Aktien von Barrick Gold. Bekanntester Neubesitzer im Goldlager ist der US-Investor Warren Buffett, der jüngst den Erwerb von Barrick Aktien durch seine Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway bekanntgab – und er kauft ja bekanntlich nur das, was er versteht und woran er glaubt. So we do!

    DESERT GOLD – Gute Drillings in Westmali schüren Übernahmephantasie

    Desert Gold Ventures Inc. ist ein Goldexplorationsunternehmen, das zwei Projekte in Westmali (SMSZ und Djimbala) und das Goldprojekt Rutare in Zentralruanda besitzt. Der aktuelle Schwerpunkt des Unternehmens liegt auf seinem 410 qkm großen SMSZ-Projekt, das sich über etwa 38 km der produktiven Scherzone Senegal-Mali erstreckt. Die Bohrproben weisen in allen 4 Explorationszonen auf Goldgrade von bis zu 3,96 Gramm Au pro Tonne Gestein hin. Soweit bislang bekannt, ist das SMSZ-Projekt das größte, zusammenhängende, nicht-produzierende Landpaket mit diesem sehr aussichtsreichen Strukturmerkmal.

    Jared Scharf, CEO von Desert Gold, kommentierte: "Wir sind durch diese Ergebnisse sehr ermutigt. Unsere Luftkernergebnisse haben sowohl den Umfang der vor kurzem entdeckten Goldmineralisierung bei der Barani-Spalte weiter vergrößert, als auch zur Entdeckung neuer Goldzonen bei Sorokoto Nord, Kolon und Soa Süd geführt. Auch die neuen Testbohrungen unterstreichen weiter, dass wir unserer Meinung nach weitere Goldzonen finden werden.“
    Die nächsten Schritte sind die Arbeiten an einem technischen Bericht gemäß Standard 43-101, welcher voraussichtlich Ende Oktober oder Anfang November veröffentlicht wird. Die Feldexploration, einschließlich etwa 20.000 Meter zusätzlicher Bohrungen, werden im November wieder aufgenommen und dann bis Anfang Juli 2021 fortgesetzt.

    Nachdem sich die Aktie seit Anfang August halbiert hat, könnte sie nach den aktuell guten Nachrichten schnell zu einem Übernahmekandidaten werden. Bei einer Marktkapitalisierung von gerade einmal knapp 18 Mio. CAD (etwa 12 Mio. EUR) leuchten die M & A-Bildschirme bei den größeren Minen bestimmt schon im Dauerbetrieb. Nehmen Sie die Desert Gold Ventures spekulativ auf ihre Investmentliste, um hier nicht überrascht zu werden. In den SEDAR-Meldungen finden sich jüngst auch wieder Käufe von meldepflichtigen Insidern.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Die Börse macht keine Gefangenen. Wer derzeit im Chip-Sektor investiert ist, schwebt auf Wolke 7 und kann sich gar nicht vorstellen, dass so ein Szenario auch mal wieder drehen könnte. Als Anhaltspunkt für weitere Einschätzungen hilft der Philadelphia-Halbleiter-Index (SOX). Er legte seit Jahresanfang von rund 3.500 Punkten auf über 12.800 Punkten zu (+265 %). Das erinnert stark an die Goldpreis-Entwicklung von 2023 bis 2026. Hier ging es von 1.650 auf 5.400 USD (+227 %). Wie immer ist es wichtig, die Rahmenbedingungen im Auge zu halten. Aktuell werden Knappheiten gehandelt, sollte der Iran-Konflikt aber enden, kann sich diese Einschätzung schnell entschärfen und Übertreibungen haben dann Korrekturbedarf. Ein gutes Beispiel könnte der Move bei Gold und Silber liefern, hier konsolidiert der Markt nach der irrationalen Rally in Q1 2026 nun doch spürbar. Es lohnt sich daher, tiefer in die Materie einzusteigen.

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