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01.04.2021 | 04:50

Blackrock Silver, Deutsche Bank, Heidelberger Druck – Turnaround-Aktien im Osterkorb!

  • Gold
  • Silber
Bildquelle: pixabay.com

In fortgeschrittenen Börsenaufschwüngen fragen sich viele Anleger täglich, welche Aktien noch zurückgeblieben sein könnten? Eins ist schon mal sicher: Die Technologieaktien an der NASDAQ haben in den Bereichen Internet, IT, E-Mobilität und Wasserstoff mehrere historische Landmarker gesetzt. Mit Anstiegen von bis zu 2500% sollte es dann auch mal wieder etwas Abkühlen. Das weitläufig bemühte Argument für weiter steigende Kurse lautet: Zuviel Liquidität – keine Alternativen! Das stimmt, aber wer schon ordentlich mit anderen Titeln verdient hat, kann auch auf die Nachzügler setzen. Wir stellen hier ein paar zur Auswahl…

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: CA09261Q1072 , DE0005140008 , DE0007314007

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Inhaltsverzeichnis:


    Blackrock Silver Corp – Neue Bohrergebnisse in Nord-Nevada

    Die Blackrock Silver Corp. (vormals Blackrock Gold) hat die Gold- und Silberbohrabschnitte aus seinem Winterbohrprogramm 2020 veröffentlicht. Es geht dabei um das zu 100 % kontrollierte Projekt Silver Cloud, das sich entlang des Northern Nevada Rifts befindet. Im Zielgebiet Northwest Canyon wies das Bohrloch SBR20-007 eine beträchtliche Menge an Goldmineralisierung auf, was darauf hindeutet, dass sich die Ost-West-Zone weiter fortsetzt als gedacht, der hochgradige Teil jedoch entlang einer Verwerfung von Nord-Nordwest nach Nord-Süd versetzt sein könnte.

    Die Bohrlöcher in der Nähe der nordöstlichen Adern konnten nicht die gewünschten Lithologien erreichen, aber im benachbarten Zielgebiet Quiver wurde eine bedeutende Goldmineralisierung angetroffen, die nun zusätzliche Bohrungen und Untersuchungen erfordert. Mit diesem Bohrprogramm sollten mehrere Zielgebiete auf dem 45 Quadratkilometer großen Projekt erprobt werden, die Ziele bestanden hauptsächlich aus der Erprobung von Oberflächenaufschlüssen von gebänderten Chalcedon-Adern. Diese Adern wurden noch nie zuvor durch Bohrungen getestet.

    Im Zielgebiet Quiverist das Unternehmen nun von der vorliegenden Geologie überzeugt, denn man konnte hochgradiges Gold entdecken, welches entlang des östlichen Randes des sogenannten Silver Cloud-Grabens gefunden wurde. Die kürzlich von Hecla Mining gemeldete Entdeckung auf ihrem Projekt Green Racer unterstreicht das Potenzial für weitere naheliegende Funde, für das der Graben in Nord-Nevada historisch bekannt ist. Blackrock ist hier in unmittelbarer Nähe tätig.

    Die Blackrock Silver-Aktie konsolidierte zuletzt bis 0,70 CAD, war aber Anfang Januar aus dem Stand auf über 1,00 CAD gestiegen. Das könnte sich nun durchaus wiederholen!

    Deutsche Bank – Kommt jetzt der Turnaround?

    Die Deutsche Bank ist seit Jahren das Sorgenkind der deutschen Finanzbranche. Zwar konnte sie sich am eigenen Schopf aus der Finanzkrise ziehen, dennoch hat man in den letzten 12 Jahren keine signifikanten Fortschritte im Neuaufbau nachweisen können. Die kumulierten Verluste erreichten eine Höhe jenseits der 10 Mrd. EUR, das Geschäftsmodell wurde zigmal hinterfragt aber letztlich kaum verändert. Wahrscheinlich macht die Fintech-Branche der ehrwürdigen Bank das Geschäft kaputt, denn die haben den Weg der Digitalisierung konsequent beschritten.

    Bei der Deutschen Bank bleiben die Strukturen verkrustet, im Privatkundenbereich wird kaum Geld verdient, das Investment Banking steht immer wieder in der Kritik. Im Zusammenhang mit Krediten an den ausgeschiedenen US-Präsidenten Donald Trump erfährt die Öffentlichkeit auch nur Bruchstücke. Es wird gemunkelt, die Deutsche Bank hat mit Donald Trump ein Problem, denn er schuldet ihr mehr als 300 Mio. USD. Trump jedoch muss sich nach Aufhebung seiner Immunität durch viele Anklagen wühlen und in den nächsten Jahren werden seine Kredite, für die er persönlich haftet, auch mal fällig.

    Die Aktie der Deutschen Bank ist offenbar auch einigen Risiken bei prominenten US-Hedgefonds ausgesetzt. Sie soll als Prime Broker für Archegos tätig gewesen sein, die dabei entstandenen Verluste sind laut Brancheninsidern aber im Vergleich zu anderen Banken bedeutend geringer. Der Hedgefonds konnte Margin-Calls nicht bedienen, weshalb die Banken dabei sind, seine Positionen aufzulösen.

    Dennoch – die Deutsche Bank ist ein Stehauf-Männchen. Krisen steckt sie weg und auch der Kurs signalisiert mit seinem Anstieg über 10 Euro, dass die schlimmsten Zeiten wohl hinter uns liegen. Man sollte sich deshalb durchaus wieder mit der DBK-Aktie beschäftigen, denn das Alltime-High aus 2007 ist noch über 800% entfernt.

    Heidelberger Druck – Wachstum mit Wallboxen?

    In den letzten Jahren gab es keine guten Nachrichten von den Heidelberger Druckmaschinen (HD). Man schlitterte aufgrund falscher Entscheidungen des Managements von einer Unternehmenskrise zur nächsten. Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie im vergangenen Frühjahr verschlechterte sich die Situation bei dem Traditionskonzern noch einmal deutlich, weshalb einige Experten nicht mehr an eine erfolgreiche Trendwende bei dem Druckmaschinenhersteller glaubten.

    Mit den zuletzt veröffentlichten Quartalszahlen konnte die Firma nun aber doch viele Investoren positiv überraschen. Zwar gingen die Umsätze im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2020 gegenüber der Vorjahresperiode von 567 Mio. auf 484 Mio. EUR um 15% zurück, trotzdem legte der Nettogewinn zeitgleich von 3 auf 12 Mio. EUR zu, zumindest ein Teilerfolg wie wir meinen. Aber ist das schon die Kehrtwende?

    Der wesentliche Treiber für die wiedererlangte Profitabilität waren spürbare Kostensenkungsmaßnahmen, die seit Beginn des laufenden Geschäftsjahres unter anderem bereits eine Reduktion von über 700 Stellen umfassten. Die massive Neuausrichtung der gesamten Druckbranche wirkt natürlich nach, neue Druckmaschinen werden angesichts der Digitalisierung heute weniger gebraucht. Nicht im Verlagswesen, aber im Verpackungsbereich sind die Schlagzahlen aber deutlich höher. Hier sollen Produkte durch ihre intelligente Umhüllung besonders in den Vordergrund geraten – ein klarer Wachstumsmarkt.

    Besonders aussichtsreich ist auch das neue Geschäft mit e-Wallboxen, die beim Laden von elektrischen Automobilen zum Einsatz kommen. Nachdem die Heidelberger schon 35.000 Wallbox-Systeme ausliefern konnten, wird vom Management hier einen neuer Wachstumsbereich definiert für den ein jährliches Wachstum von über 20 % erwartet wird. Folglich will die Firma ihre Produktionskapazitäten jetzt bis April etwa verdoppeln. Vielleicht ist das ein neues Standbein in letzter Minute, welches der Aktie wieder zu neuen Höhen hilft. Nach Kursverdoppelung von unten, sollte man sich den Titel mit knapp 1,10 EUR wieder zurechtlegen, da ist vermutlich noch mehr drin.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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