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02.06.2025 | 06:00

Bayer, Vidac Pharma, Evotec - schnappen Sie sich den 866 Milliarden Onkologie Jackpot

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Bildquelle: pixabay.com

Die Onkologie erlebt eine beispiellose Revolution. Mit prognostizierten 866 Mrd. USD Marktvolumen bis 2034 und 11 % Jahreswachstum treiben KI-gestützte Diagnosen, personalisierte Gentherapien und Präzisionsmedizin diesen Boom. Weltweit steigende Erkrankungszahlen befeuern Investitionen, während technologische Quantensprünge Therapien effektiver machen und dabei renditestarke Chancen eröffnen. Diese explosive Dynamik wollen drei Akteure für ihre profitable Zukunft nutzen: Bayer, Vidac Pharma und Evotec.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , VIDAC PHARMA HOLDING PLC | GB00BM9XQ619 , EVOTEC SE INH O.N. | DE0005664809

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Inhaltsverzeichnis:


    Bayer - Onkologie treibt Wachstum, Crop Science im Umbruch

    Bayers Pharmasparte zeigt Stärke, angeführt von der Onkologie. Neue Studiendaten zu Nubeqa für Prostatakrebs werden im Juni auf Fachkongressen präsentiert und unterstreichen dessen Rolle als Wachstumspfeiler. Zudem festigt der Zukauf eines PRMT5-Inhibitors gegen MTAP-deletierte Tumore die Pipeline. Mit BAY 2927088 für HER2-mutierten Lungenkrebs rückt ein weiterer Kandidat in späte Entwicklungsphasen. Diese strategischen Schritte verdeutlichen Bayers Fokus auf Präzisionsonkologie als Schlüsseltreiber für künftige Umsätze, besonders in internationalen Märkten.

    Im 1. Quartal blieb der Konzernumsatz mit rund 13,7 Mrd. EUR währungs- und portfoliobereinigt nahezu stabil. Während die Pharmaceuticals-Sparte mit einem Umsatzplus von 4,1 % auf 4,55 Mrd. EUR glänzte, getrieben von Onkologie-Blockbustern Nubeqa™ und Kerendia™, verzeichnete Crop Science einen erwarteten Rückgang um 3,3 % auf 7,58 Mrd. EUR. Regulatorische Hürden für Pflanzenschutzmittel und Nachfrageverschiebungen bei Glyphosat wirkten hier belastend. Consumer Health legte moderat um 2,5 % auf 1,50 Mrd. EUR zu. Das bereinigte EBITDA sank konzernweit um 7,4 % auf 4,09 Mrd. EUR.

    Für das Gesamtjahr bestätigt Bayer seinen währungsbereinigten Ausblick. Die rechtlichen Risiken rund um Glyphosat bleiben jedoch eine Belastung. Sonderaufwendungen könnten am oberen Ende des prognostizierten Korridors von 1,5 Mrd. EUR liegen. Das Unternehmen verfolgt parallel zwei Lösungsansätze. Verhandlungen über einen Vergleich in Missouri sowie eine potenzielle Chapter-11-Insolvenz für die Monsanto-Einheit als Notfallplan. Trotz der anhaltenden Klagen von ca. 67.000 Fällen hält Bayer an der Sicherheit von Glyphosat fest, gestützt durch die US-Umweltbehörde EPA. Die Aktie ist derzeit für 24,735 EUR zu haben.

    Vidac Pharma - Wirkstoffkandidat überzeugt in klinischer Studie

    Biotech-Innovator Vidac Pharma hat vielversprechende neue klinische Daten für seinen führenden Wirkstoffkandidaten Almavid™ präsentiert. Die jüngsten Ergebnisse aus einem pharmakokinetischen Praxitest mit pädiatrischen Gehirntumorpatienten zeigen die solide Pharmakokinetik der subkutanen Formulierung. Der Test zeigte dabei einen stabilen Wirkstoffspiegel über mehr als 24 Stunden, eine Menge des Medikaments im Blut, das in direktem Verhältnis zur verabreichten Dosis steht und gleichbleibende Ergebnisse der Blutkonzentrationswerte über die verschiedenen Patienten hinweg. Diese Daten unterstreichen das Potenzial von Almavid™ als zukünftige Therapieoption gegen solide Tumore sowohl allein als auch in Kombinationsbehandlungen.

    Der Wirkstoff adressiert gezielt den sogenannten Warburg-Effekt. Dieser Effekt beschreibt den charakteristischen Stoffwechsel von Krebszellen bei dem diese trotz ausreichendem Sauerstoff vermehrt Glukose umsetzen und dadurch Laktat erzeugen. Almavid™ unterbricht die schädliche Bindung des Krebsenzyms Hexokinase 2 an bestimmte mitochondriale Kanäle (VDAC1). Dies reaktiviert den natürlichen Zelltod in Tumorzellen und normalisiert deren Energiestoffwechsel, während gesunde Zellen verschont bleiben. Zusätzlich beeinflusst der Kandidat das Tumormikromilieu positiv, indem er immunstimulierende Bedingungen fördert. Ein weiteres Plus für seine therapeutische Breite. Vidac Pharma ist das erste Unternehmen, dass diese biologischen Erkenntnisse zur Entwicklung einer Therapie nutzt.

    Das Unternehmen stützt sich auf ein robustes Portfolio an Patenten. Diese schützen sowohl den einzigartigen Wirkmechanismus gegen den Warburg-Effekt als auch die spezifischen Anwendungen der Wirkstoffkandidaten. In den vergangenen Monaten konnte das Patentportfolio in den USA, Europa und Japan ausgeweitet werden. Dieser umfassende Schutz sichert Vidac entscheidende Wettbewerbsvorteile und unterstreicht den Wert seiner Plattformtechnologie für Investoren. Die Aktie tendierte zuletzt seitwärts und scheint einen Boden auszubilden. Am Freitag ging die Aktie mit 0,488 EUR aus dem Handel.

    Evotec - strategische Fokussierung treibt Innovationskraft voran

    Im Bereich Onkologie festigt Evotec seine Position als Schlüsselpartner der Pharmaindustrie. Die strategische Allianz mit Bristol Myers Squibb konzentriert sich auf einen gezielten Proteinabbau, eine Schlüsseltechnologie zur Entwicklung neuartiger Krebstherapien. Mit "molecular glue degradern" adressiert das Unternehmen bisher schwer behandelbare Erkrankungen. Die Kombination von Evotecs KI-gestützten Plattformen mit der Wirkstoffbibliothek des Partners schafft eine vielversprechende Pipeline. Diese Kooperation unterstreicht Evotecs Rolle als wissenschaftlicher Innovator und generiert signifikante Meilensteinzahlungen.

    Evotecs Neuausrichtung fokussiert auf zwei Kernpfeiler. Die "Shared R&D"-Sparte industrialisiert Wirkstoffforschung durch Automatisierung und KI, während "Just-Evotec Biologics" als skalierbarer Biologika-Spezialist wächst. Das Unternehmen verschlankte sein Portfolio um 30 %, konzentriert sich auf margenstarke Therapiegebiete und entwickelt ein "asset-light"-Modell. Der Abbau von Beteiligungen soll Ressourcen für Technologie-Entwicklung freisetzen. Kostensenkungsprogramme wie "Priority Reset" zielen auf jährliche Einsparungen von über 50 Mio. EUR bis 2028 durch Prozessoptimierung und Fokussierung.

    Trotz eines umsatzschwachen 1. Quartals 2025 von 200 Mio. EUR zeigt sich eine divergente Dynamik. Während "Shared R&D" vorübergehend unter Marktbedingungen litt legte "Just-Evotec Biologics" um 11 % zu. Das bereinigte EBITDA von 3,1 Mio. EUR übertraf die Erwartungen. Für das Gesamtjahr 2025 wird ein Umsatzanstieg auf 840 - 880 Mio. EUR und ein EBITDA von 30 - 50 Mio. EUR prognostiziert. Mittel- bis langfristig plant Evotec ein jährliches Umsatzwachstum von 8 - 12 % und eine EBITDA-Marge über 20 % bis 2028. Die Aktie ist im Unterstützungsbereich von 6,90 EUR angekommen und kostet momentan 6,974 EUR.


    Der explosive Onkologie-Markt bietet massives Wachstum, doch nur strategisch fokussierte Player profitieren nachhaltig. Bayer treibt mit Präzisionsonkologie sein Pharmageschäft voran, muss aber die Schwächen in Crop Science und die Glyphosat-Klagen meistern. Vidac Pharma überzeugt mit seinem patentierten Wirkstoffkandidaten Almavid™, der durch Unterbrechung des Warburg-Effekts eine innovative Therapieoption gegen solide Tumore verspricht. Evotec stärkt als wissenschaftlicher Innovator seine Schlüsselrolle durch strategische Allianzen wie mit Bristol Myers Squibb und KI-gestützte Plattformen für neuartige Krebstherapien. Diese Fokussierung auf High-Potential-Technologien definiert die künftigen Gewinner im 866 Mrd. USD Rennen.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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    • Klimaschutz
    • Ernährung
    • Pharma

    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von MustGrow Biologics Corp.

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    • Bayer
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    Der Onkologie-Markt ist der heißeste Bereich der Pharmaindustrie. Während globale Schwergewichte ihre milliardenschweren Pipelines in Stellung bringen, setzt ein kleines Biotech auf einen wissenschaftlichen Ansatz, der direkt an den Stoffwechsel der Tumorzelle ansetzt. Für Anleger stellt sich die Frage: Geht der Sieg über den Krebs künftig über massive Breitenwirkung, über zielgerichtete Toxin-Konjugate oder über die gezielte Attacke auf den zellulären Stoffwechsel? Die unterschiedlichen Antworten von Bayer, Vidac Pharma und Pfizer versprechen nicht nur medizinische, sondern auch finanzielle Weichenstellungen für das kommende Jahrzehnt.

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